Lesezeit ca. 17 Min.

AUF AUGENHÖHE


Logo von Auto Zeitung
Auto Zeitung - epaper ⋅ Ausgabe 19/2022 vom 31.08.2022

Markenvergleich · Hyundai gegen Volkswagen

Artikelbild für den Artikel "AUF AUGENHÖHE" aus der Ausgabe 19/2022 von Auto Zeitung. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Auto Zeitung, Ausgabe 19/2022

Die Kleinwagen

Schon das erste Duell zwischen VW Polo und Hyundai i20 demonstriert, wie eng der Kampf der Marken gefochten wird

Die dritte Generation des Hyundai i20 ist Anfang 2021 gerade ein paar Monate auf dem Markt, da verkündet Volkswagen schon das Facelift seiner sechsten Polo-Auflage. Die Überarbeitung des Wolfsburger Kleinwagens konzentriert sich neben optischen Aufwertungen und der erkennbaren LED-Lichtleiste im Kühlergrill vor allem auf neue Sicherheitsassistenten und das modernisierte Bediensystem mit immer mehr Touchflächen. Dagegen wirkt der Hyundai i20 im Innenraum mit vielen „echten“ Schaltern und Tasten eher klassisch – auch wenn er äußerlich ziemlich futuristisch auftritt.

Im Spätsommer 2021 kommt es dann zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Kleinwagen-Topseller. Und schnell zeigt sich, dass der Koreaner sogar das bessere Platzangebot ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 2,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Auto Zeitung. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 19/2022 von Die Chinesen sind da!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Die Chinesen sind da!
Titelbild der Ausgabe 19/2022 von Bereifte Raumfahrt. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Bereifte Raumfahrt
Titelbild der Ausgabe 19/2022 von Ein Hauch von Luxus. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ein Hauch von Luxus
Titelbild der Ausgabe 19/2022 von Der Donnerkeil. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Der Donnerkeil
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
„Wir sind ein 360-Grad-Dienstleister “
Vorheriger Artikel
„Wir sind ein 360-Grad-Dienstleister “
ENGES RENNEN
Nächster Artikel
ENGES RENNEN
Mehr Lesetipps

Im Spätsommer 2021 kommt es dann zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Kleinwagen-Topseller. Und schnell zeigt sich, dass der Koreaner sogar das bessere Platzangebot vorweisen kann. Dank einer im Detail wertigeren Qualitätsanmutung und der umfangreicheren Sicherheitsausstattung kann der VW Polo das Karosseriekapitel dennoch knapp für sich entscheiden.

Ähnlich sieht es beim Fahrkomfort aus. Auf dem Hyundai-Gestühl sitzt man zwar etwas bequemer, der Federungskomfort des Polo ist in dieser Klasse aber einfach unschlagbar gut. Beim Antrieb teilen sich beide die Idee eines Einliter-Turbo-Dreizylinders. Hyundai unterstützt das kleine Aggregat allerdings noch durch einen 48-Volt-Starter-Generator. Bei den Fahrleistungen und der Verbrauchsmessung ist davon allerdings nichts zu spüren – hier liegt der Polo wieder vorn. Beide Kleinwagen lassen sich im Alltag übrigens mit gut sechs Liter Benzin auf 100 Kilometern bewegen.

Fahrdynamisch hat der Hyundai i20 den VW Polo überholt

Die Überraschung zeigt sich auf der abgesperrten Handlingstrecke. Denn liegen i20 und Polo bei den längsdynamischen Messungen (Beschleunigen und Bremsen) noch gleichauf, kann sich der Koreaner auf dem Slalom- und Handlingkurs doch sichtbar vom Wolfsburger absetzen. Hier sei erwähnt, dass Hyundai den Testwagen auf dynamisch orientierte Bereifung (Michelin Pilot Sport 4) gesetzt hat. Der VW rollt dagegen auf komfortablen, effizienten Alltagspneus (Michelin Primacy 3 XL). Keine Überraschung dann bei den Kosten: Hier liefert Hyundai die besseren Argumente: Fünf Jahre Garantie und der deutlich günstigere Anschaffungspreis heben den Koreaner von Platz zwei in der Eigenschaftswertung auf Rang eins in der Gesamtwertung.

