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AUGUSTINUS IN KARTHAGO


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Antike Welt - epaper ⋅ Ausgabe 6/2021 vom 18.11.2021

Vom Wetter ist nichts überliefert an jenem Tag im Juni des Jahres 401 n. Chr., als Augustinus von Hippo sich für eine Predigt in Karthago aufhielt (Abb. 1. 2). Die Stimmung aber war aufgeheizt. Ungeduldig angesichts des zögerlichen Klerus hatten Mitglieder der christlichen Gemeinde sich an einer Statue des Herkules zu schaffen gemacht und dessen frisch vergoldeten Bart kurzerhand abgeschabt. Dergleichen war nicht ungefährlich. Eine ähnliche Aktion in der Stadt Sufes hatte die immer noch zahlreichen Anhänger der alten Götter zu einer gewalttätigen Reaktion provoziert. 60 Christen fanden den Tod. Sicher hatte Augustinus auch das im Kopf, als er versuchte, die Aufmerksamkeit auf weniger konfrontative Formen der Auseinandersetzung zu lenken. Der erst wenige Jahre amtierende Bischof des weiter westlich gelegenen Hippo Regius (im heutigen Algerien), ein Freund des örtlichen Kirchenoberhauptes Aurelius, ...

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Bildquelle: Antike Welt, Ausgabe 6/2021

Abb. 1 Älteste bekannte Darstellung Augustins aus der Lateranbasilika, Rom (6. Jh.).
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... nahm das Ereignis um den rasierten Gott zum Anlass, sein Bild vom wahren Christentum zu entfalten. Das sei schon in Ordnung gewesen, dem Herkules den Bart zu stutzen, erklärte er der Gemeinde, aber eigentlich komme es darauf an, den Aberglauben selbst auszuradieren. Und davon vermutete Augustinus in manchem Zuhörer noch mehr als ihm lieb war. Die Götterstatuen seien am Ende doch nur seelenlose Steine. Was zähle, sei der eigene Lebenswandel. Für dieses Mal, so scheint es, gelang es Augustinus, die religiösen Energien seiner Hörer zu bändigen.

Gefährliche Feste

Wie schwierig es auf der anderen Seite sein konnte, der Gemeinde die erwünschte Distanz zur nichtchristlichen Umwelt einzubläuen, hatte Augustinus zwei Jahre zuvor selbst erfahren. Im März 399 n. Chr. hatte er schon einmal in Karthago gesprochen und auch damals hatte er auf das aktuelle Geschehen in der Stadt Bezug nehmen können. Karthago feierte gerade die Neugründung der Stadt, denn das alte Zentrum des karthagischen Reiches, eine phönizische Kolonie aus dem 9. oder 8. Jh. v. Chr., war von den Römern im dritten und letzten Punischen Krieg 146 v. Chr. zerstört worden. Aber schon Caesar, 100 Jahre später, erlaubte den Wiederaufbau, den Augustus eifrig vorantrieb. Dass sich die Stadt so schnell erholte und zu Augustins Zeiten längst wieder als eine der Perlen des Reiches galt, bezeugt ihre wichtige strategische Lage. Ohne afrikanisches Getreide und Öl und ohne die Häfen, in denen es verschifft wurde, wären die Stadtrömer binnen kurzer Frist in Hunger und Revolte versunken. Aber auch intellektuell brauchten sich die nordafrikanischen Provinzen nicht zu verstecken. Im Gegenteil: Eine beträchtliche Anzahl wichtiger Denker und Schriftsteller kamen aus Nordafrika. So der Philosoph und Romanautor Apuleius, dessen hintergründig humorvoller Verwandlungsroman Goldener Esel viel gelesen wurde, und nicht zuletzt einige bedeutende frühchristliche Autoren. Die ältesten erhaltenen lateinischen Texte zur christlichen Theologie stammen aus der Feder Tertullians, eines Karthagers.

