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Basel


Atrium - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 12.08.2021

Stadtporträt

Artikelbild für den Artikel "Basel" aus der Ausgabe 5/2021 von Atrium. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Atrium, Ausgabe 5/2021

Panorama: Von der fast 20 Meter hohen Terrasse am Münster blickt man weit über den Rhein und seine Ufer.

Die drittgrösste Stadt der Schweiz gilt als die Kulturhauptstadt des Landes. Mit zahlreichen Kunst-und Kulturinstitutionen von Weltrang, hochkarätigen Museen und der international bedeutendsten Kunstmesse Art Basel bildet die Metropole im Dreiländereck eines der Kulturzentren Europas. Der Rhein teilt die einzige Hafenstadt der Schweiz in Grossbasel und Kleinbasel, ist Mittelpunkt und Lebensader. Als Handelsweg brachte er Basel Reichtum und Internationalität, dient seit jeher als Warentransporteur, Wasser-und Energielieferant – und verbindet die Stadt mit der Welt. Wohlhabende Kaufleute und Händler investierten ihr Vermögen in Kunst und Bildung: Die erste Universität der Schweiz wurde hier 1460 gegründet, Basel zog Dichter und Denker wie Erasmus von Rotterdam oder Friedrich Nietzsche an. Mäzene förderten seit jeher die Kulturszene der Stadt mit bedeutenden Schenkungen. So gehen die ...

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... Bestände des Kunstmuseums Basel teilweise auf den Sammler Basilius Amerbach zurück, dessen Vater unter anderem mit Hans Holbein befreundet war. Es gilt als das älteste öffentlich zugängliche Kunstmuseum der Welt und beherbergt heute die grösste öffentliche Kunstsammlung der Schweiz.

Einige der renommiertesten Architekten der Schweiz betreiben Büros in Basel.

Bauten für die Kunst

Den 2016 eröffneten Neubau des Kunstmuseums machte die Mäzenin und Roche-Erbin Maja Oeri mit ihrer Laurenz-Stiftung möglich. Der Entwurf des Basler Architekturbüros Christ & Gantenbein stellt dem neoklassizistischen Museumsgebäude aus den 1930er-Jahren einen blockhaften polygonalen Baukörper gegenüber. Mit seiner fein strukturierten Fassade aus Wasserstrichziegeln, Fensterläden aus feuerverzinktem Stahlblech und einem Fries mit hinterlegten Leuchtdioden tritt der Neubau markant in den Stadtraum. Basels renommierteste Architekturbüros realisierten in ihrer Heimatstadt nicht nur, aber auch herausragende Bauten für die Kunst. So beauftragte die Laurenz-Stiftung für die bauliche Umsetzung ihres Schaulagers, einer Kombination von Kunstlager und Ausstellungsraum, das weltweit aktive Büro Herzog & de Meuron. Auch den Entwurf zur Neuen Messe Basel (hier findet unter anderem die Art Basel statt) mit fliessend anmutender Aluminiumfassade und einem spektakulären Skylight über dem Messeplatz stammt aus der Feder der Pritzker-Preisträger – wie rund 30 weitere Bauten und Projekte in der Stadt. Herzog & de Meuron lieferten auch den Masterplan zur Entwicklung des Dreispitz-Areals zum Kreativ-Hub mit Kulturinstitutionen und Wohnraum. Hier realisieren Buchner Bründler Architekten bald das Kunsthaus Baselland als neues Haus für das regionale zeitgenössische Kunstschaffen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Schaulager, dem HeK (Haus der elektronischen Künste Basel) und der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW gestalten die Architekten, die seit 1997 ihr Büro betreiben und bekannt sind für ihren virtuosen Umgang mit Raum, Licht und Material, dazu die ehemalige Dreispitzhalle um: Drei Dreieckstürme aus Beton sollen natürliches Tageslicht ins Innere der ehemals dunklen Lagerhalle leiten, die zwei Ausstellungsebenen erhält. Diener & Diener Architekten, die zahlreiche öffentliche und private Bauten in ihrer Heimatstadt Basel realisierten, konzipierten das Gebäude für das im Sommer 2020 eröffnete Art House Basel: Mit insgesamt 33 Zimmern und Suiten, einer Rooftop-Bar mit Ausblick über die Stadt, einem hoteleigenen Restaurant und vielseitigen Ausstellungsflächen für zeitgenössische Kunst bildet der moderne Zeitgeist des Designhotels eine willkommene Erweiterung der historischen Steinenvorstadt.

