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Battle for Azeroth – ein Ende mit Schrecken?


PC Games MMORE - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 19.02.2020

Battle for Azeroth schließt ein weiteres Kapitel der Geschichte von World of Warcraft ab. Allerhöchste Zeit also ein Fazit zur aktuellen WoW-Erweiterung zu ziehen.


Artikelbild für den Artikel "Battle for Azeroth – ein Ende mit Schrecken?" aus der Ausgabe 3/2020 von PC Games MMORE. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: PC Games MMORE, Ausgabe 3/2020

Blizzard konnte sein Versprechen vom großen Fraktionskrieg in Battle for Azeroth nicht halten.


Visionen von N‘Zoth ist das letzte Kapitel von Battle for Azeroth. Der Alte Gott sprengt seine Ketten und entfesselt die Schrecken von Ny‘alotha, einem Alptraumreich, das droht Realität zu werden. Die Ziele des Alten Gottes, der sich wie aus dem Nichts zum Endboss der aktuellen Erweiterung mauserte, sind klar. N‘Zoth hat es auf das Herz von Azeroth ...

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... abgesehen und droht die Seele der schlafenden Titanin zu verschlingen! Dass unsere Helden der teuflischen Krake ein jähes Ende bereiten, stand außer Frage. In einem epischen Abschlussvideo zerstört der Träger des Herzens von Azeroth (also wir) N‘Zoths sterbliche Hülle. Unser Planet ist gerettet! Ein Happy End wie es im Buche steht. Dennoch sind die Spieler mit dem Ende von BfA unzufrieden und machen ihrem Ärger in den offiziellen Foren und darüber hinaus Luft. Auf YouTube hagelte es Kritik und Dislikes und das Endcinematic bekam so viele Daumen nach unten wie kein WoW-Video zuvor. Was war der Grund? Und warum sorgt Battle for Azeroth in der Warcraft-Community für so viel Furore? Wir lassen die Story von BfA nochmal Revue passieren und greifen die wichtigsten Schlüsselmomente der Geschichte nochmal auf.

Im Schatten der Legion

Widmen wir uns gleich dem Elefanten im Raum – und zwar Sylvanas Windläufer. Mit seinem letzten Atemzug ernannte Vol‘jin in WoW: Legion die Bansheekönigin zum Kriegshäuptling der Horde. Und obwohl es in den Reihen der Horde wesentlich bessere Kandidaten für den Posten gab, hat Sylvanas sich überraschend schnell als geschickte Anführerin durchgesetzt. Die Völker der Horde respektierten den letzten Wunsch ihres verstorbenen Häuptlings und folgten der Ban sheekönigin in den Kampf gegen die Brennende Legion. Im Tohuwabohu des Krieges rückte Sylvanas etwas in den Hintergrund und bis auf einige kurze Auftritte während der Sturmheim-Kampagne, fehlte bei wichtigsten Kapiteln von Legion von Banshee jede Spur. Erst zum Auftakt von Battle for Azeroth trat Sylvanas wieder aus dem Schatten heraus. Und das tat sie mit einem Knall, den die Spieler nicht so schnell vergessen werden!

Der Anfang vom Ende: Kriegshäuptling Vol‘jin wählt auf seinem Sterbebett Bansheekönigin Sylvanas als seine Nachfolgerin. Das Flüstern, das er hörte, war jedoch nicht das Wort der Loa, sondern das des Kerkermeisters.


Teldrassil brennt! Die Bansheekönigin bricht zu Beginn von Battle for Azeroth einen Krieg vom Zaun und greift die Dunkelküste an.


Trotz seiner erzählerischen Schwächen war die Kriegskampagne der Horde wesentlich spannender als die der Allianz.


Janusgesicht: Im animierten Kurzfilm Kriegsbringer: Sylvanas sehen wir die zwei Seiten der Bansheekönigin.


Der erste Schock

Keine andere Figur sorgte in Battle for Azeroth für so viel Furore wie Sylvanas. Während die Völker Azeroths ihren Sieg gegen Sargeras und seine Schergen feierten, verwüstete die Bansheekönigin die Dunkelküste und brannte den Weltenbaum der Nachtelfen nieder. Mit diesem brutalen Überfall, der unzähligen Kaldorei das Leben kostete, hat keiner gerechnet. Bisher war Sylvanas viel mehr für ihre nebulösen Intrigenspiele bekannt. Diese abrupte Kehrtwendung von einer grauen Eminenz zu einer blutrünstigen Schlächterin stieß vor allem Sylvanas’ langjährigen Fans sauer auf. Die Veröffentlichung von Kriegsbringer: Sylvanas markierte schließlich den Höhepunkt des Dramas. Die Fans beschimpften Blizzards Autoren-Team, bedrohten sogar Christie Golden, die kurz vor dem Release von BfA als neue Storyautorin für WoW angekündigt wurde. In den Foren ging es tagelang drunter und drüber! Auf Twitter schaltete sich wenige Tage später schließlich Chris Metzen, Lore-Guru und einer der Schöpfer des Warcraft-Universums, in die hitzige Diskussion ein und bat die Spieler um Contenance und etwas Geduld. Die ganze düstere Story rund um Sylvanas würde sich schon bald aufklären, versprach er.

