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AUF & DAVON


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Wohn!Design - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 12.05.2022

PARIS

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Bildquelle: Wohn!Design, Ausgabe 3/2022

DESIGN-FUSION Paris meets Berlin

Neuer Showroom, hot or not? Im Falle dieser architektonischen Perle ein definitiver Glücksgriff. Mitten im hippen Pariser Stadtteil „Marais“ haben der Designer Christian Haas und die in Berlin ansässige Filmproduktionsfirma CØR eine einzigartige Eventlocation geschaffen. „Sie verbindet das besondere Flair und die Schönheit von Paris mit der Ungeschliffenheit von Berlin. Diese Grenzüberschreitung manifestiert sich fesselnd in diesen Räumlichkeiten, die zukünftig als Foto-und Filmkulisse, für Modenschauen sowie als Showroom für alle an diesem Projekt Beteiligten dienen wird“, sagt Pauline Leprince, Creative Director bei CØR, die das Design-und Raum-Konzept mit Haas entwickelte. Einer dieser Partner ist das deutsche Unternehmen Jung. Der Premiumanbieter moderner Gebäudetechnik ist berühmt für seine ausgefallenen Schalter, Dimmer und Steckdosen, darunter der ...

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... Designklassikers „LS 990“, den es auch in den originalen „Les Couleurs® Le Corbusier“-Farben als Einbauvariante gibt und als Aufputzvariente LS Cube für Sichtbeton und Naturstein. „Um die beeindruckende Farbtiefe der 63 zur Wahl stehenden Les Couleurs® Le Corbusier abzubilden, werden die Schalter dieser Serie in einem speziellen Verfahren von Hand lackiert. So entsteht die matte, leicht raue Oberfläche der LS 990 LC Schalter“, heißt es von Unternehmensseite. „Jung freut sich, ein Teil dieses innovativen Kooperationsprojekts zu sein!“

Auch weitere namhafte Brands wie Pulpo, Schönbuch, Dornbracht und Stattmann haben ihr Plätzchen auf der 170 Quadratmeter großen Fläche, verteilt auf zwei Etagen, gefunden. „Wir präsentieren nicht nur eine exklusive Auswahl an Designerstücken, sondern einen kontrastreichen Stilmix von offengelegter Bausubstanz mit hochwertigen Kunstelementen. Ein Feuerwerk an Farben, Materialien und Oberflächen“, beschreibt Leprince weiter. Das loftartige Ambiente mit offenem Wohnraum und Küche sowie separiertem Schlafzimmer und Bad erweckt beinahe den Eindruck, sich in den privaten Räumlichkeiten eines Pariser Design-Liebhabers zu befinden. Ein semi-privater Raum für kleine Veranstaltungen, intim und geschützt, der während der Covid19-Pandemie entwickelt und errichtet wurde. „Wir sehen in diesem Showroom einen wichtigen Schritt, die Kreativbranche zu mehr Kollaborationen anzuregen. Im Studio kann alles stattfinden – vom Shooting über private Abendessen bis hin zu Pop-up-und Firmenpräsentationen“, erklärt Thea von Winning, eine der Gründerinnen und Kreativdirektorin von CØR. Auch aus technischer Sicht bietet die Location alles, was das multimediale Herz höher schlagen lässt. Nicht zuletzt aufgrund der technikaffinen Initiatorinnen aus Berlin, die das Pariser Studio für ihre Filmproduktionen nutzen werden, ein Team, das ausschließlich aus Produzentinnen und weiblichen Directors besteht. Von Winning: „Wir produzieren hochwertige Filme ohne Kompromisse und haben eine mutige Agenda: Wir stärken die weibliche Perspektive und fordern Quoten heraus in einer Branche, die immer noch zu 75 Prozent männlich ist. Wir liefern hochmoderne Filme und Werbekampagnen, bieten brillante Inhaltserstellung und grenzüberschreitende Medienstrategien. Sowohl off-als auch online. Wir arbeiten mit Marken zusammen, an die wir glauben und die unsere Visionen teilen. Wir geben der Vielfalt ein Zuhause. Die Zeit des männlichen Mainstreams ist vorbei. Die Zeit ist reif für weibliche Erzählungen.“ Frauenpower.

