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AUTO: Autotest: Audi A6 Avant sport 50 TDI: Leiser Brummer


golfen. - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 23.07.2019
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Das richtige Revier des kraftvollen Ingolstädters: Das Quellenhof Luxury Resort am Gardasee. Rangieren in der Tiefgarage mit Allradlenkung ein Kinderspiel.


Foto: C. Bruckner

A2, A3, A4, A5, A6, A7, A8 – die Reihe der „A“-Fahrzeuge ist bei Audi inzwischen auf eine stattliche Anzehl gewachsen. Der A6, der lange Zeit das obere Mittelfeld beherrschte, streckte sich noch einmal gewaltig und fühlt sich inzwischen an wie ein A8 - luxuriös, modern und sehr übersichtlich. Das Fahrgefühl: sehr direkt und der Komfort erstklassig. Damit ist der A6 in der Oberklasse angekommen und das stört bei Audi niemanden. ...

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Das Oberklasse-Gefühl des C8, wie der „Neue“ intern heißt, macht sich gerade beim Diesel bemerkbar. Nach dem Start unseres 3,0-Liters muss man schon ganz genau hinhören, bzw. auf den Drehzahlmesser schauen, ob das Triebwerk schon läuft. Auch an der Optik des A6 wurde kräftig gefeilt. Insgesamt ist die Linienführung noch eleganter geworden. Glatte, lange Flächen sind Fehlanzeige, Schwünge und Sicken bestimmen das Bild.

Neben den großen V6-Maschinen, die zur Markteinführung des neuen A6 55 TDI mit 340 PS, A6 50 TDI mit 286 PS und A6 45 TDI mit 231 PS im Verkauf waren, legte Audi mit einem Vierzylinder- Diesel und 204 PS nach. Benziner stehen mit drei 2- bzw 3-Liter-Motoren zur Verfügung. In den Werksangaben schlagen sie mi t 5,7 bis 9,3 Liter Sprit zu Buche. Die Maschinen leisten von 163 bis 286 PS.

Was sich bei den Dieselmotoren nach viel PS anhört, schlägt sich dennoch positiv in den Schadstoffen und Verbrauch nieder: Der 50 TDI mit seinen knapp 300 PS verbrauchte auf unserer Testfahrt über gut 1.400 Kilometer im Schnitt 7,5 Liter – ist doch eine Ansage Richtung Zukunft! Den begehrten Euro 6d-Temp-Grenzwert von 168 mg/km unterschreitet der A6 locker.

Die Qual der Wahl, ob Automatik oder Schalter hat man in Ingolstadt dem Kunden abgenommen. Die großen A6-Limousinen werden alle automatisch geschaltet. Je nach Wahl der Motorisierung mischt Audi das passende Getriebe dazu: 8-Gang- Wandlerautomatik (Tiptronic) oder das 7-Gang- Doppelkupplungsggetriebe (S-Tronic). Kunden hatten ohnehin immer seltener die Handschaltung bestellt. Das hat seinen Grund aber auch darin, dass bestimmte Fahrassistenten nur mit Automatik funktionieren.

Ob Navi oder ob nicht, ist auch kein Thema mehr. Es kommt serienmäßig - und lästiges Tippen auf der Tastatur entfällt. Insgesamt hat der A6 drei Bildschirme, einen fürs Navi, einen weiteren für das Infotainment und ein dritter für die Klimaanlage. Wer ein Ziel eingeben will oder einen Sender sucht, kritzelt das Wort mit dem Zeigefinger aufs Touch-Pad, den Rest übernimmt der schlaue PC. Audi ist auch sehr stolz auf seine sinnhafte Spracherkennung. Ein unfreundliches „Mir ist zu warm“ und der Rechner dreht die Klimaanlage auf kühler. Die Fahrerstimme darf aber auch freundlich sein.

Einer von drei Bildschirmen.


Der Wählhebel für die Automatik: Klein und praktisch.


Fotos: Audi, CB

Kofferraum ist ein wichtiger Punkt für Golfer.


Der Rechner ist auch für einen Effizienzassistenten gut. Was sich kompliziert anhört, ist recht einfach. Der Assistent kündigt Kurven oder Tempolimits an, der Fahrer geht vom Gas und tritt nicht unwissend sportlich in die Eisen. Der Effekt im Alltagsbetrieb sind weniger Sprit und Bremsenverbrauch. Und noch ein eventuell lebensrettender Assi für den Alltag: Radarsensoren bekommen Tag und Nacht mit, was sich in der Nähe des Autos abspielt. Kommt zum Beispiel ein Auto oder ein Radler im toten Winkel in die Nähe der Tür, verzögert der teilelektrische Türöffner das Öffnen und sorgt so dafür, dass es zu keiner Kollision kommt.