Das große Geheimnis der Banshee

Auch unsere Redaktion rätselte darüber, warum die Charakterentwicklung der Bansheekönigin sich plötzlich um 180 Grad drehte. Es muss irgend ein Geheimnis dahinter stecken, alles andere ergibt keinen Sinn. Auf der Suche nach Antworten stellten Lore-Fans allerlei Theorien auf. Gerüchte machten die Runde, dass die Dunkle Fürstin dem Flüstern der Alten Götter erlegen sei. Eine andere Vermutung war, dass sie nach der Macht des Lichkönigs strebte und in Arthas‘ Fußstapfen treten wollte. Die Dunkle Fürstin machte nie ein großes Geheimnis daraus, dass sie den Tod selbst meistern möchte. Nach zahlreichen Rückschlägen in Nordend, Gilneas und Sturmheim wäre der Gang zu Bolvars Frostthron zumindest naheliegend.

Viele Parallelen, wenig Klarheiten

Diese Theorie bewahrheitete sich am Ende von Battle for Azeroth. Zumindest zu einem kleinen Teil. Sylvanas kehrte der Horde den Rücken zu und verschwand in eine unbekannte Richtung. Die Banshee tauchte erst bei der großen Ankündigung der nächsten WoW-Erweiterung wieder aus der Versenkung auf. Im Trailer zu Shadowlands fordert sie in Eiskrone den Lichkönig zum Zweikampf heraus. Sylvanas gewinnt überraschend das Duell. Doch anstatt sich selbst zur Königin der Untoten zu krönen, zerstört die Banshee die Krone der Dominanz und öffnet das Tor zwischen der Welt der Lebenden und der Toten. Doch statt Fragen zu beantworten, schaffte Blizzard viele neue Unklarheiten. Erst bei der Präsentation von Shadowlands rückten die Entwickler mit wichtigen Informationen zu bisher geheimen Plänen der Bansheekönigin heraus. Und genau das war eines der großen Probleme von BfA. Blizzard machte viel zu lange ein großes Geheimnis um die wahren Absichten der Banshee. Blickt man auf Sylvanas’ Geschichte zurück, dann ergibt ihre persönliche Odyssee in World of Warcraft durchaus Sinn. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Entwickler diese komplexen Geschichten so gut wie nie im Spiel erzählen und sich seit Jahren lieber darauf verlassen, dass die Fans diese wichtigen Infos selbst aus Romanen, Comics und Kurzgeschichten zusammensammeln. Das ist der Hauptgrund dafür, dass so wenige Spieler der Geschichte folgen können. Nicht, dass wir uns missverstehen, nicht die Story von WoW ist schlecht, sondern Blizzards Storytelling. Das Problem, dass viele Geschichten parallel nebeneinander laufen, ist kein neues, doch in Battle for Azeroth haben die Kalifornier es mächtig übertrieben.

Sylvanas löste den Vierten Krieg aus, um das Gleichgewicht zwischen Leben und Tod zu zerstören. Die Seelen der Toten stärken den Schlund und lassen den Einfluss des Kerkermeisters wachsen.


König Anduin hatte in BfA keine Chance sich im Krieg gegen die Horde zu beweisen.


In Patch 8.3 mausert Furorion sich wie aus dem Nichts zum Anführer der Truppen, die in den Kampf gegen den Alten Gott ziehen. Damit hat er Anduin, zu dem die Rolle wesentlich besser passen würde, einiges voraus.


Unzählige Sprünge zwischen vielen verschiedenen Szenarien bereiteten dem Großteil der Spielerschaft großes Unbehagen. Der Geschichte von Battle for Azeroth fehlte schlichtweg der rote Faden. Die Kriegskampagne, die neuen Inselreiche, Nazjatar, Mechagon, die Herzkammer und N‘Zoth – wer die Übersicht über die Haupthandlung behalten wollte, musste ein Tagebuch führen.

