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Aufreger der Woche: „Wir werden ein Land der Nichtschwimmer“


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 35/2018 vom 24.08.2018

Schon mehr als 300 Badetote in diesem Jahr! Die Gründe: Teure Schwimmkurse, zu wenig Sportlehrer, geschlossene Bäder


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+++ Ein Vierjähriger stirbt nach einem Freibadbesuch in Osnabrück.

+++ Im Rhein verunglückt ein 39-Jähriger tödlich.

+++ Bei Bühl ertrinkt ein 39-Jähriger in einem See.

Drei Meldungen in drei Tagen. Insgesamt gab es bereits mehr als 300 Badetote in diesem Jahr. Auch die Zahl der Badeunfälle ist dramatisch gestiegen. Besonders betroffen: Männer, die sich überschätzen – und Kinder!

Mehr als jedes zweite kann nicht sicher schwimmen, hat nur das Seepferdchen-Abzeichen. „Da können sich Kinder 25 Meter über dem Wasser halten – aber nicht schwimmen“, sagt Achim Wiese, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Lebensrettung. Woran liegt’s? „Es werden immer mehr Bäder aus finanziellen Gründen geschlossen. Und es gibt einen Mangel an ausgebildeten Sportlehrerinnen und - lehrern“, sagt Dr. Ilka Hoffmann, Vorstandsmitglied der „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“. Achim Wiese ergänzt: „Viele Lehrer könnten im Notfall die Schüler nicht retten. Deshalb ist ihnen die Verantwortung zu groß. Dabei würden wir die Lehrer ausbilden – wenn sie uns fragen.“ Und private Schwimmkurse? Haben oft lange Wartelisten, kosten 70 Euro oder mehr. Der DRLG-Experte rät Eltern: „Melden Sie Ihre Kinder in einem Schwimmverein an, das ist günstiger. Und bei Hartz IV gibt es vom Jobcenter Unterstützung, zum Beispiel für Schwimmkurse bei der DLRG.“

UMFRAGE DER WOCHE: Restaurant-Verbot für Kinder

Lautes Geschrei, toben – damit ist jetzt Schluss im Restaurant „Omas Küche und Quartier“ auf Rügen. Ab 17 Uhr ist das Lokal kinderfreie Zone, damit Erwachsene ungestört sind. Was halten Sie davon?

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„Müssen nicht überall dabei sein“

Taraneh Loran (54) aus Hamburg:

→ Kinder müssen doch nicht immer und überall dabei sein, das ist anstrengend für andere. Ich finde die Idee ganz gut.

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„Absolut dagegen“

Christa Bingerkus (73) aus Münster:

→ Das ist elternfeindlich. Mich stören Kinder im Restaurant nicht. Außerdem: Nur so lernen die Kleinen doch, dass es Orte gibt, an denen sie sich benehmen müssen.

„Gar nicht schlecht“

Christina (35) aus Mainz:

→ Das sollte nicht für alle Lokale gelten, aber wenn es einzelne Restaurants mit diesem Angebot gibt, finde ich das nicht schlecht. Wer beim Essen seine Ruhe haben will, weiß dann, wo er hingehen kann. Das ist doch schön.

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Fotos: Action Press (6), dana press, F1 Online, P. Piel (3), R. Rosicka, 123RF, PR (2)

MENSCH DER WOCHE

Anne (90) wandert aus – um Straßenkinder zu retten

→ Jahrelang arbeitet Anne Bönisch ehrenamtlich – im Altersheim und mit geflüchteten Kinder. „Ich tue gern Gutes“, sagt die lebensfrohe 90-Jährige. Als die gelernte Schneiderin von Luckenwalde nach Bingen (Rhein) zieht, fragt sie bei der Gemeinde nach, wo sie helfen kann. Dort rät man ihr, lieber den Ruhestand zu genießen. Nicht mit Anne! Darum wandert sie jetzt aus. Nach San Marcelino (Philippinen), der Heimat ihrer Schwiegertochter. „Wir werden eine Unterkunft für arme Kinder bauen.“ Wie sie das alles finanzieren will? „Aus eigener Tasche selbstverständlich!“ Und warum nimmt sie das alles auf sich? „Weil’s nichts Schöneres als Kinderlachen gibt!“

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