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asiaküche: Aroma - Explosion!


vegetarisch Fit - epaper ⋅ Ausgabe 5/2020 vom 05.08.2020

Die asiatische Küche zaubert frische und außergewöhnliche Aromen auf den Teller. Die britisch-indische Erfolgsautorin Meerah Sodha hat uns einige vegetarische Rezepte verraten!


Artikelbild für den Artikel "asiaküche: Aroma - Explosion!" aus der Ausgabe 5/2020 von vegetarisch Fit. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: vegetarisch Fit, Ausgabe 5/2020

TIP:

Vergessen Sie Wolkenohrpilze, es gibt eine neue Wantan-Füllung: Staudensellerie und Erdnüsse. In China haben die beiden ihren Auftritt normalerweise in erfrischenden, knackigen Salaten, hier dagegen spielen sie die Hauptrolle in einem raffinierten kleinen Gericht. Und alles ist schnell gemacht – die Kunst besteht darin, die Teigblätter um die Füllung herum gut zu verschließen. Wantan- Blätter habe ich immer Gefrierfach, und ...

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... die Zutaten für die Sauce stehen ohnehin im Vorratsschrank.

SELLERIE-ERDNUSS-WANTANS mit Chili-Sojasauce

FÜR 4–6 PERSONEN (ERGIBT 24 WANTANS)

Für die Wantans:
160 geschälte Erdnüsse
800 g Staudensellerie
4 EL Rapsöl
4 Knoblauchzehen, zerdrückt
2 EL helle Sojasauce
24 Wantan-Blätter (oder für
die vegane
Variante Gyoza-
Blätter ohne Ei), aufgetaut

Für die Chili-Sojasauce:
2 EL Rapsöl
1 EL geröstetes Sesamöl
4 EL helle Sojasauce
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
1 TL Chiliflocken
1½ EL Weißweinessig
2 Frühlingszwiebeln, gehackt

Hinweis:
Tiefgekühlte Wantan-Blätter finden Sie in größeren Supermärkten oder im Asialaden. Für dieses Rezept benötigen Sie einen Mixer.

1. Für die Wantan-Füllung die Erdnüsse im Mixer zerkleinern. Den Sellerie grob in Stücke schneiden, dabei einige Blätter für die Garnierung zurückbehalten. Den Sellerie zu den Erdnüssen geben und mixen, bis die Mischung an Hackfleisch erinnert. Das Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Sellerie-Erdnuss-Mischung zugeben. 15–20 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten, dabei häufig rühren, bis so viel Flüssigkeit wie möglich verdampft ist. Knoblauch und Sojasauce zugeben und alles weitere 5 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und zum Abkühlen beiseitestellen.
2. Alle Zutaten für die Chilisauce in einen Topf geben, aufkochen und sofort vom Herd nehmen.
3. Die Wantan-Blätter rautenförmig auslegen, in die Mitte jeweils 1½ TL der Füllung geben. Die Teigblätter am Rand mit etwas Wasser einpinseln und jedes zu einem Dreieck zusammenklappen. Um die Füllung herum mit den Fingern die Luft herausdrücken, dann die Teigränder fest verschließen.
4. Die Teigtaschen portionsweise (etwa sechs Stück) in einem Topf mit kochendem Wasser 5 Minuten garen, dann abtropfen lassen. Die Wantans auf Teller verteilen, mit der Sauce beträufeln, mit den Sellerieblättern garnieren und sofort servieren.

ASIEN VEGETARIS CH

Die 120 veganen und vegetarischen Rezepte stecken voller Aromen, sind unkompliziert und mit leicht erhältlichen Zutaten gemacht. Meera Sodha, DK Verlag, 120 Rezepte, 26,95 Euro, ISBN 978-3-8310-3884-8

MASALA-OMELETT der Familie Sodha

FÜR 4 PERSONEN

1 EL Rapsöl
2 EL Butter
1 große rote Zwiebel,
fein gehackt
1–2 grüne Chilischoten,
entkernt und sehr fein
gehackt
2 Knoblauchzehen,
zerdrückt
²⁄3 TL Salz
250 g braune
Champignons,
gehackt
8 mittelgroße Eier
20 g Koriandergrün, fein gehackt

