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BATTLEFIELD 2042


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Games Aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 17.11.2021

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Bildquelle: Games Aktuell, Ausgabe 12/2021

Die Bundestagswahl ist zwar vorbei, aber allen Shooter-Fans steht im Herbst trotzdem noch eine Wahl bevor! Mit Call of Duty: Vanguard und Battlefield 2042 ringen zwei hochkarätige Triple-A-Ballerbuden um eure Gunst. Nachdem Call of Duty seinen Multiplayertest schon abgefeuert haben, lieft nun auc endlich die offene Beta für Battlefield 2042. Wir durften ein paar Tage früher Hand anlegen und können euch sagen: Ja, die Beta hat definitiv ihre großen Battlefield-Momente. Zumindest, wenn ihr darüber hinwegsehen könnt, dass es in der Technik an allen Ecken und Enden knarzt und knirscht.

DAS KONNTEN WIR SPIELEN

In der Beta ließ Dce die Spieler auf einen leider sehr begrenzten Inhalt los. Gespielt wurde ausschließlich im Eroberungsmodus mit 128 Spielern auf Next-Gen-Konsolen und PC oder 64 Spielern auf Xbox One und PS4. Mit „Orbital“ stand auch nur eine Map zur Verfügung. Dort seid ihr auf einem ...

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Eingeteilt ist die Map in sechs Sektoren. Darunter siedeln sich die einzelnen Flaggenpunkte an. Hat ein Sektor mehrere Flaggen, müsst ihr die Mehrheit davon erobern, dann kontrolliert ihr den Sektor und das gegnerische Team verliert Tickets. Hier sieht man gleich ein Markenzeichen von Battlefield 2042. Die Karte ist schön groß, dabei ist sie größentechnisch laut den Entwicklern noch im Mittelfeld der Maps des neuen Teils angesiedelt. Zu Fuß seid ihr von Punkt zu Punkt eine ganze Weile unterwegs und ein fahrbarer Untersatz spart sehr viel Lauferei. Zum Glück könnt ihr euch Gadgets, Autos und Panzer bequem per Airdrop rufen. Die Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge ist aber begrenzt. Sind alle Fahrzeuge schon besetzt, dann hofft mal auf eine Mitfahrgelegenheit, sonst habt ihr Pech.

Die Karte selbst ist bedeckt von saftigen, grünen Hügeln, dazwischen gibt es immer wieder kleinere Anlagen für Infanterie-Kämpfe. Dort sind auch immer die Flaggenpunkte angesiedelt. Herzstück ist aber die große Raketenabschussbasis, die sich in eine riesige Montagehalle und die eigentliche Abschussrampe aufteilt. Auf die Halle könnt ihr klettern, was alle Scharfschützen freuen dürfte. Da aber auch der Flaggenpunkt auf dem Dach ist, sollten sich die Sniper nicht zu sicher fühlen, denn Laufkundschaft kommt immer wieder vorbei.

Von der Montagehalle ist es nur noch ein kurzer Sprint zur Rakete. Die ist ein sogenanntes Levolution-Event, was Battlefield-4-Spieler vermutlich noch kennen. Die Rakete macht sich während des Matches startbereit und ab einem bestimmten Zeitpunkt fährt sie die Halteklammern aus. Von da an läuft ein Timer, bis sie schlussendlich startet oder auch nicht. Ballert ihr genug auf die Rakete, während sie mit heruntergelassenen Hosen dasteht, fliegt sie zur Startsequenz spektakulär in die Luft und lässt überall brennende Teile liegen. Das sieht fantastisch aus und hier fährt DICE seine Frostbyte Engine voll aus. Grafisch ist Battlefield 2042 in diesem Jahr ganz vorne mit dabei. Spielerische Nachteile für ein Team gibt’s aber nicht. Die startende oder explodierende Rakete ist ein reines Grafikevent, das die Map etwas verändert. Wer übrigens auf Xbox One und PS4 spielt, darf nur mit maximal 64 Spielern ran. Dafür ist die Map auch kleiner. Für die Old Gen wird es nur den Kern rund um die Raketenbasis geben.

