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BACKSTAGE: SÄULEN-PA: YAMAHA STAGEPAS 1K Das E ine-Handpa-System


Soundcheck - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 09.12.2019

Yamaha hat es geschafft, ein komplettes pa-system inklusive eines 5-kanal-mixers und einer 1.000 watt starken endstufe in ein mit Einer hand tragbares paket zu schnüren. Was dieses mini-line-array-System tatsächlich leistet, verrät euch unser ausführlicher Praxistest.


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Bildquelle: Soundcheck, Ausgabe 1/2020

Mit dem neuen Stagepas 1K System beweist Yamaha einmal mehr, dass Säulen-PA-Systeme den Kinderschuhen endgültig entwachsen sind. Unser Testkandidat, das Stagepas 1K System, beinhaltet alles, was man von einem professionellen PA-System erwarten kann. Sogar eine gepolsterte Schutzhülle, in der das gesamte System verstaut werden kann, gehört ...

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... standardmäßig zum Lieferumfang. Wem das Tragen des Systems zu beschwerlich ist, für den bietet Yamaha als Zubehör für 118 Euro unter der Bezeichnung „DL-SP1K Dolly“ einen genau passenden Rollwagen, der sogar mit der mitgelieferten Schutzhülle verbunden werden kann. Mit dem universell einsetzbaren Stagepas 1K System zeigt Yamaha, dass man sehr gut weiß, was das Herz eines Musikers höher schlagen lässt. Im folgenden Testbericht haben wir das Stagepas 1K System genau unter die Lupe genommen.

Elegantes Leichtgewicht schnell aufgebaut

Angeliefert wird das Stagepas 1K in einem stabilen Karton, in dem die einzelnen Komponenten nochmals einzeln in Styroporblöcken gehalten werden. Nach dem Öffnen des Kartons finden wir neben der Betriebsanleitung das Netzkabel zum Anschluss an die Stromversorgung. Ein groß dimensionierter Griff an der Oberseite des Subwoofers erleichtert das Handling des gerade mal 23 kg schweren PA-Systems. Auch der Aufbau gestaltet sich denkbar einfach: Je nach gewünschter Höhe kann die Mittel-/ Hochton-Säule entweder direkt auf den Subwoofer aufgesteckt werden oder, wenn das Publikum steht, mit den beiden Distanzstücken auf eine Gesamthöhe von zwei Metern gebracht werden. Eine Verkabelung ist nicht notwendig, da sowohl die Lautsprechersäule, als auch die Distanzstücke über stabile Steckkontakte verfügen, die intern verkabelt sind. Das Stagepas 1K muss lediglich mit dem mitgelieferten Netzkabel an die Stromversorgung angeschlossen werden und schon ist das System startbereit.

Ganz schön schlank: die Lautsprechersäule misst rund 7 cm, der Subwoofer nur 34 cm in der Breite.


Bequem erreichbar: das Bedienfeld mit Reglern auf der Oberseite der Box.


AUFEINEN BLICK

Yamaha Stagepas 1K

AUSGÄNGE

2 x XLR (Link Out und Monitor Out)

ANSCHLUSS

6,3 mm Klinkenbuchse für Fußschalter

FERNBEDIENUNG

STAGEPAS Editor-App für IOS/Android

SCHUTZSCHALTUNGEN

Limiter Eingangssignal, Überhitzung, Überspannung

MAX. SCHALLDRUCK (SPL)

119 dB

STROMVERSORGUNG

Integriertes Netzteil 220 - 240 V~, 50 Hz

ABMESSUNGEN (B X H X T)

Line-Array-Lautsprechersäule: 67 x 582 x 86 mm Distanzsäulen (je) 67 x 555 x 86 mm Subwoofer 334 x 550 x 418 mm

GEWICHT (GESAMT)

23 kg (davon 20 kg für Subwoofer)

MONTAGE

Stecksystem mit Steckkontakten

LIEFERUMFANG

Abdeckhaube/ Transporttasche für gesamtes System, Netzkabel, Bedienungsanleitung

ZUBEHÖR (OPTIONAL)

DL-SP1K Dolly Rollwagen, passend zu Abdeckhaube,-Fußschalter für

Reverb-Fernsteuerung

KONTAKT

Yamaha, de.yamaha. com

PREIS (UVP)

