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Auf Stimmenfang


Deutsch perfekt - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 26.06.2019

DJ Dominik Eulberg macht aus den Lauten von Vögeln Techno-Musik. Ein Ausflug in den Westerwald, wo seine Lieblingsmusiker leben. Von Titus Arnu


Artikelbild für den Artikel "Auf Stimmenfang" aus der Ausgabe 8/2019 von Deutsch perfekt. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Deutsch perfekt, Ausgabe 8/2019

Track Nr. 33. Der Buchfink. „Zi zi zi zi zie zie zie ziebirie!”, macht der kleine Vogel. Dominik Eulberg nickt mit dem Kopf. „Der Buchfink! Das ist typisch. Manchmal macht er aber auch nur:,Jüp’.” Eulberg sitzt am Steuer seines Autos, seine Augen konzentrieren sich auf die kleine Straße, die hinauf und hinunter durch die Landschaft des Westerwalds führt. Seine Ohren konzentrieren sich ganz auf die Vogelstimmen, die aus den Lautsprechern seines Autos kommen. Auf ...

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... dem Display des Radios ist jetzt zu lesen: Nr. 34. Die Goldammer. „Ti-ti-ti-ti-ti-tsiieep!

„Gestern habe ich einen Zwergschnäpper gehört, nicht weit von meinem Haus entfernt – sehr selten, dieser Vogel!”, sagt Eulberg, während er den Blinker setzt, um auf eine noch kleinere Straße abzubiegen. Tacktack-tacktack-tacktack, macht der Blinker. Dazu singt die Goldammer: „Ti-ti-ti-ti-ti-tsiieep!” Durch die offenen Fenster ist frisch geschnittenes Gras zu riechen. Eulbergs blonde Haare und sein T-Shirt bewegen sich im Wind. Schon möglich, dass der Mann am Steuer in diesem Moment die Idee für einen neuen Song hat: Blinker und Goldammer, das wäre zusammen ein ziemlich originelles Duett.

Dominik Eulberg ist Naturfreund und Vogelexperte, und er ist ein bekannter DJ und Musikproduzent. „Natur ist wie Musik”, sagt der 41-Jährige, „sie ist überall und animiert dich zum Tanzen.” Einen Eulberg-Titel erkennt man schon am seltsamen Namen: „Kleiber machen Leute” oder „Mikroorganismen im Morgentau”.

Am Tag bietet er manchmal Fledermaus-Exkursionen und ornithologische Führungen in deutschen Großstädten an, bevor er abends in Klubs als DJ arbeitet. Seit mehr als 15 Jahren gehört Eulberg schon zur Welt des Techno, er fliegt für seine Tourneen um die Welt – Wien, Paris, Amsterdam, Tokio, Sydney. Dann chillt er wieder im Westerwald.

Nr. 36. Der Gimpel. „Diüüü-diüüü-trilltrilltrill!” Eulberg biegt jetzt ab zu seinem Haus. Es liegt in der Nähe eines Vogelschutzgebietes mit Blick auf einen See. Wie das Dorf im Herzen des Westerwaldes heißt, sagt er lieber nicht. Denn es kann schon mal sein, dass Fans in seinen Garten kommen. Eulberg ist ein freundlicher, ruhiger Mensch, aber Fans will er hier lieber nicht sehen. Das Haus am See ist sein Ruhe- und Arbeitsort. Er hat sich ein professionelles Studio unters Dach gebaut, in dem er seine elektronische Musik an Instrumenten, Computern und Bildschirmen komponiert.

