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Außen HUI – und innen auch


Reiterjournal - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 20.09.2019

Zur diesjährigen Equitana in Essen haben die Hersteller wieder eine ganze Reihe neuer Pferdeanhänger auf den Markt gebracht oder bereits bekannte Modelle überarbeitet. Zu beobachten sind viele interessante Ausstattungsideen sowie häufig ein sehr gefälliges Design der Aufbauten.


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Auffälliges Design mit einem Lichtbogen, der innen für viel natürliches Licht sorgt: der Böckmann Neo


Foto: Böckmann

Verfügt über eine Zwangsbelüftung: der Planenlift mit integriertem Netz über der Heckklappe des Böckmann Grand Master


Foto: Böckmann

Als weltgrößte Pferdefachmesse ist die Equitana in Essen alle zwei Jahre der Motor für ...

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Als weltgrößte Pferdefachmesse ist die Equitana in Essen alle zwei Jahre der Motor für ein Feuerwerk an Innovationen. Unter den rund 750 Ausstellern aus über 30 Ländern waren auch viele Hersteller von Anhängern und Pferdetransportern, die ihre neuen oder überarbeiteten Modelle präsentiert haben. Aber auch nach der Messe im Frühjahr sind weitere interessante Fahrzeuge auf den Markt gekommen, von denen wir im Folgenden einige vorstellen.
Drei neue Anhängermodelle gibt es vonBöckmann . Weltpremiere bei der Equitana hatte der seit Juni lieferbare Neo. Sein auffällig designter Vollpoly-Aufbau ist in vielen Farben liefer- und zudem individuell gestaltbar. Besonderheit des Neo ist ein neues Lichtkonzept: Ein Lichtbogen sorgt für viel natürliches Licht und hat laut Böckmann im Vergleich zu bisherigen Panoramafenstern den Vorteil, dass die Pferde durch den Gegenverkehr nicht geblendet werden. Getönte aufstellbare Seitenfenster sorgen innen für noch mehr Helligkeit sowie für gute Belüftung. Den für maximal 2700 kg zugelassenen Hänger gibt es in zwei Größen: mit innen 3,78 m Länge als Neo und mit 4,08 m als Neo L. Der Neo hat eine Sattelkammer, der L alternativ auch einen begehbaren Sattelraum mit mannshoher Tür. Dort untergebrachtes Material kann sowohl nach außen als auch zum Pferdeabteil hin entnommen werden. Dank der vorn und hinten schwenkbaren Mittelpfostentrennwand kann ein Pferd im Hänger zum Reiten vorbereitet werden. Zudem haben beide Varianten von weiß auf blau umschaltbares LED-Innenraumlicht, das während des Transports beruhigend auf die Tiere wirkt. Zu haben ist der Neo ab 14 980 Euro. Der Neo L kostet mit Sattelkammer 15 980 Euro, mit Sattelraum 17 980 Euro.
Auch der neue Big Portax Stall bietet etwas Besonderes: ein hinten 2,00 m und vorn knapp 2,30 m hohes Trennwandsystem, das den Transport zweier Pferde ermöglicht, ohne dass sie in Kontakt kommen. Um Kontakt auch beim Verladen zu vermeiden, kann der hintere Trennwandteil mit einem zusätzlichen Aufsatzgitter versehen werden. Damit eignet sich der 22 465 Euro kostende Hänger auch zum Transport zweier Hengste. Die Tür im vorderen Trennwandbereich kann zu beiden Seiten geschwenkt und bei Bedarf ganz herausgenommen werden, wodurch Vorbereiten und Aufsatteln der Pferde im Anhänger möglich ist. Dank zweier Türen vom Sattel- zum Pferderaum sind beide Rösser unabhängig voneinander erreichbar. Schon seit Dezember 2018 gibt es den Grand Master, bei dessen Entwicklung großes Augenmerk auf funktionaler Ausstattung lag. Als 13 560 Euro kostender SKA hat er eine von außen und innen zugängliche Sattelkammer. Die Westernversion ist 270 Euro teurer. Als SR für 14 610 Euro bietet er einen vollausgestatteten begehbaren Sattelraum mit mannshoher innerer Zugangstür. Schwenkund arretierbare Sattelhalter machen das Be- und Entladen der Sättel einfach, daneben bieten serienmäßige Regale und Ablageflächen viel Stauraum. 3,90 m Innenlänge lassen zudem viel Platz für Pferd und Reiter. Wie der Neo hat auch der Grand Master umschaltbares LED-Innenraumlicht.
Bücker bietet seinen bisher nur in Vollpolyester erhältlichen Careliner M nun auch als Aluminium-Polyester-Modell an. Die Innenmaße von 3,47 m Länge, 1,69 m Breite und 2,39 m Höhe sowie serienmäßig 2400 kg Gesamtgewicht entsprechen dem Vollpoly-Bruder, ebenso die 100-km/h-Zulassung. Optional lässt sich der Careliner Alu auf 2700 kg auflasten, so dass auch schwerere Pferde transportiert werden können. Der Aluminium-GFK-Haubenträger-Mix bewirkt nicht nur ein flä chenbündiges aerodynamisches Design, sondern auch rund 40 kg Gewichtsreduzierung, was sich beides spritsparend auswirkt. Ansonsten gehören unter anderem eine große Panoramascheibe und eine von weiß auf blau umschaltbare Bi-Color-LED-Beleuchtung zur Serienausstattung. Zudem ist er genauso vielseitig konfigurierbar wie die Polyesterversion. Bis Ende 2019 gilt ein Einführungspreis von 8690 Euro. Danach kostet er 9690 Euro.

