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Auf Messers Schneide


ÖKO-TEST Spezial Schönheit & Pflege - epaper ⋅ Ausgabe 12/2008 vom 11.12.2008

Immer mehr Menschen begeben sich in die Hände von Schönheitschirurgen, um der Natur nachzuhelfen. Interessierte sollten aber darauf achten, an wen sie sich wenden. Denn nicht alle Anbieter haben eine ausreichende Ausbildung.


Artikelbild für den Artikel "Auf Messers Schneide" aus der Ausgabe 12/2008 von ÖKO-TEST Spezial Schönheit & Pflege. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Spezial Schönheit & Pflege, Ausgabe 12/2008

Ob Nasenhöcker, Segelohren, Tränensäcke oder Knitterhaut – was nicht mit Schminke kaschiert werden kann, lässt sich mit den modernen Waffen der Schönheitschirurgie korrigieren. Die Anzahl ästhetisch-plastischer Eingriffe hat auch in Deutschland stark zugenommen: Derzeit werden jährlich etwa 300.000 Operationen durchgeführt. Dennoch sind die Deutschen im europäischen Vergleich noch ...

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Ob Nasenhöcker, Segelohren, Tränensäcke oder Knitterhaut – was nicht mit Schminke kaschiert werden kann, lässt sich mit den modernen Waffen der Schönheitschirurgie korrigieren. Die Anzahl ästhetisch-plastischer Eingriffe hat auch in Deutschland stark zugenommen: Derzeit werden jährlich etwa 300.000 Operationen durchgeführt. Dennoch sind die Deutschen im europäischen Vergleich noch recht zögerlich, sich der Schönheit zuliebe unters Messer zu begeben. „Es werden hier immer noch wesentlich weniger Operationen durchgeführt, als beispielsweise in Frankreich oder Italien“, weiß Professor Christian J. Gabka, der Präsident der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC).

Die Operationsmethoden haben sich verfeinert und verbessert. Allerdings gibt es gerade in Deutschland auch Anbieter, die ihr Handwerk nicht verstehen. Der Begriff „Schönheitschirurg“ ist nicht geschützt, jeder Arzt kann sich so nennen. Dr. Olaf Kauder, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie aus Berlin, kennt das Problem. Es kommt immer wieder vor, dass er Patienten erneut operieren muss, weil einem Kollegen der Eingriff misslungen ist. Interessenten müssen daher genau hinschauen, in wessen Hände sie sich begeben. Der Arzt sollte immer eine Zusatzbezeichnung führen. So hat der Facharzt für Plastische Chirurgie nach dem Medizinstudium eine sechsjährige Facharztweiterbildung absolviert. Für Operationen an Kopf und Hals – und nur dafür – sind Hals-Nasen-Ohren-Ärzte oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen ausgebildet, wenn sie die Zusatzbezeichnung „Plastische Operationen“ erworben haben. „Es mag zwar auch Ärzte geben, die allein aufgrund von Erfahrung oder Talent sehr gut operieren“, meint Kauder, „aber da sie keine durch die Ärztekammern kontrollierte Weiterbildung haben, ist dies für den Patienten schwer einzuschätzen.“

Keine Psychotherapie

Der Arzt sollte den Patienten eingehend über etwaige Risiken informieren und eine individuelle Beratung bieten. Das ist umso wichtiger, als sich in vielen Fällen kaum allgemein sagen lässt, welche Methode geeignet ist. „Die passende Methode ist immer vom konkreten Ziel und den persönlichen körperlichen Gegebenheiten der Patienten abhängig“, bekräftigt Professor Gabka vom VDÄPC.

Zudem muss ein seriöser Arzt darauf achten, ob ein Interessent mit der Operation ein schwerwiegendes psychisches Problem beseitigen will. „Es gibt psychische Belastungen, die sich durch eine Schönheitsoperation beheben lassen, doch mitunter haben Patienten unrealistische Erwartungen“, berichtet Kauder. „Dies gilt es im Vorgespräch zu erkennen.“ In solchen Fällen lehnt er den Eingriff ab.

Was viele Patienten außerdem nicht bedenken: Selbst beim besten Operateur bleibt ein Eingriff ein Eingriff – und der ist nie völlig risikolos. So entstehen auch bei Schönheitsoperationen Wunden, die sich entzünden, schwer heilen oder auffällige Narben hinterlassen können. Das gilt vor allem für große Operationen wie Bauchund Oberschenkelstraffungen sowie Ganzkörperliftings. Normal sind Schwellungen und Blutergüsse, die sich nach einiger Zeit wieder zurückbilden. Eine Operation unter Vollnarkose ist immer mit speziellen Risiken verbunden. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Störungen, Beatmungsprobleme oder allergische Reaktionen auf Narkosemittel.