Hyundai i20 1.0 T-GDI 48V Hybrid

3-Zyl., 4-Vent., Turbo, Starter-Generator, 998 cm3, 74 kW/100 PS, 172 Nm; 7-Gang-Dopelkupplung, Vorderradantrieb; L /B/H: 4040/1775/1450 mm, Radstand: 2580 mm; Leergewicht: 1213 kg; Kofferraum: 262 – 1075 l; 0-100 km/h: 11,2 s ¹, Spitze: 185 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 33,8/34,3 m ¹, Slalom: 67 km/h ¹, Handling: 1:49,5 min ¹; Verbrauch: 6,5 l S/100 km ¹; Preis: 20.966 Euro 2

1 Me sswert;2Stand September 2021

VW Polo 1.0 TSI

3-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo, 999 cm3, 70 kW / 95 PS, 175 Nm; 5-Gang, manuell, Vorderradantrieb; L /B/H: 4074/1751/1451 mm, Radstand: 2552 mm; Leergewicht: 1158 kg; Kofferraum: 351 – 1125 l; 0-100 km/h: 10,8 s ¹, Spitze: 187 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 34,8/34,5 m ¹, Slalom: 65,8 km/h ¹, Handling: 1:50,5 min ¹; Verbrauch: 6,3 l S/100 km¹, Preis: 23.570 Euro ²

1 Messwert; 2Stand September 2021

Die City-SUV

Gerade rund vier Meter lang, aber mit vielen SUV-Vorteilen liefern sich Bayon und T-Cross ein spannendes Stadt-Duell

Die Palette an SUV-Modellen kann nicht breit genug sein. Das hat nicht nur VW verstanden. Je nach Zählweise gibt es bereits acht Baureihen mit SUV-Merkmalen. Auch Hyundai hat die vergangenen Jahre deutlich aufgestockt und sogar dem erfolgreichen Kona noch ein fast identisch großes Geschwisterchen geschenkt. Der Bayon basiert allerdings auf der i20-Plattform und ist damit günstiger zu haben. Die Güte der Materialien im Innenraum ist damit zwar nicht herausragend, der Klasse aber angemessen – wie ein vergleichender Blick in den T-Cross zeigt. Auch beim Platzangebot liegen beide gleichauf. Die bessere Variabilitität sichert dem T-Cross aber den Karosserie-Kapitelsieg. Serienmäßig lässt sich bei ihm beispielsweise die Rücksitzbank verschieben. Überhaupt sitzt man hinten bequemer als im Hyundai. Der kontert dafür mit den besseren Vordersitzen. Beim Fahrkomfort liefert aber der VW die besseren Argumente. Niedrigeres Innengeräusch-Niveau und eine ausgewogene Feder-Dämpfer-Abstimmung machen ihn langstreckentauglich. Im Bayon stört das straffere Fahrwerk nur auf wirklich schlechten Straßen.

Bei der Motorwahl sind sich beide Hersteller wieder einig. In die Klasse der City-SUV passen die Dreizylinder hervorragend. Im i20 wird der kleiner Motor sogar noch durch einen 12 kW starken Starter-Generator unterstützt. Wie auch beim i20 scheint die Technik aber weder bei den Fahrleistungen noch beim Verbrauch eklatante Vorteile zu bringen. Er ist mit 10,4 Sekunden beim Standardsprint auf Tempo 100 zwar eine Sekunde schneller als der VW, verbraucht auf der Testrunde der AUTO ZEITUNG mit durchschnittlich 7,4 Liter Super auf 100 km aber auch deutlich mehr als der T-Cross (6,7 Liter), der seinerseits sogar nur mit Fünfgang-Getriebe ausgerüstet ist.

Fahrdynamisch fährt der Hyundai Bayon in einer anderen Welt

Wer es sportlich mag, wird eher im Hyundai glücklich. Seine direkte und präzise Lenkung, das sportlich-straffe Fahrwerk und der spritzige Antrieb lassen auf kurvigem Terrain Leichtfüßigkeit und mehr Fahrspaß aufkommen. Das ESP kann man im Koreaner sogar vollständig deaktivieren. Die Elektronik nimmt den VW strenger an die Leine – und das muss sie auch, denn der VW weist eine ausgeprägte Eindrehtendenz des Hecks auf. Günstiger fährt man aber mit dem Hyundai. Dennoch sammelt der VW am Ende mehr Punkte – und gewinnt.

Hyundai Bayon 1.0 T-GDI 48V-Hybrid

3-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo, Starter-Generator, 998 cm3, 74 kW/100 PS, 172 Nm; 6 Gang, manuell, Vorderradantrieb; L /B/H: 4180/1775/1490 mm, Radstand: 2580 mm; Leergewicht: 1197 kg; Kofferraum: 411 – 1025 l; 0-100 km/h: 10,4 s ¹, Spitze: 183 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 36,6/36,9 m ¹, Slalom: 64,7 km/h ¹, Handling: 1:51,7 min¹; Verbrauch 7,4 l S/100 km ¹; Preis: 21.992 Euro ²

