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Auf die Schule, fertig, los!


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familie & co - epaper ⋅ Ausgabe 4/2022 vom 07.04.2022

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Bildquelle: familie & co, Ausgabe 4/2022

Für unsere Kinder beginnt mit der Einschulung ein neuer, aufregender Lebensabschnitt. Die Kinder erwarten diesen Meilenstein mit großer Vorfreude und Spannung. In den meisten Familien findet aus diesem Anlass eine Feier statt, an der Verwandte, Freunde, Bekannte und Nachbarn teilnehmen und damit zeigen: Die Einschulung ist eines der wichtigsten Ereignisse im Leben eines Kindes.

Auch die Kitas tragen dazu bei, dass der Übergang vom Spielen zum Lernen gelingt, zum Beispiel indem die Erzieherinnen Schulbesuche organisieren und spezielle Förderangebote im sprachlichen und mathematischen Bereich offerieren. Darüber hinaus gibt es im Vorfeld des ersten Schultages noch viele Besonderheiten, mit denen Eltern sich vertraut machen sollten. Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt.

Tipps zum Packen des Ranzens

Um Schultern und Rücken nicht einseitig zu belasten, sollte das Gewicht ...

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... gleichmäßig im Ranzen verteilt werden, wobei schwere Sachen wie Atlanten und Bücher und hoch im Schulterbereich untergebracht werden sollten. Leichtere Dinge wie Federmäppchen und Hefte können weiter vorne in den Ranzen gesteckt werden.

Wichtig: Eingepackt wird nur das, was für die Fächer gebraucht wird, die auch tatsächlich auf dem Stundenplan stehen!

Ernährungstipps für Schulkinder

Schulkinder müssen jeden Morgen hellwach und aufmerksam sein. Deswegen erfordert ihre Ernährung besondere Beachtung:

• Ein Frühstück, in Ruhe eingenommen, bietet einen guten Start in den Tag. Ungesüßtes Müsli oder ein belegtes Vollkornbrot sowie mundgerecht aufgeschnittenes Obst oder Gemüse gehören dazu. Milch oder Kakao rauben eher den Appetit – ein Glas pro Tag genügt.

• Das Schulfrühstück ergänzt die häusliche Nahrungsaufnahme. Ein Pausenbrot sollte dünn mit Butter oder Margarine bestrichen und mit magerem Schinken, Wurst oder Käse belegt werden. Auch vegetarische Brotaufstriche sind natürlich geeignet.

• Kresse, Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum geben dem Pausenbrot nicht nur mehr Würze, sondern liefern zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe. Für die Konzentration nicht unwichtig sind ausreichend Omega-3-Fettsäuren, die auch in Form zusätzlicher Präparate (z. B. omega3-Loges junior oder Doppelherz Omega-3 family) verabreicht werden können.

• Frische Rohkost und/oder Obst gehören stets zur großen Pause dazu. Abwechslung schaffen Nüsse und Trockenobst.

• Joghurt, Quark oder Trinkmilch eignen sich ebenfalls als Zwischenmahlzeit, jedoch nicht als Durstlöscher.

• Ungesüßter Tee, stark verdünnter Fruchtsaft oder Wasser sind die idealen Pausengetränke.

• Süßigkeiten sind als Zwischenmahlzeit nicht empfehlenswert, denn ihnen fehlen Vitamine, Mineral-und Ballaststoffe. Mit Vollkornprodukten dagegen wird das Gehirn gleichmäßiger versorgt und kann aufmerksamer arbeiten.

Der Arbeitsplatz

Nur ein Arbeitsplatz, an dem man sich wohlfühlt, wirkt motivierend und inspirierend. So sind Kinder mit mehr Freude und Konzentration bei der Sache, wenn das Zimmer und seine Atmosphäre stimmen. Außer Tisch und Stuhl gehören dazu ausreichend Tageslicht bzw. Lampen, frische Raumluft, bequem erreichbare Ablageflächen und Stauraum sowie eine den individuellen Wünschen des Kindes angepasste Farbgebung der Wände und Möbel.

