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Aus Feuer wird Kunst


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Westfalium - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 13.11.2021

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Bildquelle: Westfalium, Ausgabe 4/2021

In großen Waldgebieten war das Glasmacherhandwerk früher einer der wenigen, lukrativen Erwerbszweige. Hier gab es genug Holz für die Herstellung von Holzkohle und Pottasche und bis heute stellen die Glasmacher ihr Gemenge aus Quarzsand, Pottasche, Soda und Kalk noch selber zusammen. Für die Landesherren waren die Glashütten bis weit ins 18. Jahrhundert eine gute Einnahmequelle. Wo es genug Wald gab, siedelte man Köhler und Pottaschebrenner an, um die energiehungrigen Glasöfen zu versorgen. Sogenannte Waldglashütten zogen als Wanderbetriebe den Köhlern hinterdrein. Denn war ein ...

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... Waldgebiet ausgebeutet, musste man weiterziehen. Rund um Bad Driburg und im Waldeck´schen entstanden so regelrechte Zentren der Glasmacherei und noch heute kennen die Förster die Stellen im Wald, wo die Glashütten einst gestanden haben.

Die modernen Glasmacher von heute sind sesshaft geworden. Denn längst werden die Schmelzöfen nicht mehr mit Holzkohle, sondern mit Gas befeuert. Und in Willingen erlebt man das traditionelle Handwerk im wahrsten Sinne des Wortes in einer gläsernen Manufaktur. Neugierige Besucher, die Mut und Lust haben, können sich sogar selber als Glasmacher versuchen und unter Anleitung ihr ganz persönliches Glas herstellen. Wenn es vollständig abgekühlt ist, kann man es dann am nächsten Tag abholen. Aber auch wer nur zugucken will, kann im dazugehörigen Shop verschiedenste Souvenirs wie Schmuck, Vasen oder Glastiere erwerben.

Ein Glasmacher ist übrigens nicht immer auch ein Glasbläser. Auch wenn beide in die sogenannte Glasmacherpfeife blasen. Im Unterschied zum Glasmacher, arbeitet der Glasbläser „vor der Lampe“, also an einem offenen Brenner, und stellt seine Produkte aus Halbfabrikaten wie Glasröhren oder Glasstäben her. Aber solche Unterschiede kann man sich bei einem Besuch in Willingen genau erklären lassen. Und in der Tat begann die Geschichte der Glasbläserei im 18. Jahrhundert mit der Herstellung von Christbaumkugeln. „Planung ist unabdingbar,“ erklärt der Inhaber der Manufaktur, Antonius Vogtland: “Schon bevor der Glasbläser anfängt, die Glasstäbe zu erhitzen, macht er sich Gedanken zu Form, Proportionen und Färbung. Das flüssige Glas wird dann zurechtgeschnitten, aufgezogen, gewickelt und eingefärbt. Beim Design kann der Phantasie freien Lauf gelassen werden und am Ende wird sich mancher fragen, wie er das wohl gemacht hat!“

Die Glasmanufaktur in Willingen bietet jedoch erheblich mehr als gläserne Souvenirs. Denn die edlen Glasserien des Hauses begeistern auch die Spitzengastronomie. „Die Glasmanufaktur ist lediglich die Basis unseres Tuns,“ sagt Antonius Vogtland. Gutes und Besonderes entsteht hier in handwerklicher Arbeit. „Vom perfekt geformten Kelch zum filigranen Stiel erkennt man an unseren Weingläsern keine Naht. Ein perfektes Glas schwingt leicht mit und erlaubt dem edlen Inhalt, sein volles Aroma zu entfalten. Eine ausgewogene Balance mit einem angenehmen Klang beim Anstoßen“, so der Glasfachmann. Ein weiteres Angebot der Glasmanufaktur sind meisterhafte Gravuren. Diese können auch in größerer Stückzahl gefertigt werden, zum Beispiel mit dem Logo eines Restaurants. So bekommt jedes Glas einen individuellen Touch. Schöne Gläser sind in Willingen eine Inspiration.

Herbert F. Gruber

Original Willinger Glasmanufaktur, Zur Hoppecke 9, 34508 Willingen, Öffnungszeiten Shop Mo-Fr 10:00- 17:00 Uhr, Sa 10:00-16:00 Uhr, Vorführungen (Dauer 40 Minuten) Mo-Fr 10:00 Uhr, 11:30 Uhr, 14:00 Uhr und 15:30 Uhr, Tel. 05632/985515, www.glasmanufaktur-willingen.de