1 Me sswert; 2Stand Juli 2021

VW T-Cross 1.0 TSI

3-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo, 999 cm3, 70 kW/95 PS, 175 Nm; 5 Gang, manuell; Vorderradantrieb; L /B/H: 4108/1760/1584 mm, Radstand: 2551 mm; Leergewicht: 1240 kg; Kofferraum: 385 (455) – 1281 l; 0-100 km/h: 11,3 s ¹, Spitze: 180 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 35,9/35,6 m ¹, Slalom: 62,0 km/h ¹, Handling: 1:53,7 min ¹; Verbrauch: 6,7 l S/100 km ¹; Preis: 22.805 Euro ²

1 Messwert; 2Stand Juli 2021

Die Kompakt-Klasse

Das größte Revier verteidigt seit Dekaden der Golf – hat der i30 da eine Chance?

Wenn es einen Zeitpunkt gibt, an dem der mittlerweile gut gereifte Hyundai i30 in das Revier des Klassenmeisters von VW durchbrechen kann, dann wohl jetzt. Denn der Wolfsburger Megaseller schwächelt etwas. Polarisierendes Design, minderwertigere Materialqualität als beim Vorgänger, zähe Digitalisierung – die achte Generation des Golf musste sich schärferer Kritik aussetzen als jede andere zuvor. Hinzu kommt die Verschiebung der Aufmerksamkeit von Kunden- und Konzernseite hin zur MEB-Plattform und den darauf aufbauenden Elektro-Autos.

Beim Hyundai-Widersacher scheint dagegen nicht erst seit der überarbeiteten dritten Generation von 2020 alles rund zu laufen. Gut, das Raumangebot eines Golf bietet der Koreaner immer noch nicht ganz, und die Liste der Sicherheitsausstattung ist selbst optional nicht ganz so lang wie bei Volkswagen. Dennoch taugt der i30 vorzüglich als Alltagsauto. Das liegt auch am ausgewogenen Fahrkomfort, der sogar ohne adaptive Dämpfer auskommt. VW setzt in diesem Bereich mit optionalem DCC-Fahrwerk allerdings in diesem Vergleichstest den Maßstab für entspanntes Reisen.

Nur im Kostenkapitel schlägt der Hyundai i30 den VW Golf

Und auch beim Antrieb bietet VWmit der Kombination aus 1,5-Liter-Turbovierzylinder und bestens abgestimmter Sechsgang-Handschaltung noch ein echtes Pfund. Der Antrieb ist kräftig, drehfreudig und sogar sparsam. Im Schnitt verlangt der Golf nach 6,6 Litern. Beim Hyundai sind es trotz des 48-Volt-Systems und der Segelfunktion 6,7 Liter. Wer sich aber allein die Kosten fokussiert, stellt schnell fest, dass kein Weg am Hyundai i30 vorbeiführt: Er ist günstiger in der Anschaffung sowie im Unterhalt und klotzt mit fünf Jahren Garantie. Trotzdem: mehr Punkte und Sieg für den Golf.

Hyundai i30 1.5 T-GDI 48V-Hybrid

4-Zyl., 4-Vent., Turbo, Start.-Gen.; 1482 cm3, 117 kW / 159 PS, 253 Nm; 6-Gang, man., Vorderradantr.; L/B/H: 4340/1795/1445 mm, Radst.: 2650 mm; Leergew.: 1381 kg; Kofferraum: 395 – 1301 l; 0-100 km/h: 8,7 s ¹, Spitze: 210 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 34,8/34,0 m ¹, Slalom: 65,9 km/h ¹, Handling: 1:52,5 min ¹; Verbrauch: 6,7 l S/100 km ¹; Preis: 26.190 Euro ²

1 Messwert;2Stand Oktober 2021

VW Golf 1.5 TSI OPF

4-Zyl., 4-Vent., Turbo, 1498 cm3, 110 kW / 150 PS, 250 Nm; 6-Gang, man., Vorderradantrieb; L/B/H: 4295/1789/1465 mm, Radstand: 2628 mm; Leergewicht: 1347 kg; Kofferraum: 374 – 1230 l; 0-100 km/h: 8,7 s¹, Spitze: 224 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 34,7/34,1 m ¹, Slalom: 65,9 km/h ¹, Handling: 1:50,6 min ¹; Verbrauch: 6,6 l S/100 km ¹; Preis: 31.690 Euro ²

1 Messwert; 2Stand Oktober 2021

Die Kompakt-Kombis

Effektive Transporttalente sind i30 und Golf beide – doch welcher ist besser?

Es ist noch nicht lange her, da galten Kombis als die ultimativen Alltagswaffen. Durch die gewachsene Modellvielfalt und vor allem durch den lang anhaltenden Boom der SUV rutschen vor allem kompakte Kombis etwas aus dem Fokus der Interessenten. Fair kalkuliert bieten sie aber immer noch viel Auto und Platz fürs Geld – erst recht mit sparsamen Dieselmotoren.