1. Öl und Butter in einer ofenfesten, antihaftbeschichteten Pfanne erhitzen. Zwiebel, Chilischoten und Knoblauch hineingeben, salzen und bei mittlerer Hitze braten, bis die Zwiebel glasig ist und der Knoblauch duftet. Jetzt die Champignons zugeben und in der Pfanne verteilen. Sie sollen Wasser abgeben und dann langsam braun werden. Das dauert etwa 12 Minuten.
2. In der Zwischenzeit den Backofengrill auf höchster Stufe vorheizen. Die Eier in eine Schüssel aufschlagen, den Koriander zugeben und die Eier mit einer Gabel kräftig verquirlen. Beiseitestellen.
3. Sobald die Pilze gebräunt sind, die Eier-Koriander-Mischung hinzugießen. Schnell mit einem Kochlöffel verteilen und 2 Minuten braten. Vom Herd nehmen und die Pfanne vorsichtig unter den Grill stellen (der Griff muss nach draußen zeigen). 2–3 Minuten grillen, bis die Oberfläche zu bräunen beginnt. Aus dem Ofen nehmen und auf eine hitzebeständige Unterlage stellen. Das Omelett mit einem Pfannenwender am Rand vorsichtig anheben und auf eine Servierplatte gleiten lassen.
4. Mit warmem, gebuttertem Toast zum Frühstück oder zu einem Salat mit Zitronendressing als leichtes Mittagessen servieren.

INFO

Jeden Sonntag machte Mama uns Kindern ein Masala-Omelett mit Toast, und dazu gab es Chai aus ihrer geliebten Royal-Doulton-Teekanne mit Blumenmuster. Inzwischen ist die Familie gewachsen – Ehemänner, Kinder und Hunde sind dazugekommen, deshalb muss das Omelett heute etwas größer ausfallen. Dieses ist dem Original sehr ähnlich, wird aber eher wie eine Frittata gebacken: mit vielen Eiern in einer großen Pfanne, die zum Schluss unter den Backofengrill geschoben wird.

AUBERGINEN-KATSU-CURRY mit Radieschen-Pickle

FÜR 4 PERSONEN

Für das Radieschen- Pickle:
100 g Radieschen,
geputzt und in dünneScheiben
geschnitten
½ TL Salz
3 EL Mirin (süßer
japanischer
Reiswein)
3 EL Weißweinessig

Für das Curry:
Rapsöl
1 Zwiebel, gehackt
2 mittelgroße Karotten
(200 g), geschält und fein gewürfelt
1 Süßkartoffel (200 g) geschält und fein gewürfelt
4 Knoblauchzehen, in dünne
Scheiben geschnitten
1 Stück Ingwer (1,5 cm), geschält gerieben
2 EL Currypulver
10 EL Mehl
500 ml vegane Gemüsebrühe
2 EL helle Sojasauce
2 EL Tomatenketchup
Salz
2 Auberginen (600 g), längs in 0,5 cm dicke
Scheiben geschnitten
200 g Panko (japanische
Semmelbrösel)

1. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Radieschen in eine hitzebeständige Schüssel geben und mit kochend heißem Wasser übergießen. Salz, Mirin und Essig zugeben, alles durchrühren und zum Abkühlen beiseitestellen.
2. Für das Curry in einer Pfanne, für die es einen Deckel gibt, 3 EL Öl erhitzen. Zwiebel, Karotten und Süßkartoffel darin 10 Minuten braten. Knoblauch und Ingwer zugeben und 2 Minuten mitbraten. Das Currypulver unterrühren, dann alles mit 2 EL Mehl bestäuben. Die Brühe nach und nach zugießen und aufkochen. Sojasauce, Ketchup und ½ TL Salz einrühren und die Pfanne vom Herd nehmen. Die Sauce im Mixer pürieren und zurück in die Pfanne gießen.
3. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Auberginenscheiben auf einen Teller legen. 8 EL Mehl in einen tiefen Teller geben und langsam mit 180 ml Wasser und ½ TL Salz zu einem dünnen Teig verrühren. Die Pankobrösel in einen dritten Teller geben. Die Auberginenscheiben von beiden Seiten in den Teig tauchen, überschüssigen Teig abtropfen lassen und die Auberginen anschließend im Panko wenden. Die panierten Auberginenscheiben auf das vorbereitete Backblech legen und von beiden Seiten mit etwas Öl beträufeln. Von jeder Seite 15 Minuten backen. Die Ofentemperatur auf 240 °C erhöhen und die Auberginen weitere 10 Minuten backen, bis sie knusprig sind.
4. Kurz vor dem Servieren die Currysauce 5 Minuten vorsichtig erhitzen, falls nötig nachsalzen und mit etwas Wasser verdünnen. Die Auberginenscheiben auf Teller verteilen und die Sauce dazugießen. Mit dem Radieschen-Pickle servieren. Dazu schmeckt Reis, nach Belieben mit schwarzen Sesamsamen bestreut.

