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AUTOart: Aston Martin DB11 V12 2017: Stilsicher und schön


Caramini - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 02.10.2019

Ein Supersportwagen der diskreten Art, hochseriös statt ansatzweise prollig: Der Aston Martin DB11 entspricht optisch den Gesetzen der Schönheit. AUTOart würdigt ihn angemessen mit einem all-open-Kunststoffmodell, das natürlich mehr zu bieten hat als die bestehenden Resine-Interpretationen, die schon da sind.


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Bildquelle: Caramini, Ausgabe 10/2019

In den späten 70er Jahren gab es eine „Grüner-Apfel“-Mode. Alles roch nach grünem Apfel, von der Seife bis zum Shampoo, und die Damenkleidung war auch Apfelgrün. Respond warb damals: „Schönes Haar, das man am Duft erkennt.“, und auch der Wunderbaum im Auto roch danach. Das Auto selbst war auch ...

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... Apfelgrün, manchmal sogar Metallic. Das lässt Aston Martin wieder aufleben, sogar mit dem richtigen Namen.


A uch im Kreis der Supersportwagen gibt es Parvenüs und etablierten Adel. Womöglich machen die Vertreter beider Kategorien den gleichen Lärm. Aber des einen Lärm ist eben prollig und des anderen Lärm ist seriös. Den Unterschied kann man an diversen Parametern festmachen, der Abstammung, der Tradition und der Ereignisse, auf welche die Marke zurückblickt. Da gibt es Marken, die von einer Pleite in die andere rutschen, von neureichen Selfmademen und windigem Management geleitet werden und auf eine exaltierte Kundschaft zielen, die ihren Reichtum zur Schau stellen wollen. Nein, wir nennen keine Namen. Und es gibt welche, die in jahrzehntealter Tradition und lange Zeit inhabergeführt eine automobile Evolution auf hohem Niveau erlebten, sich einen Namen machten, durch Rennsportergebnisse einerseits, durch die Verbindung mit Identifikationsfiguren andererseits. Da nennen wir gerne einen Namen: Aston Martin.

Seit 1915, also seit 104 Jahren, gibt es Fahrzeuge mit dem Markennamen Aston Martin, von Anfang an mit dem Anspruch, Rennwagen für die Straße zu sein. David Brown stieg nach dem Zweiten Weltkrieg ein, seine Initialen „DB“ kennzeichneten fortan die Sportwagen aus Newport Pagnell. 1972 verkaufte David Brown, Aston Martin lavierte durch schweres Gewässer, wechselnde Eigentümer, meist ohne langen Atem, Aston schleuderte von einer Sanierung in die nächste. Ruhe kehrte ein, als Ford 1987 die Mehrheit und 1994 die komplette Firma übernahm. Doch Ford trennte sich 2007 vom Traditionshersteller, dann hielt das englische Rennsportunternehmen Prodrive die Mehrheit, seit 2018 ist Aston Martin als AG an der Börse notiert. In der Ära David Brown, also der Nachkriegszeit, blickt Aston Martin auf spektakuläre Rennsiege bis hin zum Doppelsieg bei den 24 Stunden von Le Mans, aber die größte Popularität erhielt die Marke selbstverständlich durch den Geniestreich, den fiktiven Geheimagenten James Bond im Film in einen DB5 zu setzen. Spätestens mit diesem Wagen war Aston im Kreis der Hochkaratsportler angekommen. Und mit Sicherheit kein Fehler ist es, dass heute Daimler mit fünf Prozent an Aston Martin beteiligt ist, und die Briten somit in den Genuss von AMG-Motoren kommen und am schwäbischen Knowhow partizipieren. In der Formel 1 ist Aston nur Sponsor des Red Bull Teams, aber der Name „Aston Martin Red Bull Racing“ ist, trotz Honda Motoren, immerhin in der Formel 1 präsent. Und seit 2019 ist Aston Martin in der DTM unterwegs.

AUTOart votierte für den V12, was man dem Motorraum ebenso ansieht wie dem winzigen „V12“-Emblem an den Kotflügeln. Schöne Maschine, gut dekoriert, aber es fehlt etwas an Tiefenschärfe.


Fotos: Hans Joachim Gilbert (5), Alexander F. Storz (1)

Das war schon in den 70ern en vogue: außen grün und innen braun. Herrliche Oberflächenstruktur des Leders im DB11 und wunderbare Innnenraumdekoration.


Die Motorhaube klappt nicht einfach nach oben und wieder nach unten, sie muss muss auch ein bisschen vor und wieder zurück bewegt werden, damit es klappt. Mit feiner, präziser Mechanik schafft es Auto Art, den Aufstellwinkel so zu erhöhen, dass man den Motor und die Lenkmechanik in allen Details betrachten kann.


Auch wenn Schönheit subjektiv ist, so muss man konstatieren: Der DB11 ist wunderschön!


