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BAHAMAS ACKLINS ISLAND: Die Traum - Insel


FliegenFischen - epaper ⋅ Ausgabe 70/2018 vom 02.11.2018

25 bis 30 Grad, weiße Strände, Kokosnuss-Palmen, weit und breit kein anderer Fischer und Bonefish in Wurfweite. Ja, das wäre ein Traum! Nein, das ist Realität – denn so eine Insel gibt es wirklich!von Henry Schmidt


Artikelbild für den Artikel "BAHAMAS ACKLINS ISLAND: Die Traum - Insel" aus der Ausgabe 70/2018 von FliegenFischen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Auch wenn der Bonefish nicht danach aussieht: Nimmt er Ihre Fliege, dann werden Sie das Backing sehen – und zwar schneller, als Sie gucken können!


Der Himmel strahlend blau, das Wasser herrlich warm, kein anderer Mensch weit und breit im Flat – und ein starker Bonefish im Drill.


Fotos: H. Schmidt

Zu zweit, ohne Guide. Das Fischen auf eigene Faust ist auf Acklins Island kein Problem, die guten ...

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... Stellen sind bekannt und die Fischerei ist nicht schwierig.


Jetzt, wo der Winter so kurz vor der Tür steht, wird es wieder schwieriger sein Fliegenfischer-Dasein auszuleben. Schonzeiten, Eis und Schnee – es gibt viele Gründe, die uns lieber am warmen Fliegenbinde-Platz halten. Und eine gewisse Zeit lang, kann die Vorbereitung auf die neue Saison den Hunger stillen, den wir alle in uns haben! Aber seien wir doch mal ehrlich: Das steigende Fieber kann auf Dauer nur mit dem Fischen gesenkt werden.

So oft habe ich meine Gedanken schweifen lassen und mir mein perfektes Winter-Ziel erträumt. Also, wie sieht eigentlich so eine Trauminsel im Idealfall aus?

Wie wäre es mit Temperaturen um 25 bis 30 Grad, Sonnenschein den ganzen Tag und nur hier und da mal eine Wolke. Klingt gut?

Dann lasst uns eine Insel mit Kokos- nuss-Palmen, weißen Korallensand-Stränden und endlosen, von Mangroven umgebenen Flachwasser-Zonen hinzufügen! Wird schon besser?

Jetzt brauchen wir natürlich ein paar Fische um unsere Insel herum. Flats? Mangroven? Gezeiten-Kanäle? Klingt doch nach dem perfekten Bonefish-Wasser, oder? Okay, dann lassen wir jetzt noch eine Menge von diesen Fischen um unsere Insel herumschwimmen. Fast perfekt, doch noch ein wenig Abwechslung, das wäre natürlich nicht schlecht. Also denken wir uns einfach noch Barrakudas, Jacks, Snapper, Permit und Tarpon dazu!

Und jetzt genug geträumt – denn unsere Traum-Insel existiert bereits! Willkommen in der Karibik. Willkommen auf Acklins Island, Bahamas!

SICHTFISCHEN AUF BONEFISH VOM FEINSTEN!

Bonefish haben einen soliden Ruf als ultimative Light Tackle Salzwasser Spezies. Sogar die Fliegerfischer-Legende Lefty Kreh sagte: Dürfte ich nur eine Art auf der ganzen Welt auswählen, es wäre der Bonefish. Beim Fischen auf Bonefish dreht sich alles um das Visuelle. Du suchst nach Bonefish, Du findest Bonefish, Du machst Deinen Wurf, Du siehst, wie der Fisch Deine Fliege verfolgt, wie er sie nimmt und wie eine Rakete durchstartet, wenn Du den Haken setzt! Sekunden später wirst Du einen guten Teil Deines Backings von der Rolle fliegen sehen …

Bonefischen ist Sichtfischen vom Feinsten! So eine Fischerei unter der Sonne der Bahamas zu erleben, umgeben von weißen Traumstränden und türkisblauem Wasser, macht es nicht wirklich schlechter! Lasst mich Euch meine Idee vom Fischen auf Bones auf den Bahamas erzählen.