TIP

Die Sauce lässt sich gut einfrieren, Sie können also auch gleich die doppelte Menge zubereiten. Für dieses Rezept benötigen Sie einen Mixer.

INFO

Diese mysteriöse bräunliche Masse sieht nicht gerade unwiderstehlich aus, dennoch ist Katsu eines der beliebtesten Gerichte in Japan. Die Grundlage besteht hier im Wesentlichen aus Karotten und Süßkartoffeln, die viel natürliche Süße mitbringen, und einigen Zutaten aus dem Vorratsschrank. Seidig und verführerisch, ist diese Sauce viel mehr als die Summe ihrer Teile.

KIMCHI-PFANNKUCHEN mit Spinatsalat

FÜR 2 PERSONEN ALS HAUPTGERICHT ODER FÜR 4 PERSONEN ALS BEILAGE

250 g veganes Kimchi
(fermentierter
Chinakohl)
80 g Reismehl
80 g Weizenmehl
1 TL Salz
200 g fester Tofu,
abgetropft
und in dünne
Streifen geschnitten
80 g Bohnensprossen
(1 große Handvoll)
5 Frühlingszwiebeln,
geputzt
und fein gehackt
120 g junger Blattspinat
Rapsöl

Für den Dip:
3 EL dunkle Sojasauce
2 EL geröstetes Sesamöl
1½ EL Reisessig
2 TL Chiliflocken
1 TL geröstete Sesamsamen,
plus etwas mehr
zum Garnieren

1. Das Kimchi in ein Sieb über einem Messbecher geben und so viel Flüssigkeit wie möglich ausdrücken. Die Menge abmessen und falls nötig mit Wasser auf 200 ml ergänzen. Das ausgedrückte Kimchi hacken.
2. In einer großen Schüssel Reismehl, Weizenmehl und Salz mit einer Gabel verrühren. Die Kimchi-Flüssigkeit einrühren, Kimchi, Tofu, Bohnensprossen und den größten Teil der Frühlingszwiebeln – eine Handvoll für den Dip zurückbehalten – zugeben und alles gut vermischen. Der Teig sollte feucht, aber noch löffelbar sein. 10 Minuten ruhen lassen.
3. In der Zwischenzeit für den Dip die Sojasauce mit Sesamöl, Essig, Chiliflocken, den zurückbehaltenen Frühlingszwiebeln und den Sesamsamen in einer kleinen Schüssel verrühren. Den Spinat in Streifen schneiden und in eine Salatschüssel geben. 2 EL des Dips zugeben und alles gut vermengen.
3. Für die Pfannkuchen ½ TL Rapsöl in einer mittelgroßen antihaftbeschichteten Pfanne erhitzen; die Pfanne schwenken, damit das Öl den ganzen Pfannenboden bedeckt. Ein Viertel des Teigs hineingeben und mit der Rückseite eines Kochlöffels gleichmäßig zu einem Pfannkuchen von etwa 15 cm Durchmesser verstreichen. 3–5 Minuten braten. Wenden und von der anderen Seite braten, bis der Pfannkuchen von beiden Seiten goldbraun und knusprig ist. Mit Alufolie abgedeckt warm stellen. Die restlichen Pfannkuchen ebenso zubereiten, falls nötig für jeden weiteren Pfannkuchen noch etwas Öl zugeben.

TIP

Als ich zum ersten Mal Kimchi aß, verschlang ich innerhalb von wenigen Augenblicken fast ein ganzes Glas. Ich war sofort süchtig und machte mich auf die Jagd nach Rezepten. Dabei stieß ich im Oshibi, einem koreanischen Restaurant in York, auf Kimchi Jeon. Ein Jeon ist ein koreanischer Pfannkuchen, der Tofu und die meisten Gemüse, die Sie hineingeben, bereitwillig aufnimmt, aber dennoch (und das ist bemerkenswert) knusprig bleibt, wenn er lange genug in der Pfanne war. Der Dip bildet gleichzeitig das Dressing für den Salat, der hervorragend dazu passt.