Falsche Versprechen

Was Blizzard vor zwei Jahren als „den größten und blutigsten Fraktionskrieg aller Zeiten!“ ankündigte, entpuppte sich schnell als ein lauwarmer Konflikt, der in der Kriegskampagne schnell und halbherzig abgehandelt wurde. An dieser Stelle haben sowohl Entwickler als auch Autoren sehr viel Potenzial verschwendet. Das erkennt man vor allem an den ursprünglichen Kriegsfront- Konzepten, die vor einem Jahr geleakt wurden. Laut erster Entwürfe hätten die Kämpfe zwischen Horde und Allianz sich über ganz Kalimdor und die Östlichen Königreiche erstrecken sollen. Es gab Pläne für Kriegsfronten vor den Toren von Donnerfels und Silbermond. Diese und weitere alte Gebiete hätten außerdem einen neuen grafischen Anstrich bekommen. Stellt euch nur vor, wie viel Le- ben in diese eingeschlafenen Landstriche und Städte zurückkehren würde! Die einzigen Wehrmutstropfen bleiben Uldum und das Tal der Ewigen Blüten, wo die Entwickler den ersten Entwurf mit den Übergriffen des Schwarzen Imperiums zumindest zum Teil umgesetzt haben. Es bleibt also vorerst ein Rätsel, warum Blizzard die ursprüngliche Idee mit dem „Großen Fraktionskrieg“ wieder fallengelassen hat.

Horde bevorzugt!

Apropos Horde und Allianz. Habt ihr euch als Allianz-Held auch so gelangweilt? Denn was die Story angeht, hat die blaue Fraktion mal wieder zurückstecken müssen. Selbst während der Rückeroberung der Dunkelküste kam bei der Allianz keine richtige Stimmung auf. Tyrandes Metamorphose zur Nachtkriegerin und ihre kleine Rebellion gingen durch viele Kurzgeschichten vollkommen im Chaos unter. Da ist die offizielle Bestätigung, dass die Kaldorei die Dunkelküste doch noch zurückerobern konnten, nur ein schwacher Trost. Und da wäre noch die Questreihe mit Vol‘jin, die nur für Horde- Spieler verfügbar ist. Seine Suche nach dem Ursprung des Geflüsters, dem wir Sylvanas als Kriegshäuptling zu verdanken haben, ist ein sehr wichtiges Puzzleteil für die Story von BfA. Mehr noch, erst durch ihn bekommen wir Hinweise auf einen Bösewicht, dessen Macht die des Lichkönigs und aller uns sonst bekannter Götter übersteigt. Es gibt keinen triftigen Grund die Allianz-Spieler bei dieser Questreihe auszuschließen. Vol‘jin war zu seinen Lebzeiten ein großer Held und durch seine Rebellion gegen Garrosh knüpfte er viele Kontakte zu der Allianz. Spätestens nach seinem Tod, der ohnehin alle weltlichen Loyalitäten beendete, hätte er Helden beider Seiten um Hilfe bitten können.

Keine Konsequenzen

Kommen wir zu einem weiteren Gestaltungspunkt, der die Spieler in Battle for Azeroth verärgerte. Die Rede ist von sogenannten Entscheidungs-Quests. Zum einen standen diese, wie die Vol‘jin-Questreihe, nur Horde- Spielern zur Verfügung. Zum anderen wirkte die Wahl der Spieler – Saurfangs Rebellion zu unterstützen oder Sylvanas treu zu bleiben – sich überhaupt nicht auf die Ereignisse der Kriegskampagne aus. Zum Schluss war es vollkommen gleichgültig, ob ihr mit oder gegen Saurfang gekämpft habt. Spielt man beide Varianten (sofern man sie so nennen kann) der Kriegskampagne der Horde, dann wird einem schnell klar, dass Blizzard seine Ressourcen in die Rebellen-Story gesteckt hat. Entscheidet man sich dagegen für Sylvanas, dann erwarten den Spieler wesentlich kürzere Questreihen, die sehr abgehackt wirken. Eine Dialogoption, kurzes Abschlussvideo, fertig. Dabei hätten die Kalifornier eine wirklich dramatische Geschichte mit Verrat und Sühne daraus stricken können. Uns ist natürlich bewusst, dass Blizzard derzeit keine Entwickler für außerplanmäßige Arbeiten entbehren kann. Dennoch hätte eine spezielle Info oder ein pikantes Detail zu Sylvanas‘ Plänen als Belohnung für die Loyalität gereicht. So ein kleines Story-Puzzleteil allein hätte schon den Wiederspielwert der Kriegskampage auf einen Schlag enorm gesteigert.

