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Auf den Magen geschlagen?


St.GEORG - epaper ⋅ Ausgabe 80/2021 vom 12.07.2021

MAGENGESCHWÜRE

Artikelbild für den Artikel "Auf den Magen geschlagen?" aus der Ausgabe 80/2021 von St.GEORG. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Häufiges Flehmen ist eines der möglichen Symptome, die Pferde mit Magengeschwüren zeigen.

Mit Jugendlichen durchs Gelände traben, mal in einer E-Dressur auf dem Vereinsturnier starten und ansonsten durch den Aktivstall schlendern und fressen – klingt nicht gerade sehr stressig und Knutschi, ein 16-jähriges deutsches Reitpony, scheint es auch bestens zu gehen. Wenn da nicht immer wieder zu Beginn der Weidesaison die leichten Bauchschmerzen wären, die in diesem Jahr ihren Höhepunkt erreichten. „Es war nicht daserste Mal, dass Knutschi Kolikanzeichen zeigte“, erzählt seine Besitzerin Sarah Müller- Stöver, „aber zum ersten Mal war es so heftig, dass er auf der Weide lag.“

Der Wallach kommt in die Pferdeklinik Dr. Fischer GmbH: Gas-Kolik, lautet die Diagnose. Doch nicht nur das: Den Tierärzten fällt im Ultraschall außerdem auf, dass Knutschis Magen recht groß ist. Dies kann von der Kolik kommen, aber auch von massiven Geschwüren am Magenausgang, die die Magenentleerung stören – ...

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... mit einer Magenspiegelung könnte man diese Ursache aufdecken. Sarah Müller-Stöver wird hellhörig, als sie von möglichen Geschwüren hört: „Mir ging durch den Kopf, was andere Besitzer von Pferden mit Magengeschwüren über die Symptome erzählt hatten. Da fiel mir auf, dass auch Knutschi immer empfindlich am Bauch ist und eher kurztrittig läuft.

Klar kann das auch andere Ursachen haben, aber als ich hörte, dass auch sein Magen ungewöhnlich groß ist, stimmte ich einer Magenspiegelung zu.“

SYMPTOME

MÖGLICHE ZEICHEN FÜR EIN MAGENGESCHWÜR

Reduzierter Appetit

Unterbrechen der Futteraufnahme

Gewichtsverlust

Stumpfes Fell

Leistungsschwäche

Verhaltensauffälligkeiten (übellaunig)

Flehmen

Zähneknirschen

Leichte Kolik

Die Symptome eines Magengeschwürs sind vielfältig und nicht immer eindeutig, bestätigt Tierärztin Dr. Maria Conze von der Pferdeklinik Dr. Fischer GmbH. Ein paar Auffälligkeiten können allerdings ein erster Hinweis sein. „Sehr häufig zeigen betroffene Pferde einen verminderten Appetit. Manche unterbrechen die Futteraufnahme, wenn das Futter auf die gereizte Magenschleimhaut trifft. Gewichtsverlust, ein stumpfes Fell oder Leistungsschwäche sind ebenfalls Symptome – letzteres fällt vor allem bei Rennpferden auf. Bei unseren Warmblütern ist das hingegen meist schwieriger zu erkennen, da sie nicht so an ihre Grenzen gehen müssen. Pferde, die an einem Magengeschwür leiden, können auch Verhaltensauffälligkeiten zeigen: Sie werden zickiger, übellaunig, das Putzen oder Angurten kann ihnen unangenehm sein.

Erkrankte Pferde flehmen auch häufig oder knirschen mit den Zähnen. Auch eine milde Kolik kann ein Anzeichen sein.“

Hinterer Magenteil

Vorderer Magenteil

Wie unterschiedlich die Symptome sein können, zeigt der Fall des siebenjährigen Hannoveraners Sam. Der Wallach sah topfit aus, gut bemuskelt, mit glänzendem Fell und auch beim Füttern zeigten sich keine Auffälligkeiten. „Nur im Training hatte er immer Probleme zu äppeln und dann hatte er Durchfall“, erzählt seine Besitzerin Petra Röbken. „Sam kam vor zwei Jahren mit einem starken Beckenschiefstand zu uns, den wir chiropraktisch behandeln ließen. Die Tierärzte und wir dachten zunächst, dass die Probleme wohl noch davon kommen.“ Bis der Wallach eines Tages bei einem Training so heftige Bauschmerzen bekommt, dass er in die Knie geht. Er bekommt Ruhe verordnet und alles scheint wieder gut. Doch als seine Besitzerin ihn eine Woche später zum ersten Mal wieder sattelt und ruhig ausreiten will, buckelt er sie ab. „Das hat er noch nie gemacht“, erzählt sie. Ihr Gefühl sagt ihr, dass es wieder Bauchschmerzen sind, die sein Verhalten beeinflusst haben. Um sicher zu gehen, lässt sie eine Magenspiegelung machen.

