Lesezeit ca. 11 Min.

Auftragslage und Urlaub bremsen Messe aus


Logo von sanitär + heizung news
sanitär + heizung news - epaper ⋅ Ausgabe 16/2022 vom 16.09.2022

Die Veranstalter sprechen gleichwohl von einem erfolgreichen Restart der SHK Essen. Im Vergleich zur IFH/Intherm gibt es ein differenziertes Bild. Bei der Nürnberger Veranstaltung sank die Zahl der Aussteller um 44 Prozent auf 341. Besucher kamen 29.600 – ein Minus von 27 Prozent. In Essen war die Entwicklung umgekehrt: Während die Ausstellerzahl nur um 27,5 Prozent zurückging, waren es bei den Besuchern 45 Prozent.

Beim Fachverband SHK NRW, dem ideellen Träger der Messe, werden eine Reihe von Gründen für die geringe Besucherzahl genannt. Die Handwerksbetriebe hätten derzeit sehr viel zu tun. Zu der guten Auftragslage kämen noch Probleme wie Personal- und Materialknappheit. „Die Handwerksbetriebe sind an der Belastungsgrenze“, so Natascha Daams, Pressesprecherin des Verbandes. Viele Installateure seien zudem in Urlaub gewesen, den sie schon gebucht hatten, als die SHK Essen von März auf September ...

Artikelbild für den Artikel "Auftragslage und Urlaub bremsen Messe aus" aus der Ausgabe 16/2022 von sanitär   heizung news. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: sanitär heizung news, Ausgabe 16/2022

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 6,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von sanitär + heizung news. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 16/2022 von Die Karten werden neu gemischt. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Die Karten werden neu gemischt
Titelbild der Ausgabe 16/2022 von Vaillant: Wir sind der Pacemaker. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Vaillant: Wir sind der Pacemaker
Titelbild der Ausgabe 16/2022 von Gral Systeme vom Management übernommen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Gral Systeme vom Management übernommen
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
Die Karten werden neu gemischt
Vorheriger Artikel
Die Karten werden neu gemischt
Vaillant: Wir sind der Pacemaker
Nächster Artikel
Vaillant: Wir sind der Pacemaker
Mehr Lesetipps

... verschoben wurde. Gemessen an dem, was aktuell in der Branche los ist, sei man noch zufrieden.

Andreas Murza: Duschking gibt wieder Vollgas

Duschking „Nach der Flut haben wir kurz geschwächelt. Aber jetzt geben wir wieder Vollgas“, sagt Andreas Murza gut gelaunt am Messestand. Der Stammsitz des Badausstatters Duschking in Altena war im vergangenen Sommer nach der Hochwasserkatastrophe komplett zerstört worden. Doch Andreas Murza, Lutz Ruppel und Tobias Murza kamen schnell wieder auf die Beine. „Wir haben neue Hallen in Werdohl gekauft“, so Andreas Murza. Dort produziert Duschking viele Produkte selbst, wie etwa Waschtische, Duschboards und Rückwände für Duschen. Eine besondere Spezialität der Sauerländer sind Bäder auf kleinstem Raum. „Wir sind Kooperationspartner von mehreren Herstellern von Tiny-Häusern“, berichtet Murza. Und auch auf der Caravan-Messe hat Duschking unlängst seine Lösungen fürs kleine Bad ausgestellt. Jede Form und jede Größe könne sein Unternehmen anbieten, betont Murza. Dabei kommt es ihm auf Komplettlösungen an. Das Motto lautet: „System schlägt Produkt“. Dabei konzentriert sich Duschking nicht auf das Sauerland. „Wir haben jetzt einen kompletten bundesweiten Vertrieb stehen“, sagt der Geschäftsführer.

