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Bade Dich schön!


Happy Way - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 11.10.2018

Vergiss die Welt und tauch ab. Nimm Milch und Honig, Mandelöl und Rosenblüten mit in die Wanne. Und lass Dich vom Wasser küssen


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Bildquelle: Happy Way, Ausgabe 6/2018

Natürliche Zutaten streicheln: Körper & Seele


Dieser Moment: gehört Dir


Die Badezimmertür geht zu und die Welt gehört mir. Kerzenlicht, Ruhe, ein rauschender Wasserstrahl. Was immer heute anstand, Ärger, Stress, Streit, gleich kann ich alles ans Wasser abgeben, abtauchen und vergessen. Gedanken werden kommen und gehen, um mich schwimmen, davonplätschern. Mein Körper wird ein bisschen schwereloser werden. Das Warme wird ihn einhüllen wie eine Umarmung, und auf einmal – das weiß ich ...

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... genau – wird alles gut sein. Dann gilt es, einfach noch ein bisschen auszuharren, und ein paar Momente lang nichts weiter zu sein als ein glücklicher Mensch in der Badewanne. Ich drehe den Wasserhahn zu und steige hinein.

Kurzurlaub in der Badewanne

Dass ich den Kurzurlaub in meiner Badewanne so liebe, das habe ich gemeinsam mit fast allen anderen da draußen. Es ist, als müssten wir Menschen unsere Körper ab und an ins Wasser tauchen, um wieder aufzutanken. Vielleicht, weil in dem Moment innen wie außen ist – schließlich besteht der menschliche Körper selbst zu 70 Prozent aus Wasser. Vielleicht ist da aber auch eine ganz leise Erinnerung in uns an die Zeit, lange bevor jede Erinnerung existierte. Denn in Wahrheit sind wir alle ja Wasserwesen: Die erste Zeit unseres Lebens haben wir im Wasser gelebt, neun Monate lang, in Fruchtwasser. Erst anschließend wurden wir in die Luftwelt hier draußen katapultiert. Womöglich hängt es damit zusammen, dass unsere Seele weiter wird, wenn unser Körper im Wasser ist, und uns ein Gefühl beschleicht, als würden wir nach Hause kommen …

Lavendelbad

So wirkt es:

Lavendel entspannt, beruhigt, vertreibt Nervosität und Schlaflosigkeit.

Zutaten:

• Getrocknete Lavendelblüten
• Ein Leinensäckchen

So geht es: Fülle die Lavendelblüten in das Leinensäckchen und häng es in die Wanne wie einen Teebeutel. Steig dazu, lehn Dich zurück, schließ die Augen und atme tief ein. Nach dem Lavendelbad solltest Du Dich einmal kurz abduschen, und idealerweise direkt danach schlafen gehen.

Mandel-Orangen-Schaumbad für die Haut

So wirkt es:

Dank des Eiweißes bleibt der Schaum in der Wanne, Mandelöl macht die Haut geschmeidig, Orangenöl strafft und duftet nach Sommer.

Zutaten:

• 1 Tasse mildes Babyshampoo • 1 Esslöffel Mandelöl
• 1 Ei • 5 Tropfen Orangenöl

So geht es: Trenn das Eiweiß vom Eigelb. Wir brauchen nur das Weiß. Gib es zusammen mit den anderen Zutaten in eine verschließbare Flasche und schüttele sie so lange, bis sich alles gut vermischt hat. Lass den Badezusatz direkt unter das einlaufende Wasser filießen, das macht mehr Schaum. Wenn möglich, nimm Dir eine Badeente mit in Dein Schaumbad.

Nur mein Quietscheentchen, und ich …


Wie auch immer, irgendwas macht das warme Nass mit uns. Das spürten die Menschen zu allen Zeiten, weshalb es in sämtlichen Kulturen und Religionen Kulte rund um das Baden gibt. Ohne zuvor ins Wasser zu steigen, durften zum Beispiel die alten Ägypter nicht ihre Lieblingsgöttin Isis anbeten. Sie mussten dafür in öffentliche Badeanstalten gehen, denn private Wannen hatte damals noch keiner. Nur Kleopatra, die letzte Pharaonin, die hatte eine. Überliefert ist ihr liebster Badezusatz: Milch und Honig (siehe oben).