DAS GAMEPLAY IST GUT …

Zuerst können wir eine kleine Entwarnung geben. Das grundlegende Gameplay von Battlefield 2042 spielt sich hervorragend. Die Waffen fühlen sich griffig an und die Time to Kill ist angenehm flott. Trotzdem gibt es ein paar Stolpersteine, die den Eindruck trüben, doch dazu gleich mehr. Bevor ihr in ein Match startet, wählt ihr einen von insgesamt zehn verschiedenen Spezialisten aus. Die lösen das altbekannte Klassensystem ab und funktionieren ungefähr wie die Helden aus Overwatch und Apex Legends. Jeder Spezialist hat eine Fähigkeit und ein Gadget. Für die Beta standen nur vier zur Auswahl und die sind angelehnt an die altbekannten Klassen. Da gibt es die Sanitäterin, die den Defibrillator als Fähigkeit und eine Heilpistole im Gepäck hat. Dann steht ein Assault zur Auswahl, der einen Greifhaken dabeihat und schneller läuft, wenn er zielt. Der Operator besitzt ein automatisches Geschütz und alle Geschütze, die nah an ihm dran sind, arbeiten besser. Schlussendlich wartet der Sniper, der eine ferngesteuerte Drohne und einen eingebauten Bewegungsmelder im Gepäck hat.

Das ist auch schon alles, was spezifisch für die Spezialisten ist. Der Rest ist frei konfigurierbar. Dice bietet zwar voreingestellte Loadouts für verschiedene Spielarten an, doch könnt ihr alles auch selbst einstellen. Medic-Spezialist, mit Sniper-Gewehr, Bewegungsmelder und Munitionskiste? Kein Problem. Ein Sniper, der eine Shotgun und einen Raketenwerfer im Gepäck hat? Läuft. Das ist einerseits ein sehr freies System, dass viele Spielweisen ermöglicht. Es bringt aber auch Probleme mit sich. In unserer Spielsession hatte beispielsweise fast niemand Munitionskisten dabei. Zwar findet man Nachschub auch bei erledigten Gegnern, doch geht es hier eher um das Teambuilding. Durch festgelegte Klassen konnte man Teamplay besser ineinander verzahnen. In Battlefield 2042 wird das zwar nahegelegt, doch fühlt es sich mehr denn je nach einem „könnte“, statt einem „sollte“ an.

Da jedes Team auf jeden Spezialisten zugreifen kann, war auch das Erkennen von Gegnern nicht gerade einfach. Schließlich laufen auf jeder Seite die gleichen Nasen herum, die während der Beta auch exakt gleich angezogen waren. Das machte es äußerst schwer zu unterscheiden, wer Freund und wer Feind ist. Das wird sich zu Release mit unterschiedlichen Skins und mehr Spezialisten zwar relativieren, doch optimal ist es nicht. Das war in früheren Teilen mit Team-exklusiven Skins besser gelöst.

Dennoch stellt sich recht schnell das klassische Battlefield-Feeling ein. Wenn man zusammen mit Infanterie, Panzer, Hubschrauber und Jet vorrückt, dann passiert einfach immer irgendwo etwas. Man selbst ist da nur ein Rädchen, vor allem mit den neuen 128 Spielern. Wer übrigens Angst hat, dass sich ständig massenhaft Leute an einem Ort ballen, können wir beruhigen. Zumindest in unseren Matches hat sich das sehr angenehm auf die verschiedenen Hotspots verteilt.

Trotzdem läuft nicht alles rund, denn an mancher Stelle fühlt sich das Spiel seltsam langsam und schwammig an. Wollt ihr eine Granate schmeißen, spult eure Figur immer eine kleine Animation ab, die sich in der Hitze des Gefechts wie eine Ewigkeit anfühlt und länger ist als in vorigen Teilen. Wohlgemerkt habt ihr währenddessen keine Waffe in der Hand und könnt euch nicht wehren. Auch der Revive fühlt sich seltsam kraftlos an. Während man in Battlefield 5 die Gewalt spürt, mit der einem die Spritze reingejagt wird, und man in Battlefield 4 auch einen eindeutigen Druckpunkt hatte, steht man in Battlefield 2042 teilnahmslos neben der Leiche und stupst sie mit dem Defi gelangweilt an. Das fühlt sich nicht so knackig an, wie man das aus den alten Teilen gewohnt ist, doch lässt sich das vergleichsweise einfach ändern.

