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AUF INS CAMPLING - GENUSS - ABENTUES!


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Herzstück - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 07.04.2022

Vegan, nachhaltig, ursprünglich

Artikelbild für den Artikel "AUF INS CAMPLING - GENUSS - ABENTUES!" aus der Ausgabe 3/2022 von Herzstück. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Herzstück, Ausgabe 3/2022

Aufwachen und frisches Apfelbrot genießen ? Gesa erklärt auf Seite 97, wie?s klappt

"Wir müssen uns wieder daran erinnern, dass wir ein Teil der Natur sind“, sagt Gesa Neitzel. Wie könnte das besser gelingen als bei einem Camping-Urlaub? Die Natur mit allen Sinnen erleben – das ist wahrer Luxus

GRÜN BLEIBT GRÜN

GESAS TIPPS FÜR NACHHALTIGES CAMPING

Lebensmittel auf lokalen Märkten kaufen – dort gibt es sie ohne Plastikverpackung

Mehrweggeschirr nutzen anstelle von Einwegprodukten

Im Camp Müllstationen einrichten: für Papier/Karton, Plastik und Biomüll

Zum Spülen und für die Körperpflege natürlich abbaubare Produkte verwenden – sonst versickern Schadstoffe im Boden

Keine zu großen Lagerfeuer machen – das ist gefährlich und Ressourcenverschwendung

Nichts bei der Abreise zurücklassen

Als Gesa Neitzel 2015 ihre Ausbildung zum Safari-Guide im südlichen Afrika machte, hinterfragte sie den Konsum von tierischen Lebensmitteln: Nach der Tour saß sie mit Mitschülern am ...

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... Lagerfeuer, auf dessen Kohlen Steaks brutzelten. „Was ist der Unterschied zu den Tieren, die wir heute auf Safari gesehen haben?“, schoss es ihr durch Kopf und Herz. Darauf fand sie nur eine Antwort: Es gibt keinen. Alle Tiere empfinden Schmerzen oder Fürsorge für ihr Neugeborenes. Gesa gab der veganen Ernährung eine Chance und ist bis heute dabeigeblieben. Auch beim Camping will sie keine Abstriche bei der Ernährung machen – vegan, ausgewogen, lecker soll’s sein! Sie liebt Camping. „Unter freiem Himmel zu kochen bringt uns ein Stück näher zurück zu unserem Ursprung“, sagt sie. Womöglich erfordert es beim ersten Mal Mut, auf den heimischen Luxus zu verzichten – aber es lohnt sich. Alle Rezepte aus „Safari Kitchen“ lassen sich super beim Camping auf Gaskocher oder am Lagerfeuer zubereiten. Natürlich hat Gesa sie aber auch zu Hause getestet und um eine Herd-Variante erweitert, sodass sie auch dort gelingen. Ihr Tipp für alle Veganerinnen und Veganer, die regelmäßig das Abenteuer in der Natur suchen: die Anschaffung von gusseisernem Kochgeschirr fürs Lagerfeuer.

„Das Thema Eisen kommt oft zur Sprache, wenn auf Tierprodukte verzichtet wird“, sagt Gesa. „Pfannen aus Gusseisen können einen erstaunlichen Beitrag zur Versorgung mit diesem wichtigen Mineralstoff leisten und einen Eisenmangel verhindern. Denn die Pfannen geben, abhängig vor allem vom Säuregehalt der Speisen und von der Garzeit, ihr Eisen an die Lebensmittel ab. Und so wird es unserem Körper mit der Nahrungsaufnahme dann zur Verfügung gestellt.“ Gusseisernes Kochgeschirr lässt sich zudem gefahrlos ins Feuer stellen. Auch wenn es ein echtes Schwergewicht ist, will sie nicht mehr darauf verzichten. Zur Einstimmung auf den ersten bzw. nächsten Camping-Urlaub stellt Gesa auf den folgenden Seiten fünf Rezepte aus ihrem Buch vor. Oder wird’s vielleicht doch lieber ein „Genuss-Urlaub“ zu Hause?!