Basel verfügt über ein breites Spektrum hochkarätiger Kunstinstitutionen.

Möbel, Mode oder Produkte: In und um Basel gibt es zeitgenössisches Design zu entdecken.

Kultur in Stadt und Umland

Kunst im Hotel? Tatsächlich ist das Thema in Basel omnipräsent. Nicht nur verfügt die Stadt über zahlreiche hochkarätige Museen und hervorragende Galerien – auch im öffentlichen Raum, in Künstler-Ateliers und Studios, Mixed Use Spaces wie dem Werkraum Warteck und nicht zuletzt im idyllischen Umland von Basel lässt sich Kunst entdecken. Die Fondation Beyeler – Renzo Pianos lichter Museumsbau in Riehen, der wechselnde Ausstellungen auf höchstem Niveau zeigt und bald einen Erweiterungsbau von Peter Zumthor erhält – sowie der Kunstraum Riehen locken ins Umland. Anlässlich von Events wie dem Art Weekend Basel vernetzen sie sich mit städtischen Institutionen wie Kunstmuseum und Kunsthalle Basel sowie Galerien wie Gagosian, Knoell, Mueller, Guilietta, Palazzina, Salts, von Bartha, Weiss Falk oder Wilde. Aktuell (noch bis Juli) sind die Besucher der Fondation Beyeler eingeladen, die erste ortsspezifische Installation des Künstlers Olafur Eliasson in der Schweiz zu erleben: «Life» ist verwoben mit dem Museum, dem umgebenden Park und der Landschaft. Skulpturen des deutschen Künstlers Tobias Rehberger säumen den rund fünf Kilometer langen Wanderweg, der das traumhaft schöne Gelände der Fondation (Tipp: Lunch im unlängst neu gestalteten «Beyeler Restaurant im Park»!) mit dem Vitra Campus in Weil am Rhein verbindet. Auf dem Firmenareal des Möbelherstellers ist über die Jahrzehnte eine ganze Reihe von Bauten internationaler Star-Architekten entstanden: Unter anderem Zaha Hadids Feuerwehrhaus, Tadao Andos Konferenzpavillon sowie Herzog & de Meurons Vitra Haus und Vitra Schaudepot. Das Vitra Design Museum im Gebäude von Frank O. Gehry erforscht und vermittelt die Geschichte und Gegenwart des Designs und setzt diese in Beziehung zu Architektur, Kunst und Alltagskultur. Es präsentiert zwei hervorragend kuratierte Ausstellungen jährlich – derzeit (noch bis 5. September 2021) «Deutsches Design 1949–1989. Zwei Länder, eine Geschichte» als grosse Gesamtschau der deutschen Designgeschichte der Nachkriegszeit. Die aktuelle Ausstellung «Memphis. 40 Jahre Kitsch und Eleganz» in der Vitra Design Museum Gallery vermittelt anhand von Objekten, Zeichnungen und Archivmaterial einen Einblick in die Welt der legendären Gestaltergruppe.

Genuss und gute Lebensart

Wer nach geballtem Kulturprogramm noch shoppen, schlemmen und relaxen möchte, kann etwa im Store des Vitra Hauses oder auch im neuen Red Room des Designlabels Pulpo in Lörrach ausgefallene Möbel, Leuchten und Wohnaccessoires erwerben, im von Designer Sebastian Herkner neu gestalteten Wirtshaus Mättle in Lörrach köstliche Kreationen von Sternekoch Nikolai Wiedmer geniessen und anschliessend den Tag im Naturbad Riehen ausklingen lassen: Das Freibad direkt an der deutschen Grenze haben ebenfalls die Planer von Herzog & de Meuron konzipiert. In der Stadt gestalteten die Architekten eine Gastronomie- und Hotellerie-Institution neu: Das Boutiquehotel im Volkshaus Basel bietet nicht nur kunstsinnigen Besuchern ein geschmackvoll gestaltetes Zuhause auf Zeit. ——

Inbesondere in der St. Johanns- Vorstadt finden sich feine, inhabergeführte Boutiquen.