Die LED-Umfeldbeleuchtung am Heck des Careliner von Bücker macht das Verladen bei Dunkelheit sicherer.


Foto: Bücker

Der Careliner M von Bücker ist jetzt auch als ungewohntes Alu-Poly-Modell erhältlich.


Foto: Bücker

Jetzt aus Sicherheitsglas statt aus Kunststoff und mit neuer Optik: die Front- und Seitenfenster des Cheval Liberté Gold 3


Foto: Cheval Liberté

Speziell für den Transport von Island-Pferden: der Fautras Oblic Icelandic


Foto: Fautras

Großer Innenraum: Dank extrabreitem Bug haben Pferde viel Freiraum im Humbaur Notos Xtra Pro


Foto: Humbaur

Hat den größten Stau- und Aufenthaltsraum aller Xtra-Modelle, dafür jedoch keinen Frontausstieg: der Humbaur Notos Xtra Up


Foto: Humbaur

Die Sattelkammer im Humbaur Notos Xtra Pro mit Sattelhalter, Regalböden und Klappsitz


Foto: Humbaur

Der neue Gold 3 vonCheval Liberté hat eine stabilere Heckrampe als sein Vorgänger. Die Front- und Seitenfenster des Alu-Poly-Hängers bestehen nun aus Sicherheitsglas statt aus Kunststoff und haben auch eine neue Optik. Zudem ist der Einstieg vorn durch die größere Servicetür jetzt einfacher. Beibehalten wurden innen zwei integrierte Wassertröge und das Pullman-2-Fahrwerk, das für ein ruhiges und somit für die Pferde stressarmes Fahrverhalten sorgen soll. Der ab 6990 Euro kostende Gold 3 ist serienmäßig für 2000 kg zugelassen, optional sind auch 2600 kg Gesamtgewicht möglich.
Seit Ende 2018 gibt es den speziell für den Transport von vier bis fünf Islandpferden oder anderen kleinen Equiden gebautenFautras Oblic Icelandic +4. Der Anhänger ist samt Trennwänden, Stangen und Fenstern tiefer gebaut, was bewirkt, dass die Tiere dank passender Begrenzungen im Vergleich zu größeren Hängern sicher stehen und die Chance haben, nach draußen zu schauen. Zudem stehen sie schräg zur Fahrtrichtung und können sich so beim Anfahren und Bremsen besser ausbalancieren. Zur Serienausstattung des 18 990 Euro kostenden Hängers gehören unter anderem ein Vollkunststoffboden mit rutschfester Gummimatte, zwei Flügeltüren hinten, Frontausstieg, eine begehbare Sattelkammer mit Sattel- und Trensenhaltern sowie ein Reserverad mit Schutzhülle. Für zwei oder drei Isländer gibt es die Modelle Olympium 300 und 360, die 10 490 bzw. 12 990 Euro kosten.