1 Der Schreibtisch

Die Arbeitsfläche des Schreibtischs sollte groß genug sein, um Bücher und Hefte darauf verteilen zu können und dem aufgelegten Arm noch Platz zum Schreiben bzw. Zeichnen zu bieten. In Zahlen: Sie sollte ca. 110 Zentimeter breit und rund 60 Zentimeter tief sein. Da die Kinder schnell wachsen, sollten Höhe und Neigung der Tischplatte verstellbar sein. Nur so ist eine ergonomisch ideale Sitzposition garantiert. Der Tisch sollte knapp unter Ellenbogenhöhe enden, während Ihr Kind aufrecht sitzend mit dem Oberund Unterarm einen Winkel von 90 Grad bildet. Zum Material: Kunststoffoberflächen und lackierte Holzfurniere halten mehr aus als Massivholz.

2 Der Stuhl

Nur wer bequem sitzt, kann Sitzfleisch beweisen – was unsere Kinder heute leider im Übermaß brauchen. Damit ihnen das nicht so schwerfällt, sollten sie bequem sitzen. Gewährleistet wird dies durch einen höhenverstellbaren Stuhl. Optimal eingestellt ist die Stuhlhöhe, wenn Ihr Kind im Sitzen mit beiden Füßen auf dem Boden steht und Oberund Unterschenkel einen Winkel von 90 Grad bilden. Idealerweise ist sogar die Sitztiefe verstellbar. Noch besser ist es, wenn die Sitzfläche um ca. 7 Grad neigbar ist, also über eine Art Wipp-Mechanik verfügt, die das Kind anregt, seine Sitzposition zu ändern. Auch die Position der Rückenlehne sollte individuell verstellbar sein. Dabei sollte die Lehne der anatomischen Form der Lendenwirbelsäule entsprechen und so hoch sein, dass der Rücken mindestens bis zu den Schulterblättern unterstützt wird.

Verantwortung tragen

Schon beim Start in die Schule auf den eigenen CO2-Fußabdruck achten? Doch, das geht! Und aufgeklärte Eltern greifen nahezu selbstverständlich auf Produkte zurück, deren Herstellung ressourcenund umweltschonend sind. Marken wie z. B. „ergobag“ oder „Step by Step“ nehmen sich dem Thema intensiv an. Letztere hat z. B. eine vollständig klimaneutrale Ranzenkollektion am Markt. Verwendung von Recyclingmaterial, faire Arbeitsbedingungen, reduzierter Wasserverbrauch oder umweltfreundliche Imprägnierungen sind weitere Themen, mit denen innovative Hersteller sich heute beschäftigen.

ELTERNENGAGEMENT Mitgestalten!

Von Anfang an: Wenn das Kind eingeschult wird, werden Eltern zu Schülereltern. Diese neue Rolle birgt Pflichten, aber auch Chancen.

• Nehmen Sie möglichst alle Elternabende wahr. Sie bieten Information genauso wie Teilhabe.

• Beim ersten Elternabend werden normalerweise Wahlen zum Klassenelternbeirat abgehalten. Nutzen Sie die Chance zu aktiver Mitwirkung und stellen Sie sich zur Wahl! Besser können Eltern nicht am Schulleben des Kindes teilhaben. Gleichzeitig gehören Sie dann auch zum Schulelternbeirat und gestalten das Schulleben mit.

• Wer darüber hinaus Zeit aufbringen und mitwirken möchte, kann sich für ein Engagement in der Schulkonferenz bewerben.

• Weitere Möglichkeiten zur Mitgestaltung des Schullebens bieten sich im Förderverein – sofern die Schule einen hat. Der organisiert Spendenaufrufe sowie Veranstaltungen und beschafft finanzielle Mittel, die der Schule insgesamt und damit jedem einzelnen Kind zugutekommen.

Schulwegtraining

Damit die Abc-Schützen sicher zur Schule kommen, sollten Eltern den Weg rechtzeitig mit ihnen üben

Legen Sie gemeinsam mit dem Kind den Schulweg fest. Vielerorts gibt es „Schulwegpläne“, in denen sichere Wege mit Zebrastreifen und Ampeln verzeichnet sind. Dafür lohnen sich auch kleine Umwege!

Laufen Sie vor der Einschulung den Schulweg mehrmals zur normalen Zeit gemeinsam ab. Dabei laut denken, was man tut – und warum. Zum Beispiel: „Hier musst du auf die Autos achten, die von links abbiegen, die haben auch Grün.“

Tauschen Sie die Rollen, wenn alles klappt! Jetzt geht das Kind voraus und sagt, was zu tun ist.