999,00 €

zehn Lautsprecher als Line Array

Wie bei großen Line-Array-Systemen, so sind auch die zehn 1,5“ Lautsprecher J-förmig angeordnet, so dass auch die vorderen Reihen der Zuhörer direkt im Schallkegel sitzen. Mit einem Abstrahlwinkel von 170° horizontal und 30° vertikal ist eine optimale Beschallung gewährleistet. Die Lautsprecher sind in einem säulenförmigen Kunststoffgehäuse montiert und durch ein massives, schwarz lackiertes Stahllochblech geschützt. Gespeist wird die Mittel-/ Hochton-Säule von der Endstufe im Subwoofer mit einer Leistung von 190 Watt. Die Übergabefrequenz zum Säulenlautsprecher liegt bei etwa 240 Hz. Trotz der Bestückung mit zehn Lautsprechern und dem massiven Lautsprechergrill wiegt die gesamte Lautsprechersäule nur 1,8 Kilogramm und lässt sich dadurch spielend handhaben. Das Gewicht der beiden aus schwarzem Kunststoff bestehenden Distanzstücke ist natürlich wesentlich leichter und liegt bei jeweils etwa 600 Gramm. Da die Form der Distanzsäulen der Form des Line-Array-Elements gleicht, ergibt sich optisch eine homogene, elegante und stabil wirkende Einheit.

Kräftiger Subwoofer

Das Herzstück des gesamten Systems und die Basis für die Mittel-/Hochton-Säule ist der Subwoofer mit seinem 12“ großen Lautsprecher. Das speziell auf den Lautsprecher ausgelegte Bass-Reflex-Gehäuse lässt die Membran frei schwingen und befördert den Druck bei der Rückwärtsbewegung der Membran über genau ausgerechnete Kanäle zu den nach vorne gelegten Bass-Reflflex-Öffnungen. Auf diese Weise geht nichts von dem Druck des mit 810 Watt angetriebenen Tieftöners verloren. Beachtlich ist auch der sehr tief reichende Frequenzgang von 37 Hz (!) bis 20 kHz, – also Studioqualität bis weit über die durchschnittliche Hörgrenze hinaus. Um das System besonders transportabel zu machen entstand durch Yamaha das kleinste Gehäuse auf dem Markt für einen Subwoofer dieser Größe und Leistung. Durch Verwendung der „Twisted Flare Port”-Technologie von Yamaha werden Windgeräusche reduziert, die am Bassreflex-Port kompakter Subwoofer auftreten können. Außerdem erreicht der Subwoofer so hohe Ausgangspegel bei sehr tiefen, kraftvollen und verzerrungsfreien Bässen. Trotz der sehr geringen Abmessungen schaffte es Yamaha, zusätzlich zu dem großen 12“-Lautsprecher auch noch das Netzteil, die Endstufen für Bass- und Mittel-/ Hochton-Lautsprecher sowie einen 5-Kanal-Mixer mit eigener Effektsektion in dem ebenfalls schwarzen Kunststoffgehäuse unterzubringen. Wie bei der Mittel-/Hochton-Säule, so ist auch die gesamte Front des Subwoofers durch ein massives, schwarz lackiertes Stahllochblech geschützt. Einzige Zierde ist das mittig am unteren Rand angebrachte Yamaha-Logo mit den drei Stimmgabeln. Vier massive Gummifüße am Boden des Gehäuses sorgen für einen sicheren Stand auf allen Oberflächen.

Für den Transport gibt es für das Stagepas 1K auch einen passenden Dolly.


