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Auf zu den Sternen ★★★


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CHIP Foto-Video - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 06.11.2019

Was Sie wirklich für eine fotografische Erkundung des Sternenhimmels brauchen, erfahren Sie hier.


Artikelbild für den Artikel "Auf zu den Sternen ★★★" aus der Ausgabe 12/2019 von CHIP Foto-Video. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: CHIP Foto-Video, Ausgabe 12/2019

Damit Sterne am Himmel zu sehen sind, muss es Nacht sein. Dies allerdings überfordert wiederum die Kamera-Automatik, weswegen Sie auf alle Fälle ein Kameramodell benötigen, das Sie komplett manuell bedienen können. Traditionell verwenden Astrofotografen digitale Spiegelreflexkameras, kurz DSLR. Doch seit einigen Jahren gibt es immer mehr Spiegellose, abgekürzt mit DSLM, wie die Sony Alpha 7S II, die mit ihren sehr lichtempfindlichen Sensoren speziell für Aufnahmen in lichtarmer Umgebung und bei Dunkelheit ...

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... konzipiert sind. Mit diesen Kameras lassen sich selbst kleinste Sterne einfangen.

Außer in die Kamera sollten Sie zudem in ein lichtstarkes Weitwinkel mit einer Anfangsblende von ca. f/1,8 investieren und sich auch genügend Ersatzakkus und Speicherkarten anschaffen. Denn bei der zu erwartenden nächtlichen Kälte hält der Akku nicht lange durch oder fällt im schlimmsten Fall sogar aus.

Immer in RAW!

Fotografieren Sie nachts ausschließlich im RAW-Format. Das digitale Negativ ermöglicht es Ihnen in der Nachbearbeitung, das Strahlen der Sterne zu verstärken und Rauschen effektiv zu minimieren.

Alles, was Sie in der Nacht benötigen

Objektive

Wählen Sie ein Weitwinkel-Zoom 14–24 mm f/2,8 oder auch eine noch lichtstärkere Festbrennweite 24 mm f/1,4. Damit bekommen Sie den gesamten Nachthimmel aufs Bild und müssen nicht ganz so lang belichten. Da sie teuer ausfallen können, schauen Sie sich auch bei den Modellen der Dritthersteller um.

Stabiles Stativ

Es ist verlockend, auf Touren nur ein leichtes Reisestativ mitzunehmen. Doch für Astrofotos sollten Sie sich lieber für ein schweres Stativ mit stabilem Kopf entscheiden. Denn die Belichtungszeit ist lang und das auszubalancierende Objektiv eher schwer. Stabile Stative stehen fest auf dem Boden und geraten bei Windböen nicht aus dem Gleichgewicht.

Fernauslöser

Neben dem Stativ helfen auch Fernauslöser, Verwacklungen zu vermeiden. Denn Sie müssen so die Kamera nicht mehr anfassen, um auszulösen. Dieses Zubehör gibt es sowohl mit Kabel als auch schnurlos. Ebenso sind Modelle mit Intervallmodus erhältlich, den Sie aktivieren können, wenn Sie über längere Zeit Bilder aufnehmen wollen.

Filter

Auch in der Astrofotografie können Filter nützlich sein, sind aber eher was für Fortgeschrittene, da sie einiges an Vorwissen verlangen. Beispielsweise verstärken Rotfilter den Kontrast beim Mond. Als Einsteiger schrauben Sie lieber alle Filter von Ihrem Objektiv – auch UV-Schutzfilter. Denn bei einigen Motiven wie etwa Polarlichtern können Interferenzmuster entstehen, die sich im Nachhinein nicht mehr entfernen lassen.

Taschenlampen

Taschen-oder Kopflampen sollten Sie bei Ihren nächtlichen Ausflügen immer dabeihaben. Mit diesen Helfern sehen Sie nicht nur, wohin Sie laufen, sondern Sie können auch Ihre Kamera im Schein der Lampe bedienen. Nehmen Sie aber immer mehr als eine Lampe mit, falls eine ausfällt oder der Akku seinen Geist aufgibt.

Recherche-Tools

Apps wie Photo-Pills und Webseiten wie aurora forecast.is helfen bei der Planung der Fototour. Sie zeigen, wo Polarlichter und andere Himmelsphänomene entstehen. Auch mit kostenlosen Programmen wie Stellarium (stellarium.org) erfahren Sie vor Reiseantritt, wo und wann welche Sterne zu sehen sind. Ein Blick auf einen detaillierten Wetterbericht wie auf kachelmannwetter. com sollten Sie auch riskieren.

So geht’s: Nachts fokussieren

Fokussieren in der Nacht ist nicht ganz einfach. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen.

1. Auf unendlich fokussieren

Da der Autofokus nachts nicht zuverlässig funktioniert, müssen Sie das Bild mithilfe des Fokusrings am Objektiv manuell scharf stellen. Drehen Sie zunächst den Fokusring, bis die Entfernungsanzeige auf unendlich steht. Das Symbol dazu sieht bekannterweise wie eine liegende 8 aus.

2. Live-View verwenden

Aktivieren Sie Live-View und zoomen Sie an einen hellen Stern heran. Drehen Sie dann langsam am Fokusring, bis der Stern so klein wie möglich erscheint und einigermaßen klare Kanten aufweist.

3. Fotos zusammensetzen

Wenn Sie einen Vordergrund mit im Bild haben, dann sollten Sie zwei Aufnahmen machen. Bei der einen fokussieren Sie auf den Vordergrund, bei der anderen auf die Sterne. Beide Bilder können Sie später in Photoshop zusammensetzen.