VW hat lange Jahre Erfahrung in diesem pragmatischen Segment, seit 1993 bieten die Wolfsburger ihren Megaseller auch als Variant an. Die achte Generation ist aber deutlich größer geworden als alle ihre Vorgänger. Heute streckt sich der Kompakt-Kombi auf 4,63 Meter Außenlänge. Der Hyundai i30 Kombi ist mit knapp 4,59 Metern aber nur minimal kürzer.

Das Platzangebot im Koreaner reicht allerdings nicht an das des Golf heran. Vorn wie hinten genießen die Insassen mehr Bewegungsfreiheit. Die Kofferräume sind mit rund 600 bis 1600 Litern nahezu gleich groß. Punkten kann VW wie schon in anderen Segmenten vor allem beim Fahrkomfort. Auch der gelbe Testwagen ist mit dem optionalen Adaptiv-Fahrwerk (DCC) bestückt, das auf alle Unebenheiten des Alltags die passende Antwort hat und sich sportlich straffen lässt. Hyundai verzichtet beim i30 noch auf adaptive Dämpfer. Unkomfortabel ist er deswegen aber noch lange nicht.

Zweiliter-Diesel mit mehr Kraft: Vorteile bei den Fahrleistungen

Bei der Motor-Philosophie gehen beide Konzerne etwas andere Wege. Während Hyundai nahezu alle Baureihen und Motoren zumindest mild elektrifiziert hat, setzt VW weiterhin auf die altgediente Allzweckwaffe „EA288 evo“ – also den Zweiliter-Turbodiesel. Sowohl bei den Fahrleistungen als auch beim Verbrauch ist das nach wie vor eine gute Wahl, denn 8,6 Sekunden Sprintwert, 223 km/h Spitze und 5,0 Liter Verbrauch können sich auch im Jahr 2022 noch sehen lassen.

Trotz Mild-Hybrid-Technik und kleinerem Hubraum kann der 1,6-Liter-Turbodiesel im i30 mit diesen Effizienzwerten nicht mithalten. Im Schnitt verlangt er nach 5,4 Litern. Und das kleine Leistungsdefizit spürt man auch beim Beschleunigen: Bis Tempo 100 vergeht eine Sekunde mehr, und die 200 km/h erreicht der Koreaner nur mit Anlauf. Dafür liefert der Hyundai im Kostenkapitel unschlagbare Argumente. Anschaffung, Unterhalt und Garantie sind extrem kundenfreundlich kalkuliert. Doch auch in diesem Duell reicht es nicht zum Sieg.

Hyundai i30 Kombi 1.6 CRDi 48V-Hybrid

4-Zylinder, 4-Vent., Turbodiesel, Starter-Gen., 1598 cm3, 100 kW / 136 PS, 280 Nm; 6-Gang, man., Vorderradantrieb; L/B/H: 4585/1795/1465 mm, Radst.: 2650 mm; Leergew.: 1475 kg; Kofferraum: 602 – 1650 l; 0-100 km/h: 9,7 s ¹, Spitze: 200 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 35,2/34,3 m ¹, Slalom: 64,5 km/h ¹, Handling: 1:51, 2 min ¹; Verbrauch: 5,4 l D/100 km ¹; Preis: 29.540 Euro ²

1 Me sswert; 2Stand Januar 2021

VW Golf Variant 2.0 TDI SCR

4-Zylinder, 4-Vent., Turbodiesel, 1968 cm3, 110 kW / 150 PS, 360 Nm; 7-Gang, Doppelkupplung, Vorderradantrieb; L/B/H: 4633/1789/1498 mm, Radstand: 2669 mm; Leergew.: 1528 kg; Kofferraum: 611 – 1642 l; 0-100 km/h: 8,6 s ¹, Spitze: 223 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 35,9/33,6 m ¹, Slalom: 65,4 km/h ¹, Handling: 1:47,8 min ¹; Verbrauch: 5,0 l D/100 km ¹; Preis: 38.005 Euro ²

1 Messwert; 2Stand Januar 2021

Die Sport-SUV

Drei Jahre durfte der 300 PS starke VW T-Roc R ungestört im Sportrevier wildern – jetzt liefert Hyundai den Widersacher Kona N

Hyundai Kona und VW T-Roc gehören zu den meistverkauften Modellen ihrer Marken. Dass das Antriebsangebot also breit aufgefächert ist, verwundert nicht. Wer in den Preislisten ganz nach unten schaut, entdeckt am Ende diese beiden Topmodelle mit rund 300 PS starken Turbo-Vierzylindern. Und das sind keinesfalls sportliche Blender, wie ein Blick auf unsere Messwerte belegt. Der Allrad-VW sprintet mit seinem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe beispielsweise unter wildem Gefauche und Geblubber aus der vierflutigen Acrapovic-Auspuffanlage in nur 4,9 Sekunden auf Tempo 100.