Charlott Drung

SO GE LINGT ES SICHER

LAGERFEUER ENTZÜNDEN

Das Wichtigste an einem Lagerfeuer: Es bleibt zu jeder Zeit unter Kontrolle. Am besten ist es daher, wir nutzen dafür vorgesehene Feuerstellen, die es meist an Campingplätzen gibt. An der Feuerstelle bauen wir eine Pyramide: In die Mitte Anzünder, darüber legen wir Äste und als oberste Schicht Holzscheite. „Einen kleinen Startschuss kannst du deinem Feuer geben, indem du etwas Klopapier mit einem Schuss Kochöl beträufelst, zu einem kleinen Ball rollst und dann zu deinen Anzündern in die Mitte legst. Jetzt mit einem Feuerzeug oder mit Streichhölzern das Klopapier anzünden“, rät Gesa Neitzel. Du kannst behutsam in die Flamme pusten, damit sie wächst. Auf keinen Fall zu groß auflodern lassen!

"Lass uns die wilden Orte bewahren, damit sie den Generationen erhalten bleiben“, sagt Gesa, Die unberührte Natur ist unser aller Heimat, die es wert ist, bewahrt zu werden. Sie ist Lehrerin, Geheimnishüterin, Freundin ...

SÜSSES APPLE PIE BREAD

ZUTATEN FÜR 1 LAIB 1 ½ Tassen pflanzliche Margarine, ½ Tasse Ahornsirup, ½ Tasse Apfelmus, 1 TL Vanilleextrakt, 2 Tassen Vollkornmehl, 1 TL Backpulver, 1 TL Natron, 2 TL Zimtpulver, Salz, ¼ Tasse Pflanzendrink deiner Wahl, 2 große Äpfel, Kokosöl zum Einfetten des Feuertopfs bzw. der Kastenform, vegane Butter (nach Belieben)

Am Vorabend ein Feuer machen und auf glühende Kohlen warten …

… oder am Vorabend den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

ZUBEREITUNG

1. Margarine und Sirup in einer großen Schüssel mischen. Apfelmus und Vanilleextrakt untermischen. Mehl, Backpulver, Natron, Zimt und 1 TL Salz grob unterrühren und immer wieder Pflanzendrink zugießen.

2. Äpfel waschen, vierteln und entkernen. Apfelviertel in mittelgroße Stücke schneiden und ebenfalls untermischen.

3. Den Feuertopf mit etwas Kokosöl einstreichen oder mit Backpapier auslegen. Teig in den Topf gießen, Deckel aufsetzen. Mit einer Zange rot glühende Kohle am Feuerrand sammeln und etwas mit der Zange zerstampfen, sodass sich ein Bett aus Kohlen ergibt. Feuertopf darauf abstellen, Deckel aufsetzen und einige Kohlen auf den Deckel legen. Brot etwa 30 Minuten backen – es ist fertig, wenn ein Zahnstocher hineingesteckt und rausgezogen werden kann, ohne dass Teig daran klebt.

3. Eine Kastenform mit Kokosöl einreiben. Den Teig in die Form geben und im Ofen auf mittlerer Schiene 35 bis 40 Minuten backen (auch hier die Stäbchenprobe mit einem Zahnstocher machen).

4. Apple Pie Bread im Feuertopf bzw. in der Form abkühlen lassen und am nächsten Morgen herausnehmen. In Scheiben schneiden. Pur genießen oder mit Butter bestreichen.

