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Auf die Bretter, fertig – los!


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Leben & erziehen - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 24.11.2022
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Bildquelle: Leben & erziehen, Ausgabe 12/2022

Vorab: Ich liiiieebe Skifahren. Zum ersten Mal stand ich auf Brettern weit bevor ich in den Kindergarten kam, und für mich war immer klar: Auch meine Kids sollen Skifahren lernen. Pandemiebedingt verzögerte sich die Premiere bei meinen achtjährigen Zwillingen nun etwas, umso größer aber war die Vorfreude. Vor allem meinerseits.

Natürlich war mir klar, dass sich die Art des Urlaubs im Vergleich zu den vergangenen Skiurlauben etwas wandeln würde (bye-bye Après-Ski), aber den ganzen Tag Ski fahren würden wir natürlich trotzdem, und die Kinder würden ebenso großen Spaß daran haben wie ihre Eltern – dachte ich. Aber: Pustekuchen.

Spoiler: Gleich an Tag 1 beschloss meine Tochter Elli, dass dies nicht nur ihr erster, sondern garantiert auch der letzte Skiurlaub ihres Lebens sein sollte. Schuld war zugegebenermaßen: ich selbst.

Denn ich machte gleich mehrere Fehler in und vor dieser Woche im österreichischen ...

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... Gosau. Damit ihr es besser machen könnt, kommen hier meine sieben Tipps. Und ich nehme auch das mal vorweg: Elli änderte ihre Meinung glücklicherweise doch noch mal …

1. Rüstet euch in der Heimat aus

Die Tage vor dem Urlaub sind bekanntlich die stressigsten. Nehmt euch trotzdem die Zeit, einmal darüber nachzudenken, was ihr gegebenenfalls. noch kaufen müsst. Die Skier, Skischuhe und Helme für die Kids könnt ihr vor Ort leihen (siehe Tipp Nr. 4), alles andere solltet ihr unbedingt vor den Ferien besorgen:

• Skijacke und -hose (ggf. Secondhand)

• Skiunterwäsche (Hose und langes Oberteil)

• Skisocken

• Fleece-Jacke

• Handschuhe

• Schal oder Halstuch

• Skibrille

• Mütze

• Winterstiefel

• Kinder-Sonnencreme

Ihr denkt, Kleinkram kriegt ihr auch vor Ort? Stimmt! Aber da zahlt ihr ordentlich drauf. So wie ich für die zwei „Buffs“, die ich im Hotelshop erstand – und gefühlt die doppelte Summe der UVP hinlegte.

2. Fahrt mit dem Zug

Skiurlaub zu machen ist teuer genug. Bei der Anreise aber könnt ihr Konto und Gewissen zugleich schonen: Eine der besten Entscheidungen dieses Urlaubs war, den Zug zu nehmen! Da Kinder bis 14 Jahre kostenlos mit den Eltern mitfahren, schlägt das Bahnticket die Anreise mit dem Flieger und bei den aktuellen Spritpreisen definitiv auch die mit dem Auto – zumindest wenn ihr (wie wir) aus dem Norden anreist. Und umweltfreundlicher ist es allemal.

Ich buchte einige Monate im Voraus und zahlte knapp 80 Euro für Hin- und Rückfahrt nach Salzburg (inkl. Reservierung im eigenen Abteil, Sparpreis sei Dank). Von hier sind viele Skigebiete mit dem Mietwagen, Taxi oder Hotel-Shuttle schon in einer halben Stunde zu erreichen. Vorteil für die Reise in der Bahn: Die Kids können sich bewegen – und ihr habt Zeit, um mit ihnen zu spielen, zu malen, vorzulesen oder einfach eine Runde zu kuscheln.

3. Gönnt euch ein Kinderhotel

Apropos entspannt: Ich zähle definitiv nicht zum Team Cluburlaub, denn wenn ich mit meinen Kindern Urlaub mache, möchte ich möglichst viel mit ihnen zusammen sein anstatt sie ständig im Kinderclub abzuliefern. Aber: Im Skiurlaub ist ein Kinderhotel toll. Wenn es finanziell möglich ist und ihr vielleicht in der Corona-Zeit aufgrund ausgefallener Reisen ein bisschen Urlaubsgeld gespart habt, ist das eine luxuriöse Alternative zur Selbstversorger-Hütte oder Ferienwohnung. Denn: Wir Großen haben Gerödel genug. Da ist es herrlich, sich morgens an den gedeckten Tisch zu setzen. Nach dem Skitag gibt’s für die Minis noch ein bisschen Bespaßung, für unsere Muskeln und Seelen Entspannung im Spa oder in der Sauna. Auch nach dem Abendbrot nicht aufräumen zu müssen, sondern mit den Kids (nach dem Kinderkino, versteht sich) in die Federn fallen zu können: unbezahlbar … Eine gute Auswahl an familienfreundlichen Unterkünften findet ihr zum Beispiel unter . Wir waren im Dachsteinkönig (siehe Seite 55) superzufrieden (O-Ton der Zwillis: „Das ist das welttollste Hotel“).