Der frontangetriebene Hyundai mit seinem Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe schafft die gleiche Übung in respektablen 5,7 Sekunden. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Wer diese zwei Heißsporne nämlich auf den abgesperrten Rundkurs entlässt, dürfte sich gründlich die Augen reiben.

So willig und direkt wie der Hyundai in einem der N-Fahrprogramme einlenkt, am Gas hängt und auf Wunsch mit dem Heck mitarbeitet, hat man es in dieser Klasse noch nicht erlebt. Weder bei der Rundenzeit noch beim Spaßfaktor hat der allradangetriebene VW T-Roc dagegen eine Chance. Der Wolfsburger wirkt vergleichsweise gelassen und weniger konsequent auf Sportlichkeit getrimmt.

Beim Federungskomfort liegen beide ohne übertriebene Härte dennoch eng zusammen. Und auch den Alltag meistern sie als SUV-Crossover überzeugend. Platz für vier samt Gepäck ist dank luftiger Innen- und geräumiger Kofferräume vor allem im VW reichlich vorhanden.

Der Preis macht auch hier einen deutlichen Unterschied

Apropos Alltag: Beim Verbrauch kann man in beiden Sportlern mit weniger als neun Litern Benzin auf 100 km hinkommen. Wer die Turbomotoren hingegen artgerecht bewegt, wird mit deutlich mehr Durst und höheren Zahlen im Bordcomputer rechnen müssen. Der und das gesamte Infotainment- sowie Klima-System lassen sich im Hyundai übrigens einfacher bedienen, denn im T-Roc sind nach dem Facelift immer mehr Touchflächen aufgetaucht, denen das haptische Tasten-Feedback fehlt. Sowohl in der günstigsten Sportversion als auch in der hier getesteten Ausstattung ist der Hyundai rund 10.000 Euro günstiger als der VW. Dennoch fährt der Kona N am Ende weniger Punkte ein als der multitalentierte T-Roc R.

Hyundai Kona N

4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo, 1998 cm3, 206 kW/280 PS, 392 Nm; 8-Gang, Doppelkupplung, Vorderradantrieb; L /B/H: 4215/1800/1565 mm, Radstand: 2600 mm; Leergewicht: 1508 kg; Kofferraum 361 – 1143 l; 0-100 km/h: 5,7 s ¹, Spitze: 240 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 36,0/35,4 m ¹, Slalom: 66,1 km/h ¹, Handling: 1:43,0 min ¹; Verbrauch: 8,8 l S/100 km ¹; Preis: 38.900 Euro ²

1 Me sswert; 2Stand Juli 2022

VW T-Roc R

4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo, 1984 cm3, 221 kW/300 PS, 400 Nm; 7-Gang, Doppelkupplung, Allradantrieb; L /B/H: 4236/1819/1568 mm, Radstand: 2594 mm; Leergewicht: 1536 kg; Kofferraum 392 – 1237 l; 0-100 km/h: 4,9 s¹, Spitze: 250 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 34,5/35,1 m ¹, Slalom: 65,8 km/h ¹, Handling: 1:43,7 min ¹; Verbrauch: 8,5 l SP/100 km ¹; Preis: 51.335 Euro ²

1 Messwert; 2Stand Juli 2022

Die Kompaktklasse-SUV

Der neue, extravagant gestylte Hyundai Tucson überzeugt im Vergleichstest direkt auf ganzer Linie – nicht nur als Plug-in-Hybrid

Plug-in-Hybride genießen in Deutschland einen Sonderstatus – noch. Denn sie profitieren nicht nur von der 0,5-Prozent-Regelung für Dienstwagenfahrer. Zusätzlich werden sie im Jahr 2022 noch mit dem Umweltbonus gefördert – zumindest wenn sie im WLTP-Zyklus 60 Kilometer rein elektrisch fahren können. Theoretisch sind Hyundai Tucson und VW Tiguan dazu in der Lage – obwohl ihre Antriebe ganz unterschiedlich aufgebaut sind. Während der Hyundai als klassischer Allradler die Kraft beider Motoren auf alle vier Räder verteilen kann, muss der VW mit Vorderradantrieb auskommen. Spätestens auf nasser Fahrbahn erweist sich das als klarer Nachteil. Die Fahrleistungen gehen für sich betrachtet allerdings bei beiden in Ordnung.

