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Aufstiegstauglich?


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HausbauHelden - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 13.11.2021

TREPPEN

Was ihr wissen wollt:

„ Welche Materialien eignen sich für Innentreppen?“

Artikelbild für den Artikel "Aufstiegstauglich?" aus der Ausgabe 8/2021 von HausbauHelden. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: HausbauHelden, Ausgabe 8/2021

Die Materialwahl der Treppe hat großen Einfluss auf ihre Gesamterscheinung und ihre Begehbarkeit. Holz, Stahl, Glas, Beton, Keramik ... die Auswahl ist groß. Doch Achtung: Glatte Materialien – vor allem mit Socken oder glatten Hausschuhen betreten – werden schnell zu einer gefährlichen Rutschbahn.Also auf Rutschfestigkeit achten!

Material

Formen

Raumwirkung

Per Definition ist eine Treppe eine Konstruktion, die Höhenunterschiede ohne weitere Hilfsmittel überwindbar macht.Von einfachen Modellen bis zu kunstvollen Konstruktionen werden sie heute aus allen möglichen Materialien, vorwiegend jedoch aus Holz, Stein, Beton und Metall gefertigt. Unabhängig von Material und Anmutung müssen bei der Treppenplanung und Konstruktion bestimmte Regeln beachtet werden, damit sie ihren Zweck komfortabel, sicher und dauerhaft erfüllen kann. ...

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Wann ist eine Treppe notwendig?

Im Baurecht wird zwischen zwei grundsätzlichen Treppenarten unterschieden: der notwendigen und der nicht notwendigen Treppe. Jede Treppe, die ein Wohngeschoss erschließt, ist notwendig. Eine Treppe, die beispielsweise zu einem nur zu Lagerzwecken genutzten Dachboden führt, ist dagegen nicht notwendig. Eine notwendige Treppe ist gemäß baurechtlicher Vorschriften eine Treppe, die als Teil des Rettungsweges zwingend vorhanden sein muss. Sie muss laut DIN 18065 Mindestanforderungen erfüllen, um die sichere Benutzbarkeit zu gewährleisten, zum Beispiel im Brandfall. Jedes nicht ebenerdig liegende Geschoss und der benutzbare Dachraum eines Gebäudes müssen über mindestens eine Treppe zugänglich sein.

Treppen richtig planen

Nicht jede Stufenleiter passt zu jedem Raum. Treppen müssen also – abgestimmt auf die jeweilige Raumsituation – individuell geplant werden. Dabei sind auch baurechtliche Anforderungen (DIN 18065) zu beachten.

Welche Treppenform ist am besten?

Die Wahl der Treppenform hat Auswirkungen auf den Grundriss in allen Geschossen. Denn je nach Form benötigen Treppen mehr oder weniger Platz. Dabei muss berücksichtigt werden, dass neben der reinen Fläche für die Treppe auch noch Verkehrsfläche vor dem Antritt und nach dem Austritt sowie deren Verbindung benötigt wird.

Geradläufige Treppe

Treppen mit geradem Verlauf – und Geländer – sind in puncto Sicherheit sehr vorteilhaft.

Podest-Treppe

Sie ist komfortabel begehbar. Ein Podest kann Teil der Treppenoder Deckenkonstruktion sein.

Viertelgewendelte Treppe

Diese Form bietet gute Gestaltungsmöglickeiten, ist trotzdem platzsparend und daher in Einfamilienhäuser häufig zu finden.

Halbgewendelte Treppe

Eine der beliebtesten Einfamilienhaus-Treppen: Mit ihr lässt sich am meisten Platz sparen.

Bogentreppe

Bogentreppen sind geschwungene Hingucker. Sie brauchen aber viel Platz, damit ihre optische Wirkung zur Geltung kommt.

Spindeltreppe

Spindeltreppen sind echte Platzsparer, aber unvorteilhaft, wenn es etwas zu transportieren gibt – und sei es nur ein Wäschekorb.

Notwendige Treppen sind also fester Bestandteil des Rettungswegs für jedes Geschoss. Ihre Anzahl und ihre Abmessungen richten sich jeweils nach der Anzahl von Benutzern sowie der Gebäudegröße. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern beträgt die Geschosshöhe (einschließlich der Geschossdecke) meist 260 bis 290 Zentimeter, woraus sich Treppen mit 14 bis 17 Stufen ergeben. Denn die Stufenanzahl einer Treppe ergibt sich aus der Geschosshöhe und des gewählten Steigungsmaßes der Treppe. Die Stufenanzahl wird dann individuell den vorhandenen oder aufgrund einer Planung vorgegebenen Platzverhältnissen angepasst.