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FRISCH AUFGEBRÜHT It‘s tea time

Schon bei einem ersten Blick auf diese Bilder besteht kaum noch ein Zweifel daran, dass es sich hier um ein Projekt der kreativen Macher von Norm Architects handelt. Die unverkennbare Handschrift des Architektur-und Designstudios aus Kopenhagen ziert mittlerweile Bauwerke, die weit über die Grenzen Dänemarks hinausreichen. Dieses Szenario spielt sich in China ab, genauer gesagt in Xiamen, wo Tee zu den Grundnahrungsmitteln zählt und mit festen Ritualen verbunden ist. „A brew for the mind, a cup for the soul” ist das Motto von BASAO Tea, einem Teehersteller, dessen Produkte dazu anregen sollen, „Gelassenheit und Geistesgegenwart zu kultivieren. Eine Tasse authentischen Tees hilft, den Körper zu beleben und die Gedanken zu schärfen, damit Sie die Welt mit einem klaren Geist und einem offenen Herzen wahrnehmen können“, so die klare Aussage des Unternehmens.

Die BASAO Tea Lounge vereint nicht nur Tradition und Moderne, sondern auch Einzelhandel, Café und die Rituale der alten Teezeremonien. „Das Erlebnis an der Teetheke spricht alle Sinne an: die Berührung der Arbeitsplatte, die Wärme der Tasse, das Geräusch, wenn das Keramikgefäß auf die Oberfläche trifft, der Geruch des aufgegossenen Tees, die vielen Geschmacksrichtungen und das wohlige, behagliche Gefühl nach dem ersten Schluck. In einem entspannten und freundlichen Tonfall hilft das Personal bei Entscheidungen, gibt Empfehlungen und erzählt Geschichten aus den Teebergen“, schwärmt Peter Eland von Norm Architects. Lokal und doch global: Je nach Standort werden vor Ort verfügbare und natürliche Materialien eingesetzt, die jede Tea Lounge einzigartig machen.

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dererseits finden sich darin auch immer wieder besondere Fundstücke, von denen sie vergleichbare Arbeiten in ihrem Online-Shop anbietet – das übrigens zu überraschend attraktiven Preisen. Im Angebot sind etwa Vintage-Tonvasen aus dem frühen 20. Jahrhundert, die Fischer zu eleganten Leuchten umarbeiten ließ. Ihre Textilschirme schaffen subtiles Licht und Behaglichkeit. „Jedes Stück ist allein durch sein Alter so einzigartig, dass es in keinem zweiten Wohnzimmer zu finden ist.“ Andere Objekte, wie die rustikalen Hocker europäischer Provenienz, veranschaulichen auch einen Einfluss der Wabi-Sabi-Philosophie auf das Shop-Portfolio. Mit ihrem rauen Holz wirken sie archaisch, die Patina der Zeit hat sie nur noch schöner gemacht, ihnen „Charakter“ verliehen, und trotzdem sind es Möbel für den alltäglichen Gebrauch, mit denen man gerne leben möchte. Zu den aktuellen News gehören auch die beiden abgebildeten, alten Onyxvasen, die in der richtigen Umgebung ganz exzeptionell wirken. Doch die Interior-Expertin punktet noch mit einer weiteren Spezialität. Unter der Rubrik „Shop The Look“ gewährt die Unternehmerin einen Blick hinter die Kulissen und zeigt, wie sich ein bestimmter Stil zu Hause realisieren lässt. Als Location für die Ensembles dient die eigene Wohnung. Das macht ihre Arbeit wirklich persönlich und authentisch. Derzeit arbeitet Fischer an einer eigenen Kollektion, die ihr Portfolio mit Tischen und Heimtextilien nach ihren Entwürfen erweitern. „In Sachen Nachhaltigkeit und Qualität bin ich dabei kompromisslos.“

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EIN NEUES GESICHT für Ihre Wohnung? Voilá:

Schon die Stuhlauswahl ist „state of the art“ und hat trotz ihrer Diversität eine grundlegende Gemeinsamkeit: Es handelt sich um handverlesene Unikate aus familiengeführten Betrieben. Beispielsweise der unten abgebildete „Senufo Stool“. Passend im Style ist ein afrikanisches Tablett erhältlich oder zwei weitere kleine Hocker namens „Tonga“. Sie sind nicht allein Sitzmöbel, sondern skulpturale Statements, die aufgrund ihrer Gestaltung der Zeit entrückt wirken. „Möbel aus Massenproduktion findet man überall“, weiß die Einrichtungsexpertin Katarina Fischer, die seit einem Jahrzehnt im E-Commerce tätig ist, damals mit einem Onlineshop für professionelle Beauty-Produkte startete, und inzwischen mit „editionnoire.com“ bereits einen erfolgreichen Interior-Block führt. Kürzlich hat die Münchnerin einen Onlineshop für ausgesuchte Einzelstücke lanciert und setzt mit katiefischer.de „ein bewusstes Statement gegen Trendprodukte und Kurzlebigkeit. Das Besondere und wirklich Hochwertige sucht man sehr lange.“ So ist die ursprünglich ausgebildete Fachinformatikerin, die im Anschluss Innenarchitektur und Design in England studierte, ständig auf der Suche nach speziellen Produkten, die „lange Freude machen sollen.“ Dazu gehören auch handgeschnitzte Tuareg-Gefäße, Marmorschalen und abstrakte Kunst.

Fischer wählt nur Dinge aus, mit denen sie selbst leben könnte. Ihr Apartment im Münchner Westen, das die geborene Berlinerin mit ihrem Partner und drei Katzen bewohnt, präsentiert sich in seiner Tonalität und mit den eleganten Sitzmöbeln sehr französisch. An-

„DIE WELT NEU DENKEN“ bei Vitra

Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein widmet sich vom 26. März bis 4. September 2022 der Geschichte, Gegenwart und Zukunft eines kontroversen Materials: Plastik. Erschreckenderweise befindet sich heutzutage in fast allen Bereichen unseres Alltags Kunststoff – sei es in Verpackungen, Möbeln, Kosmetika, selbst in Nahrungsmitteln. Kunststoffe erlebten im 20. Jahrhundert einen rasanten Aufschwung, dessen verheerende Folgen für die Umwelt heute nicht mehr zu ignorieren sind. Es gibt bereits zahlreiche Lösungsansätze für einen nachhaltigeren Umgang mit Plastik. Die Ausstellung führt durch unterschiedliche Abschnitte, die sich jeweils einem bestimmten Thema zuwenden. „Zum Auftakt der Ausstellung veranschaulicht eine großformatige Filminstallation, welche Konflikte sich aus der Produktion und Nutzung von Plastik ergeben. Zeitlosen Szenen urwüchsiger Natur stehen Filme über die Kunststoffproduktion der letzten 100 Jahre gegenüber, verdeutlichen den Reiz einer immer schneller getakteten und günstigeren industriellen Herstellung“, erklärt Mea Hoffmann, die die Ausstellung gemeinsam mit Kollegen des V&A Museum Dundee und des Maat Museum Lissabon kuratierte. Der zweite Abschnitt der Ausstellung führt durch die Geschichte der Kunststoffe, von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. „Der erste vollsynthetische Kunststoff wurde 1907 von Leo Baekeland erfunden, trug den Namen Bakelit und galt schon bald als Material der unbegrenzten Möglichkeiten.“ Während die Ölkrise 1973 den Plastikboom nur für kurze Zeit ausbremsen konnte, wurden bereits leise Stimmen hörbar, die sich mit dem Thema Wiederverwertung auseinandersetzten, darunter die Designerin Jane Atfield, die in den 1990er-Jahren als eine der Ersten mit recycelten Kunststoffen arbeitete. „Ähnlich wie in der Frühzeit der Kunststoffe arbeiten Wissenschaft und Designwelt heute wieder an Materialien, die nicht aus fossilen, sondern aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, besser abbaubar sind und oft als Bioplastik bezeichnet werden.“ Zu den Exponaten gehören Raritäten aus der Frühzeit der Kunststoffe, spektakuläre Objekte der Pop-Ära, aber auch zahlreiche aktuelle Entwürfe und Projekte, darunter pragmatische Innovationen, Projekte zur Säuberung der Weltmeere sowie Bioplastik auf Basis von Algen oder Pilzzellen. Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation.

