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ARTHUR VERTEIDIGT SEIN KÖNIGREICH


BoxSport Spezial - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 01.03.2019

Arthur Abraham bleibt das Maß aller Dinge: Bei der Wahl zum „ Boxer des Jahres – national“ behauptete der Berliner seine Krone und distanzierte dabei die Konkurrenz um Längen.

WAHL 2015

Das Ergebnis

1. Arthur Abraham

602 Leserpunkte +

900 Jurypunkte = 1.502

2. Jürgen Brähmer

378 Leserpunkte

3. Wladimir Klitschko

263 Leserpunkte

4. Jack Culcay

242 Leserpunkte

5. Felix Sturm

70 Leserpunkte

Artikelbild für den Artikel "ARTHUR VERTEIDIGT SEIN KÖNIGREICH" aus der Ausgabe 1/2019 von BoxSport Spezial. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: BoxSport Spezial, Ausgabe 1/2019


Abraham strafte damit auch all jene Lügen, die ihn aufg rund seines fortg eschritenen Boxer-Alt ers bereits abgeschrieben hatten.


Drei erfolgreiche WMTitelverteidigungen, dazu eine Traumhochzeit, und dann auch noch Boxer des Jahres ...

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... 2015: Hinter Arthur Abraham liegt ein echtes Super-Jahr. Damit gelang es „King Arthur“, seinen zuletzt 2014 gewonnenen BOXS PORTTitel in überragender Manier zu behaupten: Mit 602 Leserstimmen sowie neun von zehn Jurystimmen (eine Jurystimme zählte 100 Punkte) kam der WBO-Weltmeister im Supermittelgewicht am Ende auf 1.502 Punkte. Das sind mehr Zähler, als die platzierten Boxer der Ränge zwei bis fünf zusammen erreichten.

Der gebürtige Armenier, der am 20. Februar seinen 36. Geburtstag feiert, strafte damit auch all jene Lügen, die ihn aufgrund seines fortgeschrittenen Boxer-Alters bereits abgeschrieben hatten. Im Ring performte A braham zuletzt eher wie im zweiten Frühling: Zunächst ließ er im Februar gegen Paul Smith nichts anbrennen, besiegte den Briten im Rematch klar nach Punkten. Im Juli folgte dann der zweite Ringauftritt des Jahres – und das Duell gegen Dauerkontrahent Robert Stieglitzversprach einiges an Brisanz. Doch im „Final Showdown“ ließ Abraham keine Zweifel an seiner Klasse aufkommen, dominierte das Geschehen von Beginn an und konnte bereits nach sechs Runden mit einem Technischen K.o.die Arbeit erfolgreich einstellen.

Ein überzeugender Auftritt, an dem Abraham-Coach Ulli Wegnerseinen Anteil hat: Noch zu Beginn der Vorbereitung hatte es der Kulttrainer für nötig befunden, seinen Schützling ins Gebet zu nehmen. „Arthur hat es sich nach seiner letzten Titelverteidigung zu gut gehen lassen, legte nur die Beine hoch. Er hatte vor Beginn der Vorbereitung einen riesigen Trainingsrückstand“, bemängelte Wegner. „Nachdem wir ein klärendes Gespräch darüber geführt haben, hat sich Arthur voll reingehängt.“ Klare Ansprachen sind das, was der Ausnahmeboxer mitunter benötigt. „Ich bin selbst ein harter Junge und brauche darum jemanden, der ebenso hart mit mir umgeht“, erklärte Abraham in einem BOXS PORT-Interview, „Ulli Wegner weiß, wie es geht.“

HARTE BEWÄHRUNGSPR OBE

Im November kletterte der WBOWeltmeister dann zu seinem dritten Auftritt des Jahres ins Seilgeviert, um sich dem unbequemen Briten Martin Murray zu stellen. Nicht wenige wunderten sich, dass King Arthur für eine freiwillige Titelverteidigung einen so gefährlichen Gegner wählte. Doch getreu seinem Motto („Als Weltmeister boxe ich jeden“) meisterte der Berliner auch diese Aufgabe.