Auf diese stolze und vielfältige Geschichte blickte die Stadt zurück, als sie sich zu ausgelassenen Feiern traf mit Banketten und Gelagen, bei denen sicher reichlich Alkohol floss. Auch wurde, und das war für Augustinus das größere Problem, eine Büste des genium Carthaginis – die mittlerweile bei Ausgrabungen gefundene steinerne Verkörperung der Stadt –, verehrt (Abb. 3). Nicht jeder nahm an diesem Stein in gleicher Weise Anstoß. Man entgegnete dem Prediger, das sei ja gar kein Gott wie Mars oder Merkur, sondern eher eine Art Symbol und also nicht weiter bedenklich. Auf so eine Säkularisierung wollte sich Augustinus nicht einlassen. Man saß zusammen mit Nicht-Christen beim Opfermahl und es waren Altäre in der Nähe. Dass sich schwache Christen von so viel Heidentum nicht doch irgendwie beeinflussen ließen, schien dem Bischof offenbar ausgeschlossen.

Das Theater zwischen Kult und Kultur

Neben öffentlichen Festen waren es die Theatervorstellungen, die dem Klerus Sorge bereiteten. Wie kein zweites Gebäude stand das spätantike Theater für Einheit und Zwietracht in der Stadtgemeinde (Abb. 4). In einer Welt ohne Kino, Konzertsaal und Fußballstadion ist das Theater alles zusammen. Hier traf man sich, hier sah man und ließ sich sehen, nicht zuletzt vom anderen Geschlecht. Aber die dargebrachten Stücke waren nicht nur mitunter recht derb und voll von Verweisen auf die pagane Mythologie; mancher mochte das als bloßes Bildungsgut verstehen, so wie heute niemand mehr Christ sein muss, um die Matthäuspassion zu mögen. Feste und Spiele waren immer auch Kulthandlungen zu Ehren der Götter, was dem kulturellen Ereignis eine sakrale Dimension gab und sie für die Kirchenoberen unmöglich machte. Als junger Mann war Augustinus selbst der Magie des Schauspiels erlegen. Falsche Bilder fragwürdiger Leidenschaften sah er nun rückblickend darin. Andere hatten weiterhin Spaß.

Ähnliches galt für die reich geschmückten Tempel, die Weihgaben und Statuen, in denen die einen noch die Macht der traditionellen Götter spürten, die anderen nur mehr hübsche Gegenstände sahen – und die wieder andere am liebsten zerschmettert hätten. Auch am fernen Kaiserhof in Ravenna blickte man misstrauisch auf die alten Kultbilder. In eben den Tagen, da sich Augustinus (womöglich nicht ganz zufällig) in Karthago aufhielt, waren Gesandte des Honorius gekommen, um die in Gesetzen so oft angemahnten und ebenso oft ignorierten Zerstörungen heidnischer Kultbilder endlich ins Werk zu setzen. Eine gute Sache, fand Augustinus. Aber es genügt nicht. Ein Christ muss auch mit dem Herzen ganz dabei, ganz in der Kirche sein und nicht da draußen bei den frivolen Festivitäten. Wenn die Bürger Karthagos anständig, sprich: christlich, lebten, dann – so argumentierte der Bischof – wären sie selbst das genium der Stadt. Das mag manche überzeugt haben oder auch nicht. Auffällig ist, wie oft Augustinus sich zu solchen Ermahnungen genötigt sah.

Vielfalt der Christentümer, Konkurrenz für die Kirche

Der skeptische Blick des Bischofs auf das bunte Treiben in Karthago kommt nicht von ungefähr. Seit er sie als Student zum ersten Mal betreten hatte, wusste Augustinus um die gefährlichen Reize der nicht nur intellektuell anregenden Großstadt, deren ethnische, sprachliche und auch religiöse Vielfalt Zeitgenossen wie Nachgeborene beeindruckt. Natürlich sprach man bevorzugt Latein und Augustinus selbst brachte es als Professor der Rhetorik zu wahrer Meisterschaft in dieser Sprache. Anders sah es mit der zweiten Weltsprache aus, dem Griechischen, das in der östlichen Reichshälfte trotz jahrhundertelanger römischer Herrschaft dominant blieb. Für hochgelehrte Angelegenheiten war es immer noch das Mittel der Wahl und dass ein Denker vom Format Augustins ohne tiefere Kenntnisse dieser Sprache wirken konnte, deutet die nicht nur politische Teilung des Reiches an.