Die Hindus baden bis heute rituell im Ganges. Sie sagen, ein Bad im Wasser würde sie ihrer Vergangenheit entledigen, sie mit neuer Lebensenergie aufladen und bisweilen sogar wie durch ein Wunder heilen. Und die Juden zelebrieren ihr Tauchbad „Mikwe“, in das Bräute am Vorabend der Hochzeit steigen sollen, Mütter kurz nach der Entbindung, Frauen nach der Menstruation und ein jeder nach Kontakt mit Blut. Aus dem Wasser steigt der Mensch anschließend erneuert und gereinigt, heißt es.

Kokosöl-Bad

So wirkt es:

In den Tropen ist Kokosöl die weibliche Allroundwaffe, denn es macht schön von Kopf bis Fuß. Das Beste am Kokosöl ist seine schnell einziehende Feuchtigkeit. Ein Vollbad damit wirkt daher Wunder für trockene Haut, es löst das Spannungsgefühl, lindert Juckreiz und macht sie samtweich.

Zutaten:

• Zwei Esslöffel Koskosöl

So geht es: So einfach kann es sein: Gib das Kokosöl in die einlaufende Wanne und verteil es dort mit der Hand. Im Warmen löst es sich schnell auf und legt sich dann, sobald Du drin liegst, wie ein feiner Film auf Deine Haut. Was für ein duftender Luxus … Vergiss beim Baden nicht, von der Südsee zu träumen!

Zeitfür: Körperpflege


Anti-Aging-Kleopatrabad

So wirkt es:

Kleopatra war die Schönste ihrer Zeit. Es heißt, sie habe täglich gebadet, in Milch und Honig. Milch wirkt beruhigend, die Haut wird weich, geschmeidig, rosa. Honig strafft, Fältchen verschwinden. Kleopatra wusste, was sie tat: Dieses Bad ist ein wahrer Jungbrunnen!

Zutaten:

• 1 Liter Buttermilch
• 250 g Honig

So geht es: Während das Badewasser einläuft, erwärmst Du den Honig im Wasserbad, bis er flüssig ist. Vermische ihn dann mit der Buttermilch. Lass die Honigmilch ins Wasser einfließen und vermische alles einmal mit der Hand. Steig nun in die Wanne, schließ die Augen und fühl Dich 20 Minuten lang wie eine Göttin.
Hast Du eher trockene Haut, dann trockne Dich nach dem Baden nicht ab, sonst rubbelst Du die rückfettenden Wirkstofle gleich wieder weg. Hüll Dich lieber gleich in einen kuscheligen Bademantel und leg Dich so aufs Sofa. Hast Du allerdings eher fettende Haut, solltest Du Dich nach dem Bad einmal abduschen.

Eher zum Spaß badeten die alten Griechen, so exzessiv allerdings, dass sich der Philosoph Platon besorgt fragte, ob etwa zu viele Wannenbäder einen Mann auf Dauer verweichlichen könnten. Die Griechen lachten darüber und badeten genüsslich weiter. Sie trugen ihre Lust am Wasser ins alte Rom, und da fiel sie auf fruchtbaren Boden. Die Römer bauten sich ausladende Thermen, wahre Wellness-Tempel, in denen man nicht nur baden, sondern auch lieben, essen, trinken, tratschen und Geschäfte machen konnte.

Beim Baden Kalorien verbrennen

Im Mittelalter brach die Lust am Bad ein bisschen ein, das lag an der Verbreitung von Pest und Syphilis, für die zeitgenössische Ärzte das Gemeinschaftsbad verantwortlich machten. Vor lauter Schreck bevorzugte der Mensch des Rokoko Trockenwaschungen. Aber schon zur Aufklärung war man wieder klüger, die großen Kurbäder entstanden. Gerüchten zufolge soll der Dichter Johann Wolfgang von Goethe über 1000 Tage in ihnen verbracht haben. Einen stattlichen Teil seines Lebens hat er schlicht verbadet-man kann Schlimmeres mit seiner Zeit anstellen.