5-Kanal-Digitalmischer mit Bluetooth

Fest eingebaut in das Subwoofer-Gehäuse finden wir einen 5-kanaligen Mixer mit eigener Effekt-Sektion und integriertem Bluetooth-Empfänger. Alle Kabelanschlüsse befinden sich auf der Rückseite des Subwoofers und alle Bedienelemente auf der Oberseite. Die Kabelanschlüsse sind übersichtlich zusammengefasst und klar beschriftet, so dass man auch ohne Bedienungsanleitung zurechtkommt. Die Eingänge für die Kanäle 1 bis 3 sind als XLR- / 6,3 mm Klinkenkombibuchse ausgelegt und sind sowohl für dynamische Mikrofone, als auch für Instrumente geeignet. Ein Mic/Line-Schalter ermöglicht die entsprechende Anpassung der Eingangsempfindlichkeit. Kanal 2 und 3 sind sogar mit einem Hi-Z-Schalter für elektroakustische Gitarren, E-Gitarren oder E-Bassgitarren direkt ohne zusätzliche DI-Box nutzbar. Kanal 4/5 ist ein Stereo-Kanal mit zwei 6,3 mm (L, Mono/R) Klinkenbuchsen, z.B. zum Anschluss eines Stereo-Keyboards. Wird nur ein Monosignal benötigt, so ist dafür die „L/Mono“-Klinkenbuchse zu verwenden. Alternativ steht für diesen Stereo-Kanal eine von oben zugängliche 3,5 mm Stereo-Miniklinkenbuchse zur Verfügung oder man aktiviert für diesen Kanal den Bluetooth-Empfänger, um z.B. Pausenmusik vom Handy oder MP3-Player zu streamen. Die als „LINK“ bezeichnete, weibliche XLR-Buchse dient als Eingang beim Verlinken von zwei Stagepas 1K Systemen zu einem Stereo-System und sollte das Signal des „LINK MONO R“ Ausgangs des ersten Systems erhalten. Um bei Ansagen und Sprechpausen den integrierten Hall-Effekt bequem über einen Fußschalter ein- oder ausschalten zu können, hat Yamaha beim Stagpas-System eine als „REVERB FOOT SW.“ bezeichnete 6,3 mm-Klinkenbuchse vorgesehen. Wirklich gut mitgedacht! Ein weiterer, als „MONITOR MONO“ bezeichneter XLR-Ausgang liefert das zu einem Mono-Signal zusammengemischte Audiosignal zum Anschluss eines weiteren aktiven Lautsprechers, z.B. als persönlicher Monitor, oder zum Mitschneiden des Signals auf einem Recorder. Die Stärke dieses Ausgangssignals ist über den „MONITOR“-Regler des Mixers (rechts, oben) stufenlos einstellbar. Ganz unten auf der Rückseite finden wir den Anschluss für das Netzkabel und rechts daneben den Ein-/Aus-Schalter für das System.

Die Abdeckung bietet einerseits Schutz und Platz für Zubehör dank großer Seitentaschen.


Die zwei Distanzstangen und die Line-Arrary-Lautsprechersäule.


Übersichtliche Bedienung von oben

Übersichtlich nach einzelnen Kanälen angeordnet mit einer rechtsseitigen Mastersektion präsentiert sich das Bedienfeld des integrierten Stagepas-Mixers, so dass auch ein Neuling sich schnell ohne Bedienungsanleitung zurechtfindet. Direkt unter dem „Stagepas 1K“-Schriftzug finden wir links oben eine rote und eine grüne Kontroll-LED. Die grüne LED zeigt an, dass das System eingeschaltet und mit der Stromversorgung verbunden ist. Ein Aufleuchten der roten LED kann mehrere Gründe haben:

• Es wird eine Überhitzung des Verstärkers erkannt

• Es wird ein Überstrom erkannt

• Das Gerät wird eingeschaltet: Die Schutzschaltung ist einige Sekunden lang aktiviert, um Einschaltgeräusche zu vermeiden. Wenn alles in Ordnung ist, erlischt die rote LED automatisch. Die Kanäle 1 bis 3 ähneln sich sehr in ihrer Ausstattung. Kanal 2 und 3 haben lediglich zusätzlich einen „Hi-Z“-Schalter zur Anpassung der Eingangsempfindlichkeit. Der erste Regler von oben ist blau gekennzeichnet und steuert den Hall-Anteil des jeweiligen Kanals. In der Reihe darunter finden wir den grün gekennzeichneten EQ-Regler je Kanal. Dreht man diese Regler von der Mittelstellung (FLAT) aus gegen den Uhrzeigersinn, so werden die Bässe abgesenkt. Beim Drehen der Regler von der Mitte im Uhrzeigersinn, werden Bässe und Höhen angehoben. Um eine höhere Gesamtlautstärke des Systems zu erreichen, sollten die Bässe nicht allzu sehr angehoben werden.

Die zwischen EQ-Regler und „LEVEL“-Regler angeordnete „CLIP“-LED hilft bei der Aussteuerung der Eingangsempfindlichkeit bei den Kanälen 1 bis 3. Wenn diese LED ab und zu (bei Peaks) aufleuchtet, ist die Aussteuerungsgrenze des jeweiligen Kanals erreicht. Um Verzerrungen bei Peaks zu vermeiden, ist es besser den Master-Level-Regler weiter aufzudrehen und dafür die einzelnen Kanal-Level etwas herunter zu nehmen. Leuchtet beim Master-Level die rote „LIMIT“-LED für den integrierten Limiter konstant auf, so muss auch das Master-Level zurückgenommen werden, da die Grenze der Systemlautstärke erreicht ist. Bedenkt man die beachtliche Schalldruckleistung des Stagepas 1K Systems, die bei 119 dB SPL liegt, so ist das schon ziemlich laut. Am Ende der Kanaleinstellungen finden wir noch den „MIC/LINE“-Umschalter zur Anpassung der Eingangsempfindlichkeit und bei Kanal 2 und 3 den „Hi-Z“-Schalter zum direkten Anschluss diverser Instrumente ohne vorgeschaltete DI-Box.