Die DIN 18065 definiert auch die baurechtlich relevanten Maße für Stufen, Geländer, Durchgangshöhen und das Steigungsverhältnis. Sind Kleinkinder im Haus, ist das Geländer so zu gestalten, dass ein Überklettern erschwert wird und der Abstand von Stäben nicht mehr als zwölf Zentimeter beträgt, damit der Kinderkopf nicht durchpasst.

Allerdings sind in Einfamilienhäusern immer wieder schicke Treppen ohne Geländer oder Absturzsicherung zu sehen. Rechtlich möglich ist das in privaten Häusern innerhalb einer selbst genutzten Wohneinheit. Ob man aus optischen Gründen auf eine Absturzsicherung verzichten will, sollte aber gut überlegt werden. Eine sicherere Alternative zum Geländerverzicht, können auch fast unsichtbare Glasscheiben sein.

Kanten und Überstände, die zu Stolperfallen werden, solltet ihr vermeiden und darüber hinaus auf eine rutschhemmende Oberfläche achten. Ungefährlicher als offene sind geschlossene Treppen mit Setzstufen. Mit Kleinkindern empfiehlt sich zudem eine Kinderschutztür. Achtet auf das CE-Prüfsiegel: Es steht für die Einhaltung europäischer Sicherheitsstandards.

Trittschall vermeiden Trittschall lässt sich auf Treppen nicht ganz vermeiden. Doch es gibt effektive konstruktive Maßnahmen, mit denen sich die Ausbreitung von Gehgeräuschen reduzieren lässt.

Wichtig ist die schalltechnische Entkopplung der Treppe, indem die Schallübertragung von den Treppenläufen auf die Podeste, Wände und Decken so gut wie möglich unterbunden wird. Dies geschieht durch schalldämmende Elemente zwischen Stufen und Holmen. Eine weitere Maßnahme sind spezielle Befestigungen und entsprechende Auflager am Anund Austritt sowie federnd gelagerte Wandanker.

Was ihr wissen wollt:

„Was kostet eine Treppe?“

Als groben Richtwert muss man pro Geschoss mindestens 2 000 Euro veranschlagen, bei Luxusausführungen kann der Preis auf weit über 10 000 Euro steigen. Neben Form, Größe und Konstruktion spielt das Material natürlich eine große Rolle. Massive Hartholztreppen gibt es ab etwa 3 000 Euro, aus Fichte ab circa 2 000 Euro.

Wohin mit der Treppe?

Die erste Entscheidung ist, ob eine Treppe in den Wohnraum integriert oder in einem Treppenhaus untergebracht werden soll. Das Treppenhaus wird zum Beispiel nötig, wenn mehrere separate Wohnungen erschlossen werden sollen. Auch für zugluft- oder lärmempfindliche Menschen kann es ratsam sein, die Treppe räumlich vom Wohnbereich zu trennen.

Separates Treppenhaus

Die Treppe außerhalb des Wohnraums, in einem separaten Treppenhaus unterzubringen schützt den Wohn-, Ess- und Küchenbereich vor störendem „Treppenverkehr“. Die richtige Lösung, wenn die Wohngeschosse – auch perspektivisch - getrennt genutzt werden sollen.

Treppe in den Wohnraum integriert

Die Geschosstreppe in den Wohnraum zu integrieren spart den Platz für separate Flurfläche im Treppenhaus. Sichtbar im Wohnraum sollte der Treppengestaltung aber mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, damit sie zur Einrichtung passt.

Belichtung und Beleuchtung

Für optimale Sicherheit auf der Treppe sollten die Stufen durch Tageslicht und Leuchten großzügig erhellt werden. Lichtschalter am Anfang und Ende der Treppe sind optimal. Die Leuchten sollten parallel zum Treppenverlauf platziert sein, jeweils über den Antritten und Podesten und auf keinen Fall blenden. Die Allgemeinbeleuchtung muss gleichmäßig und so gesetzt sein, dass sie vom oberen Treppenabsatz nach unten leuchtet und für kurze, weiche Schatten sorgt. Harte Schlagschatten durch Strahler stören: Gibt es zu viel Licht aus falscher Richtung, fehlen Schatten, die Stufen setzen sich nicht gut erkennbar voneinander ab und es entstehen Stolperfallen.

Wer plant eine Treppe?

Grundsätzlich gilt, dass Form, Größe und Lage der Treppe später nur mit großem Aufwand geändert werden können. Es lohnt sich daher, die Treppe bei der Planung etwas genauer zu beachten. Wer ein Haus baut, muss sich jedoch üblicherweise nicht mit Details zur Treppenplanung beschäftigen. Die Architekten oder Bauingenieure planen die Treppe so, dass alle Vorschriften eingehalten werden.

Eine Übersicht über Treppenbauer in deiner Nähe findest du unter www.treppen.de.

AB /GW