Kaffeebad für den Stoffwechsel

So wirkt es:

Das Kaffeebad regt den Stoffwechsel an, förderte die Durchblutung und lockert die Muskulatur. Außerdem soll es psychisch reinigend sein.

Zutaten:

• Eine Tasse Kaffeesatz
• Eine halbe Tasse Olivenöl
• Eventuell eine Tasse Meersalz

So geht es: Vermisch den Kaffeesatz und das Olivenöl und reib Dir Deine Haut damit ein, als wäre es ein Ganzkörperpeeling. Lass das Peeling für fünf Minuten einwirken, dann füll die Badewanne und leg Dich samt Kaffee am Körper hinein. Wenn Du magst, kannst Du jetzt noch ein bisschen Meersalz ins Wasser geben. Die Kombination aus Meersalz und Kaffee soll negative Energien aus Dir befreien, schaden kann das ja nicht.

Denk an die: Kerzen!


Und seit wann gibt es nun die private Badewanne, so eine wie meine? Die setzte sich erst ab den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts durch, bis dahin waren öffentliche Badeanstalten noch gang und gäbe. Und es brauchte auch ein paar Fehlkonstruktionen auf dem Weg zum praktischen Standardmodell von heute, darunter die faltbare Klappbadewanne und die „Wellenbadeschaukel“, in der man während des Badens tatsächlich vor- und zurückschaukeln konnte.
Körperliche Betätigung während des Badens – so ein Blödsinn. Schließlich geht es beim Baden doch darum, einfach nur faul und glücklich da zu liegen. Ein paar freundliche Forscher fanden jüngst sogar heraus, dass das Rumliegen schlank macht. Ehrlich wahr! Sie ließen Testpersonen zunächst eine Zeitlang in der warmen Badewanne liegen, und anschließend exakt dieselbe Zeit Fahrrad fahren. Das erstaunliche Ergebnis: In der Wanne verbrannten die Tester mehr Kalorien! Vermutlich liegt es daran, schlossen die Wissenschaftler, dass sich beim Baden die Körpertemperatur erhöht. Abnehmen durchs Rumliegen, was für ein Geschenk!

Nachher ist man schöner

Woher die Schrumpelfinger kommen, wenn man zu lange in der Wanne liegt, das wurde auch bereits erforscht. Es ist ein Trick der Natur, damit mir im Nassen nicht alles wegflutscht, was ich anfasse. Schrumpelfinger haften einfach besser.

Apropos Schrumpelfinger, so langsam müsste ich auch mal raus hier. Ein bisschen wackelig auf den Beinen fühlt man sich, wenn man frisch aus der Wanne kommt – und ein bisschen allein gelassen. Es fehlt die wohligwarme Umarmung des Wassers. Aber ohne Zweifel ist man nach dem Bad äußerlich schöner als vorher, und innerlich stärker. So darf die Welt wieder zu mir kommen: Ich öffne die Badezimmertür.

Beachte beim Baden

• Bade am besten abends, denn Baden macht herrlich bettschwer.

• Die ideale Wassertemperatur liegt zwischen 28 und 38 Grad, alles darüber strengt den Organismus an, alles darunter ist ungemütlich.

• Bade maximal 20 Minuten.

• Anschließend: Räum nicht gleich die Spülmaschine aus. Lass die Entspannung mindestens noch eine halbe Stunde nachklingen.

• Zwei Bäder pro Woche dürfen sein, mehr möglichst nicht.

• Geh nicht baden, wenn Du Dich krank fühlst! Inzwischen weiß man: Ein Vollbad belastet einen angeschlagenen Organismus mehr, als dass es ihm nützt.

Rosenblütenbad

So wirkt es:

Ein Bad in Rosenblüten streichelt unsere wirkt nachweislich antidepressiv.

Zutaten:

• Zehn Rosen

So geht es: Zupf die Blätter von den Köpfen Deiner zehn Rosen ab und leg sie in einem Liter Wasser ein. So ziehen sie nun eine gute halbe Stunde durch. Ist die Wanne mit warmem Wasser eingelaufen, fügst Du das Rosenwasser und die Rosenblütenblätter hinzu. Im Warmen entfalten sie erst ihre ganze Wirkkraft. Steig ein und lass Dich von Blütenblättern umgeben.

Duftende: Rosenblüten


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