PAD THAI mit Erdnussmus & lila Brokkoli

FÜR 4 PERSONEN

Für die Pad-Thai-Sauce:
6 EL stückiges Erdnussmus
2 EL Tamarindenpaste
3 EL brauner Reissirup
4 EL Sojasauce
3 EL Limettensaft (Saft von
2 Limetten)

Für Tofu und Brokkoli:
450 g lila Brokkoli
3 Knoblauchzehen, zerdrückt
1 Stück Ingwer (1,5 cm),
geschält
und gerieben
2 Bird’s-Eye-Chilischoten,
entkernt und fein gehackt
225 g fester Tofu, abgetropft
und gewürfelt
250 g breite Reisnudeln
Rapsöl
6 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
1 Handvoll Sesamsamen geröstetes Sesamöl
1 Handvoll frische
Thaibasilikumblätter
1 Handvoll frische Minzblätter
1 Limette, geviertelt

Hinweis:
Zu einem Pad Thai werden am besten so viele Beigaben wie möglich serviert. Reichen Sie also nach Belieben frittierte Schalotten und eingelegtes Gemüse dazu. Die empfindlichen Reisnudeln vorsichtig behandeln!

1. Für die Sauce Erdnussmus, Tamarindenpaste und Reissirup in einer Schüssel verrühren. Nach und nach Sojasauce, Limettensaft sowie 4 EL Wasser unterrühren.
2. Den Brokkoli putzen und die Röschen in eine Schüssel geben. Stängel und Blätter in 1 cm große Stücke schneiden. Knoblauch, Ingwer, Chilischoten und Tofu neben dem Herd bereitstellen. Die Nudeln nach Packungsangabe zubereiten, abgießen und unter kaltem Wasser abschrecken. Mit 1 EL Öl beträufeln und vorsichtig mit den Händen durchmengen.
3. In einer großen antihaftbeschichteten Pfanne, für die es einen Deckel gibt, 2 EL Rapsöl erhitzen. Den Tofu darin bei mittlerer bis starker Hitze 5 Minuten braten, dabei jeweils nach 1 Minute wenden, bis er etwas Farbe angenommen hat. Ingwer, Knoblauch und Chili zugeben und 2 Minuten mitbraten. Die Brokkolistängel und 4 EL Wasser zugeben, den Deckel auflegen und alles 2 Minuten köcheln lassen, bis der Brokkoli weich ist. Die Brokkoliröschen, die Frühlingszwiebeln (einige für die Garnierung aufbewahren) sowie die Sauce zugeben und alles gut vermengen. Den Deckel wieder auflegen und das Ganze weitere 2 Minuten köcheln lassen.
4. Die Temperatur herunterschalten, die Nudeln portionsweise in die Pfanne geben und sorgfältig untermischen. Vom Herd nehmen, auf vier Teller verteilen und mit Sesamsamen und restlichen Frühlingszwiebeln bestreuen. Mit etwas Sesamöl beträufeln und mit den Kräutern anrichten. Dazu die Limettenviertel zum Auspressen servieren.

INFO

In den späten 1930er-Jahren veranstaltete der thailändische Premierminister einen öffentlichen Wettbewerb, um ein neues Nationalgericht zu finden. Der Siegerbeitrag bestand aus Reisnudeln, Gemüse, Erdnüssen, Garnelen und Eiern. Er wurde Pad Thai genannt (Pad steht für „Pfannengericht“), um ein Bewusstsein für alles Thailändische zu fördern. Die vegane Interpretation dieses Klassikers ist nicht weniger brillant als das Original und bringt gleichzeitig etwas Neues in Form von lila Sprossenbrokkoli.

ROGAN BOSH!

2–4 PORTIONEN

4 Knoblauchzehen
4 cm großes Stück frischer Ingwer
3 frische rote Chilischoten
1 EL Tomatenmark
1 große Aubergine
3 EL Pflanzenöl
4 grüne Kardamomkapseln
1 Zwiebel
6 schwarze Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt
1,5 cm Zimtstange
1 TL Zucker
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
2 TL gemahlener Koriander
100 g Kokosjoghurt
Salz
1 große Prise Garam Masala
1 Handvoll Koriandergrün zum
Garnieren
1 Handvoll Kokosraspeln
zum Garnieren