Insgesamt können 39 verschiedene zum Teil miteinander interagierende Assistenzsysteme bestellt werden. Neben den schon beinahe unabdingbaren Rückfahrkamera und Parksensoren, steht jetzt mehr und mehr das autonome Fahren bzw. die Vorbereitungen dazu im Mittelpunkt. Unser Testwagen hätte alle Attribute bzw. Features schon jetzt intus, um ihn allein fahren zu lassen – darf er aber (noch) nicht. Außerdem macht es zu viel Spaß, diesen Schlitten zu bewegen und um den Radarsensoren und Meßgeräten, Kameras und Laserstrahlen so richtig zu vertrauen, braucht es Zeit…

Das zentrale System im Tour-Paket ist der Adaptive Fahrassistent (AFA). Er baut auf der Adaptiven Cruise Control (ACC) des Vorgängermodells auf und erweitert diese um mehrere Systeme, wie etwa den prädiktiven Effizienzassistenten mit kamerabasierter Verkehrszeichen-Erkennung und Navigationsdaten- basierter Geschwindigkeitsregelung. Eine Spurführungsfunktion für Engstellen und Stausituation gehören ebenso dazu. Für gesteigerte Effizienz wird das Antriebsmanagement des serienmäßigen Mildhybrid-Systems in die Funktionalität des Adaptiven Fahrassistenten integriert.

Weitere Bestandteile des Assistenzpakets Tour sind der Abbiegeassistent und der Ausweichassistent. Ein Highlight im Assistenzpaket Stadt ist der Kreuzungsassistent. Wenn die Mid Range Radare an den vorderen Fahrzeugecken, die etwa 75 Meter weit messen, kritischen Querverkehr vor dem Auto erkennen, warnt das System den Fahrer. Wenn nötig, leitet es eine Bremsung ein. Der Querverkehrassistent hinten, die Ausstiegswarnung und die Spurwechselwarnung stützen sich auf die Signale der hinteren Mid Range-Radare.

Wesentlich zur besseren Tempokontrolle trägt das Head-Up-

A6 Avant sport in voller Aktion.


Blick ins Cockpit.


Aufgeräumt geht’s im Motorraum zu.


Fotos: Audi

Display des Tachos bei. Die wichtigsten Angaben wie erlaubte und tatsächliche Geschwindigkeit, die nächsten Abbiegevorgänge und Straßenname werden direkt vor dem Fahrer auf der Windschutzscheibe eingespiegelt. Blendfrei und ohne störende Reflexionen. Sage keiner mehr, er hätte sind nicht erinnert, wie schnell er war. Allerdings: Aufpreis 1.400 €. Wer sich daran hält, spart an ausbleibenden Speed-Tickets.

Und nochmal Touchscreen. Wer am Armaturenbrett oder in der Mittelkonsole Hebel und Knöpfe für Radio, Klimaanlage usw. sucht, wird nichts finden. Diese Features werden über das Touchpad geregelt und eingestellt.

Wer in engen Radien denken muss, sollte sich die zusätzliche Hinterachslenkung bestellen (Aufpreis 1.900 Euro). Das knapp fünf Meter lange Schlachtschiff wird dann handlich und agil wie ein Kleinwagen: der Wendekreis beträgt nur 11,1 Meter. Gerade in kleinen italienischen Städtchen oder auf dem Hotelparkplatz ein Segen!

Das sportliche Design bzw. das Facelift haben keinen Platz im Kofferraum gekostet. 1.680 Liter passen auf die Ladefläche bei umgeklappter Rückbank, die Sitze lassen sich auch einzeln umlegen. Das ist für Golfer aber auch ein Muss, denn mit den Einbauten in den Kotflügeln an Stauraum und Dämmungen ist entscheidender Platz verlorengegangen, um Golfbags samt Hölzer quer zur Fahrtrichtung in den Kofferraum zu legen.

Zu guter Letzt ein Blick auf die Preise. Diese beginnen für den A6 Avant 40TDI bei 51.650 Euro. Unser Testfahrzeug allerdings hatte so ziemlich alles eingebaut, was die Preisliste hergibt. Unterm Strich fuhren wir mit einem sechsstelligen Eurowert durch die Lande (108.020,- €). Genug, um in so manchem Dorf im Hinterland der Adria eine bescheidene Immobilie zu kaufen.