Der Dolly ist an den Innenseiten gepolstert. Mit vier Clipverschlüssen lässt sich das PA-System fixieren.


Zum leichteren Handling sind auch auf der Unterseite des Dollys Griffffe angebracht.


Etwas aus der Reihe fällt der als „ST“ gekennzeichnete Stereo-Kanal für die Kanäle 4 und 5. Ganz oben finden wir den „MONO/ST MODE“-Umschalter mit seiner Status-LED. Wie die Bezeichnung schon sagt, lässt sich mit diesem Schalter das Stagepas 1K System zwischen Mono- und Stereo-Betrieb umschalten. Ist die LED aus, so läuft das System im Mono-Mode, d.h., linker und rechter Kanal werden zu einem Mono-Signal zusammengemischt. Leuchtet die LED orange, ist der Stereo-Modus aktiviert und die Lautsprecher geben nur das Signal des linken Kanals wieder.

Das Signal für den rechten Kanal wird an der „LINK“-Ausgangsbuchse ausgegeben, an die ein zweites Stagepas 1K System (oder ein anderer aktiver Lautsprecher) angeschlossen werden kann. Da die Entwicklungsabteilung von Yamaha davon ausgeht, dass an diesen Eingang nur Konservenmusik oder bereits vorgemischte Keyboard-Sounds an das Stagepas-System geliefert werden, wird dieser Kanal nicht vom integrierten Hall-Effekt berücksichtigt. Statt eines Hall-Reglers finden wir daher an diesem Platz eine 3,5 mm Stereo-Miniklinkenbuchse zum kabelgebundenen Anschluss eines Handy’s, MP3-Player’s oder CD-Players. Alternativ können Kanal 4 und 5 auch via Bluetooth genutzt werden. Um Musik von z.B. einem Handy via Bluetooth an das Stagepas 1K System zu streamen, drückt man zuerst die „BLUETOOTH PAIRING“-Taste direkt unter dem Level-Regler für den Stereo-Kanal. Die links neben dem Taster gelegene Status-LED kennt folgende Betriebszustände:

Aus – Bluetooth-Standby-Modus

Leuchtet stetig – Bluetooth verbunden

Blinkt langsam – Suche nach Bluetooth-Geräten

Blinkt schnell – Warten auf Bluetooth-Pairing Doch nicht nur hierfür können Stagepas 1K Systeme ihren Bluetooth-Empfänger nutzen, wie wir später noch feststellen werden.

In der ganz rechten Spalte finden wir alle Einstellmöglichkeiten für die Master-Sektion des Mixers. Als ersten Regler der Master-Sektion hat Yamaha ganz oben die Lautstärkeneinstellung für den Monitorausgang positioniert. Direkt darunter befinden sich Schalter und Status-LED des integrierten Halleffekts. Leuchtet die LED, so ist der Hall-Effekt eingeschaltet und kann über die blau gekennzeichneten Regler den Kanälen 1 bis 3 stufenlos zugemischt werden. Über den blauen Regler „TYPE/TIME“ kann sowohl der Hallcharakter (Hall, Plate, Room, Echo), als auch die jeweilige Halldauer eingestellt werden. Wer die SPX-Effektgeräte im 19-Zoll-Format von @81Yamaha kennt, der weiß, von welch hoher Qualität der Yamaha-Hall-Effekt ist. Dass dieser sogar noch in seiner Charakteristik wählbar ist, ist ein wirklich großes Plus, das kein mir bekannter Mitbewerber im Rahmen eines Säulen-PA-Systems bietet. Mit dem darunter liegenden „MODE“-Regler können die Klangfülle bzw. der Gesamtfrequenzgang eingestellt werden. Die Mittelstellung (MUSIC) ist eine geeignete Grundeinstellung. Wenn man den Regler gegen den Uhrzeigersinn (SPEECH) dreht, werden nicht benötigte Bassfrequenzen ausgefiltert und eine optimale Einstellung für Sprache oder für Gesang und akustische Musikinstrumente erzeugt. Dreht man den Regler im Uhrzeigersinn (Richtung CLUB), wird durch Anhebung der Bässe und Höhen eine optimale Einstellung für die Wiedergabe von Musiksignalen gewählt. Auf diese Weise lässt sich das Stagepas 1K System schnell auf die jeweilige Aufgabe optimieren, ohne die Klangregelung der Einzelkanäle zu bemühen. Als letztes Element der Master-Sektion finden wir ganz rechts unten den rot gekennzeichneten Master-Level-Regler, der die Gesamtlautstärke des Systems bestimmt mit der dazugehörigen roten „LIMIT“-LED, die rot aufleuchtet, sobald der integrierte Limiter aktiv wird. Ein dauerhaftes Leuchten der „LIMIT“-LED sollte durch eine Reduzierung der Master- oder Kanal-Level-Einstellung vermieden werden. Zwar kann das System durch die Limitierung und andere Schutzschaltungen keinen Schaden nehmen, aber die eingeschränkte Dynamik macht sich durch Klangeinbußen dennoch bemerkbar. Einen Schalter mit der Bezeichnung „BLUETOOTH CONTROL MODE“, der ganz oben zu finden ist, haben wir bewusst bis jetzt verschwiegen. Dieser Schalter bestimmt, ob das Stagepas 1K System via Bluetooth ferngesteuert werden kann.
Die LED zeigt die folgenden Status an:

Die Rückseite mit den zwei XLR Ein- und Ausgängen.


Fernsteuerung via Editor-App

Yamaha nutzt den Bluetooth-Empfänger nicht nur zum Streamen von Musikkonserven, sondern auch zur Fernsteuerung des gesamten Systems via Handy-App. Ist der Fernsteuerungsmodus durch den „BLUETOOTH CONTROL MODE“-Schalter aktiviert, zeigt die zugehörige Status-LED an, in welchem Zustand sich das Stagepas 1K System befindet:

• Aus – Steuerung deaktiviert

• Leuchtet stetig – Verbunden mit STAGEPAS Editor App

• Blinkt langsam – Warten auf Verbindung zur Stagepas-Editor-App

Die App ist sowohl für IOS, als auch für Android Geräte kostenlos verfügbar. Pegel und EQ können so während der Probe oder des Auftritts über Bluetooth ferngesteuert werden. Angepasste Einstellungen für bestimmte Songs oder Anwendungen können auch gespeichert werden, um die Einrichtung künftig zu beschleunigen und von Gig zu Gig einen beständig guten Sound zu erreichen.

testergebnis und Fazit

In unserem Praxistest haben wir das Stagepas 1K PA-System mit vielen unterschiedlichen Signalquellen und Anforderungsprofilen konfrontiert. Ganz gleich, ob z.B. als Karaoke-Setup mit Hintergrundmusik über den Stereo-Kanal und einem Shure SM58 als Gesangsmikrofon, natürlich mit Halleinsatz, oder als DJ-System, oder als PA-System für eine kleine Band bestehend aus Keyboards, E-Akustikgitarre und Gesang, oder einfach als Beschallung mit Musikkonserven für den Partykeller, - das Stagepas 1K System machte immer eine gute Figur. Die Flexibilität des gut durchdachten Digitalmischers zusammen mit der Kraft der 1.000 Watt Endstufenleistung sowie der große Durchmesser von 12“ des optimierten Tieftonlautsprechers verleihen dem Stagepas 1K einen in den Bässen unerwartet druckvollen Klang bei einem kristallklaren, seidigen High-End durch die zehn Mittel-/Hochtonlautsprecher im Line-Array-Format. Auch die Auflösung der Mitten ist sehr detailreich, klar und differenziert. Die Übergangsfrequenz bei 240 Hz ist sehr gut gewählt und ohne Frequenzloch bei der Übergabe. Nicht nur klanglich begeistert das Stagepas 1K System, auch das Preis-/Leistungsverhältnis ist sehr günstig. Features wie einen integrierten Hall in der bekannten Yamaha SPX-Qualität mit Wahl der Charakteristik und der Hallzeit findet man sonst, wenn überhaupt, nur in wesentlich teureren Systemen. Yamaha hat mit dem neuen Stagepas 1K System ein wirklich hervorragendes Säulen-PA-System im Angebot, das sicher bald seinen Weg in die Herzen aller findet, die guten Klang und zuverlässige Performance zu einem bezahlbaren Preis suchen.
Michael hennig