Es wurde eine enge Kiste gegen Murray, doch mit einem starken Schlussspurt erkämpfte sich der Champion einen verdienten Punktsieg. Ein Triumph, der auch die Popularität Abrahams weiter erhöht haben dürfte und sich in dem herausragenden Abstimmungsergebnis der 2015er-Wahl widerspiegelt.

Für Jürgen Brähmer, den Zweitplatzierten dieser Wahl, war 2015 ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Am 21. März begeisterte der WBA-Weltmeister im Halbschwergewicht mit einem spektakulären Kampf gegen Robin Krasniqi. Dessen Ecke gab den Fight nach der 9. Runde verloren – Brähmer hatte seinen Herausforderer angeknockt, ihm zudem eine aufgeplatzte Lippe beschert. Somit feierte der 37-Jährige den 46. Sieg in seinem 48. Profikampf.

Im September boxte Brähmerdann statt Nathan Cleverly(dieser sagte ab) den überforderten Konni Konrad und gewann vorzeitig. Zum Höhepunkt sollte dann Ende des Jahres das Duell gegen den unbesiegten Südafrikaner Thommy Oosthuizen werden. Doch Brähmer verletzte sich an der Hand und musste den Kampf in Monte Carlo schweren Herzens absagen. Ein wenig trösten dürfte ihn die Tatsache, dass seine Fans bei der BOXS PORT-Wahl fleißig für ihn stimmten und ihm damit den Vize-Titel bescherten.

KLITS CHKO RETET PLATZ 3

Ein regelrechtes Trauma erlebte Wladimir Klitschko im zurückliegenden Boxjahr: Der Schwergewichts-Dominator verlor Ende November überraschend seine WM-Titel gegen den Briten Tyson Fury. Das Jahr hatte mit der Titelverteidigung gegen Bryant Jennings im April 2015 begonnen, als Klitschko einen wenig inspirierenden Punktsieg im New Yorker Madison Square Garden einfuhr.

Doch das (vorläufige) Ende seiner fast zehn Jahre lang dauernden Ära als Champion war zu diesem Zeitpunkt keineswegs absehbar. Es spricht aber für „Dr. Steelhammer“, dass seine Fans ihn auch in diesen schweren Zeiten nicht vergaßen und ihn schließlich auf Platz drei wählten. Überraschend hingegen das Vorpreschen von Jack Culcay, der Platz vier bei der BOXS PORTWahl eroberte. Bemerkenswert: Der Halbmittelgewichtler aus dem Sauerland-Stall erhielt kaum weniger Stimmen als Boxheld Klitschko. Vorläufiger Höhepunkt für „Golden Jack“: der Gewinn des Interims-Titels der WBA im Mai 2015. Doch dabei will es sein Coach Ulli Wegner nicht belassen: „Ich kenne die Weltspitze. Er hat die Veranlagung wie Floyd Mayweather“, lobt der 73-jährige Trainerfuchs. Im Dezember lieferte Culcay dann auch eine überzeugende Vorstellung gegen den Iren Dennis Hogan ab.

Im November setzte „King Arthur“ (l.) seinen WBO-Weltmeistertitel freiwillig gegen Martin Murray aufs Spiel – und gewann verdient nach Punkten


Eine solche blieb Felix Sturm im letzten Jahr verwehrt. Das Duell um die vakante WBA-WM gegen Fedor Chudinov im Mai verlor der Supermittelgewichtler klar, wenn auch mit Split Decision, 1:2. Darauf legte Sturm eine längere Auszeit ein – mit dem Ziel, zuletzt Versäumtes in diesem Jahr mit neuem Tatendrang nachzuholen. Einer breiten Fanbase kann sich der 37-jährige Ex-Champion jedenfalls gewiss sein, wie sein fünfter Platz bei der Wahl zum Boxer des Jahres 2015 beweist.

BOXER DES JAHRES 2005–2014

2005 Markus Beyer

2006 Arthur Abraham

2007 Arthur Abraham

2008 Arthur Abraham

2009 Arthur Abraham

2010 Vitali Klitschko

2011 Wladimir Klitschko

2012 Arthur Abraham

2013 Robert Stieglitz

2014 Arthur Abraham

Fotos: Getty Images (1), pa/ Sebastian Heger (1)


Fotos: Getty Images (1), pa/ Sebastian Heger (1)