Als günstige Einstiegsmodelle hatHumbaur auf der Equitana die Equitos-Versionen Plywood Plus und Alu Plus präsentiert. Für 6187 Euro hat Ersterer mit UV-beständigem Kunststoff beschichtete Holz-Seitenwände und einen versiegelten 8-mm-Gummibelag als Schutz für den Holzboden. Die verriegelbare EquiLock-Trennwand und durchgehende, höhen- und längsverstellbare Brust- und Heckstangen mit Panikentriegelung sorgen für Transportsicherheit. Das mit Radstoßdämpfern ausgestattete EquiDrive-Fahrwerk soll für sicheres Fahrverhalten sorgen. Serienmäßig an Bord sind eine Sattelkammer mit Sattel- und Trensenhalter, Spiegel und Netz, Innenbeleuchtung und Heunetzring, getönte Ausstellfenster in der Polyhaube und ein Windschott für zugfreie Innenraumbelüftung.
Der fast identisch ausgestattete, 7615 Euro kostende Equitos Alu Plus unterscheidet sich vom Schwestermodell hauptsächlich durch den Aluaufbau und den unverrottbaren AluBiComp-Boden sowie durch geteilte Brust- und Heckstangen. Die für 2000 kg Gesamtmasse zugelassenen Anhänger bieten eine Nutzlast von 1137 kg (Aluversion) beziehungsweise 1142 kg (Holzvariante).
Ebenfalls neu von Humbaur ist der Notos Xtra. Vier Varianten stehen zur Auswahl: Basic, Pro, Eco und Up für 13 359, 13 727, 13 972 bzw. 14 230 Euro. Neben 2,7 Tonnen Maximalgewicht ist allen der große Innenraum mit extra breitem Bug und einer Standhöhe von 2,40 m gemein, der Pferden viel Freiraum lässt und Haltern die Turniervorbereitung im Anhänger erleichtern soll. Zur Serie gehören der Aufbau aus doppelwandigen, eloxierten Aluminiumprofilen mit beidseits zwei getönten Schiebefenstern, der AluBiComp-Boden, ein LEDArbeitsscheinwerfer und eine dritte Bremsleuchte. Ebenfalls serienmäßig ist das EquiDrive-plus-SFahrwerk mit Schraubenfederachsen und Radstoßdämpfern, das zusammen mit der Bereifung eine 100-km/h-Zulassung erlaubt.