der St”mmenfang
,von: Stimmen fangen =
hier: Vogellaute speichern
der W¡sterwald , Gebiet
im Westen Deutschlands
n”cken
, den Kopf wiederholt nach
oben und unten bewegen
das Steuer, - ,hier: ≈ Konstruktion
zum Ändern der
Richtung bei einem Auto
führen ,hier: gehen
den Bl”nker s¡tzen , mit
einem Lichtsignal zeigen,
wohin man abbiegen will
animieren zu
, machen, dass jemand Lust
bekommt, … zu tun
Kleiber m„chen Leute
,Wortspiel mit: Kleider
machen Leute ≈ Gute
Kleidung ist wichtig für die
Reputation.
(der Kleiber, -
, ≈ Sorte von Vögeln)
der M¶rgentau
, sehr kleine Menge Wasser
am Morgen, z. B. auf Pflanzen
die Fledermaus, ¿e
, kleines Tier, das nachts
fliegt und beim Schlafen mit
dem Kopf nach unten hängt
das Vogelschutzgebiet, -e
, geschütztes Areal, in dem
Vögel leben
“m H¡rzen des
,hier: im Zentrum de

In den Arbeitspausen kann er vom Wohnzimmerfenster aus mit dem Spektiv nach Tieren schauen. Fast wie ein Kind stellt er dabei fragen zu Phänomenen, die andere gar nicht bemerken würden: „Wieso ist der Pirol so gelb? Wieso sind manche Schmetterlinge so bunt? Gab es da einen Design-Wettbewerb, oder was hat das für einen Sinn?”

Eulberg macht einen Saft aus Osmosewasser, Chlorophyll und Gerstengras, das ist seiner Meinung nach sehr gesund. Sein Biorhythmus ist wie der einer Eule. Wie der große Waldvogel ist er nachts unterwegs – in Klubs. Am Tag schläft er bis zum frühen Nachmittag und sitzt dann in seinem Dachstudio vor dem Computer, bis es dunkel wird.

Dazwischen macht er Spaziergänge und Radtouren durch das Vogelschutzgebiet. „Vieles in der Natur hat eigentlich keinen Sinn, wenn man es sich genau überlegt”, meint Eulberg. „Aber mir gefällt das Lebensbejahende daran.” Mit großem Interesse beobachtet er Vögel am nahen See. Ein seltsamer Birder, der mit dem Bestimmungsbuch auf die Suche nach Vogelarten geht, ist er aber nicht: „Das Abhaken bestimmter Arten interessiert mich nicht so. Es ist das Kommen und Gehen der Vogelarten im Laufe eines Jahres, das mich fasziniert. Das hat etwas Kontemplatives.”

Die enge Beziehung zur Natur ist bei Eulberg wahrscheinlich auch durch die Familie zu erklären. Sein Vater, ein Biologe, arbeitete lange als Pädagoge mit Kindern und Jugendlichen in der Natur. Auch seine Mutter war eine große Naturfreundin. Bis zum vierzehnten Lebensjahr wuchs er ohne Fernseher auf.

So kam es, dass er viel draußen war und Pflanzen und Tiere beobachtete. Als Kind fand er es nicht so super, keinen Fernseher zu haben. Inzwischen findet er, dass es ihn kreativ gemacht hat. Eulberg studierte Ökologie in Bonn, wurde Mitglied des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) und begann, Musik zu machen.

Ein Instrument hat er nicht gelernt. Ihn motiviert eher eine gefühlte Musikalität, sagt er. Seit 2003 lebt er von der Arbeit als DJ. Als er als Produzent anfing, versuchte er es mit harten, schnellen Techno-Tracks. Dann aber konzentrierte er sich auf eher minimalistische, natürliche Laute.

Seine Produktionen füllen inzwischen fast ein ganzes Regal, es gibt mehr als 40 davon, auf Vinyl und CD. Er hat ein eigenes Label. Es heißt Apus Apus, der lateinische Name für den Mauersegler – „ein unglaubliches Tier, das in der Luft schläft, in der Luft frisst und sich in der Luft paart”, sagt Eulberg. „So legt der Vogel in seinem Leben vier Millionen Kilometer zurück.” Am stärksten spielt die Ornithologie auf seinem AlbumHeimische Gefilde eine Rolle.

Zwischen den einzelnen Tracks stellt der DJ besondere Tierarten vor, sodass der Technofreund etwas über diese lernt. Durch dieses Album wurde sein Sound als „Öko-Techno” bekannt. Seine Musik sieht Dominik Eulberg wie ein Naturforscher.

