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Arzneipflanze des Jahres Myrrhe


LandApotheke - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 08.09.2021

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Bildquelle: LandApotheke, Ausgabe 4/2021

Gold, Weihrauch und Myrrhe waren nach biblischer Überlieferung die Gaben der Weisen aus dem Morgenland zur Geburt Jesu. Das zeigt, wie kostbar diese Naturstoffe damals waren – und das sind sie heute noch.

Bei der Myrrhe handelt sich um das getrocknete Gummiharz aus der Rinde des Echten Myrrhenbaums (Commiphora myrrha), der in Vorderasien und Nordostafrika heimisch ist und als dorniges Bäumchen oder Strauch wächst. Wie der Weihrauch gehört er zur Familie der Balsambaumgewächse. Sein flüssiges Gummiharz tritt entweder von selbst oder nach Verletzung der Rinde aus, an der Luft ...

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... verhärtet es zu orange-braunen Harztränen, die in aufwendiger Handarbeit abgesammelt werden.

REINIGEND UND HEILEND

Seit jeher wird die Myrrhe zu religiösen und medizinischen Zwecken genutzt. Dem bitteren Harz wurden reinigende Eigenschaften zugeschrieben und schon die alten Ägypter nutzen es als Salböl, zum Räuchern sowie als Arzneimittel. Auch hierzulande hat Myrrhe eine große Bedeutung in der Medizingeschichte, man findet sie bereits in Schriften der Antike, wo sie bei Husten und Heiserkeit angewendet wurde, ebenso wie bei Hildegard von Bingen, die sie sowohl als Mittel gegen Zauberei als auch zur Behandlung von Gelbsucht und Magenschmerzen empfahl.

Noch immer hat das Harz einen festen Platz in der naturheilkundlichen Medizin, weshalb der Myrrhenbaum zur diesjährigen Arzneipflanze gekürt wurde.

STÄRKT DIE SCHLEIMHÄUTE

Myrrhe wird üblicherweise als Tinktur angewendet und ist außerdem Bestandteil von Wundsalben oder Mundwässern. Sie besteht aus ätherischem Öl, Harz, Gummen, Bitter- und Schleimstoffen. Die zahlreichen enthaltenen Pflanzenstoffe schützen die Schleimhäute, fördern die Wundheilung, beseitigen schlechte Gerüche, wirken entzündungshemmend sowie krampflösend und bremsen das Wachstum von Bakterien, Pilzen, Viren und Parasiten. Traditionell wird das duftende Harz bei Entzündungen der Haut und der Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich eingesetzt. Auch bei entzündlichen Darmerkrankungen und einem Reizdarm leistet die Myrrhe große Dienste, da sie sowohl die Entzündungen und Krämpfe lindert, als auch die Darmschleimhaut stärkt und stabilisiert.

Myrrhen-Tinktur

bei Entzündungen und wunden Stellen in Mund und Rachen, innerlich bei Darmbeschwerden

ZUTATEN:

20 g Myrrhenharz,

100 ml Alkohol (90 %)

ZUBEREITUNG:

1 Das Harz im Mörser zerkleinern oder fein hacken und in ein verschließbares Glas geben.

2 Mit dem Alkohol übergießen, verschließen und 4 Wochen bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Ab und an schütteln.

3 Durch einen Kaffeefilter in dunkle Tropffläschchen abgießen. Hält ca. 1 Jahr.

ANWENDUNG: Bei kleineren Wunden 2–3 Mal täglich die unverdünnte Tinktur auftragen, zum Spülen und Gurgeln 5–10 Tropfen in ein Glas warmes Wasser geben.

Für die innerliche Einnahme 1–3 Mal täglich 5 Tropfen in ein Glas heißes Wasser geben und nach 5 Minuten einnehmen.

Myrrhe

Verwendetes Pflanzenteil: Gummiharz aus der Rinde

Erntezeit: nach der Regenzeit

Standort: Trockengebiete Vorderasiens, Nordostafrika

Anmerkung: Schwangere und stillende Frauen sollten Myrrhe nicht verwenden.

Myrrhen-Salbe bei kleinen Hautwunden

ZUTATEN:

20 g Myrrhenharz,

50 ml Olivenöl,

50 ml Kokosöl,

circa 12 g Sonnenblumenwachs oder

15 g Bienenwachs

ZUBEREITUNG:

1 Das Harz im Möser fein zermahlen. Falls es zu sehr klebt, kann es auch tiefgefroren verarbeitet werden.

2 Das zerkleinerte Harz mit Olivenöl und Kokosöl im heißen Wasserbad erhitzen, aber nicht kochen.

3 Nach einer Stunde durch ein feines Sieb abgießen und abtropfen lassen.

4 Nochmals erwärmen und das Wachs im warmen Harzöl schmelzen.

5 Im noch flüssigen Zustand in kleine Schraubgläschen füllen und vollständig abkühlen lassen. Gläschen gut verschließen und kühl lagern. Hält bei hygienischer Entnahme 6 Monate.

ANWENDUNG: 1–3 Mal täglich auf die betroffenen Stellen dünn auftragen.

Dr. Alexandra Magnussen