„PLEASE, MIND THE GAP“ in Brescia

Wie wunderbar sich Kunst und Keramik im öffentlichen Raum ergänzen, zeigte jüngst die Einweihung von „Mind the gap“, einer permanenten Installation, die das Keramikunternehmen Mutina und die französische Künstlerin Nathalie du Pasquier exklusiv für die U-Bahn-Station „Vittoria“ in Brescia realisierten. Sie ist Teil der seit 2015 laufenden Ausstellung „Subbrixia“, von der UBI Fondazione CAB gefördertes Projekt. Das von der Gemeinde Brescia und örtlichen Verkehrsbetrieben unter der kuratorischen Leitung des Verlagshauses Nero, inszeniert die 17 Stationen der U-Bahn von Brescia als eine Reise durch die zeitgenössische Kunst. Nathalie Du Pasquier geht bei ihrer Arbeit mit Keramik von der Einfachheit und Funktionalität des Materials aus. Sie erkundet die unendlichen Anwendungsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben. Die Keramikelemente aus der Kollektion „Mattonelle Margherita“ von Mutina, die die Französin für „Mind the gap“ wählte, definieren den Raum durch originelle Kompositionen von Formen und Farben neu. Es ist nach langer Zeit wieder die erste Kooperation zwischen Du Pasquier und der italienischen Keramikschmiede: „Die Begegnung mit Mutina hat mir nach vielen Jahren wieder erlaubt, an einem Designprojekt zu arbeiten. Ich hatte vergessen, wie lustig das sein kann. Mutina hat die Größe, die ich mag, wir reden miteinander und sind ganz im Moment, dann gehen wir in die Trattoria“, plaudert die Französin aus dem Nähkästchen.

INDOOR POOL für Highclass-Schmuck

Erfrischendes Nass werden Sie hier vergeblich suchen – geschmackvolles Bling Bling dafür umso mehr. Neugierig geworden? Dann auf nach Mykonos! Das in Athen ansässige Design-Studio „Saint of Athens“ hat für das italienische Schmucklabel „Gavello nel blu“ ein Setting kreiert, das mit den üblichen (Design-)Klischees der griechischen Urlaubsinsel bricht. Die typisch kykladische Fassade des Gebäudes, das sich in einer kleinen Gasse der Insel-Hauptstadt befindet, lässt nicht einmal erahnen, was sich im Inneren verbirgt: hellblaue Fliesen, Strandbälle, rot-weiß gestreifte Polster, Schließfächer und eine Poolleiter an der Wand wecken ein surreales Sommerfeeling. Spiegel, Kissen, Vitrinen, Display-Kegel und -Zylinder (an denen man vielleicht sogar sein Handtuch aufhängen möchte) dienen sowohl als praktische Elemente als auch als konzeptionelle Requisiten, die das Poolkonzept unterstreichen.

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ARCHITEKTONISCHER Streifzug

Logroño mag zwar im Vergleich zu Madrid oder Barcelona nur ein kleiner Fleck auf der spanischen Landkarte sein. Das Engagement der Stadt nahe Bilbao in Sachen Architektur und Design kann allerdings mit den „Großen“ mithalten. Das jährlich stattfindende internationale Architektur-und Designfestival „Concéntrico“ ist der beste Beweis für diesen urbanen Enthusiasmus. 2021 steuerten das preisgekrönte mexikanische Architekturbüro Palma und das in Madrid ansässige Studio Hanghar „types of spaces“ bei – einen temporären Pavillon aus Ziegelsteinen, der sich in der Passage der alten Tabakfabrik von La Rioja befindet. Der schmale und langgestreckte Korridor, der auf der einen Seite von einem monumentalen Schornstein aus rotem Backstein begrenzt wird, gliedert sich in 3,6 x 3,6 Meter große Quadrate, die die Raumfolge eines typischen Hauses nachbilden sollen. Verschiedenste Geometrien im Grundriss zeigen unterschiedliche räumliche Varianten auf. Das Ensemble wurden aus 30 x 30 Zentimeter großen Thermo-Tonziegeln errichtet, die dem Projekt einen vertrauten Charakter verleihen, „dank der Verwendung eines für die kollektive Vorstellungswelt so typischen Materials“, wie die beiden Architekturbüros erklären. „Außerdem ist der Ziegelblock sowohl materielle als auch räumliche Einheit des Projekts“, so die Planer. „Er erzeugt ein System mit stereotomischem Aussehen.“ Auch der Boden, der mit ausrangierten Ziegelsplittern bedeckt ist, verleiht dem Raum materielle Kontinuität und verlangsamt gleichzeitig das Durchqueren – „eine gemächliche Erfahrung abseits des städtischen Trubels. Der Besucher wird zum Bewohner und hat die Möglichkeit, auf tiefere Weise mit der Installation zu interagieren.“ Mit diesem gradlinigen Projekt haben Palma und Hanghar ins Schwarze getroffen. Es verkörpert die Mission von „Concéntrico“, einen Dialog zwischen der Stadt, ihrem Erbe und der Entwicklung der zeitgenössischen Architektur herzustellen.

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