Erklären Sie Ihrem Kind, dass auch Erwachsene Fehler machen: dass es unaufmerksame Autofahrer gibt oder Radler, die auf der falschen Seite fahren. Im Straßenverkehr muss man für andere mitdenken.

Beobachten Sie Ihr Kind nach einigen Wochen auf dem Schulweg – hält es sich an die Regeln?

GESUNDER RÜCKEN

So sitzt der Ranzen richtig

Gurte Die Tragegurte sollten links und rechts straff angezogen sein, damit der Ranzen an beiden Schulterblättern dicht anliegt.

Ohne Bücken und Verdrehen Damit die Wirbelsäule nicht verdreht und unnötig belastet wird, sollte Ihr Kind anfangs zum Auf-und Absetzen einen Tisch benutzen.

Richtige Höhe Damit der Ranzen nicht auf die Lendenwirbel drückt, sollte er relativ hoch getragen werden: Die Oberkante schließt mit der Schulter ab.

Ausbalanciert Der Ranzen sollte mittig auf dem Rücken sitzen und nicht mit einem Gurt über der Schulter hängen.

Infos rund um die Einschulung

Schultüte Mancherorts auch Zuckertüte genannt, wird Kindern seit etwa 200 Jahren zur Einschulung eine Schultüte überreicht. Meistens ist sie gefüllt mit Süßigkeiten, Buntstiften und anderen Schulmaterialien.

Schul-und Hausordnung Jede Schule hat sie. Sie regelt den respektvollen Umgang aller am Schulleben Beteiligten und gilt für das gesamte Schul-gelände mit allen zugehörigen Gebäuden.

Ganztagsschule Sie ist weiterhin auf dem Vormarsch. Fast 18 000, also rund zwei Drittel aller Schulen im Primarbereich und in der Sekundarstufe I, machen Ganztagsangebote, die von etwa 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler genutzt werden. Gespannt darf man sein, ob der angepeilte Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung in der Grundschule (ab 2025) tatsächlich in die Tat umgesetzt werden kann.

RAT UND HILFE

Das deutsche Schulsystem bietet zahlreiche Hilfsangebote und Gesprächsmöglichkeiten an

• Beratungslehrer helfen bei Lern-und Verhaltensstörungen sowie Teilleistungsschwächen und Schullaufbahnproblemen. Sie dürfen auch einige psychologische Tests durchführen und haben bis zu vier Stunden pro Woche Zeit für Beratung.

• Schulsozialarbeiter gibt es an immer mehr Schulen. Sie können bei Beziehungsproblemen der Kinder untereinander bis hin zum Schülermobbing angesprochen werden.

• Schulpsychologen arbeiten in Dienststellen außerhalb der Schulen (in Bayern vielfach auch als Lehrer in der Schule) und sind für alle Eltern im Einzugsgebiet kostenfrei ansprechbar. Sie verfügen über ein abgeschlossenes Diplomstudium plus Schulerfahrung, führen psychologische Tests durch, beraten Eltern wie auch Kinder und vermitteln bei Bedarf Kontakte zu weiteren Einrichtungen.

• Erziehungsberatungsstellen gehören nicht zum Schulsystem, können aber trotzdem bei Beziehungsproblemen zwischen Kindern bzw. zwischen Lehrern und Kindern angesprochen werden.

So motivieren Eltern ihr Kind

Erfolge befeuern den Lernmotor, denn jedes Mal, wenn uns etwas gelingt, fluten Glücksgefühle unseren Körper und Geist. Ohne Erfolge verlieren wir schnell die Lust, uns anzustrengen. Darum ist es wichtig, dass Kinder Aufgaben vor sich haben, die sie selbst bewältigen und an denen sie wachsen können.

Lernkrisen sind ganz normal. Kein Prozess läuft über zehn und mehr Jahre ohne Probleme ab. Wenn es in einem Fach mal schlecht läuft, können Erfolge in anderen Bereichen verhindern, dass sich der Frust festsetzt.

Trösten und Mut machen ist Aufgabe der Eltern. Beim Kind sollte die Botschaft ankommen: Fehler gehören dazu! Gib deswegen nicht auf. Du hast schon so viel geschafft und du schaffst auch diese Herausforderung.