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AUDIOPHILE PARTNERSCHAFT


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Audio Test - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 26.08.2022

DENON PMA-900HNE & DCD-900NE

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Bildquelle: Audio Test, Ausgabe 6/2022

Auf der Audiomesse HIGH END 2022 wurde nicht nur die lang ersehnte Rückkehr zum Messegeschehen nach drei Jahren Corona-Pause gefeiert, sondern auch zahlreiche neue Produkte uraufgeführt. Neben einer Vielzahl an Produktpremieren präsentierte der japanische Hersteller Denon zum ersten Mal den CD-Player DCD-900NE und die beiden Vollstärker PMA-1700NE sowie

PMA-900HNE. Wir waren hier natürlich besonders aufgeregt, denn die letzte Denon Neuheit liegt einige Zeit zurück und die Produkte versprechen seit je her, High-Tech-Entwicklungen mit audiophilen Klangeigenschaften zu verbinden. Das Ganze zudem immer mit ausgesprochen freundlichem Preis-Leistungs-Verhältnis, das auch von unseren Lesern erfahrungsgemäß goutiert wird.

Der Denon PMA-1700NE ist ein leistungsstarker Vollverstärker mit USB-D/A-Wandler und Phonostufe für knapp 2 000 Euro und der PMA-900HNE dessen kleiner Bruder, ...

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... der sogar Netzwerk-Funktionalität besitzt. Da der CD-Player DCD-900NE als idealer Spielpartner für den PMA-900HNE entwickelt wurde, freuen wir uns sehr, dass es diese beiden Geräte quasi direkt von der HIGH END zu Bilder: Auerbach Verlag einem gemeinsamen Kombi-Test in unseren Hörraum geschafft haben. Diese neue 900er Serie ersetzt die 800er und im Fachhandel sind beide Produkte für 999 Euro (PMA-900HNE) bzw. 499 Euro (DCD-900NE) seit Juni/Juli 2022 erhältlich. Zusammen sind sie in der Lage, jede Art digitaler Musik abspielen zu können und versprechen, die bei vielen Musikfans etwas eingestaubte CD-Sammlung in neuem Glanze erstrahlen zu lassen. Wir lassen uns eine solche Chance natürlich nicht nehmen und sind gespannt, ob die Kette aus CD-Player und Netzwerk-Vollverstärker hält, was sie verspricht.

DCD-900NE

Der CD-Player DCD-900NE geht in Sachen Aussehen kein Risiko ein. Das 43,4 Zentimeter breite, 32,8 Zentimeter tiefe und 10,7 Zentimeter hohe Gerät sitzt in einem ebenso zeitlos schickem, als auch stabilem Gehäuse aus Aluminium. Vier große, runde Füße erlauben der Luft auch an der Unterseite entlang zu strömen. Frontseitig befindet sich am DCD-900NE das CD-Laufwerk und ein Display. Die Schrift darauf fällt leider etwas klein aus, was es schwer macht, die Werte vom Sofa aus exakt lesen zu können. Und diese Tester sind noch recht jung an Jahren und berufen sich auf ausgezeichnete Werte beim Sehtest. Wie dem auch sei, auf der Vorderseite des Gerätes befinden sich natürlich noch die üblichen Buttons für Start/Stopp, Pause, Titel vor/zurück und Laufwerk ausfahren. Zudem findet sich ein Knopf zur Quellenauswahl. Denn neben CDs kann der DCD- 900NE Musikdateien von einem USB-Stick abspielen. Die Buchse für dazu befindet sich ebenfalls an der Vorderseite, direkt unter dem An/Aus-Schalter.

Auf der Rückseite vom Denon CD-Player sind die Ausgänge des Gerätes. Einmal Cinch zur analogen Verbindung und ein koaxialer sowie ein optischer Digitalausgang stehen zur Auswahl. An der Ober- und Unterseite sind große Schrauben, die das Öffnen des Gehäuses leicht machen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn Hersteller kritische Stellen für Reparaturen gut erreichbar machen. Das Gehäuse ist so konstruiert, dass Vibrationen und andere unerwünschte Beeinträchtigungen minimiert werden. Hierzu kommen speziell angepasste Leistungstransformatoren zum Einsatz. Außerdem herrscht ein großer physischer Abstand zwischen Audio- und Digitalplatinen. Der Denon DCD-900NE spielt sowohl CDs als auch CD-R/RW in den Formaten MP3 und WMA ab. Darüber hinaus können FLAC-Dateien mit maximal 24 Bit Tiefe und einer Abtastrate von 192 kHz, sowie DSD mit 2,8 MHz und 5,6 MHz über einen USB-Stick abgespielt werden. Damit diese bestmöglich verarbeitet werden, kommt im DCD-900NE eine Technologie namens Advanced AL32 Processing Plus zum Einsatz. Diese reproduziert die analoge Wellenform und beinhaltet Upsampling, Bit-Erweiterung und spezielle Dateninterpolations-Algorithmen. Somit soll ein sehr originalgetreuer Klang ermöglicht und sogar schnöde MP3-Dateien klanglich aufgewertet werden. Damit alle digitalen Komponenten perfekt miteinander kommunizieren, ist ein Taktgeber direkt neben dem Digital/Analog-Wandler (ESS Sabre DAC) des DCD-900NE verbaut. Somit sind alle digitalen Schaltungen perfekt miteinander synchronisiert und es treten keine ungewünschten Verzerrungen auf. Um die höchstmögliche Originaltreue aus dem CD-Player zu kitzeln, schaltet der Pure Direct-Modus das Display und die digitalen Ausgänge aus. Somit wird jedmögliche Einstreuung und Verzerrung eliminiert.