Er nimmt Geräusche auf, sucht einen Rhythmus dazu, kombiniert die Harmonien. Für den Nabu komponierte er ein „Nachtnatourkonzert” aus den Stimmen und Geräuschen von 30 Tierarten, die Mitglieder der Organisation aufgenommen und ihm geschickt hatten. Aus den Vogelstimmen in der Umgebung seines Wohnortes machte er ein „Stelldichein des Westerwälder Vogelchores”:

Rohrdommel (Bass), Zilpzalp (Hi-hat), Saatkrähe (kleine Trommel) und Schwarzspecht (Percussion) sind zusammen die Rhythmusgruppe, dazu pfeifen ein paar besonders gute Singvögel die Stimmen der Leadsänger.

Naturgeräusche und Tierstimmen als Basis für elektronische Musik, das ist typisch für Ambient-Musik, wie man sie aus der Sauna im Wellnesshotel und von Entspannungs-CDs kennt und auch ein bisschen fürchtet. Wald- und Wassergeräusche und dazu Synthesizer-Laute – das soll den Zuhörer zum Entspannen bringen. Manchmal bringt es aber eher

Eulberg ist ohne Fernseher aufgewachsen. Er hatte immer Zeit für die Natur.

komponieren
, ≈ schreiben
das Spektiv, -e
, ≈ kleines Teleskop
bem¡rken
,hier: sehen; merken
wieso
, warum
der Schm¡tterling, -e
, ≈ schönes, buntes Insekt,
das fliegen kann
der W¡ttbewerb, -e
,hier: Suche nach dem
besten Aussehen durch
eine Jury
der S”nn, -e
,hier: Bedeutung
das G¡rstengras
, Gras einer Pflanze, aus
der man Lebensmittel
herstellen kann
lebensbejahend
, ≈ positiv; optimistisch
beobachten
, genau ansehen
das Best”mmungsbuch,
¿er
,hier: Buch, mit dessen
Hilfe man gesichtete Vögel
identifizieren kann
(s”chten
, sehen)
die Vogelart, -en
, ≈ Kategorie von Vögeln
„bhaken
,hier: einen Vogel nach
dem anderen sichten
best”mmte (-r/-s)
,hier: einzelne (-r/-s)
“m Laufe
, während
faszinieren
,hier: ≈ interessieren
¡twas Kontemplatives haben
, ruhiges Nachdenken
stimulieren
der Naturschutzbund Deutschland
, Organisation mit dem
Ziel, die Natur zu schützen
eher
,hier: ≈ mehr
gefühlt
,hier: intuitiv; nicht
gelernt
unglaublich
,hier: m besonders
s”ch paaren
,von: Paarung ≈ Sex von
Tieren
zur•cklegen
,hier: fliegen
die heimischen Gef”ldePl.
, m Orte, an denen man
sich in der Heimat fühlt
bes¶ndere (-r/-s)
, spezielle (-r/-s)
öko
,kurz für: ökologisch
aufnehmen
,hier: Musik/Laute
speichern
das Geräusch, -e
, ≈ Laut
das St¡lldichein, -
, Rendezvous
der Chor, ¿e
, Gruppe, die singt
die Tr¶mmel, -n
, rhythmisches Instrument
pfeifen
,hier: ≈ singen
f•rchten
,hier: schlimm finden

Den Mauersegler mag Eulberg besonders – der Vogel macht fast alles in der Luft.


Nervosität. Dominik Eulbergs Musik ist da ganz anders, nicht immer sanft und esoterisch, sondern oft rhythmisch und ideal zum Tanzen. Und nicht immer sind in den Tracks Naturgeräusche. Wichtig ist dem DJ, dass er kein lustiger Tiergeräusche-Mensch ist, sondern ein Künstler. Die Verbindung von Natur und Techno wirkt vielleicht erst einmal ein bisschen komisch: hier das Leben, dort die Maschine. Aber das sieht der Öko-DJ anders. „Ich habe festgestellt, dass viele Hörer elektronischer Musik eine besondere Sensibilität für Natur haben”, sagt er. Techno ist ja ein direkter, rhythmischer Musikstil, der Menschen in Trance bringen kann, ähnlich wie bei den Trommeltänzen in Afrika. Eulberg sieht außerdem Analogien zum Herzschlag, dem Grundbeat des Lebens. Den hört der Mensch schon, bevor er auf die Welt kommt.