WO SITZT DAS GESCHWÜR?

Damit ein Magengeschwür eindeutig diagnostiziert und die richtige Therapie eingeleitet werden kann, ist eine Magenspiegelung, also eine Gastroskopie notwendig. Dabei wird dem Pferd eine kleine Kamera, ein Endoskop, über den Nasengang in den Magen geführt. Das Pferd wird vorher sediert und darf etwa zwölf Stunden vor der Magenspiegelung nichts mehr fressen. „Eine Gastroskopie führen wir in der Regel in der Klinik durch. Es ist auch im Stall möglich, wenn man ein portables Endoskop hat, aber dort ist es meistens schwieriger, die zwölfstündige Hungerphase einzuhalten. Findet die Untersuchung in der Klinik statt, so kommt das Pferd einen Tag vorher zu uns und bekommt abends einen Maulkorb angelegt“, erklärt Dr. Maria Conze das Vorgehen. Eine Gastroskopie kostet etwa 300 Euro (Untersuchung inklusive Sedierung). Wird sie im Stall durchgeführt, erspart man seinem Pferd Stress, wenn es sich nicht gerne verladen lässt, aber es ist finanziell nicht günstiger. Die Untersuchung sollte man sich nicht ersparen. „Die Therapie eines Magengeschwürs ist recht teuer und da sollte schon klar sein, dass es sich tatsächlich um ein Magengeschwür handelt. Und man sollte auch wissen, wo es liegt“, rät die Tierärztin.

MAGENGESCHWÜRE

URSACHEN

Stress: z. B. in der Herde, beim Training, auf dem Turnier, durch Umzug, auf Reisen, bei Futterumstellung, nach dem Absetzen, Tod eines Freundes.

Medikamente: Bei längerer Anwendung schaden manche Medikamente dem Magen – den Tierarzt um Rat fragen und eventuell zusätzlich um Omeprazol bitten.

Training: Überlastung, zu viel Anspannung. Bei Rennpferden kann im intensiven Galopp die Säure aus dem unteren Magenbereich in den oberen Teil ohne Schutzschicht schwappen.

Fütterungsfehler: zu viel Stärke, zu viel Zucker, lange Fresspausen, Kraftfutter vor Raufutter

Parasiten: Magendasseln können die Magenwand schädigen.

Kolik: Bei einer Kolik kann der Magendruck so ansteigen, dass Säure in den oberen Magenbereich gelangt und dort die Magenschleimhaut reizt.

Nach einer Kolik kann die „Zwangsfresspause“ zu zu viel Säure im Magen führen.

BEHANDLUNG IM VORDEREN MAGENTEIL

Die Lage des Geschwürs ist für die Behandlung entscheidend. Der vordere, drüsenlose Teil des Magens ist mit der sogenannten kutanen Schleimhaut ausgekleidet. Diese ist empfindlich gegenüber Säure. Sinkt der pH-Wert, wird also saurer, so wird die Magenwand gereizt, ein Geschwür kann sich bilden. Um die Magensäure zu reduzieren, ist der Wirkstoff Omeprazol das Mittel der Wahl. „Er hemmt die Säureproduktion und der pH-Wert steigt wieder an. Verschiedensten Studien zufolge führt er in 70 bis 92 Prozent der Fälle zu einer Heilung im vorderen Magenteil“, erklärt Dr. Conze und gibt einen Tipp, der laut der Studienlage bei der Gabe des Medikaments sehr wichtig ist: „Man sollte das Medikament möglichst auf leeren Magen geben und erst eine Stunde später füttern. Dann erzielt man die beste Wirkung.“

Omeprazol ist zum Beispiel in den Medikamenten Gastrogard oder Pepticure enthalten. Eine Tagesdosis Gastrogard kostet etwa 30 Euro. Das Medikament sollte etwa drei bis vier Wochen lang verabreicht werden.