JULIA RIZZOLO, REDAKTEURIN:

„Apfelbrot kenne ich eigentlich aus der Adventszeit. Da wird das in meiner Heimatregion oft gegessen – mit vielen Nüssen, Rosinen und Lebkuchengewürz drin. Die Safari-Variante hat mir auch gut geschmeckt. Sie ist sehr alltagstauglich, das ganze Jahr über. Schnell am Vorabend gemacht und eine tolle Abwechslung zum normalen Frühstück. Vielleicht traue ich mich beim nächsten Mal ja, die Feuerstelle statt des Backofens zu benutzen.“

BLUMENKOHL - SHAWARMA

mit Limetten-Tahini-Soße

ZUTATEN FÜR 2 PERSONEN Für das Shawarma: ½ Blumenkohl, 150 g Kichererbsen (Dose), 150 g Hokkaidokürbis (nach Belieben), 1 Knoblauchzehe, 2 EL Olivenöl, Saft von 1 Zitrone, 1 EL Ahornsirup, 1 TL Paprikapulver (edelsüß), 1 TL Kurkumapulver, 1 EL helle Sesamsamen

Für die Soße: ½ Tasse Tahini (Sesampaste) Saft von 1 bis 2 Limetten

Außerdem: 4 Pitabrote, 4 Blätter Eisbergsalat, einige Gurken-und Avocadoscheiben

Ein Feuer machen und auf glühende Kohlen warten …

… oder den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

ZUBEREITUNG

1. Für das Shawarma Blumenkohl in einzelne Röslein teilen, waschen und grob hacken. Kichererbsen in ein Sieb abgießen. Nach Belieben Kürbis in Stücke schneiden. Knoblauch schälen und fein würfeln.

2. Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft, Ahornsirup, Paprikapulver, Kurkuma und Sesam in einer Schale vermischen, dann die Blumenkohlstücke, Kichererbsen und Kürbisstücke zugeben.

3. Gemüse-Mix in den Feuertopf geben und auf ein paar glühende Kohlen setzen. Das Shawarma 15 bis 20 Minuten backen.

3. Gemüse-Mix auf ein Backblech geben und im Ofen auf mittlerer Schiene 20 bis 25 Minuten backen.

4. Für die Soße Tahini-Paste nach und nach mit Limettensaft mixen, zwischendurch abschmecken.

5. Pitabrote kurz über dem Feuer oder im Ofen aufwärmen, waagerecht aufschneiden. Mit der Limetten-Tahini-Soße bestreichen, mit Blumenkohl-Shawarma und den restlichen Zutaten belegen und zuklappen.

NADINE GUFLER, BILDREDAKTEURIN:

„WAS?! Kein Salz, kann das schmecken?! Erstaunlicherweise ja, ziemlich gut sogar – und satt machen tun die Wraps auch noch. Die Tahini-Soße mit Limettensaft schmeckt einzeln etwas gewöhnungsbedürftig, aber zusammen mit dem gewürzten Gemüse im angewärmten Wrap ist sie superlecker. Das Rezept werde ich auf jeden Fall in meinen Speiseplan mit aufnehmen.“

Shawarma ist ursprünglich ein Fleischgericht aus der arabischen Küche – vegan und mit wohltuendem Gemüse angereichert, erfreut sich unsere Seele besonders daran. Übrigens: Die Würzmischung benutzt Gesa für fast alles ...

ZWEIERLEI FALAFEL - BÄLLCHEN

ZUTATEN FÜR 2 PERSONEN Für die Original-Falafel: 2 große Knoblauchzehen, 1 Dose Kichererbsen (ca. 240 g Abtropfgewicht), 1 Handvoll Petersilien-oder Korianderblätter, 1 TL Mehl, 1 TL gemahlener Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer Zusätzlich für die Rote-Bete-Falafel: 100 g schwarze Bohnen (Dose), 1 Rote Bete Außerdem: 1 EL Avocadoöl (oder ein anderes Bratöl), 2 TL veganer Naturjoghurt, einige Blätter Eisbergsalat, 2 bis 4 Pitabrote

ZUBEREITUNG

1. Für die Original-Falafel Knoblauch schälen und fein würfeln. Kichererbsen in ein Sieb abgießen, dabei etwas Flüssigkeit auffangen. Für die Rote-Bete-Falafel Bohnen in ein Sieb abgießen. Rote Bete schälen und würfeln.