Unabhängig von der Antriebswahl sind beide SUV selbst für vier Erwachsene voll alltagsund urlaubstauglich. Raumausnutzung und Variabilität werden durch die Plug-in-Hybrid-Technik nicht eingeschränkt. Im Tiguan kann man in zweiter Reihe sogar die Sitze verschieben und die Rückenlehnen einstellen. Beim Raumgefühl liegt der VW schon wegen seiner großen Fensterflächen klar vorn. Auch der Tucson bietet viel Platz und Komfort auf langen Reisen. Vom Antrieb hört und spürt man bei entspannter Fahrweise kaum etwas. Und seine Sitze sind ebenso bequem wie die des VW. Einmal mehr kontert der Wolfsburger aber mit seinem mustergültig abgestimmten Adaptiv-Fahrwerk (DCC, Option) und so mit einem sehr gediegenen Federungskomfort.

Fahrdynamisch hängt der Hyundai Tucson den VW Tiguan ab

Geht es dagegen auf die kurvige Landstraße oder gar auf den abgesperrten Handlingparcours, übernimmt schnell der Hyundai die Führung. Das liegt an der feinen Abstimmung von Lenkung, Bremse und Antriebseinheit. Das durch den Hybrid-Antrieb deutlich höhere Gewicht merkt man dem Tucson nicht an. Dagegen wirkt die Vorderachse des Tiguan von den Antriebseinflüssen überfordert, während die Hinterachse mit dem Gewicht des schweren Akkus zu kämpfen hat. Dem gefühllos abgestimmten ESP bleibt da keine andere Chance, als ab und zu vehement einzugrätschen. Bei den Bremsmessungen bekleckert sich der Tiguan ebenfalls nicht gerade mit Ruhm.

Einen deutlichen Sieg erringt der Tucson auch im Kostenkapitel mit günstigerer Anschaffung und den besseren Garantien. Und so gewinnt er verdient mit deutlichem Vorsprung.

Hyundai Tucson 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid

4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo, 1598 cm3, 132 kW/180 PS, 265 Nm; E-Motor: 67 kW/91 PS, 6-Stufen-Automatik, Allradantrieb; L /B/H: 4408/1850/1650 mm, Radst.: 2670 mm; Leergew.: 1858 kg; Kofferraum: 558 – 1721 l; 0-100 km/h: 7,5 s ¹, Spitze: 191 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 34,6/35,2 m ¹, Slalom: 62,0 km/h ¹, Handling: 1:53,5 min ¹; Verbrauch: 5,9 l S+ 6,9 kWh/100 km ¹; Preis: 35.172 Euro ²

1 Me sswert; 2inkl. Umweltbonus (-7178 €), Stand Oktober 2021

VW Tiguan 1.4 eHybrid OPF

4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo, 1395 cm3, 110 kW/150 PS, 250 Nm; E-Motor: 85 kW/ 115 PS, 6-Gang, Doppelkuppl., Vorderradantr.; L /B/H: 4486/1839/1675 mm, Radst.: 2676 mm; Leergew.: 1806 kg; Kofferraum: 615 – 1655 l; 0-100 km/h: 7,3 s ¹, Spitze: 205 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 36,9/35,1 m ¹, Slalom: 60,7 km/h ¹, Handling: 1:55,3 min ¹; Verbrauch: 6,2 l S+ 5,2 kWh/100 km¹; Preis: 39.517 Euro ²

1 Messwert; 2inkl. Umweltbonus (-7178 €), Stand Oktober 2021

Die Familienvans

Mit dem neuen Staria setzt Hyundai jetzt sogar den VW Multivan unter Druck

Auch wenn Hyundai mit dem H1 oder vorher dem Starex eigentlich schon immer einen Kleinbus im Angebot hatte – so richtig kann man die hemdsärmeligen Nutzfahrzeuge nicht als Vorgänger des komplett neu entwickelten Staria einordnen. Schließlich sieht das jetzige Flaggschiff der Marke nicht nur extrem futuristisch aus, es steckt auch noch voller pfiffiger Details und Luxus-Extras. Weil die ersten Modelle nur in der Luxusvariante Signature zu haben sind, rollt der 177 PS starke Staria 2.2 CRDi gleich mit Allradantrieb, Achtstufen-Automatik und Lounge-Sesseln zum ersten Vergleichstest gegen den Klassenprimus VW T6.1 Multivan. Der hat zweifellos nicht ohne Grund eine sehr große Fangemeinde. Vor allem das ausgefeilte Sitzkonzept mit zwei Einzelsitzen in zweiter, und einer Dreierbank in dritter Reihe hat sich über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte bewährt. Im Hyundai Staria Signature thront man in zweiter Reihe auf vollelektrischen Liegesitzen. Die Bank dahinter lässt sich aber nicht so einfach ausbauen, sodass das von hinten zugängliche Kofferraumvolumen auf bescheidene 431 Liter begrenzt ist. Wer die wuchtige Dreierbank im VW ausbaut, erhält bis zu 4405 Liter Stauraum. Dafür ist die Materialauswahl im Multivan eher sachlich gehalten, die im Hyundai dagegen regelrecht edel. Zudem sorgen die großen Sitze und die angenehm sanft abgestimmte Federung für reichlich Fahrkomfort. Abgesehen von den geschmeidiger abrollenden Reifen wirkt das VW-Fahrwerk hier etwas hölzern. Abhilfe sollen die adaptiven Dämpfer schaffen, die im Testwagen aber nicht installiert sind.

