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BAD MOOD DAY


Happy Way - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 09.09.2021

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Artikelbild für den Artikel "BAD MOOD DAY" aus der Ausgabe 4/2021 von Happy Way. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Happy Way, Ausgabe 4/2021

Bringt doch nichts! Ich bleib einfach liegen.

Es gibt diese Tage, an denen schon morgens vor dem Aufstehen klar ist: Heute wird das nichts mit der guten Laune. Keine Chance, kannst Du gleich vergessen. Statt Glück und Liebe im Bauch spürst Du einen Kloß im Hals und Druck im Kopf. Du fühlst Dich richtig genervt, wütend, traurig und innerlich erschöpft zugleich. Als hätte jemand einen Eimer kaltes Wasser über Dir ausgekippt und Dir dann noch gesagt, dass die Heizung gerade ausgefallen ist. Grummel, grummel, Mega-Frust.

Solche Momente sind der Beginn von echten Bad Mood Days, von Schlechte-Laune-Tagen. Wie eine kleine Regenwolke über dem Kopf verfolgt uns die miese Stimmung vom Bett ins Bad, zum Kühlschrank und auf die Couch. Wo wir auch gehen und stehen, was wir auch tun: Die schlechte Laune haben wir immer im Schlepptau. Und wissen dabei oft gar nicht richtig, was mit uns passiert ist. Klar ist nur: Neben all den ...

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... Verpflichtungen des Alltags will nun auch noch diese dunkle Wolke unsere Aufmerksamkeit und droht damit, erneut kaltes Wasser herabregnen zu lassen. Wenn dann tatsächlich etwas schief geht – die Kaffeemaschine streikt oder der Bus uns vor der Nase wegfährt – öffnet die Wolke ihre Schleusen. Platsch! Und die Laune ist vollends am Boden.

Och menno...

Bad Mood Days sind den meisten von uns unangenehm. So grummelig trauen wir uns nur ungern unter die Leute. Sie könnten ja denken, wir haben uns nicht richtig unter Kontrolle. Und müssten wir uns nicht tatsächlich besser zusammenreißen? Den Frust herunterschlucken, den Ärger weglächeln, die Traurigkeit überspielen? Die negativen Gefühle verdrängen, um den positiven mehr Raum zu geben?

Viele von uns haben nicht gelernt, ihre Emotionen zuzulassen und über deren Bedeutung zu sprechen. Sie befürchten, hysterisch, schwach oder zu empfindlich zu wirken, wenn sie es tun. Also unterdrücken sie ihre Empfindungen.

Nur: Die dunkle Wolke lässt sich nicht so leicht vertreiben. Und weißt Du was? Das ist vollkommen okay so! Bad Mood Days gehören zum Leben dazu. Niemand kann normal, dass Du auch die anderen Emotionen verspürst. Die weniger schönen. Eine schlechte Stimmung setzt sich meist zusammen aus einem wilden Gemisch von Wut und Ärger, Angst und Trauer, Frustration und Unzufriedenheit. Diese Gefühle bringen Körper und Geist in Aufruhr, erzeugen Anspannung und Unruhe. Das fühlt sich nicht gut an, deshalb denken wir leicht, diese Emotionen wären ungesund für uns. Doch Psychologinnen wissen schon lange: Sie haben genauso ihre Berechtigung wie Glück und Freude. Einige von ihnen waren früher sogar überlebenswichtig.

Die Vorfahren der Menschen verließen sich auf ihre Instinkte, wenn sie sich in der Welt zurechtfinden wollten. Witterten sie Gefahr, bedrohte etwa ein Säbelzahntiger ihren Nachwuchs, schlug ihr Gehirn blitzschnell Alarm. Innerhalb von Millisekunden reagierte ihr Organismus auf die Bedrohung, ihr Herz schlug schneller, die Muskeln spannten sich an und ein unangenehmes Gefühl machte sich in ihnen breit. Das alles geschah automatisch. Sie hatten keine Zeit darüber nachzudenken. Ihr Körper machte sich von selbst bereit und sammelte Energie für den Kampf – oder die Flucht.

Wenn wir Gefühle unterdrücken, verschwinden sie nicht. Im Gegenteil: Die Energie staut sich auf. Das ist wahnsinnig anstrengend. Und bringt überhaupt nichts. Die Emotionen bekommen dadurch nämlich nur noch mehr Macht. Als wenn Du versuchst, einen Luftballon unter Wasser zu drücken. Sobald Du ein klein wenig nachlässt, kommt er wieder hoch – und zwar mit enormer Schnellkraft. Unterdrückte Emotionen stressen den Körper und schwächen die Psyche. Immunabwehr und Herz-Kreislauf-System, Wohlbefinden und Beziehungen leiden unter ihnen. Letztlich können sie sogar krank machen.