DIE DREI WEGE BONEFISH ZU FANGEN

Der Guide lässt das Boot über die Flats gleiten, während Du Ausschau nach Fischen hältst. Vielleicht wirst Du den Fisch vor dem Guide sehen, aber da er hoch oben auf der Plattform steht, wird es eher andersherum sein. Er wird Dir sagen, wohin die Fliege muss und wie Du sie fischen solltest. Der Bonefish nimmt sie und Du setzt den Haken. Das ist ein Weg – Fish on!

Bonefish sind im Wasser zwar fast unsichtbar, doch sie verraten sich beim „Tailing“. Wenn sie Futter suchen, durchbrechen die Schwanzflossen die Wasseroberfläche. Diese Bonefish sind in den Mangroven auf Futtersuche.


Die zweite Möglichkeit ist, aus dem Boot zu steigen und mit dem Guide über die Flats zu waten. Natürlich weiß er, wo die Fische zu erwarten sind und Du folgst ihm. Er sieht in den meisten Fällen den Fisch zuerst und bringt Dich in die richtige Position, sagt Dir, wann Du werfen sollst und wie die Fliege am besten geführt wird. Wenn alles passt – Fish on!

Aber es gibt auch einen dritten Weg: Du stehst am Anfang einer großen Bucht, hier ist das Wasser etwas zu tief, um Bonefish rechtzeitig und damit effektiv sehen zu können. Allerdings gibt es am Ende der Bucht einen kleinen Kanal, der die Bucht mit einer Lagune verbindet. Hier gibt es harten, sehr hellen Sandboden.

Niemand ist in der Nähe, denn Du hast Dich mit Deinen Freunden bei einem Treffpunkt in ein paar Stunden geeinigt.

Das Wasser in dem kleinen Kanal ist flach, zu flach für die Bones, um die Lagune zu erreichen. Noch! Während Du bei einer kleinen Pause gespannt auf die gesetzte Markierung im Wasser blickst, steigt die Spannung unaufhörlich. Denn die Flut kommt und mit ihr kommen die Bonefish – und sie werden genau hier vorbeikommen … plötzlich ist er da, der erste Bonefish!

WIE UNSICHTBARE GEISTER TAUCHEN SIE AUF

Langsam zieht er seine Bahnen am Rande der Bucht. Ungeduldig wartet auch er auf die steigende Flut und damit den Zugang zu all den Krabben, Shrimps und Würmern der Lagune. Dein Adrenalin-Pegel steigt. Jetzt schleichst Du in Position und machst Deinen Wurf. Eigentlich ein einfacher, vielleicht 15 Meter weit, trotzdem schaffst Du es, den Bonefish fast mit der Fliege zu treffen! Bonefish hassen das! Schneller als Du „Sch…“ sagen kannst, ist der Bonefish weg.

Bessere Chancen kommen nicht all zu häufig. Aber Du weißt, dass das erst der Anfang war. Voll konzentriert geht es weiter, Du beobachtest den Kanal, schaust Dich um – und plötzlich siehst Du in der Lagune etwas aufblinken. Weit entfernt, 60 Meter sicherlich, doch dieses Aufblitzen sind Flossenspitzen, Flossenspitzen vom Bonefish!

Unbemerkt sind diese Fische direkt vor Deiner Nase durch den Kanal an Dir vorbeigezogen, doch so sind sie, die Bonefish. Unsichtbare Geister.

Du watest vorsichtig näher heran. Jetzt kommt es auf Deine Schleichfähigkeiten an. Dieses Mal passt der Wurf perfekt. Ein paar Mal strippen, ein Bonefish löst sich aus der Gruppe, verfolgt und nimmt die Fliege. Fish on!