Wir stellen die beliebtesten Schönheitsoperationen und ihre Risiken dar und beschreiben, was genau dabei passiert. Die angegebenen Preise sind Richtwerte, da sie sich auch nach den individuellen Voraussetzungen und Wünschen der Patienten richten.

Die Wahl des Schönheitschirurgen

Bei den folgenden Organisationen kann man Adressen von Fachärzten erhalten. Sie nehmen nur qualifizierte Ärzte auf, zumeist Fachärzte für Plastische Chirurgie, die sich zudem regelmäßig weiterbilden müssen.

• Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen, Luisenstraße 58–59, 10117 Berlin, Tel. 0 30 / 28 00 44 50, www.dgpraec.de

• Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen, Luisenstraße 58–59, 10117 Berlin, Tel. 0 30/ 28 00 44 30, www.vdaepc.de

• Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschlands (GÄCD), Königsteiner Straße 55 a, 65812 Bad Soden, Tel. 0 61 96 / 6 52 49 23, www.gaecd.de

• Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie, Bergmannstraße 102,10961 Berlin, Tel. 0 30 /8 87 10 22 00, www.dgaepc.de

• Deutsche Dermatologische Lasergesellschaft (Fachverband von Hautärzten mit Spezialisierung auf Lasertherapie), Martinistraße 52, 20246 Hamburg, Infotelefon: 0 18 05 / 31 32 46, www.ddl.de

Faltenbehandlung mit Botox

Das Nervengift Botulinumtoxin (Botox) gilt vielen als Wundermittel gegen tiefe Falten und Krähenfüße. In der Medizin wird Botox bereits seit zwanzig Jahren zur Behandlung von Muskelverkrampfungen und spastischen Lähmungen eingesetzt. Bei der Anti-Falten-Therapie spritzt man minimale Giftmengen in den entsprechenden Stirnmuskel – je nach Faltenlage knapp über der Augenbraue oder unter den Haaransatz. Der entsprechende Muskel wird gelähmt, die Stirn glättet sich. Wichtig ist die richtige Dosis: Schon 0,1 Mikrogramm können tödlich sein. Fachärzte raten ihren Patienten, am Tag der Injektion die betroffene Stelle nicht mehr zu berühren. Man sollte außerdem mindestens vier Stunden warten, bevor man sich zum Schlafen hinlegt, um die Gefahr eines Hängelids zu verringern. Die Behandlung muss alle vier bis sechs Monate wiederholt werden.

Risiko: Langzeitstudien zu möglichen Auswirkungen des Giftes stehen noch aus. Im Tierversuch etwa blieb das Gift nicht an der Stelle, wo es gespritzt wurde, sondern breitete sich im Körper aus. Auch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA überprüft derzeit die Sicherheit von Botox. Der Grund: Bei Kindern, bei denen Spastizitäten in Gliedmaßen mit dem Nervengift behandelt wurden, gab es einige Todesfälle. Nach einem EU-Beschluss müssen die Hersteller der hierzulande zugelassenen Präparate schon seit Juni 2007 auf das Risiko „schwerer unerwünschter Ereignisse“ und auf Todesfälle im Zusammenhang mit Botox hinweisen.
Leichtere Nebenwirkungen sind beispielsweise Blutergüsse und Schwellungen, Unwohlsein, mögliche allergische Reaktionen und kurzfristige Sehstörungen. Bei übertriebener Anwendung kann das Gesicht keine Emotionen mehr ausdrücken.
Kosten: etwa 400 Euro.

Augenkorrektur

Foto: irisblende.de

Schlupflider oder Tränensäcke können ambulant und mit örtlicher Betäubung behandelt werden. Bei einer Oberlidkorrektur liegt der Schnitt exakt in der Lidfalte. Bei der Unterlidkorrektur wird zwei bis drei Millimeter unterhalb des Wimpernsaums geschnitten. Beide Eingriffe straffen die Muskeln, das Fett wird ausgeräumt.

Risiko: Nachblutungen und eine schmerzhafte Schwellung der Augenbindehaut sind möglich. Wenn zu viel oder zu wenig Gewebe entfernt wird, sind Asymmetrien oder deutlich sichtbare Narben möglich.
Kosten: um 3.000 Euro.