Der VW Multivan wirkt spritziger und verbraucht etwas weniger

Bei der Antriebswahl bleibt Staria-Kunden bisher nur der 2,2-Liter-Turbodiesel. Zusammen mit der Achtstufen-Automatik und dem Allradantrieb liefert er eine sehr kultivierte Vorstellung ab. Im Vergleich zum spritzigen 2.0 TDI im VW wirkt er aber etwas träge. Die Verbräuche von unter zehn Liter Diesel auf 100 km gehen angesichts der hohen Gewichte von fast 2,5 Tonnen bei beiden in Ordnung. Dass man bei diesen Massen und solch hohen Aufbauten keine fahrdynamischen Wunder erleben kann, dürfte klar sein. Fahrsicher bleiben die Vans aber auch bei hektischen Manövern.

Und der Preis? Der Hyundai kostet voll ausgestattet 58.150 Euro, der VW ohne Klima, Navi oder Konnektivität schon 65.932 Euro. Und so stehen am Testende beide gleich gut da.

Hyundai Staria 2.2 CRDi Allrad

4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbodiesel, 2199 cm3, 130 kW/177 PS, 430 Nm; 8-Stufen-Automatik, Allradantrieb; L/B/H: 5253/1997/1990 mm, Radstand: 3273 mm; Leergewicht: 2421 kg; Kofferraum: 117 – 431 l; 0-100 km/h: 11,9 s ¹, Spitze: 185 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 38,8/38,9 m ¹, Slalom: 54,6 km/h ¹, Handling: 2:03,9 min ¹; Verbrauch: 9,8 l D/100 km ¹; Preis: 58.150 Euro ²

1 Messwert; 2Stand November 2021

VW T6.1 Multivan 2.0 TDI 4Motion

4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbodiesel, 1968 cm3, 150 kW/204 PS, 450 Nm; 7-Gang, Doppelkupplung, Allradantrieb; L/B/H: 4904/1904/1990 mm, Radstand: 3000 mm; Leergewicht 2473 kg; Kofferraum: 637 – 4405 l; 0-100 km/h: 10,6 s ¹, Spitze: 199 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 38,5/37,8 m ¹, Slalom: 55,2 km/h ¹, Handling: 2:02,3 min ¹; Verbrauch 9,2 l D/100 km ¹; Preis: 66.117 Euro ²

1 Messwert; 2Stand November 2021

Die Elektro-Autos

Für die E-Zukunft – so scheint es derzeit – hat sich der Hyundai-Konzern besser gewappnet. Das Duell der E-Allradler geht klar aus …

Wohl kaum ein anderes Segment kann den technischen Entwicklungsvorsprung der Koreaner besser demonstrieren als das der Elektro-Autos. Vorreiter, Versuchsträger und Marktbereiter für Hyundais elektrifiziere Ambitionen ist seit 2016 der stromlinienförmige Ioniq. 2021 folgte das neue E-Flaggschiff der Marke: der Ioniq 5. Kantiges Zukunftsdesign, gewaltige Proportionen und 800-Volt-Ladetechnik – von so viel Selbstbewusstsein aus Fernost waren nicht wenige auch in Wolfsburg überrascht. Noch viel wichtiger: Der Ioniq 5 überzeugt auf ganzer Linie. Der Innenraum mit der verschiebbaren Mittelkonsole und dem riesigen vorderen Fußraum ist sogar luftiger als beim direkten Konkurrenten, dem ebenfalls sehr geräumigen VW ID.4. Und in puncto Bedienung, Digitalisierung, Sicherheitsassistenten sowie Qualität und Verarbeitung hat Hyundai seine Hausaufgaben mit Auszeichnung gemacht.