Die Schnur schneidet zischend durch das klare Wasser, und der Bonefish reißt in Sekunden viele Meter Backing von der Rolle. Du genießt den Moment, bist jetzt in Deiner ganz eigenen Welt, alles andere hast Du ausgeblendet. Irgendwann realisierst Du während des Drills, dass überall in der Lagune Bonefish am „tailen“ sind – Du bist im Bonefish-Himmel!

Nach zwei Stunden verschwinden die Bonefish, genau so schnell wie sie vor gut zwei Stunden gekommen sind. Ob sie wieder durch den Kanal geschwommen sind? Vielleicht durch die Mangroven? Das Wissen nur die Bonefish selbst. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Es ist Zeit, sich mit den anderen Fliegenfischern zu treffen.

DIE BESTE BONEFISH-SCHULE IST DER 3. WEG

Das Bonefish-Konzept von Getaway Tours, mit diesen ich unterwegs bin, ist speziell darauf ausgelegt, Dir dass Fischen auf Bonefish auf diesen, dem 3. Weg beizubringen: ohne Guide! Bitte nicht falsch verstehen: Es ist absolut nichts falsch daran, sich von einem erfahrenen Guide zum Fisch führen zu lassen. Aber es ist doch so: Mit den richtigen Methoden an der richtigen Stelle, lässt sich recht schnell erfolgreich auf Bonefish angeln. Und Deine Tourleader, die sind dabei, kennen sich hervorragend in der Gegend aus. Sie wissen, welche Plätze zu den verschiedenen Wasserständen am besten sind und welche Fliegen wann und wo am besten funktionieren.

Ob es nun befriedigender ist, den Fisch selbst zu finden und zu überlisten, ist natürlich eine persönliche Geschmacksfrage. Wie ich das sehe? Verdammt ja!

Und über die Jahre teilten viele der Kunden von Getaway Tours diese Meinung. Und bei geguideten Touren fragten viele Gäste am Ende der Woche: „Können wir den letzten Tag nicht lieber ohne Guide fischen? Das Erlebnis ist eben doch ein anderes …

Hält man die Augen offen, kann man auf den Bahamas eine interessante Tierwelt entdecken. Zum Beispiel diesen Reiher. Es ist ein Reddish Egret (Egretta rufescens), und der amerikanische Autor gab diesem Vogel den Spitznamen „the Tyrannosaurus Rex of the Flats“.


Doppelpack! Oft flüchtet der Schwarm, wenn ein Fisch gehakt wurde, doch wenn man es richtig angeht, dann sind auch Doppel-Drills möglich.


Perfekt! Nicht nur der schöne Bonefish, sondern auch das Equipment: Leichte Bekleidung Cap und „Buff“ (um den Hals) als Sonnenschutz, dazu eine dunkle Polbrille (sehr wichtig!). Am wasserdichten Rucksack ist eine zweite, schwere Rute befestigt – falls ein Barrakuda, Jack oder Tarpon auftaucht.


BONEFISHING IST ZIEMLICH SIMPEL, WAS DAS GERÄT ANGEHT

Was muss ich über das Fliegenfischen auf Bonefish wissen? Zunächst einmal: Die Fischerei ist simpel, wenn es um das richtige Gerät geht. Es gibt natürlich immer wieder Diskussionen über Ruten. In den meisten Situationen möchtest Du eine leichte Rute für präzise und saubere Präsentationen – aber eine Stunde später möchtest Du wahrscheinlich lieber eine Rute, die die Fliege auf offenen Flats durch den Wind schießen kann. In jedem Fall brauchst Du eine Rute, die genug Rückgrat hat, um die starken Bonefish zu bezwingen. Wenn wir nur eine Rute wählen müssten, wäre es immer noch die klassische 8er Salzwasser Rute! Sie macht den Job.

Und es gibt Gründe, warum Ruten mit speziellen salzwasserbeständigen Komponenten gebaut werden. Das Salz, der Sand und die brennende Sonne setzen dem Gerät schon ordentlich zu. Mit einer Fliegenrolle der Klasse 7-8, ausgestattet mit guter Bremse, bist Du bestens ausgerüstet. Mit anderen Worten: Die meisten Rollen auf dem Markt sind absolut tauglich.