2. Knoblauch, Kichererbsen und 2 EL Kichererbsen-Flüssigkeit mit den restlichen Zutaten für die Original-Falafel in einen Mixer geben und bei mittlerer Stufe mixen, bis eine cremige Masse entsteht. Falls das Ergebnis zu trocken ist, Kichererbsen-Flüssigkeit zugeben. Die Masse sollte jedoch nicht zu flüssig sein!

3. Die Hälfte der Masse in eine Schale geben. Zur restlichen Masse im Mixer Bohnen und Rote Bete geben und bei mittlerer Stufe mixen.

4. Aus beiden Massen Bällchen formen und mit der Gabel leicht flach drücken.

5. Avocadoöl in einer Pfanne bei mittlerer Flamme (bzw. zu Hause bei mittlerer Temperatur) erhitzen und Falafel von allen Seiten goldbraun braten. Vorsicht: Beim Wenden brechen die Bällchen recht leicht!

6. Bällchen auf Küchenpapier legen, damit das überschüssige Fett abtropft. Falafel mit veganem Joghurt beträufeln und mit den Salatblättern in Pitabrot wickeln.

NATHALIE SCHWAIGER, REDAKTEURIN:

„Gesa Neitzels Story und ihre Afrika-Bücher finde ich toll! Mit dem richtigen Team-Spirit gelang auch mein Falafel-Abenteuer: Meine Schwester Annick half mir beim Braten, nachdem mein erster Anlauf scheiterte und die Kugeln in der Pfanne völlig zerkrümelten. Nach einigen Anpirsch-Versuchen und mit etwas Kichererbsenmehl blieben sie schließlich in Form. Für alle, die gerade nicht auf Safari sind, sondern in der Küche zu Hause, gab meine Schwägerin Carrie den entscheidenden Tipp: Nächstes Mal besser trockene Kichererbsen nehmen, über Nacht einweichen, und dann ohne sie zu kochen verarbeiten – das gibt den richtigen Biss und Halt.“

Für unterwegs die Falafel-Bällchen am besten schon zu Hause zubereiten und sie vor der Abfahrt in einem luftdichten Behälter verstauen. Wenn möglich, in eine Kühltasche oder in den Kühlschrank stecken ...

KICHERERBSEN - SALATWRAP mit Avocadomus

ZUTATEN FÜR 2 PERSONEN 1 Dose Kichererbsen (ca. 240 g Abtropfgewicht), 1 kleine Knoblauchzehe, 1 kleine gelbe Paprikaschote, 1 Frühlingszwiebel, 1 Handvoll Kirschtomaten, 1 Handvoll Sprossen, 1 reife Avocado, Saft von 1 Limette, 1 bis 2 Köpfe Romanasalat oder 1 kleiner Eisbergsalat, 1 EL Avocadoöl, 1 TL Paprikapulver (edelsüß), 1 TL Kurkumapulver, Salz, Pfeffer, Soßen deiner Wahl (z.B. Hummus, mexikanische Taco-Soße, veganer Frischkäse …)

ZUBEREITUNG

1. Kichererbsen in ein Sieb abgießen, auf einem Küchentuch auslegen und kurz trocknen lassen. Knoblauch schälen und fein würfeln.

2. Paprika waschen, längs halbieren und entkernen. Die Hälften in Stücke schneiden. Frühlingszwiebel putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Tomaten waschen und in dünne Scheiben schneiden. Sprossen waschen und trocken schütteln.

3. Avocado halbieren und Stein entfernen. Die Hälften schälen und mit dem Limettensaft in einer kleinen Schale zerstampfen. Den Salat in einzelne Blätter teilen, waschen und trocken tupfen.

4. Avocadoöl in einer Pfanne auf mittlerer Flamme erhitzen (bzw. zu Hause bei mittlerer Hitze). Die Kichererbsen darin 5 bis 7 Minuten braten, bis sie langsam goldbraun werden. Knoblauch zugeben und kurz anbraten. Pfanne vom Feuer bzw. Herd nehmen und Kichererbsen mit Paprikapulver, Kurkuma, Salz und Pfeffer würzen.