Nasenkorrektur

Foto: Praxis Dr. Paul J. Edelmann

Mit Schnitten im Inneren der Nase wird das Knorpel-und Knochengerüst der Nase chirurgisch präpariert und je nach Wunsch verändert. Meistens ist ein zu hoher Nasenrücken zu verkleinern, die Nasenspitze anzuheben, die Nasenflügel zu verfeinern und das Knochengerüst zu verschmälern. Schiefnasen haben oft eine Fehlstellung der Nasenscheidewand. Deren Begradigung gehört dann ebenfalls zu der Operation.

Risiko: Infektionen sind relativ selten. Häufiger sind Formveränderungen, die durch ungleichmäßige Vernarbungen am Knochen-und Knorpelgerüst entstehen. Bilden sich diese nicht zurück, kann ein weiterer Eingriff erforderlich sein. Zudem kann es für mehrere Wochen zu einer Veränderung der Berührungsempfindlichkeit im Gesicht kommen. Bei aufwendigen Korrekturen können Narben und Durchblutungsstörungen der inneren Schleimhäute verbleiben. Kommt es dadurch zu Knorpelschäden, können diese auch Form und Funktion der Nase beeinträchtigen.
Kosten: um 3.000 Euro.

Haartransplantation

Foto: Transmed Privatklinik Wiesbaden

Eigenes Haarwurzelgewebe wird zur Wiederherstellung der Haarfülle verwendet. Dazu werden bei örtlicher Betäubung Haarwurzeltransplantate von dichteren Stellen entnommen und einzeln in die lichten Bereiche des Schädels eingesetzt.

Risiko: Wundinfektion, Nachblutung und mangelnde Blutversorgung des Transplantats, sodass es abstirbt.
Kosten: 2.000 bis 8.000 Euro – je nach Fläche.

Ohrkorrektur

Foto: Gabisch/Pixelio

Bei der Ohrkorrektur wird der Ohrknorpel neu geformt und fixiert. Der Knorpel wird meist mit einem Schnitt innerhalb des Ohrmuschelrandes freigelegt, mit einem Diamantschleifkopf ausgedünnt und mit feinen Nähten fixiert. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose. Die Korrektur abstehender Ohren ist der einzige Eingriff, der auch bei Kindern sinnvoll sein kann, um ihnen Hänseleien zu ersparen.

Risiko: Nachblutungen oder Wundinfektionen sowie eine vorübergehende Störung der Berührungsempfindung sind möglich. Selten entsteht eine Narbenwucherung oder eine Schädigung von Haut oder Knorpel durch Störung der Blutversorgung. Alle operativen Maßnahmen erfordern die Durchtrennung feiner Hautnerven, was zu Gefühlsminderung oder Missempfindung führen kann. Dies bildet sich meist über mehrere Monate zurück, kann in Einzelfällen aber auch anhaltend sein. Bei einer Unverträglichkeit des Fadenmaterials kommt es zur Abstoßung und damit zu einem erneuten Abstehen des Ohrmuschelrandes.
Kosten: etwa 3.000 Euro.

Lippenunterspritzung

Foto: Rosenparkklinik Darmstadt

Mit Kollagen oder Hyaluronsäure werden auch Lippen unter örtlicher Betäubung aufgespritzt. Kollagen hat den Vorteil, dass es relativ gut zu modellieren ist und die Behandlung als weniger schmerzhaft empfunden wird als mit Hyaluronsäure. Beide Behandlungen halten etwa sechs Monate vor.

Risiko: Bei empfindlicher Haut treten Einstichstellen, Rötungen und Schwellungen hervor. Vor einer Kollagenbehandlung sollte immer ein Allergietest erfolgen. Allergische Hautreaktionen heilen manchmal erst nach Wochen ab. Bei Hyaluronsäure ist das Allergierisiko geringer. In seltenen Fällen bilden sich an der Injektionsstelle Verschorfungen, Blutergüsse, Gerinnsel, Blasen, Abszesse oder Narben.
Kosten: um 500 Euro.

