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Aromath erapie: Einstieg in die Welt der duften(den) Öle


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Lebe Jetzt natürlich und gesund - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 28.09.2022

von Nicole Köpke Zentrum und Akademie für Naturpädagogik (ZAN)

Artikelbild für den Artikel "Aromath erapie: Einstieg in die Welt der duften(den) Öle" aus der Ausgabe 3/2022 von Lebe Jetzt natürlich und gesund. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lebe Jetzt natürlich und gesund, Ausgabe 3/2022

So gut wie alle kennen Duftkerzen und die Duftöle, die man in ein Öllämpchen oder einen Diffusor tröpfelt. Doch vielen ist gar nicht bewusst, was sie gerade nutzen und ob es sich um ein gutes oder schlechtes Öl handelt. Und einigen ist nicht einmal bewusst, welche Wirkung diese Öle haben können. In diesem kleinen Exkurs möchte ich mit dir die Basis der Aromatherapie ein wenig durchleuchten.

Woher stammt die Aromatherapie/die Geschichte der Aromatherapie?

Die Aromatherapie begann schon im Altertum, sie wurde bereits in der Antike, den Arabern, den Chinesen, den Griechen, den Römern usw. eingesetzt. Hier wurde den angesehenen Leuten wie beispielsweise Cleopatra ein Parfum kreiert, in manchen Ländern wurden die

Toten mit Ölen wie Zedernholz, Zimt. u.a. einbalsamiert und auch in der Pflege wurden erste Essenzen benutzt. In vielen ...

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... Opfergaben und Riten wurden Kräuter verbrannt, um durch den freigesetzten Duftrauch böse Geister zu vertreiben oder milde zu stimmen. Die Wasserdampfdestillation gibt es schon seit Jahrhunderten, denn die erste »Maschine« wurde in Ägypten (Mesopotamien) gefunden.

Die Aromatherapie fand Anklang, wurde wieder verdrängt und erst mit dem französischen Forscher, Wissenschaftler und Professor Gattefossé wurde die Arbeit mit ätherischen Ölen nicht nur wiederbelebt, sie bekam einen Namen. Fortan wurden die Abstände kleiner, in der die Aromatherapie im Schatten versank und plötzlich wieder ins Licht trat. In den beiden Weltkriegen, Vorwiegens im Zweiten Weltkrieg, verdankten die verletzten Soldaten u.a. dem Lavendelöl, dass ihre Wunden besser heilten und sogar, dass ihnen Arme und/oder Beine erhalten blieben. Und heute? Heute liegt die Aromatherapie voll im Trend und trifft den Zahn der Zeit. Aber...

Was ist Aromatherapie eigentlich und wie funktioniert sie?

In der Aromatherapie wird mittels ätherischer Öle das Wohlbefinden verbessert und die Gesundheit unterstützt. Die Aromatherapie wurde wissenschaftlich bestätigt und als Therapie anerkannt. Sie kann präventiv, akut und in der Genesungsphase angewendet werden. Dabei sind es nicht die Öle, deren Inhaltsstoffe selbst, die zur Heilung beitragen, sondern die Informationen, die darin enthalten sind. Diese werden über Nase und Haut mittels Neurotransmitter ans Hirn weitergeleitet, ausgewertet, verarbeitet und an die verschiedenen Stellen des Körpers weitergegeben. Darunter das Nervensystem (Entspannung, Emotionen...), das Hormonsystem (Adrenalin, Serotonin...) oder auch direkt vom Hirn verarbeitet (Erinnerungen, Konzentration...). Sie aktiviert und animiert alles in unserem Körper bis in den Seelenbereich.

Was sind ätherische Öle und wie werden sie gewonnen?

Die bekanntesten Gewinnungsverfahren sind die Wasserdampfdestillation, die Expression (Pressen) und die Gewinnung aus Auszügen (Alkohol, Pflanzenöl...). Da bei der Herstellung besondere Vorsicht gilt, um die Inhaltsstoffe nicht zu zerstören, werden teilweise sehr viele Pflanzen benötigt. 1 Tropfen Rosenöl besteht aus etwa 30 Rosenblüten und dieses wird mittels Expression (Kaltpressung) hergestellt. Es versteht sich nun, warum das ätherische Rosenöl eines der teuersten Öle auf dem Markt ist.