Benkiser

Mit starker Unterstützung der Muttergesellschaft präsentierte sich Benkiser, Burglengenfeld, auf der SHK Essen. Mariela Yoffe, Vice President der Stern Engineering Group, die Benkiser Anfang 2018 übernommen hatte, war eigens für die Messe aus Israel angereist. „Unsere berührungslosen Armaturen laufen gut“, berichtet Yoffe. Der Trend gehe immer stärker in diese Richtung und Stern sei einer der größ- ten Anbieter von berührungslosen Armaturen weltweit. Lieferprobleme gebe es keine. Denn Stern stelle alles selbst her und produziere sogar noch Komponenten für andere Unternehmen. „Die Zeit hat uns gelehrt, uns auf niemanden zu verlassen“, betont Mariela Yoffe. Die Kooperation mit Benkiser sei sehr eng. „Wir lernen immer mehr über den deutschen Markt“, sagt sie, wobei sich die Märkte in Israel und Deutschland ähnlich seien. „Aber bei uns gab es immer schon den Druck, Wasser sparen zu müssen“, erläutert Yoffe. Wassersparen ist denn auch das Stichwort für Benkiser-Geschäftsführerin Beate Chlosta. „Mit unseren Produkten können die Menschen sehr viel Wasser sparen“, betont sie. Das sei ein starkes Argument für Benkiser-Armaturen. Ein Vorteil sei es dabei, dass Benkiser die Technologie von Stern importieren könne. Auch wenn der deutsche Markt derzeit verhalten sei, ist Chlosta optimistisch. „Unsere Produkte im mittleren Preissegment sind in diesen Zeiten sehr attraktiv“, ist sie überzeugt. Großen Wert legt die Benkiser-Chefin auf die Zusammenarbeit mit dem Handwerk: „Wir möchten den deutschen Handwerker glücklich machen“, betont Chlosta und fügt hinzu: „Deutschland soll ein hohes Qualitätsland bleiben.“

Damen-Trio bei Benkiser: Stern-Vice-President Mariela Yoffe, Benkiser-Finanzchefin Yasmin Saller und Geschäftsführerin Beate Chlosta (v.l.)

TECE

„Wir haben die Lieferfähigkeit gut im Griff“, versichert Rainer Herding von TECE. „Bis auf Rohre für die Fußbodenheizung“, räumt der Produktmanager Key-Account Wohnungswirtschaft beim Hersteller von Sanitärprodukten und Installationssystemen aus Emsdetten ein. Als Alternative zu elektronischen Dusch-WCs präsentiert TECE sein Dusch-WC TECEone. „Es ist mechanisch bedienbar mit Kaltund Warmwasser“, erläutert Herding, der schon seit 23 Jahren in Diensten der Norddeutschen ist. Weitere Vorteile seien, dass TECEone für den Endkunden bezahlbar und für den Handwerker leicht montierbar sei. Die Technik halte lange und sei leicht verständlich zu bedienen – in jedem Alter und auch für den Gast, der das WC mit Bidet zum allerersten Mal benutze. Bei den Betätigungsplatten für Toiletten sei die Farbe Schwarz aktuell „trendy“, so Herding. Das Familienunternehmen hat sich in der vergangenen Dekade stark entwickelt. TECE setzte im vergangenen Jahr mit 1.692 Mitarbeitern an 28 Standorten 325 Mio. Euro um. Zehn Jahre zuvor lag der Umsatz noch bei 155 Mio. Euro.

Rainer Herding: Das Angebot von TECE an Bedienplatten ist vielfältig

Kemper

„Der Start ins Jahr war gut und wir sind zufrieden“, berichtet Stefan Pohl, Marketingleiter bei Kemper in Olpe. Sorge bereiten dem mittelständischen Familienunternehmen allerdings die steigenden Energiekosten. Besonders in der Sparte Walzprodukte ist Kemper von der Preisentwicklung betroffen. „Wir sind leider kein Thyssen. Uns hilft man nicht“, meint Pohl. Die Regierung müsse auch etwas für den Mittelstand tun. Im SHK-Bereich stellt Kemper fest, dass immer mehr Objekte verschoben werden. „Und auch der Anteil der Objekte, die ganz gecancelt werden, steigt“, so Pohl. Eine Prognose für die Zukunft abzugeben, sei deshalb schwer. „Das ist realistisch kaum möglich“, stellt Pohl fest. Vieles hänge von der Politik ab. „Wenn es keine Unterstützung für den Mittelstand gibt, dann müssen die Energiepreise auf die Kunden abgewälzt werden“, betont er. Ein anderes aktuelles Thema ist für Kemper die Personalsituation. Derzeit beschäftigen die Olper knapp 900 Mitarbeiter. Doch Nachwuchs zu finden, ist schwer. „Wir werben jetzt auf einem riesigen Schild um Azubis für 2023“, erzählt Pohl.

