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Aufreger: Einfach ausgesetzt! Wir waren Weihnachtsgeschenke


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 11.01.2019

Alle Jahre wieder dieselbe Herzlosigkeit: Hunderte Fellnasen werden nach den Festtagen in Tierheime abgeschoben. Diese fünf Welpen landeten sogar auf der Straße


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Knuddelig und ungewollt: „Elsa“, „Anna“, „Aneta“ und „Wanda“ (v.l.) leben jetzt im Tierheim


Zitternd kauert sich „Rudi“ in sein Körbchen. Denn der junge Pinscher hat in seinem kurzen Leben schon viel Schreckliches erlebt: Erst saß der Welpe unterm Weihnachtsbaum – und dann wurde er ausgesetzt. So gemein!

„Er irrte am zweiten Weihnachtstag in Hamburg umher“, sagt Sven Fraaß vom Hamburger Tierschutzverein. Ein Spaziergänger entdeckte den Kleinen, brachte ihn ins Tierheim. Dort stellten die Mitarbeiter fest: Der Deutsche Pinscher hat Fieber. „Statt dem erwünschten fröhlichem Hunde-Baby gab’s ein krankes Tier – da wurde das Geschenk eben schnell wieder entsorgt“, befürchtet der Tierschützer.

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Trauriges Kerlchen: „Rudi“ irrte krank und hilflos durch Hamburg


Im Tierheim Süderstraße tauften Mitarbeiter ihn auf den Namen „Rudi“, päppeln in liebevoll wieder auf.

Nicht das einzige grausame Weihnachts-Schicksal. In Berlin wurden gleich vier Welpen mitten in Spandau entdeckt. Die gerade mal drei Monate alten Hundekinder waren verwurmt, hatten Durchfall. „Vermutlich sind sie aus dem illegalen Welpenhandel“, sagt Annette Rost, Sprecherin des Berliner Tierheims. Für die Tierschützer in der Hauptstadt war es ein besonders hartes Fest: Allein vom 20. bis 26. Dezember wurden 37 Tiere abgegeben. „So viele hatten wir über die Weihnachtszeit schon lange nicht mehr.“

Kein Wunder, dass tierischen Weihnachtsgeschenke für sie ein Albtraum sind: „Tiere kann man nicht mit einer roten Schleife unter den Baum packen. Denn wenn der Alltag beginnt, merken viele: Die Tiere machen Arbeit. Und dann müssen sie weg.“

Hoffentlich finden die Hunde bald eine neue Familie – eine, die sie wirklich liebt!

ZUM ABHEBEN SCHÖN: Ballon-Kunst

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Für einen Ballonhund braucht Sina Greinert (38) nur ein paar Sekunden. In ihren riesigen Skulpturen, die die Hamburgerin für Festivals und Veranstaltungen baut, stecken hingegen viele Stunden Arbeit – und bis zu 10 000 Luftballons. So entstehen meterhohe Kronleuchter, die Berliner Mauer oder Pyramiden. Das Knoten der Ballons ist übrigens immer noch echte Handarbeit. Und wie geht’s den Fingern danach? „Ich umwickele sie mit Tape. Trotzdem sind sie am Ende oft blutig“, erzählt sie. „Aber das ist es mir wert.“

DREI FRAGEN AN: Schwarzfahren bald straffrei?

Das fordert zumindest die Berliner Generalstaatsanwältin Margarete Koppers (56) – um die Justiz zu entlasten

Lars Wagner (41)
Leiter Kommunikation beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V.

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1Ist das sinnvoll?
Nein, das ist absurd. Da fordert jemand aus seiner Amtsstube Dinge, die in der Realität kaum umsetzbar sind. Wenn die Justiz nicht mit der Verwaltung hinterherkommt, muss sie das über mehr Personal regeln. Die Straffreiheit hätte ja zur Folge, dass sich in Zukunft niemand mehr ein Ticket kaufen würde.

2Oder ein kostenloses System für alle?
Das würde zwar die Justiz entlasten – nicht aber den Steuerzahler. Der müsste den Personenverkehr komplett finanzieren. Heißt: elf bis zwölf Milliarden Euro mehr im Jahr. Zudem wäre es eine Art Zwangsgebühr für diejenigen, die den öffentlichen Verkehr nicht nutzen.

3Was also tun gegen Schwarzfahrer?
Mehr Kontrollen – vor allem elektronisch. Aber selbst Drehkreuze schützen vor Schwarzfahrern nicht. Und trotzdem: Die Abschaffung der Strafen würde bedeuten, dass der Rechtsstaat eine Erschleichung von Leistungen duldet. Das ist quasi wie Ladendiebstahl.

SARAH BÜKER

HAPPY END DER WOCHE: Ein Papa für Baby Alba

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Diesen beiden geht’s wieder richtig gut: Luca mit seiner Adoptiv-Tochter Alba


→ Zwei Herzen im Glück: Alba (19 Monate) und Luca Trapanese (41, l.) haben allen Grund, fröhlich zu lächeln – endlich! Denn das kleine Mädchen mit Down-Syndrom hat viel hinter sich. Es wurde erst von der Mutter verstoßen und dann von 20 (!) Adoptiv-Familien abgelehnt. Nun hat sie bei Ersatzpapa Luca ein liebevolles Zuhause gefunden. Und er eine Tochter. Der Italiener ist Leiter einer Behindertenorganisation, wollte schon lange ein Kind aufnehmen, durfte es als Alleinstehender aber bisher nicht. Bis zu einer Gesetzesänderung im letzten Jahr. „Bei Alba spürte ich gleich, dass wir zusammengehören. Sie erfüllt mein Leben mit so viel Freude.“


Fotos: Getty Images (3), imago, A1 Pix (2), Fotolia, Look, STOCK4B, Olaf Selchow / BILD, Hamburger Tierschutzverein, Instagram / trapaluca, Balloonista, VDV

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