Außerdem:
Mixer|große Bratpfanne| großer Kochtopf mit Deckel| Mörser und Stößel

1. Knoblauch und Ingwer schälen und in den Mixer geben. 2 Chilischoten entstielen (Kerne entfernen, wenn es milder sein soll) und ebenfalls in den Mixer geben. Tomatenmark und 60 ml Wasser zugeben und alles zu einer glatten Paste pürieren (evtl. noch etwas mehr Wasser zugeben).
2. Aubergine putzen und in 1 x 3 cm große Stücke schneiden. 2 Esslöffel Öl in der Pfanne auf mittlerer bis hoher Stufe erhitzen. Auberginenstücke darin 10–15 Minuten lang unter regelmäßigem Wenden braten, bis sie rundum gut gebräunt sind.
3. Inzwischen die Kardamomkapseln im Mörser mit dem Stößel (oder mit dem Ende des Nudelholzes) so zerdrücken, dass die Samenkörner hervorkommen, die Kapseln wegwerfen. Zwiebel schälen und fein hacken.
4. Die Ingwerpaste aus dem Mixer zusammen mit Kreuzkümmel und Koriander in den Topf geben und gründlich unterrühren. Alles bei guter Mittelhitze 5 Minuten lang braten, dabei regelmäßig umrühren. Auberginenwürfel gut unterrühren. Kokosjoghurt zugeben und unterrühren (falls er zu dick ist, noch etwas Wasser zugeben – die Konsistenz sollte aber dickflüssig bleiben). Deckel auf den Topf legen und alles weitere 5 Minuten garen.
5. Restliche Chilischote entstielen, längs halbieren (Kerne dabei entfernen, wenn es milder sein soll) und in feine Ringe schneiden. Curry nach Belieben mit Salz und/oder Garam Masala abschmecken. In Portionsschalen oder auf Tellern mit ein wenig Koriandergrün, Kokosraspeln und Chiliringen bestreut servieren.

BOSH!

Einfach, aufregend und vegan! Die Youtube Stars Henry Firth und Ian Theasby begeistern mit 140 Soulfood-Rezepten. Die Zubereitung der gesunden Mahlzeiten ist absolut einfach und schnell.

EMF Verlag, 288 Seiten, 22,00 Euro,

ISBN: 978-3-96093-205-5

ROTES THAI-CURRY

4 PORTIONEN

Currypaste (ergibt 300 g)
1 TL Kreuzkümmelsamen
2 EL Koriandersamen
2 cm großes Stück frischer
Ingwer
5 Schalotten
5 Knoblauchzehen
2 Stängel Zitronengras
3 frische rote Chilischoten
optional: 1 rote Vogelaugen-
Chilischote (Achtung,
sehr scharf!)
1 TL schwarze Pfefferkörner
½ geröstete rote Paprika
(aus dem Glas)
2 EL Tomatenmark
3 Kaffir-Limettenblätter
½ Limette
10 g Koriandergrün, plus
etwas mehr
zum Garnieren
2 TL Salz

GEMÜSE
1 rote und 1 grüne Paprika
1 frische rote Chilischote
200 g Champignons
60 g Baby-Maiskolben
(frisch oder aus dem Glas)
2 EL Pflanzenöl
100 g Currypaste (Rezept
auf dieser Seite)
400 ml Kokosmilch (Dose)
150 ml Gemüsebrühe
1 EL Palmzucker (ersatzweise
normaler Zucker)
2 EL Agavendicksaft
4 EL Sojasoße
160 g Datteltomaten
50 g Zuckerschoten
optional: 200 g Litschis
(Dose; abgetropft)