Manche Tierärzte wie auch Dr.

Conze überprüfen nach diesem Zeitraum in einer zweiten Gastroskopie, wie gut die Therapie angeschlagen hat und ob eine weitere Gabe des Wirkstoffs nötig ist.

Bei Sam hat das Medikament gewirkt. Er hatte Geschwüre im vorderen Magenbereich. Sechs Wochen nach seiner ersten Gastroskopie geht es ihm wieder richtig gut, auch im Training.

WENN DER HINTERE TEIL DES MAGENS BETROFFEN IST

Auch Knutschi hat seine erste Gastroskopie hinter sich. Die Diagnose: Geschwüre im vorderen wie auch im hinteren Teil des Magens. Omeprazol hilft zwar auch bei Geschwüren im hinteren Magenteil, aber nicht ausreichend – Studien zeigen, dass nur bei einem Viertel der Pferde eine Verbesserung eintritt. Ist dieser Teil des Magens betroffen, sollte man Omeprazol in Kombination mit dem Wirkstoff Sucralfat (in Sucrabest) verabreichen, welcher schleimhautschützend wirkt. Im hinteren Magenteil ist nämlich die Drüsenschleimhaut vorzufinden. Diese bildet den sauren Magensaft und Enzyme, die die Nahrung weiter zer ­ kleinern. Da dieser Bereich direkt der Magensäure ausgesetzt ist, verträgt die dort liegende Schleimhaut mehr Säure als der vordere Magenteil. Dennoch kann es auch hier zu Störungen und Magengeschwüren kommen – warum die mageneigenen Schutzmechanismen nicht mehr funktionieren, ist noch nicht genau geklärt.

Aber Studien zeigen, dass die Kombination von Omeprazol und Sucralfat zu einer Abheilung der Geschwüre bei etwa drei Viertel der erkrankten Pferde führt.

Große Hoffnung setzt Dr. Maria Conze auf eine Spritze mit dem Wirkstoff Omeprazol, die von außen in einen Muskel injiziert wird. „Gerade Pferden, die nach einer Kolik-Operation nichts fressen dürfen und dadurch zu Magengeschwüren neigen und Schmerzen haben, könnte man damit gut helfen.“ Forschungsgruppen in Australien und England haben dieses Präparat entwickelt und in ersten Tests zeigte es eine sehr gute Wirksamkeit, vor allem bei Magengeschwüren in der Drüsenschleimhaut. Das Präparat ist weltweit aber noch nicht als Tierarzneimittel zugelassen. Das Interesse an diesem Präparat ist so groß, dass nun auch die Pferdeklinik des Tierspitals Zürich dessen Wirksamkeit in einer Studie untersuchen möchte.

ÖLE, PEKTINE UND WAS SONST NOCH HILFT

Zusätzlich zu Medikamenten kann man den Magen weiter schonen bzw. unterstützen.

Das Wichtigste ist zunächst – neben Stressreduzierung – eine angepasste Fütterung! Da Stärke die Säureproduktion anregt, sollte man auf Kraftfutter verzichten und viel Heu füttern.

„Luzerneheu ist besonders gut geeignet für Pferde mit Magenproblemen. Auf Stroh sollte man hingegen möglichst verzichten oder nur 0,25 Kilogramm pro 100 Kilogramm Körpergewicht anbieten, da es die Magenwand mechanisch reizen kann“, rät Dr. Maria Conze. Pflanzen- oder Leinöl reduziert die Säureproduktion und eignet sich als Puffer. Ein- bis zweimal täglich kann man 45 Milliliter davon geben – da es zusätzlich Energie liefert, sollte es allerdings nur an Pferde verfüttert werden, die keine Stoffwechselprobleme haben und nicht übergewichtig sind. „Ganz wichtig ist außerdem, dass das Pferd immer freien Zugang zu frischem Wasser hat“, so der Rat der Tierärztin.

Pektin- oder Lecithin- Komplexe, die in einigen magenschonenden Futtermitteln enthalten sind, erhöhen die Schutzschleimkonzentration und bilden ein Gel, das die Säure bindet. Auch Rübenschnitzel haben diese Wirkung. „Ein massives Magengeschwür lässt sich so nicht therapieren, aber es ist als Zusatz zu den Medikamenten hilfreich“, rät Dr.

