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Auf Kuschelkurs mit den FÜßEN


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Unser Haus - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 26.01.2022

TEPPICHBODEN

Artikelbild für den Artikel "Auf Kuschelkurs mit den FÜßEN" aus der Ausgabe 3/2022 von Unser Haus. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Unser Haus, Ausgabe 3/2022

1 Ob Wolle, Sisal, Jute, Flachs, Kokos, Haar, Seide ? die Materialvielfalt ist riesig. Domotex

Holz-, Fliesen-oder Steinfußböden sind überaus beliebt. Doch auch die behaglichen textilen Belägep unkten mit ihren Vorteilen: Wirken sie doch wärmedämmend und erhöhen das subjektive Wärmeempfinden - mit einem Wort: Sie leisten einen nicht unerheblichen Beitrag zur Energieeinsparung. Darüber hinaus verhelfen sie lärmsensiblen Menschen innerhalb der eigenen vier Wänden zu mehr Ruhe, indem sie den Schall dämmen und die tägliche Lärmbelästigung mindern.

Die richtige Qualität

Nicht jeder Teppichbelag eignet sich für jeden Wohnbereich. Belegt man die gesamte Wohnung mit einem flauschig-weichen, hochflorigen Teppichboden, wird vor allem im Eingangsbereich, im Wohn- und Arbeitszimmer, kurz: in Räumen, die stark begangen sind, die Freude an der Teppichpracht nur von kurzer Dauer sein. Ganz wichtig also: die richtige Teppichqualität am richtigen Ort. Um die Wahl des für den jeweiligen Bereich ...

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... am besten geeigneten Teppichbodens zu erleichtern, gilt es, einen kurzen Blick hinter die Kulissen, auf Material und Herstellungsverfahren eines Teppichbodens, zu werfen. Grundsätzlich bestehen Teppichböden aus drei Komponenten: Flor- oder Polschicht, Trägergewebe und Rückenbeschichtung. Die Flor- oder Polschicht bildet die Oberseite des Belags und wird aus Synthetik- (Polyamid, Polyacryl, Polyester, Polypropylen) oder Naturfasern (Wolle, Tierhaare, Kokos, Sisal etc.) gefertigt. Das Trägergewebe, in das die Polschicht ein- bzw. aufgebracht wird, besteht in der Regel aus Polypropylenfasern oder Jute. Die Teppichbodenunterseite ist mit einer schaumartigen Rückenbeschichtung (Styrol-Butadien-Schaum, Polyurethan, Naturlatex, Bitumen) oder einem Textilrücken (Synthetik- oder Pflanzenfasern) versehen.

Faden für Faden

Der traditionelle Weg vom Ausgangsmaterial zum Endprodukt Teppich ist das Weben. Dabei werden zwei oder mehr Fadengruppen miteinander zu einem textilen Belag verbunden. Beim Tuften werden die polbildenden Fäden in bereits fertiges Trägergewebe eingenadelt. Ein weiteres Verfahren besteht darin, das Flormaterial auf kleberbeschichtetes Trägergewebe aufzubringen (Klebeteppiche). Bei den Flockteppichen werden die Florfasern elektrostatisch auf die Trägerschicht aufgebracht. Als besonders strapazierfähig und geradezu unverwüstlich gelten Nadelfilze; sie entstehen durch Vernadelung hochverdichteter Faservliese und anschließender Fixierung durch ein Bindemittel. Bei Teppichfliesen wird das Flormaterial auf einem halbstarren Fliesenrücken verklebt.

Lang oder kurz?

Je nach Herstellungsverfahren und Weiterverarbeitung entstehen Teppichbodenoberseiten, die durch unterschiedliche Polhöhen, Poldichten, Faser- und Garnfeinheiten in Aussehen und Struktur variieren und bestimmter Beanspruchung standhalten: Die beim Weben und Tuften entstehende Polschlinge kann geschlossen (Bouclé) oder aufgeschnitten werden (Velours). Hochfloriger Velours eignet sich nur für wenig begangene Räume; der flauschig-weiche Belag ist beispielsweise ideal für Schlafzimmer. Kurzfloriger Velours mit einer dichten samtig-weichen Oberfläche oder auch Bouclé sind als Spielwiese im Kinderzimmer gut geeignet. Beide Beläge sind pflegeleicht - Farbkleckse und umgekippte Gläser geraten nicht zur Katastrophe - dennoch sind sie weich und angenehm für zarte Kinderfüße. Auch Wohnzimmer lassen sich gut damit auslegen.

Strapazierfähig Typisch für Flockteppiche ist der kurze senkrechte Flor; für stark frequentierte und verschmutzungsgefährdete Bereiche, etwa Flur oder im gewerblichen Bereich, sind sie die ideale Lösung. Nadelfilze weisen anstelle des herkömmlichen Flor eine geschlossene filzartige, eher borstige Oberfläche auf und sind daher weniger für den Wohnbereich als für gewerbliche Zwecke geeignet. Teppichfliesen zeichnen sich ebenfalls durch kurzflorige, strapazierfähige Oberseiten aus und sind dazu angetan, Wohn- und gewerbliche Bereiche gleichermaßen mit einem pflegeleichten, dekorativen Belag zu zieren. Ihr größter Vorteil gegenüber Teppichbahnen: Verschmutzte Stellen können partiell ausgewechselt werden.

Mit Brief und Siegel Ausgerüstet mit solcher Art von Fachwissen können Sie sich getrost auf die Suche nach einem Teppichboden begeben. Sie werden mit Sicherheit den richtigen Belag auswählen. Darüber hin- aus sollten Sie einen Blick auf die Rückseite des Teppichs werfen; dort finden Sie in der Regel die Prüfzeichen, die Sie zusätzlich über Qualität, Materialzusammensetzung und Eignungsbereiche (Teppichsiegel) informieren und Ihnen schadstoff- und emissionsfreie Produkte (GuT-Signet) garantieren.

