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Audi RS3: High-End-Komponenten dezent installiert im Audi RS3: Spaßmobil


Car & Hifi - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 31.05.2019

Wie es passiert, wenn man mit einer kleinen, aber feinen Car-HiFi-Anlage auf den Geschmack kommt, und dann bei einer absoluten Traumanlage endet, erzählen wir hier. Dies ist die Geschichte dieses RS3.


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Bildquelle: Car & Hifi, Ausgabe 4/2019

Für das Frontsystem sind zwei Etons aus der neuen Mini-Serie zuständig


Die große Mosconi AS 300.2 betreibt in Brücke den JL-Audio-Subwoofer


Die dicke, gefräste Plexiglasplatte sorgt für einen Druckkammereffekt, der Schall entweicht durch die Öffnung vor dem Kofferraumschloss. Die Wanne wurde mit einem einzigen Stück Alcantara bezogen


Die Abdeckplatte lässt den Blick auf die Komponenten zu und sitzt wie die ...

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... ganze Konstruktion perfekt passend


Ganz klare Sache, ein RS3 ist ein richtiges Spaßmobil. Unser Fotomodell ist eine Baureihe 8V in Catalunyarot, das je nach Licht und Winkel gerne ins Orange kippt; der Besitzer sorgte dafür, dass sich die Farbe auch an Details wie Bremssätteln und Felgen wiederfindet. Der Audi drückt mittlerweile im Bereich 550 PS mit allen vier Rädern. Damit der Spaß auch akustisch nicht zu kurz kommt, gibt es die Klappe – und den Lautstärkeregler am Radio. Denn auch hifitechnisch ist der RS ein Hinhörer. Doch das war nicht immer so. Die Geschichte nimmt ihren Anfang als der Besitzer, ein ortsansässiger Spediteur, bei SCS in Mönchengladbach vorstellig wurde wegen einer kleinen HiFi-Nachhilfe für Firmenfahrzeuge. Klar, dass dort keine Anlage im Wert eines Kleinwagens hineinkommt. SCS machte den Job so gut, dass unser Mann auf den Geschmack kam und Blut geleckt hat. Als dann der RS3 kam, war klar, dass hier etwas Besonderes hineinmusste. Eine Herausforderung, die Andy Linz und Marco Mancinella von SCS gerne annahmen. Es entstand ein Anlagenkonzept, das gleichermaßen alltagstauglich wie klanglich anspruchsvoll geriet und dem Kunden vorab als 3D-Konstrukt präsentiert wurde. Das original verbaute Soundpaket wurde bis auf die Headunit ausgebaut, das Radio wurde auf Standard umcodiert, sodass man problemlos an ein glattes Stereosignal kam. Die Lautsprecher sollten in die Originalplätze, mit Ausnahme des Hochtöners, für den neue A-Säulen angeschafft und umgestaltet wur-den. Ein Rückbau auf Originalteile ist problemlos möglich, überhaupt ist die gesamte Installation bei Bedarf rückrüstbar, wodurch diese Lösung auch bei Leasingfahrzeugen oder im Falle eines Verkaufs infrage kommt.

Exklusive Frontlautsprecher

Bei der Komponentenauswahl hatten Marco und Andy alle Freiheiten, und ein Budget, das zwar großzügig, jedoch nicht abgehoben war, ermöglichte die Auswahl feinster Komponenten. Als Allererstes kamen Hoch- und Tieftöner der von SCS exklusiv vertriebenen Marke Arco zum Einsatz, und hier haben wir es mit den vielleicht edelsten Lautsprechern zu tun, die der Markt zu bieten hat. Markenzeichen der Arco Exosphere getauften Nobeltöner sind die Membranen aus Keramik. Wir sprechen hier wohlgemerkt von echter Keramik und nicht von Keramikschichten auf Metallträger. Diese einzigartige Technologie entsteht in Deutschland bei der einzigen Firma, die dazu in der Lage ist, diese Membranen zu fertigen. Dabei wird von einer Aluminiumfolie ausgegangen, die in einem komplizierten Prozess erst zu reinem Korund oxidiert und dann in Form „gebacken“ wird. Das Resultat sind ultraharte und ultraleichte kalottenförmige Membranen, die zudem für Hartmembranen eine sehr gute innere Dämpfung aufweisen. So kommen die Arco-Lautsprecher dem idealen Verhalten ziemlich nahe. In der A-Säule sitzt der Hochtöner mit einer 30 Millimeter messenden Membran, den Platz unten in der Tür füllt ein 220-Millimeter-Tieftöner saugend aus. Ergänzt wird die Arco-Kombi durch einen Mitteltöner aus Ground Zeros Plutonium-SQ-Serie. Da die Arco Exospheres nach extrem klirrarmen Verstärkern verlangen, sind fürs Frontsystem zwei Eton Mini verbaut. Die Vierkanälerin Mini 150.4 kümmert sich um Hoch- und Mitteltöner, die kräftigere Mini 300.2 befeuert die Arco-Tieftöner.