Maria Conze. Sie hat auch mit Sanddorn gute Erfahrungen gemacht, um ein Fortschreiten des Geschwürs zu verhindern.

DIE URSACHEN FINDEN UND VERMEIDEN

Bei Knutschi steht die zweite Gastroskopie noch aus. Dann wird sich zeigen, ob die beiden Medikamente gewirkt haben. Warum er überhaupt Magengeschwüre bekommen hat, das würde seine Besitzerin nur zu gerne wissen, um die Ursache aus der Welt zu schaffen.

Betrachtet man seine Haltung und sein Training, scheint hier alles bestens zu sein. Auch Kraftfutter bekommt er nur in sehr geringer Menge. Lag es an der Futterumstellung, also am Anweiden?

Sams Besitzerin vermutet, dass es der Ehrgeiz des großen Wallachs im Training ist, der ihn manchmal zu sehr stresst und ihm auf den Magen schlägt. „Wir trainieren ihn nun so, dass wir ihn vor sich selber schützen und aufpassen, dass er nicht zu viel will“, erzählt seine Besitzerin Petra Röbken.

Stress ist bei vielen Pferden eine der Hauptursachen für ein Magengeschwür – das lässt sich auch von den Zahlen ableiten, welche Pferde besonders von dieser Krankheit betroffen sind. „Etwa 40 Prozent der Rennpferde, die nicht im Training stehen, haben ein Magengeschwür. Werden sie trainiert, steigt die Quote auf 80 bis 100 Prozent“, weiß Dr. Maria Conze. „Verschiedenen Studien zufolge leiden etwa 30 bis 60 Prozent der Turnierpferde an Magengeschwüren, aber nur elf Prozent der Freizeitpferde.“

TRAININGS­ TIPP

Hat Ihr Pferd einen empfindlichen Magen? Dann achten Sie im Training darauf, dass Sie Ihr Pferd immer wieder motivieren und nicht frustrieren. Denken Sie daran, einfach zu beginnen und sich das Schwierige langsam zu erarbeiten. Legen Sie ausreichend Schritt- bzw. Entspannungsphasen ein. Die Anspannung lässt nach und die Verdauungsorgane werden wieder besser durchblutet.

Stress führt dazu, dass die Magenwand schlechter durchblutet wird und sich schlechter schützen kann. Zudem wird mehr Magensäure produziert. Manche Stressauslöser sind klar erkennbar, andere weniger, wie etwa bei Sam. Der Wallach hat von seiner Klinik unter anderem noch Magnesium gegen seinen Stress empfohlen bekommen, da es die Nerven beruhigen soll.

Wenn Pferdebesitzer wissen, dass sie ein empfindliches Pferd haben und eine für ihr Tier sehr stressige Situation wie ein Turnier ansteht, kann man vorbeugend auch Omeprazol geben, rät Tierärztin Conze. Prophylaktisch genügt meist ein Viertel der Tagesdosis. Da Omeprazol ADMR-konform ist, darf es auch Turnierpferden gegeben werden. Um den Magen ausreichend zu schützen, sollte es ein paar Tage vor dem Turnier, währenddessen und danach noch ein paar Tage verabreicht werden.

Neben Stress sind Fütterungsfehler ein weiteres großes Risiko für Magengeschwüre. „Es ist wichtig, den Pferden kontinuierlich kleine Mengen anzubieten und Fresspausen von mehr als sechs Stunden zu vermeiden – sind die Pausen länger, erhöht sich das Risiko für ein Magengeschwür um das Vierfache“, weiß Dr. Maria Conze.

Zu viel Stärke im Futter ist ebenfalls riskant, da diese die Säureproduktion anregt. Also Kraftfutter minimieren und möglichst viel Raufutter geben. „Mindestens 1,5 Kilogramm pro 100 Kilogramm Körpergewicht und das Raufutter auf jeden Fall vor dem Kraftfutter geben“, erinnert die Tierärztin an zwei Grundregeln der Pferdefütterung.

Dr. Maria Conze

arbeitet seit Anfang 2021 in der Pferdeklinik Dr. Fischer GmbH in Seestermühe. Sie schrieb ihre Dissertation an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, wo sie in der Pferdeklinik/Innere Medizin arbeitete. Danach machte sie in der Pferdeklinik München eine Residency (intensive Spezialisierung) des European College of Equine Internal Medicine/ECEIM.

www.pferdeklinik-fischer.de