PMA-900HNE

Der Denon Netzwerk-Vollverstärker PMA-900HNE gehört allein schon designtechnisch perfekt zum DCD-900NE. Beide Geräte haben dieselbe Grundfläche – der PMA-900HNE ist lediglich mit 20,9 Zentimetern etwas höher gewachsen als sein CD-spielender Partner. Frontseitig befindet sich mittig der große, massive Volumenregler. Rechts von diesem finden sich der Input-Schalter und das Display, welches noch kleiner als beim DCD-900NE ausfällt. Links vom Volumenregler hingegen ist der An/Aus-Schalter, der Kopfhörerausgang, die drei Drehregler für Bass, Treble, Balance und drei Buttons zur Lautsprecherauswahl, (De-)Aktivierung der Source Direct-Funktion und Justierung der Phonostufe. Lobens- und erwähnenswert finden wir übrigens, dass Denon Phono-Eingänge sowohl für MM- als auch MC-Tonabnehmer bietet. Vinyl-Herz, was willst du mehr! Auf der Rückseite sehen wir aus- Bilder: Auerbach Verlag gangsseitig Klemmen für zwei Paar Lautsprecher, ein Pre-Out für einen Subwoofer und ein Cinch-Ausgang für einen Recorder. Eingangsseitig stehen drei optische und ein koaxialer Digitaleingang, eine USB-Buchse, ein Netzwerkanschluss und vier Paar Cinch-Eingänge zur Verfügung. Der linke dieser Cinch-Pärchen ist der Phono-Eingang, weshalb sich auch der Erdungsanschluss bei diesem befindet. Um Bluetooth und WiFi-Streaming nutzen zu können, müssen die zwei mitgelieferten Klapp-Antennen links und rechts angeschraubt werden. Die Oberseite des Denon PMA-900HNE ist perforiert, um eine bessere passive Kühlung zu gewährleisten. Nutzt man ihn nicht mit dem DCD-900NE oder weitere Komponenten in der Kette, sollte man darauf achten nur Geräte auf den PMA-900HNE zustellen, die ebenfalls Füße mit ausreichender Höhe haben. Ansonsten kann die Abwärme nicht optimal entweichen. Dies ist nicht zu unterschätzen, denn der PMA-900HNE wird im Betrieb relativ warm. Wie der DCD-900NE, weist der Vollverstärker ebenfalls ein vibrationsdämpfendes Design auf. Die Verstärkerkomponenten sind dabei besonders schwer, was unerwünschten Schwingungen entgegenwirkt. Um Beeinträchtigungen zu verhindern, ist der Haupttransformator getrennt gewickelt. Audioschaltungen und Regelkreise sind so voneinander separiert und Störgeräusche werden unterdrückt. Die Audioschaltung nutzt Denons Signal Level Divided Contruction. Diese stellt sicher, dass allerfeinste Signale sehr originalgetreu verstärkt wiedergegeben werden. Die Transistorschaltung des PMA-900HNE wurde von Denons High-End-Modellen übernommen. Die Advanced High Current Single-Push-Pull-Schaltung ist in der Lage, die zwei- bis dreifache Strommenge herkömmlicher Leistungstransistoren zu liefern. Somit sind 85 Watt Leistung bei 4 Ohm pro Kanal möglich. Die Lautstärkeregelung des Denon Vollverstärkers ist zwar elektronisch, dennoch bleibt der analoge Charakter früherer HiFi-Zeiten erhalten. Der hochpräzise Lautstärkeregler hat eine variable Verstärkung und garantiert eine stufenlose und kanalgleiche Anpassung der Gesamtlautstärke. Die digitalen Eingänge unterstützen PCM bis zu 192 kHz