Das DJ-Pult ist sein Hauptarbeitsplatz, aber für den Naturschutz ist er an vielen anderen Stellen aktiv. Er kämpft für naturnahe Forstwirtschaft und ist Autor von Texten in wissenschaftlichen Zeitschriften. Gemeinsam mit Naturschutzorganisationen und dem Chaos Computer Club hat er Installationen entwickelt, bei denen die Ultraschallrufe von Fledermäusen auf hörbare Frequenzen transformiert werden. Auf seiner Website bietet er einen Bestimmungsservice an: Fans können Fotos, Videos und Audiofiles hochladen, die sie in der Natur gemacht haben. Eulberg versucht dann, Antworten zu allen Fragen zu den Tieren und den Pflanzen zu finden. „Hallo Mona, danke für Deine Sichtung. Du hast hier einen jungen Gimpel gesehen.”

So wie sich das Publikum bei Eulbergs stundenlangen DJ-Sets in einer eigenen Welt aus Rhythmus und Schweiß bewegt, geht der Musikproduzent gerne in die Natur, um neue Kraft zu sammeln. Am radikalsten machte er das einmal bei einem Praktikum als Ranger im Nationalpark Müritz (Mecklenburg- Vorpommern). Eulberg lebte ein halbes Jahr im Wald, ohne Strom. „Ich habe mich im Bach gewaschen, mit Fischottern und Störchen als Zuschauern”, erzählt er, eine puristische Erfahrung gar nicht weit von der Zivilisation entfernt. Die Natur ist für ihn aber viel mehr als ein Abenteuerpark: „Sie ist mein Weg, glücklich zu sein.”

Der DJ will kein lustiger Tierlaute- Mensch sein, sondern ein Künstler.

s„nft ,hier: angenehm;
friedlich; ruhig
w”rken ,hier: einen
speziellen Effekt haben
¡rst einmal , zuerst
die Sensibilität
,hier: Gefühl
der H¡rzschlag, ¿e
, ≈ Rhythmus, in dem das
Herz klopft
Gr¢nd- , Basisdas DJ-P¢lt, -e
, ≈ spezielle Art von Tisch
mit allen technischen
Geräten für einen DJ
naturnah ,hier: so, dass
man auf die Natur achtet
die F¶rstwirtschaft
, ≈ Pflege eines Waldareals
und Verkauf von Holz
w”ssenschaftlich
,von: Wissenschaft = viel
systematisches Wissen in
einem Sektor (z. B. Chemie)
der Chaos Computer Cl¢b
, deutscher Verein und
Nichtregierungsorganisation
von Hackern
entw”ckeln
,hier: eine Idee für ein
Produkt haben und dieses
dann auch herstellen
der }ltraschallruf, -e
,hier: Ruf der Fledermaus,
den man nur mit
Sonografie hören kann
die hörbare Frequ¡nz, -en
, ≈ verschieden hohe
Laute, die man hören kann
hochladen ,hier: auf
einer Plattform speichern
der G”mpel, -
, mittelgroßer Vogel
das DJ-Set, -s
, ≈ Konzert eines DJs
der Schweiß , ≈ Wasser,
das aus dem Körper kommt,
wenn es sehr heiß ist
der B„ch, ¿e
, kleiner Fluss
der F”schotter, -
, ≈ Tier mit langem
Schwanz, das im Wasser
lebt und Fische isst
(der Schw„nz, ¿e
, langes, meistens dünnes
Stück am Ende des Rückens
von Tieren)
der St¶rch, ¿e , großer
Vogel mit langen Beinen
der Abenteuerpark, -s
,hier: Platz in der Natur,
wo man viel sehen und
lernen kann


Fotos: www.dominik-eulberg.de; drakuliren/iStock.com; Quelle: Dies ist eine einfachere Version eines Texts aus derSüddeutschen Zeitung.