So spannend Saurfangs Rebellion gegen Sylvanas war, ein weiteres Mal Orgrimmar zu belagern, nahm der Geschichte viel Luft aus den Segeln.


Dass Magni Bronzebart dem Alten Gott zur Freiheit verholfen hatte, spielte in Battle for Azeroth zu keinem Zeitpunkt eine Rolle. Seltsam, nicht wahr?


N‘Zoth ist der Endboss von Battle for Azeroth. Ny‘alotha und der Alte Gott passen jedoch nicht in das Fraktionskrieg-Setting.


Die Trostlosigkeit von Nazjatar

Wenn wir schon bei verpassten Chancen sind. Erinnert ihr euch an Nazjatar? Also die großen Mythen und Legenden von Macht und Reichtum des Tiefseereiches der Nagakönigin Azshara. Als Blizzard Azshara als Boss für Battle for Azeroth ankündigte, waren vor allem die Lore-Fans aus dem Häuschen. Auf diese Begegnung warteten einige Warcraft-Veteranen seit den Anfängen von WoW, gehört Königin Azshara doch zu den mächtigsten magischen Wesen, die je auf Azeroth und darüber hinaus wandelten. Ihr Imperium, das vor mehr als 10.000 Jahren im tosenden Ozean unterging, überlebte in Sagen, die sich die Kaldorei gegenseitig als Ermahnung erzählten. In Cataclysm erbeuteten unsere Helden Artefakte, die den unermässlichen Reichtum und den Glanz des neuen Reiches der Königin Azshara anpriesen. Im Trailer zu Patch 8.2 durften wir zum ersten Mal einen Blick auf das Königreich Nazjatar werden. Azsharas Palast sah prächtig aus und die Vorschaubilder machten richtig Lust auf das neue Abenteuer. Doch als es endlich soweit war bekamen wir statt eines spannenden Unterwasserreiches ein ödes Questgebiet, das Azsuna bis ins Detail ähnelte. Auch an dieser Stelle war die Enttäuschung der Spieler groß. Das einzige, was in Nazjatar keine Ruine war, war der Palast der Königin Azshara. Das vermuten wir zumindest, schließlich war das Schloss nirgendwo von außen zu sehen. Das Ganze sah auf den ursprünglichen Karten von Nazjatar, die von PTR-Servern stammen, ganz anders aus. Neben dem Palast der Königin war auch der gigantische Körper von N‘Zoth zu sehen. Dieser war mit Nazjatar verwachsen. Eine coole Idee, doch auch hier setzte Blizzard den Rotstift ein und strich den Part mit N‘Zoth und dem Tor, das nach Ny‘alotha führte, aus dem Spiel. Stattdessen bekamen wir das langweilige Mechagon.

N‘Zoth, nur ein Geplänkel

Wenn wir schon beim Thema N‘Zoth sind: Blizzard kündigte den Alten Gott erst wenige Wochen vor der BlizzCon 2019 als den Endboss von Battle for Azeroth an. Diese Entscheidung war insofern unglücklich, weil Ny‘alotha und der Alte Gott nach der Vorstellung von Shadowlands kein großes Thema mehr waren. Das wird N‘Zoth und den zahlreichen Mythen, die seit Cataclysm um ihn gesponnen wurden, nicht gerecht. Seine Geschichte passt außerdem nicht so richtig in das Setting von Battle for Azeroth hinein. Denkt nur an den phänomenalen Ankündigungstrailer von BfA, in dem die Horde und die Allianz sich gegenseitig die Klinke in die Hand geben. Da passt ein Alter Gott nicht hinein. Mal abgesehen davon, dass Sylvanas und alles, was in BfA passiert war, direkt zu Shadowlands führt. Technisch gesehen endete die Erweiterung mit dem Ende der Kriegskampagne und Saurfangs Tod. Ny‘alotha und N‘Zoth dienen jetzt lediglich dazu die lange Wartezeit bis Shadowlands zu überbrücken (bis Dezember 2020 ist noch lange hin!). Da hätten wir uns eine eigene WoW-Erweiterung mit dem Schwarzen Imperium und der Leere als Hauptthema gewünscht. Schade.

Azshara bekam in Patch 8.2 ein neues und einzigartiges Model, dafür aber nur wenige Auftritte.


Nicht mal Tyrande bequemte sich nach Nazjatar, obwohl sie und die tyrannische Nagakönigin eine gemeinsame Geschichte verbindet. An dieser Stelle hätte Blizzard die Story vom Krieg der Ahnen aufgreifen können.