Wichtigster Unterschied sind die Sattelkammern. Der Notos Xtra Basic hat eine von außen erreichbare Sattelkammer mit ausziehbarem Western-Sattelhalter, der Pro einen mannshohen, von innen und außen begehbaren Sattelraum inklusive Western-Sattelhalter, Regalböden und Klappsitz. Die Version Eco ist mit einem von innen und außen zugänglichen Raum mit dreh- und schwenkbarem Sattelhalter ausgestattet, wodurch man die Sättel leicht in den Laderaum holen und die Pferde dort für Turnier oder Ausritt vorbereiten kann. Dank der schrägen Trennwand zwischen Sattel- und Pferderaum können Basic, Pro und Eco optional mit Frontausstieg geordert werden. Im Vergleich dazu hat der Up den größten Stau- und Aufenthaltsraum aller Xtra-Modelle, der unter anderem mit Sattel- und Trensenhalter, Klappsitz, Stiefelknecht, Spiegel, Netz und Innenbeleuchtung ausgestattet ist. Aufgrund der Raumgröße und der dementsprechend gerade eingebauten Trennwand gibt es den Up jedoch nur ohne Frontausstieg.
VonIfor Williams hatten im März in Essen die beiden Serien HBE und HBX Premiere. Beide sind ausgestattet mit einem aerodynamischen Vollaluminiumaufbau inklusive stromlinienförmigem Dach, einem Federungssystem mit Parabol-Blattfeder-Aufhängung für gute Fahreigenschaften und einer Heckrampe-Tür-Kombination, bei der man einen Gabelstapler beim Laden bis direkt ans Anhängerheck fahren kann. Als Extra gibt es Leichtmetallfelgen und statt eines Frontausstiegs eine Sattelkammer mit höheneinstellbarer doppelter Sattelablage sowie zwei Ablage-Regalen, einer Aufhängemöglichkeit für Zaumzeug und Licht. Als leichtes, relativ preisgünstiges Einstiegsmodell fungiert für 8395 Euro der HBE 506, den es ausschließlich ohne Frontausstieg gibt. Mit Sattelkammer kostet der innen 3,26 m lange, 1,67 m breite und 2,29 m hohe, in Silber oder Schwarz erhältliche Hänger 8973 Euro. Vom HBX gibt es drei in Rot, Silber oder Schwarz lieferbare Versionen: den 403, einen Einer-Pferdeanhänger mit Frontausstieg, sowie den 506 und den 511, zwei Zweier-Pferdeanhänger, jeweils entweder preisgünstiger mit Frontausstieg oder etwas teurer mit Sattelkammer. Der 403 für 8925 Euro bietet mit 1,30 m mehr Standbreite als die Zweier, wodurch er sich laut Ifor Williams gut für den Transport nervöser, mehr Platz benötigender Pferde eignet. Die Versionen 506 (9603/9919 Euro) und 511 (10 389/10 508 Euro) unterscheiden sich nur durch ihre Abmessungen. Der 506 ist innen 3,26 m lang, 1,67 m breit und 2,29 m hoch, der 511 bei gleicher Höhe 37 cm länger und 12 cm breiter. Für alle drei HBX-Modelle gibt es serienmäßig zwei Seiten- und ein großes Frontfenster sowie als Extra das für den Equitana-Innovationspreis nominierte, allererste auf dem Markt erhältliche pferdehängerintegrierte Vorzelt. Neu beim niederländischen HerstellerSirius ist der S-77. Den 2,0-t-Anhänger gibt es in zwei Versionen: als Alu und Vollpoly. Der S-77 Alu hat 1,70 m hohe Bordwände. Mit seinen Innenabmessungen von 3,40 m Länge, 1,71 m Breite und 2,45 m Höhe ist er auch für große Pferde geeignet. Um nicht nur als Pferde-, sondern auch als Lastenanhänger genutzt werden zu können, verfügt er am Heck über eine Rampe-Tür-Kombination. Auf Wunsch hat er eine genügend Platz für große Westernsättel bietende Sattelkammer mit großer Zugangstür. Zu haben ist der S-77 Alu ab 7997 Euro. Für 143 Euro Aufpreis sind 2500 kg Maximalgewicht möglich. Der 9989 Euro kostende S-77 Poly hat im Vergleich zum Alu einen 25 cm längeren Innenraum. Überdies soll diese Version mit ihrem neuen Außendesign etwas fürs Auge bieten. Auch beim Polymodell ist die Rampe-Tür-Kombination Standard. Im Gegensatz zur Aluversion sind die Sattelkammer und ein Trittschutz an den Seitenwänden serienmäßig. Für 571 Euro Aufpreis gibt es ein Panoramafenster.

Der Einer-Hänger Ifor Williams HBX 403 bietet gut 40 cm mehr Standbreite als die Anhänger für zwei Pferde.


Foto: Ifor Williams

Mittels einer unauff ällig ins Dach integrierten Schiene lässt sich das Vorzelt ohne großen Aufwand an allen HBXModellen installieren


Foto: Ifor Williams

Bietet Platz für einen großen Turnierschrank: der Sattelraum im Steinsberger STH-100


Foto: Steinsberger

Der seit 2014 von der Eislinger FirmaSteinsberger produzierte STH-100 ist für 2019 überarbeitet worden. Die 30 mm starken Sandwichwände des 18 445 Euro kostenden Anhängers sind komplett isoliert. Das Bett in der Sattelkammer ist nunmehr hochkant gegenüber der Einstiegstür angeschlagen, um Platz für einen großen Turnierschrank zu haben, und wird entlang der Stirnseite heruntergeklappt. Schwenkbare Sattelhalter ermöglichen es, die Sättel herunterzunehmen, ohne hineinsteigen zu müssen. Eine über die ganze Breite der Sattelkammer reichende zweite Deckenablage sorgt für mehr Stauraum. Frischluft wird über eine große Dachluke und mittels eines ins Dach eingefügten Ventilators ins Pferdeabteil geleitet, in dem es auch LED-Beleuchtung gibt. Als Extra sind für die Rampe des 1485 kg Nutzlast bietenden 2,7-t-Hängers beidseitig Gatter erhältlich, die das Verladen junger Pferde und Fohlen erleichtern sollen. Ebenfalls auf Wunsch gibt es eine Funk-Überwachungskamera für den Innenraum und eine Rückfahrkamera.
Leicht verändert hatThiel den Matrix, den es in zwei Versionen gibt: Entweder können in dem innen 3,90 m langen, 1,96 m breiten und 2,36 m hohen Großraumanhänger zwei Pferde wie gewohnt vorwärts oder aber schräg zur Fahrtrichtung transportiert werden. Für die Schräg-Variante gilt eine maximale Schulterhöhe von 1,68 m. Beide Ausführungen sind in vier verschiedenen Gewichtsklassen (2,3, 2,5, 2,8 oder 3,0 t zulässiges Gesamtgewicht) und mit Alu- oder Vollpolyesteraufbau erhältlich. In beiden Ausführungen ist der Schlagwandschutz jetzt serienmäßig. Zudem ist die begehbare Sattelkammer durch ein Versetzen der Trennwand in Richtung Pferdeabteil größer geworden. Zur weiteren Serienausstattung des 14 350 Euro (Vollpoly) bzw. 14 900 Euro (Alu) kostenden Matrix gehören seitliche Schiebefenster aus Glas, eine 1,60 m lange Laderampe, die den Pferden dank ihrer flachen Neigung den Einstieg erleichtert, sowie der verrottungsfeste Alu-Plast-Boden mit 15 Jahren Garantie. Optional kann eine Durchgangstür geordert werden, die den direkten Zugang von der Sattelkammer zu den Pferden ermöglicht.