Auch religiös bestand Einheit mehr in dem Anspruch, den pompöse kaiserliche Formeln auf die Gestaltung der konfessionellen Gegebenheiten erhoben. Vor Ort blieb die Lage bunter. Und so warnt Augustinus in derselben Predigt vor Heiden, Juden und Häretikern, womit eine ganze Reihe heterodoxer Bekenntnisse gemeint ist. Denn selbst unter den Christen waren die Katholiken nicht allein, nicht einmal mit ihrem Namen. Den beanspruchten auch ihre schärfsten Konkurrenten in Afrika: jene Gruppe von Christen, die sich zu Beginn des 4. Jhs. n. Chr. von der Mehrheitskirche entfernt hatte und die nach einem ihrer ersten Führer «Donatisten» genannt wurde. Zwar handelte es sich bei ihnen um ein auf Nordafrika beschränktes Phänomen, keinesfalls aber waren sie eine Minderheit. In vielen Gemeinden, besonders im Landesinneren, wo es nicht schaden konnte, wenn man etwas Punisch sprach, fühlte sich der überwiegende Teil der Gläubigen der «heiligen und unbefleckten» (sancta et immaculata) Kirche, so ihre Selbstbeschreibung, zugehörig (Abb. 5). Man berief sich auf die vielen, in Schreinen und Texten lebendigen Märtyrer, die Afrika in Zeiten der Verfolgung hervorgebracht hatte, darunter Cyprian, den bedeutenden Bischof von Karthago, der im Jahr 258 n. Chr. für seinen Glauben starb. Ihren Gegnern warfen sie vor, dem Druck der Verfolgungen nachgegeben zu haben. Dass Leute wie Augustinus, der in Streitgesprächen, Pamphleten und Petitionen viele Jahre seines Lebens dem Kampf gegen den Donatismus widmen sollte, sie nun erneut bedrängten und zur Rückkehr in die Großkirche zwingen wollten, empfanden die Donatisten als Fortsetzung dieser Verfolgungen.

Andere Spielarten des Christentums sahen sich ebenfalls Repressalien ausgesetzt. Dazu gehörten vor allem die homöischen Christen, von ihren katholischen Gegnern Arianer genannt, die Jesus zwar als gottähnlich ansahen, nicht aber als wesensgleich mit Gott, wie es die Konzilien von Nizäa (325 n. Chr.) und Konstantinopel (381 n. Chr.) festgeschrieben hatten. Wiederum andere Gruppen lassen sich heute mit den vom Mehrheitschristentum geprägten Augen nur schwer einordnen. Aber das macht sie nicht zu marginalen Erscheinungen. Da waren z. B. die Manichäer, strenge Asketen, die sich in allen größeren Städten des Reiches fanden, die eigene soziale Strukturen, eigene Texte, sogar Evangelien hatten und die auf interessierte Geister wie den jungen Augustinus und seine Freunde so attraktiv wirken konnten, dass sie sich ihnen anschlossen – trotz kaiserlicher Verbote. Die auf den persischen Verfasser spiritueller Texte Mani zurückgehende Religion des Manichäismus verband Elemente des Christentums, wie den Glauben an Jesus und den heiligen Geist, mit gnostischen, aus Weisheits- und Erlösungslehren entnommenen Elementen zu einem Dualismus von guten und bösen Substanzen, dessen materialistischer Anstrich auf Augustinus, der als junger Mann mit intellektuellem Anspruch nach Karthago kam, außerordentlich rational gewirkt hatte. Viel verständlicher jedenfalls als die kruden (und schlecht geschriebenen) Geschichten über Jahrhunderte alte jüdische Patriarchen. Weite Teile des Alten Testaments lehnten die Manichäer als Fälschung ab. Dass Augustinus sich später mit großer Vehemenz gegen seine ehemaligen Brüder und Schwestern wandte, war schon für manchen Zeitgenossen der durchschaubare Versuch, von den manichäischen Resten in seiner Theologie abzulenken. Für ihn war es der Schritt zur Wahrheit.

