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ASP-Kadaversuchhunde-Ausbildung


JÄGER - epaper ⋅ Ausgabe 80/2021 vom 20.07.2021

Suchhunde für den Ernstfall

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Training für den Einsatz: im Ernstfall unterstützen die Hunde mit ihren Führern die Veterinärämter.

Der Landesjagdverband Brandenburg bildet Suchhundegespanne aus, die nach Fällen Afrikanischer Schweinepest suchen. Absolventen der Kurse waren bereits in betroffenen Gebieten erfolgreich. Insgesamt wurden 13 Hundeführer mit ihren Vierbeinern ausgebildet und zehn haben die Prüfung bestanden. „Wir bilden die Hunde für alle Eventualitäten aus, die das Hundegespann im aktiven Einsatz erwarten kann“, sind sich Ausbilderin Angelika Jensen und Ausbilder Frank Feimann einig. Brandenburg ist das einzige Bundesland, das eine umfangreiche Prüfungsordnung erarbeitet hat und die ausschließlich auf den praktischen Einsatz vorbereiten soll. In der vergangenen Woche waren Absolventen des ersten Ausbildungskurses im Landkreis Märkisch- Oderland aktiv und konnten erste Kadaverfunde verzeichnen. „Der Erfolg zeigt, dass wir für die Praxis ausbilden und unsere Hundegespanne eine gute Arbeit leisten“, betont Frank Feimann. Vor Ausbildungsbeginn müssen alle Bewerber eine Sichtung und Überprüfung im Schwarzwildgatter bestehen. Der Hund muss dabei einen absoluten Gehorsam zeigen und sich jederzeit vom Hundeführer abrufen lassen. Dies ist ebenfalls Teil der Prüfung.

Die gesamte Herangehensweise der Ausbildung ist einzigartig und beruht auf praktischen Erfahrungen. „Wir wollen unsere Hundegespanne bestmöglich vorbereiten und haben mit unserem Ausbilderteam echte Praktiker gefunden, die wöchentlich aktiv in der Kadaversuche tätig sind. Mehr geht nicht!“, unterstreicht Matthias Schannwell, Geschäftsführer des Landesjagdverbands Brandenburg. Laut Umfrage von erfahrenen Suchhundeführern wurden circa 70 Prozent der Kadaver von Suchhundegespannen gefunden. Dieses Ergebnis wurde bisher vom Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) noch nicht bestätigt, jedoch kann man sich den enormen Stellenwert bei der Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest vorstellen. Zu verdeutlichen ist ebenfalls, dass Suchhundeführer während des Einsatzes keine Jagdausübung betreiben, sondern Seuchenbekämpfung! Die Kadaver-Suchhundgespanne müssen in Brandenburg zwar im Besitz eines gültigen Jagdscheines sein, mit der Jagdausübung hat die Kadaversuche jedoch wenig zu tun. Die Gespanne haben einen behördlichen Auftrag und unterstützen die lokalen Veterinärämter in Aufgaben des Seuchenschutzes. ljvb

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