5. Salatblätter auf einem Teller ausbreiten und mit Avocadomus bestreichen. Jeweils ein Salatblatt mittig mit 1 bis 2 EL Kichererbsen, ein paar Paprikastücken, Tomatenscheiben, Frühlingszwiebelringen und Sprossen belegen. Eine Soße deiner Wahl darüberträufeln. Salatblatt leicht aufrollen und wie einen Wrap essen.

CHARLOTT DRUNG, REDAKTEURIN:

„Normalerweise gibt es im Supermarkt immer diese bescheidenkleinen Romana-Herzen im Doppelpack – ich habe im Gemüseladen einen prächtigen Riesenkopf gefunden, der zum reichlichen Belegen einlädt! Nur Achtung: Kleckern lässt sich bei diesem Rezept wohl nicht vermeiden – der Salat hält den Inhalt nicht so gut fest wie ein Teigfladen. Ich habe als Dip Hummus gemacht, der den Wrap aufs Schmackhafteste ergänzt. Am besten den Hummus gleich über die Avocadocreme streichen. Durch die reichhaltigen Dips machen die Wraps überraschend satt.“

GRÜNER RISOTTO "Country style“

ZUTATEN FÜR 2 PERSONEN

4 bis 6 Stangen grüner Spargel, 1 EL Olivenöl, 1 Möhre, ½ Zwiebel, 1 kleine Knoblauchzehe (nach Belieben), 1½ Tassen Risottoreis, 1 EL Weißweinessig, Saft von 1 Zitrone, ½l Gemüsebrühe, 1 Handvoll Erbsen, frisch oder tiefgekühlt, Pfeffer, 1 Prise getrockneter Oregano, 1 Frühlingszwiebel (nach Belieben), 1 Handvoll Mandeln, veganer Parmesan (nach Belieben)

ZUBEREITUNG

1. Spargel waschen, im unteren Drittel schälen und in Stücke schneiden. In wenig Olivenöl in einer Pfanne auf mittlerer Flamme (bzw. zu Hause auf mittlerer Hitze) ca. 5 Minuten rundum braten, dann zur Seite stellen. Die Möhre putzen, schälen und raspeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden.

2. Zwiebelwürfel im restlichen Olivenöl in der Pfanne auf mittlerer Flamme (bzw. zu Hause auf mittlerer Hitze) anbraten, bis sie glasig Country style“ " sind. Risottoreis zugeben und verrühren, bis alle Reiskörner mit Öl bedeckt sind. Knoblauch nach Belieben zugeben und kurz anbraten. Mit Essig und Zitronensaft ablöschen.

3. Unter regelmäßigem Rühren Brühe und ½l Wasser nach und nach zugießen und einköcheln lassen, bis sie aufgebraucht sind (das dauert etwa 20 Minuten). Regelmäßig umrühren, sonst brennt der Reis am Boden an. Es sollte eine cremige Masse entstehen.

4. Ist der Reis bissfest gegart, Spargel, Möhre und Erbsen zugeben und unterrühren. Mit Pfeffer und Oregano würzen (in der Gemüsebrühe ist bereits Salz enthalten, das sollte reichen).

5. Nach Belieben Frühlingszwiebel putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Mandeln hacken. Risotto in Schalen anrichten, mit Mandeln und Frühlingszwiebeln garnieren und nach Belieben mit veganem Parmesan bestreuen.

MONIKA GOETSCH, REDAKTEURIN:

„Ein Risotto ist immer eine Geduldsprobe. Nach und nach gießt man den Reis mit Brühe auf, immerzu rührt man um. So ein Risotto verlangt nun mal die totale Aufmerksamkeit. Man könnte mal mutig ausprobieren, ob es auch anders geht. Andererseits: Warum das Risiko eingehen? Ein Risotto wird einfach zu gut, wenn man sich brav an die Regeln hält. Dieses gehört zu der besonders köstlichen und dabei gesunden Sorte. Denn es ist wunderbar cremig, zugleich bissfest und doch seidig und weich. Und das ganz ohne die Butter, die man sonst pfundweise einarbeitet. Ein wunderbar sommerliches Vergnügen!“