Bereits seit Ende 2018 rüstetWM Meyer die kompakten 1,5er-Pferdehänger Alabama Basic und Alu mit aerodynamischen, fünffach verstellbaren Fenstern aus, vor denen innen drei Sicherungsstangen angebracht sind. Mit Innenmaßen von 3,05 m Länge, 1,31 m Breite und 2,20 m Höhe sind sie für Euro. Die entsprechenden Versionen des Alabama Alu kosten 5543 beziehungsweise 5841 Euro.

Im Thiel Matrix reisen Pferde entweder vorwärts oder aber schräg zur Fahrtrichtung.


Foto: Thiel

Hat einen 25 cm längeren Innenraum als sein Alu-Bruder: der Sirius S-77 Poly


Foto: Sirius

Gummifederachsen sollen beim 1,5er-Anhänger WM Meyer Alabama Basic für gleichmäßig ruhiges Fahrverhalten sorgen.


Foto: WM Meyer

VonWörmann gibt es zwei neue Modelle: zum einen den 6843 Euro kostenden Milano Alu, dessen im Kopfbereich erhöhtes Vollpolydach mit nach hinten weich abfallender Linie und guter Aerodynamik für geringeren Spritverbrauch sorgt. Sein doppelwandiger Aufbau mit innenliegenden Verstärkungsstegen ist aus eloxiertem Aluminium, ebenso die Klappenscharniere. Gemeinsam mit dem AluTec-Boden sorgt das für reduziertes Eigengewicht und Langlebigkeit des innen 3,17 m langen, 1,71 m breiten und 2,38 m hohen Hängers. Zur Serienausstattung gehören ein Panikbruststangensystem und eine Planenaufrollautomatik. Für das Dach stehen zwei Farben zur Wahl: Silber oder Schwarz.
Auch das zweite neue Modell, der mit Alu- oder Vollpolyaufbau erhältliche Varello, verfügt über ein vergleichbar geschwungenes Dach. Beide Versionen haben integrierte Schlagwand-Inlays sowie Schlagschutzwände und sind innen 3,40 m lang, 1,76 m breit und 2,40 m hoch. Einen extrem flachen Einstiegswinkel bedingt die 1,60 m lange Heckklappe und erleichtert so die Pferdeverladung. Ruhiges Fahrverhalten bewirken soll das komplett neue, tiefliegende Protection-Quattro-Längsträgerfahrwerk mit progressiv wirkender Einzelradfederung und vier zusätzlichen Radstoßdämpfern. Für ein angenehmes Raumklima sorgen vierfach verstellbare, getönte Ausstellfenster und der Air-Active-Planenroller. Zur Serie gehört auch eine große Sattelkammer. Die in Dunkelblau, Dunkelgrün, Schwarz und Weiß lieferbare Vollpolyversion kostet 9818 Euro. Mit Aluaufbau ist der Varello für 10 222 Euro zu haben.
Zwar bauen viele Pferdetransporter-Hersteller keine Serien im eigentlichen Sinne, weil sie ihre Fahrzeuge nicht „von der Stange“, sondern überwiegend individuell und unmittelbar nach Kundenwunsch fertigen. Dennoch gibt es gerade im Segment der 3,5- bis 7,5-Tonner ein paar neue oder überarbeitete Modellreihen, die bezüglich ihrer Ausstattung Seriencharakter haben.
Eine dieser Modellreihen ist der auf der Equitana neu vorgestellteBöckmann Performance Trio Practice. Als Basis des 7,2-Tonners fungiert der Iveco Daily mit 132 kW/180 PS und Schaltgetriebe. Alternativ gibt es auch einen Motor mit 151 kW/ 205 PS und Automatik. Beide erfüllen die Abgasnorm Euro 6 und verfügen über Differenzialsperre und Luftfederung. Fahrbar ist der Performance Trio Practice mit einem Führerschein der Klasse C1 oder der früheren Klasse 3. Nach Firmenangaben liegt der Fokus des Transporters auf Tagesturnierbesuchen mit Familie. Er bietet Raum für bis zu drei diagonal transportierte Großpferde. Je nach Ausstattung beträgt die Nutzlast 1900 bis 2300 kg. Dank 3,5 t Anhängelast können im entsprechenden Anhänger noch bis zu drei weitere Pferde mitgenommen werden. Platz für die Ausrüstung bietet ein mit innovativen Verstausystemen bestückter Sattelraum, zu dem man vom Fahrerhaus als auch von außen gelangt. Zudem bietet der Performance Trio Practice einen auf ca. 1,4 x 2,3 m individuell gestaltbaren Wohnraum mit Küchenzeile und geräumiger Schrankwand. Durch den drehbaren Beifahrersitz entsteht ein Sitz-/Essbereich für bis zu vier Personen. Zusätzlich gibt es zwei Schlafplätze. Dank der mit Gurten versehenen Doppelsitzbank können je nach Ausgestaltung des Wohnraums bis zu vier Personen mitfahren. Zu haben ist der Performance Trio Practice ab 132 566 Euro.