Stefan Pohl: Die Energiekosten treffen Kemper im Walzbereich stark

Bemis

Die SHK Essen sollte für Bemis ein Meilenstein sein, wie Matthias Englich-Fürtges, Marketingleiter DACH, berichtet. Der Hersteller von WC-Sitzen habe in den vergangenen 12 bis 18 Monaten intern viel umstrukturiert. „Während wir ursprünglich viel für den Baumarkt produziert haben, stellen wir seit einiger Zeit die eigene Marke mehr in den Vordergrund“, betont Englich-Fürtges. Zur SHK Essen, ein Heimspiel für das Unternehmen aus der Ruhrgebietsmetropole, gibt es deshalb auch einen neuen Katalog von Bemis. „Wir betonen auch unsere eigenen Stärken mehr“, so der Marketingchef. Dazu gehört etwa ein neuer, leicht abnehmbarer WC-Sitz, der besser gereinigt werden kann. Auch Nachhaltigkeit ist für die Essener ein Thema. Holzsitze werden bei Bemis aus Holzmehl gefertigt, das wiederum aus Restholz gewonnen wird. Im Vertrieb fährt Bemis zweigleisig. Die Essener verkaufen sowohl an Handwerker als auch an Endkunden. Unmut in der Branche gebe es deshalb nicht, so Englich-Fürtges, weil der Handwerker für den Austausch eines WC-Sitzes ohnehin kaum Zeit habe. Um dem Handwerker die Arbeit zu erleichtern, hat Bemis einen neuen Sitz entwickelt, der einfach zu befestigen ist.

Matthias Englich-Fürtges und seine Kollegin Vanessa Schulte führen den WC-Sitz mit einfacher Befestigung von Bemis vor

Remko

„Die Wärmepumpe ist ein Selbstläufer“, sagt Toni Kratzel, Geschäftsführer von Remko in Lage. „Wir sind mit der Entwicklung zufrieden.“ Allerdings muss auch Remko sich sehr stark um das Thema Beschaffung kümmern, denn oft fehlen nach Kratzels Worten einzelne Komponenten. „Manche Hersteller machen keine konkreten Angaben zu Lieferzeiten von Komponenten“, so Kratzel. Der Trend zur Wärmepumpe wird seiner Meinung nach weiter anhalten. Remko werde in diesem Jahr wachsen und wolle auch weiter wachsen – „aber nicht um jeden Preis“, meint Kratzel. Eine rege Nachfrage erwarte Remko im Bereich der Sanierung. Wie sich die Marktanteile der Wärmepumpenhersteller in den nächsten fünf Jahren verteilen, ist nach Kratzels Einschätzung noch nicht klar. Der Mittelständler aus Ostwestfalen unterstützt die Handwerker beim Einbau von Wärmepumpen stark. Im Gegensatz zu anderen Herstellern gibt es bei Remko eine technische Beratung und auch eine Montagehilfe durch Remko-Techniker vor Ort kostenlos. Neben den Wärmepumpen spürt Remko wegen der Energiekrise in einem anderen Bereich eine höhere Nachfrage, und zwar bei mobilen Ölheizungen. „Gewerbetreibende bereiten sich auf den worst case vor und ordern verstärkt unsere mobilen Ölheizungen“, berichtet Kratzel.

Toni Kratzel: Remko will wachsen – aber nicht um jeden Preis

Wilo

Sehr zufrieden mit dem Deutschland-Geschäft ist Wilo, wie Verkaufsleiter Building Solutions Torsten Grüter berichtet. Der künftige Geschäftsführer der deutschen Vertriebsgesellschaft des Dortmunder Pumpenherstellers (siehe Personalien) sagt, die Nachfrage nach intelligenten Lösungen sei hoch. Die Auslieferungsmenge sei – trotz limitierter Chips – sehr groß. „Es wird derzeit viel eingelagert“, vermutet Grüter. Neu auf den Markt bringt Wilo eine Inline-Trockenläuferpumpe. Die Wilo-Yonos GIGA 2.0-I zeichnet sich nach Angaben des Unternehmens durch ihre hohe Effizienz aus und eignet sich ideal für die Förderung großer Wassermengen über große Förderhöhen in Heiz- und Kaltwasser-Anwendungen in der Gebäudeautomation. Zudem präsentierten die Dortmunder ein neues Modell ihrer etablierten Hocheffizienzpumpe Wilo-Stratos PICO plus. Die kompakte Nassläufer-Umwälzpumpe erhält ein neues, vollgrafisches 2"-TFT-Display und erleichtert so Installation und Inbetriebnahme nochmals deutlich. Zudem gibt es ein überarbeitetes Angebot zur Fernüberwachung von Pumpen und Pumpensystemen. Kundinnen und Kunden können WiloCare zu ihrem Comfortoder Premium-Instandhaltungsvertrag hinzubuchen. So ergänzen sie die regelmäßigen Wartungen durch den Wilo-eigenen Werkskundendienst um den ständigen digitalen Zugriff auf ihre Anlagen.