Präzision im Kofferraum

Platziert sind die beiden Etons zusammen mit der für den Subwoofer zuständigen Mosconi AS300.2 im doppelten Kofferraumboden, ein kleiner Helix-DSP.2 übernimmt die Koordinierung aller Kanäle. Im Heck ist ebenfalls der 13TW5 von JL Audio untergebracht, was nicht einfach war. Durch den Quattro-Antrieb und die doppelflutige Auspuffanlage schrumpft die Kofferraumwanne bedenklich, sodass nur 15 Zentimeter Bauhöhe bis zur Ladekante blieben. Zu allem Überfluss befindet sich die Fahrzeugbatterie noch zentral mittendrin, und die sollte erreichbar bleiben. Zwecks vollkommener Raumausnutzung schnitt SCS ein komplexes Gehäuse aus Multiplex im Waterjetverfahren und konstruierte das Umfeld so, dass sich alles saugend zusammenfügt. Aus praktischen Gründen erhielt der im geschlossenen Gehäuse arbeitende JL-Bass eine Plexiglasplatte vor die Nase, der Schall entweicht aus der so entstandenen Druckkammer durch eine Öffnung in den Innenraum. Zum Abschluss wurde das Bassgehäuse mit einem einzigen Stück Alcantara bezogen – dieser Job war wie das Auftreiben des originalen Audi-Bezugsstoffs alles andere als einfach.

Lohn der Mühen

Nimmt man dann auf dem Fahrersitz Platz, offenbart sich, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat. Sofort geht‘s gnadenlos nach vorne, vom ersten Ton an kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Diese unglaubliche Transparenz und Durchhörbarkeit des Klangs sucht ihresgleichen! Wahnsinn, was die Anlage an Details auflöst und mit welcher irrwitzigen Präzision Details aufgelöst werden. Ebenfalls „wow“ ist die räumliche Abbildung mit einer Bühne vom Allerfeinsten. Die einzelnen Stimmen von großen Chören lassen sich präzise in Breite und Tiefe orten, sodass man meint davorzustehen. Auch die dynamischen Fähigkeiten sind auf Topniveau, Perkussives schnalzt aus dem Nichts vor dem begeisterten Zuhörer auf, und wenn Brian Bromberg zum Bassolo ausholt, bleibt der Mund schon mal offen. Tonal haben wir nichts zu meckern, alles wird so wiedergegeben, wie es gehört, ein gewisses Maß Ehrlichkeit ist auch im Spiel. Ganz wunderbar ist jedoch, dass trotz der extremen Detailfreudigkeit der Hochtöner nie nervt, auch bleibt der Spielfluss erhalten, sodass wir nicht das Gefühl haben, dass die Anlage den Hörer am Musikhören hindert. Dann füttern wir die Anlage mit etwas Bass und das Ergebnis fällt wieder einmal mitreißend aus. Hip-Hop und R&B gehen wie die Hölle, der Subwoofer produziert auch tiefste Töne akkurat und sauber. Bei Nicky Minaj oder Beyonce kommt geiler Basspegel an, und der ist körperlich spürbar. Der Nacken wird geföhnt, ohne dass der Bass unsauber wird, mit dieser Anlage kann man auch auf der Autobahn noch alles hören. Das ist gnadenlos geiler Scheiß!

Der RS3 wurde auch optisch aufgewertet. Die Wagenfarbe Catalunyarot findet sich in vielen Details wieder


Aus klanglichen Gründen wurde der edle Arco-Hochtöner nicht im Originalplatz, sondern in der A-Säule verbaut


Einbauplätze mit weit hinten liegendem Mitteltöner am Griff und Tieftöner vorne an der Türtasche. Als Tieftöner ist ein 220-Millimeter-Exemplar verbaut, das gerade so passt


Fazit

Mit diesem Audi hat SCS das Kunststück fertiggebracht, High-End-Klang und Spaßbass unter einen Hut zu bekommen. Wir genießen blitzsauberes Handwerk, meisterliche Abstimmung und Alltagstauglichkeit. Toll gemacht!