Der neue Böckmann Performance Trio Practice kann bis zu drei diagonal stehende Pferde mitnehmen und hat einen Sattelraum mit innovativen Verstausystemen


Foto: Böckmann

Bietet Pferdeköpfen viel Platz und sorgt für moderaten Spritverbrauch dank guter Aerodynamik: das vorn erhöhte, nach hinten weich abfallende Polydach des Wörmann Milano Alu


Foto: Wörmann

Böckmanns als 4,25- oder als 3,5-Tonner erhältliche Compact-Modelle – letztere sind mit B-Führerschein fahrbar – kommen mit besser ausgestatteter Sattelkammer daher: Gertenhalter und Stiefelknecht sind jetzt Serie. Im Compact Stall sind darüber hinaus die vom Pferdeabteil zur Sattelkammer führenden Schwenktüren schlüsselfrei abschließbar (Keyless Go). Auf diese Weise kann die Sattelkammer schnell von innen verriegelt werden, um Satteldiebstahl zu vermeiden, wenn Compact-Besitzer z. B. eine Prüfung reiten und das Fahrzeug mit geöffnetem Pferdeabteil auf dem Parkplatz steht. Optional gibt es für den Compact Stall statt der Schwenktüren eine Kopftrennwand. Sie reduziert das Gewicht, vereinfacht die Handhabung und kann für den Transport nicht allzu temperamentvoller Pferde genutzt werden. Dennoch bietet sie die Vorteile eines sogenannten Free-Stand-Systems, bei dem alle Elemente fehlen, über die ein Pferd steigen oder in die es hineinspringen kann. Preislich beginnt die Baureihe mit dem Compact Esprit als 3,5-Tonner auf Basis des Fiat Ducato bei 59 381 Euro. Die jeweils als 4,25-Tonner ausgelieferten Versionen Basic, Sport und Stall starten zwischen 68 806 und 71 341 Euro.
VonDickenherr kommt der Compact Living auf Basis des Iveco Daily für zwei bis vier Pferde. Den trotz seiner Größe kompakten 7,2-Tonner, der auf einem neuen oder einem gebrauchten Chassis aufgebaut werden kann, gibt es mit 132 kW/180 PS oder 154 kW/210 PS und der Abgasnorm Euro 6. Sein Pferdeabteil lässt sich variabel gestalten: entweder für zwei bis vier Pferde oder für drei Pferde und einen Turnierschrank. Frischluft wird mittels Seitenfenstern und eines im Dach integrierten elektrischen Lüfters zugeführt. Zur Sicherheit baut Dickenherr Kopffenster sehr hoch ein, weil einige Pferde herausspringen wollen, wenn sie die Möglichkeit haben, nach draußen zu schauen. Abgerundet wird der Pferdebereich mit einem kleinen, von außen zugänglichen Sattelschrank mit zwei Sattel und zwei Trensenhaltern sowie einem Futtertrog mit Staufach und einer Abspritzanlage.