… DIE TECHNIK WENIGER

Der Elefant im Raum, der uns am meisten Sorgen macht, ist die Technik. Natürlich ist uns bewusst, dass eine Beta nun mal das ist, was es ist: ein unfertiges Produkt. Nur machte diese Beta eher den Eindruck einer Alpha und das ist so kurz vor Release beunruhigend. Dabei würden wir über die zahlreichen Glitches, in denen die Figuren irgendwo in die Levelarchitektur reinragen, noch hinwegsehen. Auch, dass Figuren bei Sprüngen erst mal einen Meter im Boden versinken und dann wieder rausbouncen, ist zu verschmerzen.

Wenn aber Kernfeatures in gefühlt 90 Prozent der Fälle nicht funktionieren, dann ist das ein Problem. Das Spotting-System ist so ein Kandidat. Seit vielen Jahren fester Bestandteil von Battlefield, hilft es den Spielern dabei, Gegner für einen kurzen Moment für das Team zu markieren. Als wir in der Beta von Battlefield 2042 auf die Spotting-Taste gehämmert haben, passierte aber erst einmal nichts. Das ging so weit, dass wir schon dachten, Dice hätte das Feature gestrichen. Bis wir dann auf einen Server kamen, wo es doch mal funktionierte. Da konnten wir auch sehen, dass das System aus Battlefield 5 entnommen wurde. Drückt man wahllos auf die Spotting-Taste, setzt man nur gelbe Marker in die Welt und hat man wirklich einen Gegner im Fadenkreuz, wird der Marker rot. Das Airdrop-System ließ uns eben- falls in den meisten Fällen im Stich. Obwohl angezeigt wurde, dass noch Fahrzeuge da waren, brach der Vorgang oft einfach sang- und klanglos ab und wir mussten zu Fuß latschen. Das bringt auf den großen Karten schnell Frust. Dice versicherte uns zwar, dass die Betaversion ein paar Monate alt ist und das eigentliche Spiel schon weiter in der Entwicklung ist. Dass man aber gerade so eine rumpelige Version auf die Öffentlichkeit loslässt, wirft kein gutes Licht auf den nahenden Release.

Alles in allem macht Battlefield 2042 nämlich Spaß. Gerade das moderne Setting schafft viele Freiheiten. Neue Elemente wie das Wettersystem mit Tornado haben wir da noch gar nicht erwähnt, denn auch das schafft viel unterhaltsames Chaos. Es steckt also eine Menge Potenzial in Battlefield 2042. Nur leider wurde das in der Beta unter sehr vielen technischen Mängeln begraben, die hoffentlich zu Release alle beseitigt sind.

MEINUNG

Carlo Siebenhüner

Dice muss sich ranhalten, damit der Release nicht nach hinten losgeht! Lange hat Dice auf sich warten lassen, doch jetzt endlich konnte ich auch mal die Finger an die virtuellen Wummen legen. Und was war ich nach meiner Anspielsession ernüchtert. Ja, das Gameplay macht Spaß und fühlt sich gut an – von manchen Designentscheidungen mal abgesehen. Das sind außerdem Kleinigkeiten, die im Feintuning noch angepasst werden können. In seinen besten Momenten spielt sich BF 2042 wie eine Mischung aus Battlefield 4, mit einem Schuss Battlefield 5. Ich bin eher beunruhigt von den Features im Spiel, die teilweise einfach technisch nicht funktionieren. Das sollte auch in einer öffentlichen Beta besser laufen, vor allem da der Release bei Erscheinen dieses Heftes schon vor der Tür steht. Dice hat also noch eine Menge zu tun …

Darauf basiert unsere Meinung

Im Rahmen eines Presseevents konnten wir die Beta bereits einige Tage vor der Veröffentlichung spielen.

FAZIT

Trotz langer Entwicklung noch mit allerlei Macken