Ätherische Öle sind leicht flüchtige, nicht wasserlösliche und fettliebende Vielgemische, die stark konzentriert sind und deshalb niemals pur eingesetzt und schon gar nicht eingenommen oder auf offene Wunden verteilt werden dürfen. Schon 1 Tropfen Pfefferminzöl kann, je nach Geschmacksintensität, bis zu 30 Tassen Tee ergeben.

Für jede Nase und jeden Zweck sind passende Öle dabei, ob nun blumige, herbe, holzige, balsamische, kräftige, mentholhaltige, süße, zitrusartige, u.a. für jeden Geschmack und Einsatz gibt es Öle.

Viele Öle tragen mehrere Inhaltsund Wirkstoffe in sich, aber man muss sie nicht alle erwerben. In den nächsten Artikeln lernst du die wichtigsten Öle für allerlei verschiedene Zwecke kennen und dann und wann schauen wir auch, was man daraus zaubern kann, für die Gesundheit, die Schönheit und mehr.

Gute und schlechte Öle

Sicher hast du auch schon in diversen Geschäften einige Duftöle entdeckt und sogar das eine oder andere davon gekauft. Die meisten dieser Öle sind aber nicht echt, da sie synthetisch hergestellt werden und keinerlei Heilstoffe der Pflanzen enthalten. Synthetische Öle haben keine Wirkung und viele, die diese kaufen, wundern sich, dass ihnen nicht geholfen wird. Genau deswegen glauben einige Menschen, dass die Aromatherapie Humbug ist. Das liegt einfach nur daran, dass sie ein Duftöl und kein ätherisches Öl gekauft haben, man könnte auch sagen: ein chemisch hergestelltes Irgendwas.

Aber woran erkennt man die guten Öle? Das ist ganz einfach. Meistens sagt der Hersteller schon alles. Firmen werde ich hier jetzt nicht nennen, aber auf meiner Webseite kannst du erfahren, welche Öle ich gern und selbst benutze und auch, warum. Es gibt Anbieter, die für ihre rein natürlichen Öle bekannt sind. Dann sollten folgende Dinge

auf dem Etikett und/oder einem Beipackzettel stehen:

• Deutscher Name

• Lateinischer/botanischer Name

• Herkunftsland

• Pflanze

• Pflanzenteil (Blätter, Blüten, Wurzeln...)

• Anbau (Wildwuchs, Plantage...) und Zertifizierung

• Qualität: 100% naturrein, kontrolliert biologischer Anbau (kbA) o.ä.

• Gewinnungsverfahren (Kaltpressung, Enfleurage...)

• Daten des Anbieters

• Chargennummer

• Inhaltsstoffe/Schadstoffe/ chemische Zusätze

• Füllmenge

• Einsatzgebiete (Kosmetik, Raumduft, Inhalation, Nahrungsergänzungs-mittel...)

• Warnhinweise

• Abfüll- bzw. Mindesthaltbarkeitsdatum

• Lagerungshinweise

Was gibt es zu beachten?

An eine Dosierungsempfehlung sollte sich immer gehalten werden. Auf eine Einnahme sollte verzichtet werden oder sie sollte unter fachkundiger Anleitung erfolgen. Schwangere, Babys und Kleinkinder, Senioren, Allergiker und empfindliche Menschen sollten ätherische Öle nie ohne Rat nutzen. Es empfiehlt sich bei jedem Öl eine Allergieprobe: Hierzu einfach bis zu einem Tropfen Öl verdünnt, danach unverdünnt auf die Ellenbeuge verteilen. In der Ellenbeuge ist die Haut sehr dünn und empfindlich. Wenn innerhalb 10-30 Minuten keine allergische Reaktion auftritt wie beispielsweise ein Brennen, eine Rötung der Haut oder auch Juckreiz oder Anschwellen des eingeriebenen Bereichs, kann man davon ausgehen, keine Allergie gegen dieses Öl zu haben. Einer Nutzung steht nichts im Weg. Und immer muss das Öl, egal welches, verdünnt werden. Fange lieber mit wenigen Tropfen an und steigere dich. Das Öl darf nicht in die Augen gelangen. Sollte dies der Fall sein, nicht mit Wasser ausspülen, sondern mit einem reinen Pflanzenöl, dies bindet das ätherische Öl, während Wasser es nur mehr verteilt. Im Anschluss kann das Auge mit lauwarmem und klarem Wasser ausgespült werden. Das Aufsuchen eines Facharztes ist zudem ratsam.