Gott in der Kirche, Amulette im Alltag

Bei diesem Kampf um das Alte Testament, die vorchristliche Grundlage des Christentums, spielte eine weitere Religionsgemeinschaft eine besondere Rolle: die Juden. In einer Auseinandersetzung mit dem im fernen Bethlehem weilenden großen Gelehrten Hieronymus – es ging um Fragen der Übersetzung – riet dieser Augustinus spürbar gereizt, wenn er schon selbst kein Hebräisch könne, doch einfach einen Juden zu fragen. Ein Hinweis nicht nur auf die Präsenz jüdischer Gemeinden in Nordafrika, sondern auch auf die Möglichkeit eines, trotz aller unbestreitbar antijüdischen Elemente in vielen (auch augustinischen) christlichen Äußerungen, eher unkomplizierten Umgangs. Wer nur die großen Traktate liest, die theologischen Abgrenzungen, den eloquenten Hass, der übersieht diese Ebene. Dass sich das Gegeneinander verschiedener religiöser Bekenntnisse stets vor einem Hintergrund des Neben- und Miteinander abgespielt hat, wird in jüngeren Forschungen immer stärker betont. Allzu leicht fällt es, die von kirchlichen Führern gepredigte Moral für die ihrer Gemeinde oder gar für die gesellschaftliche Wirklichkeit zu halten. Augustins Bemühungen zeigen hingegen, dass es nicht nur darum ging, vom Zuhörer als gutem Christen dies und das zu fordern – man musste ihn erst einmal als Christen ansprechen, ihn auf sein Selbstverständnis als Christen verpflichten. Allzu oft entzogen die Leute sich, hatten andere, weniger am Religiösen orientierte Prioritäten oder passten das christliche Angebot nach eigenen Vorstellungen in ihren Alltag ein.

Augustinus musste die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn er erfuhr, dass manch einer in seiner Gemeinde sehr wohl an Gott glaubte, wenn es um Leben und Tod, um Jenseits und Heil ging, für die kleinen Probleme des Alltags aber doch lieber ein Amulett bei sich trug (Abb. 6). Für einen guten Geschäftsabschluss, so die Rechtfertigung, wollte man den gestaltlosen Herrn der Welt nicht belästigen.

War das nun Heidentum? Halbchristentum? Der Nutzen solcher Kategorien ist begrenzt, die Vielfalt der Phänomene kaum. Was also früher selbstbewusst als Siegeszug des Christentums apostrophiert wurde, ist mindestens so sehr der Triumph einer bestimmten Religion wie der einer bestimmten Vorstellung von Religiosität. Und es bleibt eine offene Frage, wie erfolgreich die Moral der Bischöfe am Ende tatsächlich war.

Wie wandelbar die religiöse Landschaft insgesamt blieb, wird deutlich, als kurz nach Augustins Tod, unter der Herrschaft der germanischen Vandalen, die homöischen Christen noch einmal für gute 100 Jahre die Oberhand bekommen sollten. Und als Karthago im Jahr 698 in die Hände arabischer Truppen fällt, betritt mit dem Islam die nächste Religion den Schauplatz Nordafrikas.

Adresse des Autors

Kai Preuß, M.A. Department Geschichte Lehrstuhl für Alte Geschichte Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-nürnberg Kochstraße 4 (Briefkasten 8) D-91054 Erlangen

Bildnachweis

Abb. 1: akg-images / Pirozzi; 2: Universitätsbibliothek Erfurt; 3: SvenZ – Wikimedia Commons; 4: akg-images / François Guénet; 5: akg-images / De Agostini Picture Lib. / C. Sappa; 6: © The Trustees of the British Museum.

Literatur

P. BRoWn, Augustinus von Hippo (2000).

R. L. FoX, Augustinus. Bekenntnisse und Bekehrungen im Leben eines antiken Menschen (2017).

T. FUHRER, genium Carthaginis – Augustin als Prediger in Karthago, in: Römische Quartalsschrift 114 (2019) 218−233.

H. LEPPin, Die frühen Christen. Von den Anfängen bis Konstantin (2018).

B. D. SHAW, Sacred Violence. African Christians and sectarian hatred in the age of Augustine (2011).