4. Leiht euch die Skier vor Ort

Skischuhe für Kids zu kaufen ist aus meiner Sicht echte Geldverschwendung, denn spätestens in der nächsten Saison passen die guten Stücke nicht mehr. Klüger: Leiht euch die Ausrüstung – vor allem dann, wenn ihr nicht mit dem Auto anreist. Ziemlich praktisch, wenn man im Hotel Skier mieten und das erledigen kann, ohne mit den Kids das Haus zu verlassen. Aber auch hier könnt ihr sparen: Bei uns fielen knapp 500 Euro für eine Woche an. Learning fürs nächste Mal: Vorher die Preise im Ort checken. Gleich an der Talstation gab’s einen Verleih, bei dem wir rund 200 Euro weniger gezahlt hätten.

5. Zwiebellook, Zwiebellook, Zwiebellook!

Meine Kids lieben ihre muckeligen Schneeanzüge – also packte ich die guten Stücke ein und ließ die Sets aus Skihose und Jacke, die mir meine Schwägerin vererbt hatte, zu Hause. Schön blöd.

Denn vor Ort war’s viel wärmer als erwartet. Und wenn die Sonne auf die Pisten knallt, wird ein Ganzkörperteil, bei dem man nicht mal eben die Jacke ausziehen und im Fleece weiterfahren (oder Pause auf dem Spielplatz machen) kann, schnell zur Ganzkörpersauna. Viel besser also: wenn die Kids sich Schicht für Schicht entblättern können. Es lebe der Zwiebellook, gerade im Skiurlaub!

6. Übertreibt es nicht

Der erste Skitag war nicht einmal halb vergangen, da erklärte Elli, dass dieser Urlaub „der blödeste ihres Lebens“ sei und dass sie „nie wieder Ski fahren will“. Eindeutig zu verantworten hatten ihr Opa und ich ihre Tränen – denn wir hatten (etwas zu optimistisch) sie gleich mit auf den Gipfel genommen. Beide in der Annahme, dass die Kids es schon irgendwie wieder nach unten schaffen würden. Im Sessellift war die Laune noch bestens (siehe links).

Oben angekommen änderte sich das schnell. Mein Sohn Theo raste die (tatsächlich etwas zu steilen) Hänge völlig angstfrei im Pizza-Style (Schneepflug) herunter. Elli aber ging es vorsichtiger an, fiel oft hin, was sie logischerweise frustrierte. Ich ärgerte mich über mich selbst, dass ich diesen zweiten Schritt vor dem ersten gegangen war: Den Skikurs hatte ich erst für Tag 2 gebucht. Eindeutige Empfehlung: Macht es umgekehrt. Lasst es langsam angehen und die Kids sich an die Skier gewöhnen, gönnt ihnen ein bis zwei Tage am „Babyhang“, bevor ihr sie mit auf die richtigen Pisten nehmt.

7. Zieht die Sache mit dem Skikurs durch!

Ellis Motivation, den Skikurs zu besuchen, hielt sich nach ihren ersten Sturz- und Schwitz-Erlebnissen ziemlich in Grenzen. Auf den Skikurs ließ sie sich nur ein, weil ich ihr versprach, so lange dabeizubleiben, bis sie mir mit unserem vorab vereinbarten Geheimzeichen (dreimal an der Nase kratzen) signalisiert, dass ich jetzt gehen kann. Das dauerte anfangs etwas länger, später aber durfte ich mich immer schneller davonschleichen – und war heilfroh. Denn bei kaum etwas habe ich bei meinen Kids so schnelle Lernfortschritte erlebt wie beim Skifahren!

Schon an Tag 2 des Kurses fuhren sie mit ihrem Skilehrer auf die anfangs von Elli so verhassten roten Pisten ganz oben – und fanden es super. An Tag 3 kamen die Stöcke zum Einsatz, an Tag 4 übten sie Schussfahren. Beim Skirennen an Tag 5 holte Theo Gold – und Elli kam als schnellstes Mädchen ins Ziel, landete auf Platz vier. Was Skilehrer Florian da in 15 Unterrichtseinheiten (5 x 3 Stunden/Tag, 220 Euro) schaffte, hätte ich selbst niemals hingekriegt.

Das Wichtigste aber: Elli und Theo haben in der Skischule nicht nur gelernt, wie’s richtig geht – sondern vor allem den Spaß am Skifahren gefunden. Nachmittags fuhren wir immer zusammen, erkundeten Schleichwege im Wald. Und beendeten den Skitag immer erst dann, wenn schon die Pistenkontrolle kam und alle Anker- und Sessellifte längst Feierabend hatten …

Europas innovativstes Familienhotel

Hier sind die Kinder König – sogar auf dem stillen Örtchen ... Mit hauseigener Turnhalle, Kartbahn, Indoor-Spielplatz, Spaßbad samt Reifenrutsche, Rodelberg, Ritterburg-Spielplatz, Tiergehege mit Eseln, Virtual-Reality-Raum und Teenie-Zonen (Eltern unerwünscht) gibt’s im „Dachsteinkönig Familux-Resort“ in Gosau (Oberösterreich) nicht nur Action für Kids aller Altersklassen, auch die Großen kommen (z. B. im stilvollen „adults-only“-Wellnessbereich samt Panorama-Sauna mit Bergblick) nicht zu kurz. Neben den liebevoll eingerichteten Hotelzimmern bietet das Resort auch hübsche Chalets im Ferienhaus-Stil. 2022 wurde der Dachsteinkönig mit dem Holiday Check Award als „innovativstes Familienhotel“ ausgezeichnet. Ab 396 Euro pro Familiensuite.