Auch die sanitär + heizungnews war auf der SHK Essen vertreten

Remeha

„Der Preis spielt eine untergeordnete Rolle, es geht nur um Verfügbarkeit“, erläutert Stefan Reinermann, Marketingleiter bei Remeha, die Marktsituation. Das große Thema ist natürlich auch bei der Tochter der BDR Thermea Group die Wärmepumpe. „Die Nachfrage im Bestand wird größer“, stellt Reinermann fest. Im Neubau würden eher kleinere Wärmepumpen gefragt. Aber auch Gaskessel gehen weiter. „Wir verkaufen, was wir liefern können“, sagt Reinermann und ergänzt: „Wir könnten noch mehr verkaufen.“ Seitens des Handwerks gebe es zudem eine hohe Nachfrage nach Wärmepumpen-Schulungen. „Wir brauchen noch mehr Kapazitäten und neue Trainer“, erläutert der Marketingleiter. Durch den Remeha-Außendienst gebe es Unterstützung für die Installateure. Vor allem bei der Inbetriebnahme werde vom Handwerk oft Hilfe nachgefragt. Natürlich sei dieser Service kostenlos, so Reinermann.

Franz Killinger, Vertriebsleiter von Remeha, präsentiert die Wärmepumpe Tensio C

Patricia Rieth zeigt die neue Einsteigerlösung von Bosch

Bosch

Mit der Compress 6800i AW zeigt Bosch auf der SHK Essen eine Neuheit unter seinen Wärmepumpen. „Das Gerät mit dem Kältemittel R 290 kommt Ende des Jahres auf den Markt“, wie PR-Managerin Patricia Rieth erläutert. Die Wärmepumpe werde dann auch lieferbar sein, weil ein Bestand aufgebaut werde, versichert Rieth. Schon verfügbar seit August ist eine neue Warm-Wasser-Wärmepumpe. Diese bietet Bosch als „preisattraktive Einsteigerlösung“ an.

Windhager

Neu ins Wärmepumpengeschäft steigt der Hersteller Windhager ein. Die Österreicher nutzten die SHK Essen, um ihre erste Wärmepumpe vorzustellen. „Wir beginnen jetzt erst mit der Wärmepumpe“, sagt Stefan Gubi, Geschäftsführer des Spezialisten von Heizlösungen für Holz, Pellets und Hackgut. Mitte 2023 soll das neue Werk von Windhager in Pinsdorf fertig sein und dann soll es mit der Wärmepumpe richtig losgehen. Für Gubi allerdings ist die Wärmepumpe „kein Allheilmittel“. Sie brauche Strom und dieser müsse ja irgendwo herkommen. Windhager setzt deshalb stark auf Hybridlösungen. Gubi sieht im Markt zur Zeit eine große Verunsicherung, die durch die Politik hervorgerufen werde. „Es gibt eine andere Sicht der Dinge als die populistische Saga der Politik“, meint Gubi. „In der Politik herrscht viel Unwissen.“ Hart kritisiert er die Diskussion um ein Pelletverbot: „Schlimmer kann es nicht kommen.“ Zudem würden die Stromproduzenten die Preise auf dem Energiemarkt diktieren. Hier sei die Politik gefragt. Pelletieren müsse zum Ursprungspreis zurück. Das gesamte Marktverhalten bringt Stefan Gubi mit den Worten auf den Punkt: „Gier schlägt Hirn!“

Windhager-Geschäftsführer Stefan Gubi mit der ersten Wärmepumpe des Unternehmens

LG Electronics

„Wir sind Newcomer im Heizungsmarkt. Als Seiteneinsteiger aus der Klimatechnik haben wir nicht so die Marktdurchdringung“, übt sich Andreas Gelbke in Understatement. Doch der Director Air Solution bei LG Electronics berichtet zugleich: „Seitens des Handels gibt es immer mehr Interesse an unseren Wärmepumpen.“ Auch seien junge Heizungsbauer flexibler und nicht so sehr an eine Marke gebunden. „Es läuft richtig gut“, ist Gelbke denn auch zufrieden.