Im Rausch der Farben Mit den im Handel angebotenen Kollektionen können Sie, sofern Sie das wünschen, in Farben und Mustern förmlich schwelgen. Die Farbpalette rauf und runter, in feinsten Abstufungen, reichen die Töne von duftig-hell, pastellig-puderig über frisch, intensiv-leuchtend und sinnlich bis hin zu klassisch-edel und seriös-dunkel. Die Flut an Farben wird ergänzt durch eine nur erdenkliche Vielfalt an Mustern. Zu den herkömmlichen Mustervarianten - kleingemustert, diagonal- und punktgerastert, meliert, gestreift oder in Blöcken - gesellen sich kreative, ästhetisch anspruchsvolle Motive, ausdrucksvolle graphische Ornamente, moderne Interpretationen floraler Bodenornamentik, abstrakt expressive Formen. Um die Auswahl zu erleichtern, seien einige praktische Überlegungen angeführt: Für beanspruchte Bereiche (Flur) sind unbedingt dunklere, unempfindliche Farben zu wählen. Neutrale, dezente Farben sind in den Räumen angesagt, wo der Teppichboden in seiner Wirkung hinter die sonstige Einrichtung zurücktreten soll. Wünschen Sie sich jedoch einen Eye-Catcher, der alle Blicke auf sich zieht und die übrige Einrichtung getrost in den Schatten stellen kann, können Sie, was Farbe und Muster betrifft, in die Vollen gehen.

TEPPICHFLIESEN SELBST VERLEGEN

Selbstliegende Teppichfliesen haben den Vorteil, dass sie sich leicht verlegen und auch leicht wieder austauschen lassen, wenn einmal ein Malheur passiert bzw. der Geschmack oder der Einrichtungsstil sich ändern. Teppichfliesen bieten flexible und optisch überzeugende Möglichkeiten der Raumgestaltung. Der große Vorteil: Sie sind einfach und schnell auszuwechseln. Die Teppichfliesen bringen Farbe, Komfort und Behaglichkeit ins Haus. Besonders leicht zu verarbeiten sind zum Beispiel das Format 50 auf 50 Zentimeter. Da die Farbauswahl riesig ist, können Sie sich nach Belieben für eine Ton-in-Ton-Kombination oder kontrastreiche Bodenbilder entscheiden.

Die Teppichfliesen sind mit einer Schwerbeschichtung ausgestattet, sodass sie bei einer Wand-zu-Wand- Belegung ohne die Verwendung von Kleber verlegt werden können. Somit bieten sie eine hohe Flexibilität, sind variabel, individuell kombinierbar und ermöglichen jederzeit einen schnellen und problemlosen „Bodenwechsel".

Bei diesen Fliesen kommt strapazierfähiges Kaschmir-Ziegenhaar sowie weiche Schurwolle zum Einsatz, was sich komfortabel und behaglich anfühlt. Ziegenhaar und Wolle sind strapazierfähige Materialien, gleichzeitig leicht zu pflegen und gut fürs Raumklima.

Die schützende Eigenfettschicht wirkt schmutzabweisend und die Fasern sind von Natur aus widerstandsfähig.

Natur pur Eine schöne Alternative zum klassischen Teppichboden sind Bodenbeläge aus Pflanzenfasern (Kokos, Jute, Seegras, Sisal). Sie kommen dem wachsenden Bedürfnis entgegen, sich innerhalb der eigenen vier Wände mit Naturmaterialien zu umgeben. Naturbelassen weisen die Bodenbeläge aus Pflanzenfasern warme braune, hellbraune und beige Naturtöne auf; es gibt sie jedoch auch gebleicht oder wirkungsvoll eingefärbt. Das Naturmaterial kann verschiedenste, zum Teil dreidimensionale und höchst dekorative Muster (Flecht-, Noppen-, Fischgrät- oder Rautenmuster) bilden. Sie sind außerdem robust, pflegeleicht und für die meisten Einsatzbereiche geeignet - mit Ausnahme von Jute: die Fasern der Jute-Pflanze bilden einen feineren, weicheren Belag, der sich nicht für beanspruchte Bereiche eignet.

Alternativ: lose Teppiche Wenn Sie zu den Menschen gehören, die Wärme, Behaglichkeit und Trittkomfort eines Teppichbodens wohl zu schätzen wissen, sich jedoch nicht von ihrem Holz-, Fliesen- oder Steinboden trennen können, gibt es einen Weg aus diesem Dilemma und der heißt: lose Teppiche. Diese lassen sich auslegen und ohne Umstände wieder wegnehmen wenn man das Parkett pur genießen möchte, oder gegen einen neuen austauschen, wenn Muster oder Farbe nicht mehr gefallen. Lose Teppiche werden üblicherweise entweder gewirkt - der Schussfaden wird über und unter dem Kettfaden durchgeführt - oder geknüpft; dabei werden kurze Wollfäden um den Kettfaden geschlungen. Das Angebot an Farben und Mustern ist mindestens ebenso vielfältig wie bei Auslegeware. Viele namhafte Designer betätigen sich auch als Teppichgestalter. Wenn Sie also ein phantasievolles Design, eine anspruchsvolle Gestaltung oder eine besondere Farbgebung suchen, werden Sie fündig werden. Bedenken Sie aber: Lose Teppiche, vor allem solche mit auffälliger Gestaltung, wirken am besten auf neutralem Untergrund. Vorsicht also, wenn Ihr Fliesen- oder Steinboden bereits gemustert ist, dann sollten Sie lieber zu dezenten, schlichten Ausführungen greifen. ●