Einsatz und Grenzen der Aromatherapie

Ätherische Öle können bei körperlichen, seelischen und geistigen Befindlichkeiten präventiv, therapiebegleitend und in der Genesungsphase eingesetzt werden. Für die Schönheit und Pflege, dem Wellnessbereich, in der Küche und auch in der Hausapotheke finden die Aromaöle eine vielseitige und hilfreiche Verwendung.

Auch wenn die Aromatherapie vielseitig und sehr gut einsetzbar ist, so hat sie, wie jede andere medizinische Methode ihre Grenzen. Diese liegen vorwiegend bei schweren Erkrankungen wie Krebs, Hirnund Nervenerkrankungen u.ä. Allerdings kann bei vielen Erkrankungen die Aromatherapie begleitend eingesetzt werden, zum Beispiel zur seelischen Unterstützung. Dies ist auf jeden Fall immer mit dem Arzt oder Heilpraktiker des Vertrauens abzusprechen.

Unterschied Aromatherapie und Aromapflege

Worin liegt der Unterschied zwischen Aromatherapie und Aromapflege? In der Aromapflege geht es zwar um den pflegerischen Aspekt, aber auch um den körperlichseelischen Bereich. So erfahren gerade ältere Menschen Nähe und Zuneigung, während man sie z.B. mit einer Handmassage mit ausgesuchten Lieblingsölen verwöhnt. Die möglichst selbst ausgesuchten Düfte erfreuen die Senioren, wecken teilweise Erinnerungen oder heben die Stimmung. Ideal beispielsweise, wenn jemand ganz neu im Heim angekommen ist, es gibt Hoffnung und mindert Ängste. Vielleicht nutzt man dann einen bekannten und geliebten Duft des neuen Bewohners.

Die Aromatherapie wird gezielt eingesetzt, z.B. bei Hautproblemen, Stimmungsschwankungen, Schmerzen, schlecht heilenden Wunden oder auch für die Steigerung der Konzentration.

Bei schweren Erkrankungen wird die Aromatherapie oft begleitend eingesetzt, um mit Hilfe der Aromaöle Ängste abzubauen, Hoffnungen freizusetzen oder auch die Atemwege zu entlasten. Solche Beispiele gibt es viele.

Ausbildung zur Aromaberaterin oder Aromatherapeutin?

Dich hat das Thema neugierig gemacht oder du spielst schon eine Weile mit dem Gedanken, die Aromatherapie beruflich auszuüben? Dann melde dich doch in meinem kostenlosen Newsletter an, denn aktuell erstelle ich hierfür ein Fernstudium. www.zentrum-undakademie-für-naturpä (ZAN)

Aromatherapie – das erwartet dich in den nächsten Ausgaben von »Lebe Jetzt – Magazin Gesundheit und Natur«

In den nächsten Artikeln möchte ich dir u.a. einige der beliebtesten und vielseitigsten ätherischen Öle vorstellen.

Wie du ja gelesen hast, gibt es zig davon, aber da viele von ihnen viele Eigenschaften in sich tragen, musst du nicht alle kaufen. Für die Hausapotheke und den Wellnessbereich reichen zwei Handvoll Öle tatsächlich aus. Du wirst erfahren, wie sie gewonnen werden, woher sie stammen, welche Inhaltsstoffe sie besitzen, welche Heilwirkungen in ihnen stecken und es gibt je ein Rezept für Küche, Wellness und Schönheit sowie Gesundheit. Außerdem werde ich dir ein paar ätherische Öle und Heilkräuter vorstellen, mit denen du u.a. den Wechseljahren besser begegnen kannst. Weitere Rezepte findest du übrigens ebenfalls auf meiner

Seite, wie beispielsweise eine einfache, natürliche, nachhaltige und günstige Schüttellotion für die Haut ab 40. Und jetzt wünsche ich dir noch viel Freude beim Schmökern dieser tollen Fachzeitschrift...

„Schlechte Gesundheit wird nicht durch etwas herbeigeführt, was Du nicht hast; es wird durch eine Störung von etwas verursacht, dass Du schon besitzt. Gesund zu sein ist nicht etwas, dass Du bekommen musst, es ist etwas, dass Du schon hast, wenn Du es nicht störst.“

Dean Ornish (US-amerikanischer Mediziner)