Andreas Gelbke: Das Interesse an LG-Wärmepumpen steigt

Beate Vetter erläutert den Unterrichtskoffer von GROHE

LG sei zudem lieferfähig. „Was bis Ende des Jahres bestellt ist, wird geliefert“, verspricht Gelbke. Asiaten könnten viel und schnell produzieren. Für den südkoreanischen Konzern blickt er positiv in die Zukunft. „Bei dem, was politisch gewollt ist, ist für jeden Musik drin“, ist er überzeugt. Im Moment gebe es im Heizungsbau eine Zeitenwende. „Wer bisher vorne war, muss es bei der Wärmepumpe längst nicht sein“, so Gelbke. Derzeit gebe es eine komplette Verschiebung. „Es ist eine spannende, super Zeit“, schätzt Gelbke die Situation ein. „Aber“, so meint er, „es ist für alle genug da.“ Ein Verdrängungswettbewerb sei nicht nötig. Die im vergangenen Jahr eingeführte Monoblock-Wärmepumpe ist nach Gelbkes Worten ein Bestseller. Diese könne der Heizungsbauer auch schnell installieren, sieht er einen Vorteil. „Das Feedback von neuen Kunden ist positiv und sie bleiben bei uns“, ist Andreas Gelbke überzeugt.

GROHE

Die Produkte von „Grohe professional“, Nachhaltigkeit und Nachwuchswerbung waren die Kernthemen am Messestand von GROHE. Eine energiesparende Armatur und eine wassersparende Dusche mit neun Litern Durchfluss sind Beispiele für nachhaltige Lösungen. Für die Nachwuchswerbung unterstützt GROHE Bildungseinrichtungen und Schulen, wie Mar- ketingleiterin Beate Vetter erläutert. Dafür hat der Badausstatter einen Unterrichtskoffer entwickelt. Diesen erhalten Dozenten, wenn sie zwei Online-Trainingsstunden absolviert haben. „Der Koffer wird gut angenommen“, betont Heiko Middendorf, Leiter des GROHE-Trainingszentrums. Das Unterrichtsmaterial gebe es auch als Power-Point-Präsentation. Werbung für die Marke finde in den Schulen jedoch nicht statt. Auf ein Ereignis freut sich GROHE schon jetzt: Vom 2. bis zum 4. November 2022 finden die World Skills des SHK-Handwerks bei Grohe in Lahr statt.

Taifun

Die Digitalisierung für das Handwerk vorantreiben will die Taifun Gruppe, wie Geschäftsführer Dominik Hartmann sagt. Durch Übernahmen entsteht unter dem Dach von Taifun eine Gruppe aus mehreren Software-Unternehmen. Die Branche sei derzeit mit 170 Lösungen durch alle Gewerbe sehr zerklüftet. „Taifun hat mittlerweile 161 Mitarbeiter und 8.500 Kunden“, erläutert der stellvertretende Vertriebsleiter Michael Falke. In den letzten Jahren habe es eine große Dynamik gegeben. Ältere Installateure seien zwar oft skeptisch, aber „die jungen Wilden im Handwerk drängen nach“, begründet Hartmann das Wachsen des Geschäfts. Mit der Software von Taifun kann der Handwerker seine komplette Büroarbeit erledigen, aber auch vor Ort an der Baustelle sein Bautagebuch führen und Fotos dokumentieren. „Taifun bietet einen Zugang, der mit allen sprechen kann, zum Beispiel auch mit 600 Großhändlern“, nennt Hartmann einen weiteren Vorteil für den SHK-Handwerker.

Michael Falke (li.) und Dominik Hartmann: Taifun will dem Handwerker die Arbeit erleichtern