Als Nachfolger des DB9 erschien 2017 der DB11, die AUTOart euheit, in der Kategorie „Das schönste Auto“ 2017 mit dem Goldenen Lenkrad ausgezeichnet. Zu Recht. Auch wenn Schönheit subjektiv ist, so muss man konstatieren: Der DB11 ist wunderschön! Das Design stammt von Marek Reichman, einem Engländer polnischer Herkunft, Aston Martin Chefdesigner. Aus seiner Feder kommen auch der dritte Range Rover (2002–2012) und alle Astons seit dem One77. Der Motor, ein 5,2Liter Biturbo V12 mit 608 PS, ist eine eigene Aston Konstruktion, der zweite Motor (4Liter V8 mit 510 PS seit Herbst 2017) hat Stuttgarter Ursprünge, wie überhaupt im DB11 viel von Mercedes verbaut ist, so das Infotainment System. Ein häufiger Anblick auf der Straße ist der Aston Martin DB11 nicht: im ersten Jahr neun Neuzulassungen in Deutschland, 2017 waren es 182, 175 kamen 2018 auf die Straße.



Sogar der Heckspoiler lässt sich bewegen. Dazu muss das Kofferraumschloss nach innen gedrückt werden.


AUTOart verwöhnt die Sammler mit einem DB11 V12, nachdem es bereits einen Achtzehner von Top Speed und Sophi Art, jeweils Resine und nichts zu öffnen, gibt. Doch AUTOart ist AUTOart und somit Kunststoff all open, und sogar der Spoiler („Air Blade“) lässt sich bewegen. Dazu muss das Kofferraumschloss nach innen gedrückt werden, und der Heckspoiler fährt aus. Der Motor wirkt ein wenig zweidimensional, ist aber wohl detailliert und bedruckt, und ganz klasse sind natürlich die durchbrochenen Luftöffnungen auf der Haube, durch die man ins Innere blicken kann – ebenso wie die fest stehenden Scheinwerfergläser, um die sich die Haube schmiegt, völlig frei von Spaltmaßen. Die Scharniere von Motorhaube und Kofferraumdeckel sind wieder mal AUTOarttypisch vorbildlich. Alle Gitter sind Ätzteile, fein in die Karosserie integriert. Innen schaffte es AUTOart erneut, die Oberflächenstrukturen der Originalmaterialien mit viel Gespür nachzubilden, die Perforation des Leders ist ein Traum. Felgen und Bremsen auf AUTOart Niveau, tadellos, die Radmuttern farblich separat ausgeführt, Reifenflanken beschriftet („Bridgestone“), und obendrein entschied sich AUTOart für schwarz akzentuierte Felgen, was, gerade durch deren Turbinenstil, klasse aussieht.

Aston Martin offeriert für den DB11 eine interessante Farbpalette mit teilweise unüblichen Tönen, ein wenig britischer Spleen, und die vier Farben, die AUTOart ausgewählt hat, sind eher Mainstream, was mancher Sammler bedauern mag. Aber das heißt ja nicht, dass AUTOart keine weiteren Farbvarianten bringen mag. Derzeit gibt es Q Frostet Glass Blue (hellblaumetallic), Skyfall Silver (silbermetallic), Morning Frost White (weiß) und Appletree Green (hellgrünmetallic), wofür wir uns entschieden haben. Preis und Machart sind bei allen identisch, weiß und blau verfügen über rote Bremszangen, silber und grün über graue.

• 70269 Aston Martin DB11 V12 2017 Apple Tree Green. Fertigmodell Kunststoff, Maßstab 1:18. UVP 204,95 €.

„Gold und Silber lieb’ ich sehr, kann’s auch gut gebrauchen“. So lautet ein deutsches Volkslied von um das Jahr 1830. Damals gab es den goldenen und den silbernen James-Bond-Aston-Martin von Corgi Toys noch nicht. Der Goldene kam im Oktober 1965, im Februar 1968 folgte der im größeren Maßstab 1:43 gehaltene Silberne aus neuem Formwerkzeug und war, mit unterschiedlichen Rädern, zehn Jahre lang im Corgi-Programm. Danach gab es den Dritten, nunmehr in 1:36, der bis heute immer wieder aufgelegt wird. Parallele, aktuelle Corgi-Wiederauflagen (made in China) in 1:43 entstammen neuen Werkzeugen.


RANDNOTIZ: Ästn Mahtin

M it der Marke Aston Martin wurde der Autor bereits im Vorschulalter konfrontiert. Und zwar, logischerweise, mit dem James Bond Aston Martin von Corgi Toys. Mit dem wurde Ende der 60er Jahre fleißig gespielt, und kennen lernte ich ihn von Freunden. Nun spricht man den Namen auf englisch bekanntlich Ästn Mahtin aus, doch englisch kann man als Vorschüler nicht und lesen konnten wir auch noch nicht. Also wurde der Name von meinen Freunden mehr oder weniger genuschelt ausgesprochen, und ich verstand immer nur „Ast und Martin“. Martin hieß einer meiner Freunde, mit denen ich spielte. Und was soll der Ast? Ich kam zu dem folgerichtigen Schluss, dass das ja wohl der denkbar doofste Name für ein Auto sei. Als ich dann von meinem Vater den ersten eigenen James Bond Aston Martin bekam (es war nicht mehr der goldfarbene Kleine in 1:48, sondern schon der neu modellierte Silberfarbene in 1:43), klärte er mich auf. Von wegen Ast und Martin! Ästn Mahtin heißt der Wagen! Und das ist englisch. Fortan war ich großer Fan. Denn der Name war nicht mehr doof. Und meinen ersten Echten sah ich in Stuttgart 1971, einen damals schon älteren DB5, genau das James Bond Auto, aber in Dunkelgrünmetallic. Ich bin dahin geschmolzen und erinnere mich noch heute an dieses Kindheitserlebnis.afs