Der kompakte Wohnraum im Dickenherr Compact Living


Foto: Dickenherr

Das Schiebefenster im Roelofsen Parados Sport optimiert die Belüftung im Pferdeabteil.


Foto: Roelofsen

Der Dickenherr Compact Living kann zwei bis vier diagonal stehende Pferde mitnehmen.


Foto: Dickenherr

Für die Besitzer gibt es einen kleinen Wohnraum mit Sitzgelegenheit und einem absenkbaren Tisch, der zur Liege umgebaut werden kann. Außerdem gehören zur Ausstattung Dusche bzw. Nasszelle, eine Küchenzeile mit Mikrowelle sowie Kleiderschrank, Standheizung und Klimaanlage. Durch den zusätzlichen Platz im Topsleeper über dem Fahrerhaus können insgesamt zwei Personen im ab 130 900 Euro kostenden Transporter schlafen.
Bereits vergangenes Jahr hatMSG den Stablehopper Basic superlight mit 3,5 t Gesamtgewicht herausgebracht. Als Basisfahrzeuge fungieren Peugeot Boxer, Fiat Ducato und Opel Movano mit 118 kW/160 PS sowie der Renaut Master mit 121 kW/165 PS. Alternativ gibt es den Fiat Ducato und Opel Movano auch mit 132 kW/180 PS. Seit September erfüllen alle Motoren die neue Abgasnorm Euro 6d-temp. Außer zwischen verschiedenen Basisfahrzeugen und Motoren haben Kunden auch die Wahl zwischen vier Aufbauvarianten: für Hengste, für Sport-, für Zucht- und Gestüts- oder für Kleinpferde. Bei 5,40 m Gesamtlänge und einer Standlänge von 2,80 m beträgt die Gesamtzuladung je nach Ausstattung laut MSG maximal 1440 kg. Die Außenwände des Aufbaus bestehen aus 30 mm starkem isoliertem Alusandwich. Zwischen- sowie tragende Wände und der Boden sind aus ebenfalls 30 mm starkem Polypropylen-Sandwich. Kunststoffteile aus Coremat mit Carbon vervollständigen den Leichtbau. Alle Bauteile sind dauerelastisch verklebt, was MSG zufolge eine um 300 % höhere Aufbaufestigkeit bewirkt.
Serienmäßig verfügen alle vier Varianten des Stablehopper Basic superlight im Pferdebereich über zwei vollwertige Trennwände inklusive Hengstversion, eine komplett ausgestattete Sattelkammer, zwei Dach- und zwei Seitenfenster sowie einen elektrischen Lüfter für den Luftaustausch, von weiß auf blau umschaltbares Licht und Videoüberwachung. Eine Kupplung für maximal 2500 kg schwere Anhänger ermöglicht den Transport weiterer Pferde. Zur Ausstattung des Fahrerhauses des ab 59 381 Euro kostenden Basic superlight plus gehören Komfortsitze, ein ins Armaturenbrett integriertes Navigationssystem, Airbags, Spur- und Bremsassistent, Tempomat und eine Klimaanlage. Daneben bietet MSG zum gleichen Preis den Stablehopper Light an, der mit 1150 kg Zuladung für z. B. je zwei Traber, Endmaßponys oder Quarter Horses gedacht ist. Er hat eine längere Fahrgastzelle als der Superlight und ist daher insgesamt 60 cm länger. Von den Außenmaßen her baugleich ist der Light „4“, ein 62 951 Euro kostender Viersitzer mit zwei Sitzreihen und zwei Betten in der Kabine.
Bereits seit dem Jahr 2000 baut der niederländische HerstellerRoelofsen seinen 3,5-Tonner Parados Sport. Für die seit April erhältliche neueste Generation auf Basis des Renault Master gibt es zwei Euro-6-Motoren: mit 96 kW/130 PS und Handschaltung oder mit 125 kW/170 PS und Automatik. Auf Wunsch kann der ab 65 444 Euro kostende Parados Sport auf 4,25 t aufgelastet werden.