Heute laufen zwar keine Säbelzahntiger mehr durch den Wald, trotzdem müssen wir uns fast täglich mit allerlei Bedrohungen herumschlagen. Sie sind eine Gefahr für unser Glück: Unfaire Entscheidungen bringen unsere Seele aus dem Gleichgewicht. Respektloses Verhalten versetzt uns in Rage. Trennungen schmerzen bis ins Mark. Mal wird eine innere Grenze überschritten, dann wieder unser Tatendrang im Keim erstickt. Und zurück bleibt? Genau, dieses unangenehme Gefühl, mit dem wir morgens aufwachen und uns fragen: Was ist hier eigentlich los? Das ist eine gute Frage! Das Tolle an Bad Mood Days ist nämlich: Sie sind ein verlässliches Warnsignal. Treten sie auf, kannst Du darauf zählen, dass irgendetwas vorgefallen ist, das Dein Inneres ganz schön aufgewühlt hat, bewusst oder unbewusst.

Wenn Du den negativen Gefühlen den Raum geben willst, den sie brauchen, dann fang an, sie genauer zu untersuchen. Tritt einen Schritt zurück und schau nach, was dem Bad Mood Day vorangegangen ist. Gab es einen Auslöser? Gestern, vorgestern? Welche Gedanken begleiten die schlechte Stimmung? Und welche Emotion überwiegt?

Spürst Du vor allem Wut, ist Dir wahrscheinlich Ungerechtigkeit widerfahren oder jemand hat Dein Selbstwertgefühl verletzt. Wie gut, dass Dich Deine Instinkte darauf hinweisen, dass Du nicht einfach klein beigeben solltest, sondern etwas ändern musst. Die Energie, die Dir die Wut verleiht, kannst Du für Dich nutzen, wenn Du sie in die richtigen Bahnen lenkst. Denn Wut motiviert! Sie verleiht uns eine Stimme, um unseren Standpunkt zu verteidigen und uns zu wehren. Ohne Wut würden wir alles mit uns machen lassen. Oder bist Du vor allem genervt? Dann wurden vielleicht Deine Erwartungen enttäuscht. Offenbar läuft es gerade nicht so, wie Du es gerne hättest. Du bist engagiert, wolltest endlich loslegen mit einem Projekt – und wurdest ausgebremst. Das Genervt-Sein gibt Dir das Signal: Lass Dich nicht unterkriegen, sondern tu was! Überlege Dir, was Du willst. Verhandle die Positionen. Und lenke das Projekt wieder in die richtigen Bahnen. Ähnlich verhält es sich mit Frust. Auch er ist meist eine Antwort auf eine Enttäuschung. Manchmal lohnt es sich dann, die eigenen Ziele zu hinterfragen und anzupassen.

Ich dreh durch!

Und so die Wahrscheinlichkeit zu verringern, ein zweites Mal frustriert zurückgelassen zu werden.

Die Angst ist ebenfalls ein häufiger Begleiter an Bad Mood Days. Sie tritt häufig auf, wenn Dir etwas wichtig ist. Manche von uns sorgen sich, geliebten Menschen könnte etwas passieren. Andere fürchten, eine Herausforderung nicht bewältigen zu können.

Die Angst kann richtungsweisend sein: Wofür lohnt es sich, zu kämpfen, sich mit aller Kraft einzusetzen?

Fehlt noch die Trauer. Sie ist wohl das schmerzhafteste aller Gefühle am Bad Mood Day. Trauernde können sich kaum vorstellen, dass die Emotion einen Sinn haben könnte. Hat sie aber! Trauer hilft uns, Verluste zu bewältigen. Uns von etwas oder jemandem zu verabschieden. Nicht nur der Tod macht uns traurig, sondern auch niederschmetternde Nachrichten oder Rückschläge, zum Beispiel ein Plan, der nicht aufgegangen ist, oder ein Traum, der regelrecht zerschmettert wurde. Wer die Trauer zulassen kann, gibt der Seele die Chance, sich vom Alten zu lösen und neuen

Mut und Tatendrang zu entwickeln. Um die schwere Phase zu überwinden, kann es helfen, sich zu erinnern, darüber zu reden oder zu schreiben.

Am Wichtigsten aber ist Zeit. Manchmal verschwinden Trauer, Angst, Wut und die anderen Gefühle ganz von allein, wenn Du aufhörst, sie zu bekämpfen. Der Zen-Meister Hinnerk Polenski meint: „Gefühle sind keine Gedanken, die beliebig verändert werden können.“ Dafür sind sie viel zu mächtig.

Mach Dir stattdessen bewusst, wie wichtig sie für Dich sind. Und versuche, Mitgefühl mit Dir zu entwickeln. Bad Mood Days sind nicht angenehm und sie werden nie Deine Lieblingstage werden. Aber es kann richtig guttun, sich der schlechten Stimmung zu stellen. Das Glück des nächsten Tages kannst Du dann gleich doppelt genießen.

ZUM AUSSCHNEIDEN

Wir haben Deiner schlech - ten laune einen Brief geschrieben! Der text kann Dir helfen, das Gute in den Gefühlen zu erkennen. Hänge ihn zu Hause auf! so hast Du ihn immer im Blick.