Samplerate und 24 Bit Tiefe, dieselbe Maximalauflösung, wie auch der DCD-900NE unterstützt. Da der PMA-900HNE ein Netzwerk-Vollverstärker ist, beherrscht er alle herkömmlichen WiFi-Streamingdienste. Außerdem ist er mit Amazon Alexa kompatibel und kann problemlos in Denons HEOS Ökosystem eingebunden werden. Beide Geräte kommen übrigens mit der gleichen Fernbedienung. Doch keine Angst, man braucht keine zwei Fernbedienungen – sie sind identisch und jede funktioniert mit beiden Geräten. Wir steuern den Verstärker als auch den CD-Player damit. Dazu können wir auf der Fernbedienung ganz einfach mit einmaligem Knopfdruck zwischen CD- und Amp-Modus wechseln. Nun fehlen zum Glück nur noch die passenden Lautsprecher und dann kann unser Praxistest auch endlich starten! Wir schließen sowohl unsere Referenzlautsprecher nuVero 170 von Nubert, als auch die kleineren 40th Anniversary Comète von Triangle an die HiFi-Anlage an.

Denon Kombi im Klangtest

Den Anfang unseres Klangtests macht die wahrscheinlich legendärste Band der Welt: The Beatles. Sie benötigen eigentlich keiner Vorstellung, genauso wenig wie ihr 1969 erschienenes Album „Abbey Road“, welches 2009 als Remastered Version in den DCD- 900NE wandert. Wir wandern zu Titel Neun vor. „You Never Give Me Your Money“ wird von der Denon-Kette aus CD-Player und Vollverstärker sehr warm und mit hohem Detailgrad wiedergegeben. Der Titel wird mit solch einem besonders satten Grundton und knackigen Transienten abgespielt, dass uns wieder einmal wertschätzen lässt, was eine gut produzierte Compact Disc und ein toller CD-Player so alles zu schaffen vermögen. In Zeiten von Streaming und dem allgegenwärtigen Vinyl-Revival hat man das fast vergessen! Auch die Performance des PMA-900HNE ist nicht zu vernachlässigen. Die Kanaltrennung ist wirklich hervorragend und kommt vor allem bei Songs zur Geltung, in denen einzelne Elemente so radikal im Panorama verteilt sind, wie bei diesen Beatles Stereo-Remastern. Als Nächstes schieben wir David Bowies Album „Black Star“ in den CD-Player und springen direkt zu Track drei, „Lazarus“. Auch hier beweist die Kette ihre tiefgehende

Wärme, das Schlagzeug ist herrlich druckvoll und frisch. Doch auch Bowies Stimme ist wunderbar präsent, was vor allem im A/B-Vergleich mit anderen Verstärkern auffällt. Die mitreißende Performance Bowies fasziniert uns in der Denon-Kombi aus DCD-900NE und PMA-900HNE deutlich mehr und transportiert wahrhaften Musikspaß in den Hörraum. Wir testen auch noch die Modi Pure Direct und Source Direct. Während der Pure Direct-Modus des CD-Players sehr marginal ausfällt, holt der Source Direct-Modus des PMA- 900HNE noch einiges an Glanz und Direktheit raus. Er kitzelt noch mehr aus den Aufnahmen heraus und lässt sie geradezu erstrahlen. Das Bassfundament wird noch kerniger und die Stereomitte verbreitert sich.

Sie merken es schon, diese neue Denon-Anlage überzeugt uns auf ganzer Linie und so schauen wir uns abschließend noch einmal im Detail die erweiterten Funktionen des Vollverstärkers an. So zum Beispiel WiFi-Streaming: Das funktioniert Denon-typisch sehr problemlos und nur wenige musikalische Details gehen im Vergleich zum CD-Sound auf der Funkstrecke verloren. Einziges Manko: Leider benötigt die HEOS-App eine Vorabregistrierung, um zu funktionieren. Wenn Sie unsere Tests aufmerksam lesen, wissen Sie sicher, dass wir derartiges Datensammeln immer etwas unschön finden. Doch zum Glück ist das Konto in diesem Fall schnell erstellt. Das soll aber schon der einzige Kritikpunkt an der Denon Kombi aus Netzwerk-Vollverstärker und CD-Player sein, denn die Fähigkeiten des PMA-900HNE erweisen sich als außerordentlich beachtlich und mit dem DCD-900NE CD-Player als Spielpartner wird er noch besser. Diese toll aufspielende Anlagen-Kombi ist nicht nur für Besitzer einer großen CD-Sammlung interessant, dank moderner Ausstattungsmerkmale inklusive Streaming- und Multiroom-Funktion ist sich auch für die Zukunft bestens gewappnet. Und die insgesamt 1 498 Euro sind gemessen an der gebotenen Performance fast schon unverschämt günstig!