Beilagenempfehlung:
frisch gekochter weißer Reis

Außerdem:
Mixer|große, tiefe Bratpfanne oder Wok

1. Für die Currypaste Kreuzkümmel- und Koriandersamen in der gut vorgeheizten Pfanne 2 Minuten lang rösten und beiseitestellen. Ingwer schälen (dazu die Haut mit einem Löffel abschaben) und grob hacken. Schalotten schälen und grob hacken. Knoblauch schälen. Vom Zitronengras das dicke Ende abschneiden, Stängel längs aufschlitzen, harte äußere Schichten entfernen und den Rest grob zerkleinern. Chilischoten entstielen und längs aufschlitzen (Kerne entfernen, wenn es etwas milder sein soll).
2. Geröstete Gewürzsamen mit Ingwer, Schalotten, Knoblauch und Zitronengras in den Mixer geben. Chilischoten, evtl. die Vogelaugen-Chilischote, Pfefferkörner, Paprika, Tomatenmark und Limettenblätter dazugeben. Saft der Limette mit einer Hand dazupressen (Kerne dabei mit der anderen Hand entfernen). Koriandergrün, Salz und einen Spritzer Wasser zugeben und alles zu einer homogenen Paste verarbeiten (falls nötig, noch bis zu 50 ml Wasser zugeben). 100 g der Paste beiseite stellen (Rest für spätere Verwendung aufheben oder in 100-g-Portionen einfrieren).
3. Für das Gemüse Paprika halbieren, putzen und in 2 cm große Stücke schneiden. Chilischote entstielen, längs halbieren und in feine Streifen schneiden (dabei die Kerne entfernen, wenn es etwas milder sein soll). Champignons in Scheiben schneiden, Baby-Maiskolben halbieren.
4. Öl in der Pfanne auf höchster Stufe erhitzen, die Currypaste in die Pfanne geben und 2 Minuten braten, bis sie tiefrot wird und duftet. Kokosmilch und Gemüsebrühe angießen und alles gut verrühren. Zucker, Agavendicksaft, Sojasoße, Paprikas, Chilischote, Champignons, Baby-Maiskolben, Tomaten und Zuckerschoten hineingeben. Falls gewünscht, die Litschis zufügen. Alles zum Kochen bringen und 7–10 Minuten garköcheln. Mit allen Würzzutaten noch einmal abschmecken.
5. Curry auf Portionsschalen aufteilen, mit Korianderblätter garnieren und mit weißem Reis als Beilage servieren.

Unter den besten Erfindungen der Menschheit folgt das Rote Thai-Curry knapp hinter dem Werkzeug, dem Rad und eventuell noch der Brotscheibe. Eine echte Wohlfühlmahlzeit, aber mit einer Mordsschärfe. Am besten machst du die Currypaste natürlich selbst. Das dauert wirklich nicht lang, und du kannst die übrige Paste gleich für die Tom-Yum-Suppe verwenden oder für später einfrieren.

SHIITAKE IN KLEBRIGER SOSSE

FÜR 2 PERSONEN

240 g Shiitake
3 EL Maisstärke
2 EL Erdnussöl
2 Knoblauchzehen
3 cm großes Stück
frischen Ingwer
1 EL Sesamöl
2 EL Rohrohrzucker
4 EL dunkle Sojasoße
2 EL Reisessig
optional: etwas
Sriracha-Sauce
1 Frühlingszwiebel zum
Garnieren
250 g vorgekochter
Basmatireis
(auch fertig
gekauft)
1 TL Sesam zum
Garnieren
@@Außerdem:
Wok oder große Bratpfanne

1. Shiitakepilze in dicke Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. 2 EL Maisstärke darüberstreuen und alles mit den Händen vermengen, sodass die Pilzscheiben gut mit Stärke umhüllt sind. Erdnussöl im Wok oder in der Pfanne stark erhitzen, Shiitake zugeben und 4–6 Minuten braten, bis sie innen gar und außen leicht knusprig sind. In eine Schüssel füllen und beiseitestellen.
2. Knoblauch und Ingwer schälen (dazu die Haut mit einem Löffel abschaben) und beides fein hacken. 1 EL Maisstärke in einer kleinen Schüssel mit ½ EL Wasser verrühren. Den Wok mit Küchenpapier auswischen, bei niedriger Hitze erwärmen, Sesamöl hineingeben. Knoblauch und Ingwer zufügen und ca. 1 Minute lang im Öl braten, bis es zu duften beginnt. Zucker darüberstreuen und ca. 2 Minuten rühren, bis die Masse karamellisiert. Die Hitze etwas erhöhen und das Stärkegemisch, die Sojasoße und den Reisessig hinzugeben, dann die Soße eine weitere Minute unter Rühren leicht eindicken lassen. Sriracha-Soße unterrühren. Pilze zurück in die Pfanne geben, alles 1–2 Minuten unter Rühren gut mischen und ordentlich durchziehen lassen.
3. Frühlingszwiebel in dünne Ringe schneiden. Den Reis evtl. noch einmal erhitzen. Die Pilze mit Frühlingszwiebelringen und Sesam bestreuen und mit heißem Basmatireis servieren.

Wenn du die klebrig-süße Richtung der asiatischen Küche magst, wirst du von diesem Gericht begeistert sein (echt, es schmeckt fantastisch!). Die Zubereitung geht einfach und schnell, und das Ergebnis macht wirklich was her. Mit frisch gekochtem Reis und Essstäbchen servieren.


Fotos: DK Verlag (6), David Loftus (1)

Fotos: EMF Verlag (4)