Eine Ersatzrute ist immer notwendig beim Reisen. Wenn möglich, sollte sie die gleiche Schnurklasse wie die „Haupt-Rute“ aufweisen. Das spart den Kauf und Transport von weiteren Schnüren.

Apropos Schnüre. Wir haben viele Schnüre ausprobiert, tendieren aber zu den klassischen Bonefish-Schnüren. Diese Entscheidung ist also einfach. Neulinge beim Salzwasserfischen „überladen“ ihre Rute gern mit einer Schnurklasse höher, so lässt sich die Rute bei kürzeren Würfen effektiver aufladen und diese Kombi transportiert auch größere Fliegen wesentlich einfacher.

BONEFISH UND DIE FRAGE NACH DER RICHTIGEN BEKLEIDUNG

Während sich beim Gerät wenig geändert hat, hat sich auf der Bekleidungsseite einiges getan. Und das ist gut! Sich den ganzen Tag auf den Flats aufzuhalten, ohne die Möglichkeit zu haben, sich in den Schatten zu begeben, ist mit den neuen Bekleidungstechnologien wesentlich angenehmer geworden. Gut sitzende Flatboots sind ein Muss und Du wirst ein glücklicherer Bonefisher sein, wenn Du etwas Geld in einen wasserdichten Rucksack investierst.

Leichte Hemden mit Sonnenschutz und die modernen Buffs, lassen Dich den Tag wesentlich komfortabler überstehen als mit traditionellen Tropen-Shirts und Kopfbedeckungen.

Klingt alles nicht kompliziert? Das ist es auch nicht! Also: Wenn Du schon immer davon geträumt hast, auf einer wunderschönen Insel auf Bonefish zu fischen, dann hat Deine Traum-Insel jetzt einen Namen: Acklins Island!

Informationen

• Anreise: Auf die Bahamas fliegt man von Deutschland, Österreich und der Schweiz über London, Atlanta und Houston sowie Newark. Eine weitere Möglichkeit ist der Flug über Miami nach Nassau. Von dort aus geht es weiter nach Acklins Island (wird organisiert).

• Einreise: Reisepass (mindestens 6 Monate gültig), kein Visum erforderlich.

• Das Revier: Die Bahamas bestehen aus rund 700 Inseln. Acklins Island liegt südöstlich von Nassau und gehört zur Crooked Island-Gruppe, die die seichten Lagune Bight of Acklins zum großen Teil umschließt.

• Ausrüstung: Fliegenruten der Klasse 7–8 für Bonefish, Klasse 8–10 für Barrakuda, auf den Rollen sollten 200 m Banking (30–50 lb) sein. Schwimmschnüre reichen aus, nehmen Sie für die leichtere Rute ein „Bonefish Taper“, für die Barrakuda-Rute eine schwimmende Salzwasserschnur für die Tropen (andere Leinen werden in der Hitze zu weich).

• Vorfächer: Gezogene Salzwasser-Vorfächer, 9 bis 12 ft. lang, Tragkraft 10 bis 20 lb. Außerdem Shock-Tippet oder Stahlvorfach für Barrakuda.

• Zubehör: Wasserdichter Rucksack, Lösezange, Hakenschärfer, Sonnencreme (höchster Faktor!), dunkle Polbrille, Cap und ein „Buff“. Bei der Kleidung empfehlen sich zudem Langarm-Shirts und lange Hosen mit UV-Schutz, auch ein leichter Regenschutz kann nicht schaden.

• Kontakt: Die Generalvertretung von Getaway Tours für Deutschland, Österreich und die Schweiz hat Robert Balkow. Das Büro in Deutschland erreichen Sie über Tel.: 03 83 05 / 18 31 55 Mobil: +49 (0)172 / 3 01 72 78 E-Mail: robert@getawaytours.eu www.getawayflyfishing.com