Facelifting

Wie das Facelifting durchgeführt wird, richtet sich danach, welche Veränderungen gewünscht sind. Im Normalfall werden Schläfen, Wangen und Hals auf einmal gestrafft, wobei der Operateur auch die oberflächliche Muskulatur verlagert. Der normale Schnittverlauf reicht von den Schläfenhaaren etwa fünf Zentimeter hinter den Haaransatz, geht vor dem Ohr vorbei und endet dann hinter den Ohren im Nacken. Hauchdünne Fäden fixieren das abgesunkene Bindegewebe sowie die Muskulatur an ihrem ursprünglichen Platz…

Risiko: Nach einem Facelifting kann es zu bakterielle Infektionen kommen. Bei manchen Patienten ist das Hautgefühl an den behandelten Stellen eingeschränkt. Verdickungen der Hautnarben sind möglich. Irreversible Nervenverletzungen und damit verbundene Störungen der Gesichtsmuskulatur sind selten. Aber gerade im Gesicht verlaufen viele Muskeln und Nerven, die mit einem falschen Schnitt dauerhaft geschädigt werden können.
Kosten: 4.000 bis 6.000 Euro.

Fettabsaugen

Foto: Rosenparkklinik Darmstadt

An Bauch, Hüften oder Schenkeln werden kleine Hautschnitte gemacht. Durch kleine Kanülen werden dann mehrere Liter Kochsalzlösung gemischt mit Betäubungsmittel und Adrenalin unter die Haut gepumpt. Die Fettzellen lösen sich auf und werden abgesaugt.

Risiko: Hautunregelmäßigkeiten, Dellen und vorübergehende Taubheitsgefühle sind möglich. Richtig gefährlich kann eine Fettabsaugung werden, wenn sie von einem ungeübten Arzt vorgenommen wird, der zum Beispiel versehentlich ein inneres Organ durchstößt.
Kosten: 1.500 bis 6.000 Euro.

Brustvergrößerung

Foto: Praxis Dr. Paul. J. Edelmann

Dies ist die häufigste Schönheitsoperation bei Frauen. Als Implantate werden Silikonkissen verwendet, die mit Silikongel oder Kochsalz gefüllt sind. Zunehmend wird auch körpereigenes Gewebe wie etwa Fett verwendet. Der Schnitt erfolgt entweder in der natürlichen Hautfalte unter der Brust, der Brustwarze oder in der Achselhöhle. Durch die Öffnung entsteht ein Hohlraum, in den der Chirurg das Implantat einsetzt – entweder hinter dem Brustgewebe oder zwischen dem Brustmuskel und den Rippen. Die Lage von Schnitt und Implantat richtet sich nach den Wünschen der Patientin.

Risiko: Mitunter kommt es zu Wundheilungsstörungen, Blutergüssen und Infektionen. Mit dem natürlichen Heilungsprozess bildet sich eine Kapsel um das Implantat. Je nach Veranlagung kann sie sich verhärten, wodurch sich die Brust fester als normal anfühlt und schlimmstenfalls schmerzt. Ungefähr fünf Prozent der Operierten müssen sich einem erneuten Eingriff unterziehen, um das Implantatlager zu erweitern oder das Implantat zu ersetzen. Wie alle Kunststoffe unterliegt auch Silikon gewissen Materialermüdungen, was zu Defekten der Umhüllung führen kann. Insbesondere bei großen Implantaten kann das Gefühl an der Brustwarze vorübergehend, in seltenen Fällen auch bleibend, beeinträchtigt sein.
Kosten: 4.500 bis 7.000 Euro.

Brustverkleinerung

Foto: Praxis Dr. Paul. J. Edelmann

Eine kleinere, leichtere und festere Brust wird dadurch erreicht, dass überflüssiges Hautund Brustgewebe im unteren Brustbereich entfernt wird. Mit den verbleibenden oberen Anteilen formt der Chirurg die neue Brust. Mitunter wird auch überschüssiges Fettgewebe entfernt oder ein Brustimplantat eingesetzt. Die Brustwarzen werden meist zusammen mit Nerven und Blutgefäßen versetzt. Die Schnittführung verläuft dabei rund um den Warzenhof und von dessen unteren Rand zur unteren Brustfalte. In einigen Fällen ist ein weiterer Schnitt entlang der natürlichen Brustfalte erforderlich.

Risiko: Es kann zu unschönen Narben, dauerhaften Spannungen und zu Infektionen kommen. Durch den Heilungsprozess verändern sich mitunter die betroffenen Haut-und Geweberegionen, so dass es zu Unterschieden der Brustform kommen kann. Derartige Veränderungen können einen weiteren Eingriff nötig machen. Besonders bei großen Reduktionsgewichten ist ein Sensibilitätsverlust an der Brustwarze nicht ausgeschlossen. In sehr seltenen Fällen können Durchblutungsstörungen dazu führen, dass Gewebe abgestoßen wird.
Kosten: 5.000 bis 8.000 Euro.