Bei den beiden getesteten Modellen mit großem Akku und zwei E-Motoren handelt es sich um die Top-Varianten der jeweiligen Baureihen. Der VW ID.4 GTX soll dabei sogar sportlicher wirken als das Serienmodell. Dem über- ragenden Komfort des Wolfsburgers – er wird eigentlich in Zwickau gebaut – schadet das nicht. Zusammen mit den optional erhältlichen adaptiven Dämpfern (DCC) und der serienmäßig sehr effizienten Geräuschdämmung legt er die Messlatte klassenübergreifend extrem hoch. Das gibt den ID.4-Insassen schon auf den ersten Metern eine nachhaltige Entspanntheit mit auf den Weg, wie man sie sonst nur von amerikanischen Riesen-SUV kennt.

Bei der Fahrdynamik lässt einen der Hyundai verwundert die Augen reiben

Auch der Hyundai federt ausgewogen und gut. Allerdings offenbart das Fahrwerk erst auf abgesperrter Kurvenstrecke seine wahre Bestimmung: Wird der Fahrmodusschalter auf „Sport“ gestellt, mutiert der 2,1 Tonnen schwere Klotz zu einer echten Fahrdynamik-Maschine. Runde für Runde lässt sich der Allradler präzise und ohne Ermüdungserscheinungen um den Kurs jagen. Der ID.4 GTX – ebenfalls mit zwei E-Motoren bestückt – ist nur deswegen etwas langsamer, weil sein Sport-Modus Lenkung und Fahrwerk nicht so konsequent schärft wie der Widersacher. Obendrein ist der VW 156 kg schwerer. Preislich liegen dafür beide auf ähnlichem Niveau – und das hat sich seit 2021 noch deutlich erhöht. Doch das ändert nichts am deutlichen Gesamtsieg des Hyundai.

Hyundai Ioniq 5 4WD (72,6 kWh)

2 permanenterregte Synchronmaschinen, 225 kW/305 PS, 605 Nm; Allradantrieb; L/B/H: 4635/1890/1605 mm, Radst.: 3000 mm; Leergew.: 2100 kg; Kofferraum: 527 – 1587 l; 0-100 km/h: 5,2 s ¹, Spitze: 185 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 34,2/34,5 m ¹, Slalom: 63,8 km/h ¹, Handling: 1:45,5 min ¹; Verbrauch: 20,0 kWh/100 km ¹; Reichw. Test/WLTP: 360/490 km; Preis: 49.925 Euro ²

1 Messwert;2Stand September 2021 (inkl. Umweltbonus)

VW ID.4 GTX (76,6 kWh)

1 Asynchron- und 1 permanenterregte Synchronmaschine 220 kW/299 PS, 460 Nm; Allradantr.; L/B/H: 4582/1852/1605 mm, Radst.: 2769 mm; Leergew.: 2256 kg; Kofferraum: 543 – 1575 l; 0-100 km/h: 6,2 s ¹, Spitze: 180 km/h, 100-0 km/h kalt/warm: 35,2/35,0 m ¹, Slalom: 63,2 km/h ¹, Handling: 1:46,7 min ¹; Verbrauch: 21,7 kWh/100 km ¹; Reichw. Test/WLTP: 353/497 km; Preis: 47.290 Euro ²

1 Messwert;2Stand September 2021 (inkl. Umweltbonus)

FAZIT

Michael Godde

Das Duell der zwei Weltkonzerne Hyundai und VW endet 4:5 für Wolfsburg in den Vergleichstests. Das zeigt auf der einen Seite eine extrem ehrgeizige koreanische Marke Hyundai, die massenhaft Know-how sammelt, Qualität liefern will und sich in allen Zukunftsbereichen breit aufstellt. Auf der anderen Seite steht der vom jahrzehntelangen Erfolg verwöhnte Volkswagen-Konzern, der die Mobilitäts- und Digitalisierungswende zu lange auf die leichte Schulter genommen hat und jetzt in vielen Bereichen stark investieren muss, um vorn dabei zu bleiben. Dass dies ein sehr teurer Weg ist, merkt man den VW-Produkten an. Bei Qualität und Materialauswahl machen die Wolfsburger bereits schmerzhafte Abstriche. Das Preis-Leistung-Verhältnis gerät damit aus dem Lot. Bei keinem dieser acht Vergleichstest kann ein VW im Kostenkapitel gegen den jeweiligen Hyundai bestehen. In für den Vergleichstest relevanten Themen Raumausnutzung, Fahrkomfort und Fahrdynamik sind die Wolfsburger aber immer noch top. Hyundai holt hier allerdings mächtig auf und wird auch in Zukunft in Vergleichstests häufig vorn liegen. Bei den Elektro-Autos sind die Koreaner ohnehin schon bestens sortiert (siehe Vergleichstest links). VW muss kontern – und zwar jetzt. Der neue Vorstand sollte das verinnerlichen.