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BAUPLANVORSTELLUNG 3201509: Thermik Joe von Josef und Wolfgang Traxler: AUF WÄRTS


FMT Flugmodell und Technik - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 28.11.2019

Nach einigen Motormodell-Konstruktionen sollte es diesmal ein Segler werden, abgestimmt auf die bei Hobbypiloten wahrscheinlich am häufigsten vorkommende Einsatzart: das Fliegen in der Ebene. Das Modell sollte von jedem leicht nachzubauen sein und gute Flugleistungen haben. Herausgekommen ist dabei wieder ein echter „Joe“ – eben der Thermik Joe.


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Bildquelle: FMT Flugmodell und Technik, Ausgabe 12/2019

Die Rumpfspitze ist so breit, dass auch 42-mm-Außenläufer untergebracht werden können.


Das Modell

Der Thermik Joe wurde für das Thermikfliegen in der Ebene und bei mäßigen Windverhältnissen für das Fliegen am Hang konstruiert. Das Modell entspricht in seiner ...

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... Auslegung demnach den Anforderungen an ein F5JModell, ohne jedoch den Anspruch an ein Wettbewerbsmodell erfüllen zu wollen.

Der schlanke Getriebeantrieb verschwindet geradezu in dem voluminösen Rumpf.


Werden zum Bremsen nur Störklappen verwendet, so sollten diese doppelstöckig sein und eine Länge von 300 bis 350 mm haben.


Bei der Konstruktion wurde auf eine einfache und preiswerte Bauweise geachtet mit einer vergleichsweise geringen Anzahl von Bauteilen. Der Rumpfquerschnitt wurde bewusst etwas größer gewählt, um einerseits beim Einbau der Antriebs- und RC-Komponenten ohne Verrenkungen auszukommen und andererseits dadurch eine hohe Verdrehsteifigkeit zu erreichen. Die Konstruktion der V-Leitwerksaufnahme am Rumpf ist so ausgelegt, dass sich automatisch die richtige Einbauposition des Leitwerks ergibt – eine korrekte Bauausführung vorausgesetzt. Die Tragflächen sind für gute Flugleistungen mit einem modernen Profil ausgestattet, das sich für den Einbau von Wölbklappen sehr gut eignet. Zudem besteht die Möglichkeit zum Einbau von Störklappen.

Die Grundlagen

Der Bauplan enthält neben dem Rumpf die Darstellung beider Tragflächen und Leitwerke. Damit entfällt ein Einölen des Bauplans für eine Spiegelung dieser Bauteile und ermöglicht ein paralleles Bauen beider Tragflächen und Leitwerke.

Falls Störklappen eingebaut werden sollen, müssen die Ausnehmungen in den Rippen an den vorgelaserten Stellen ausgeschnitten werden.


Die Flächenservos werden direkt auf dem Deckel montiert und dieser in einem Rahmen in der Tragfläche eingelassen.


Beim Rumpf-Tragflächen-Übergang der Flächenservos habe ich die 8-poligen Stecker mit Lötplatinen von Emcotec verwendet.


Zur Bauvereinfachung und für einen schnelleren Baufortschritt ist ein Laser- und Frästeilesatz erhältlich. Dieser Satz enthält die Rumpfseitenteile, Rumpfspanten, die Teile für die Leitwerksaufnahme am Rumpf, drei Motorspanten mit unterschiedlichen Lochbildern zur Antriebsverschraubung und den Rippensatz für die Tragfläche sowie Leitwerke.

Die RC-Anlage

Das Modell wird über alle drei Achsen, Motorregelung und/oder Störklappen gesteuert. Demnach ist für die Steuerung des Modells eine RC-Anlage mit V-Mixer und mindestens sechs Funktionen (mit Störklappen) erforderlich, bei zusätzlicher Ausstattung mit Wölbklappen deren acht. In den Tragflächen sollten bevorzugt spezielle Flächenservos für eine liegende Montage mit einer Dicke von 10 mm verwendet werden. Als Servos für das Seiten- und Höhenruder sind 13- bis 15-mm-Typen ausreichend mit einer Stellkraft von etwa 3 bis 5 kg/cm.

Wird das Modell nur mit Störklappen ausgestattet, so sollten diese eine Länge von 300 bis 350 mm aufweisen. Bei Ausrüstung mit Wölbklappen und der Möglichkeit einer Butterfly-Stellung sind Störklappen nicht unbedingt erforderlich, eine Länge von 250 mm wären dann schon ausreichend. Seiten- und Höhenruder sind über Bowdenzüge angelenkt. Die Verlegung der Bowdenzüge sollte möglichst geradlinig und spielfrei erfolgen. Als Innenzüge sind die Ø2-mm-GFK-Stangen aus dem Simprop-Programm empfehlenswert oder (wirklich maßhaltige) 2-mm-Kunststoffrohre mit einem durchgehend eingezogenen 0,8-mm-Stahldraht.

Als Antriebe…

… sind Motoren mit einem Gewicht von etwa 100 bis 180 g, bei 3s-LiPos mit einem Gewicht bis rund 250 g, gut geeignet. Das reicht für einen sicheren Steigflug im 30 bis 40°-Winkel aus. Gewichtsmäßig verträgt das Modell freilich auch schwerere Antriebe, allerdings kann dann eine Gewichtszugabe am Rumpfheck zur Schwerpunkteinstellung notwendig werden.

Um auch preiswerte Antriebe verwenden zu können, wurde die Rumpfspitze so ausgelegt, dass noch Außenläufer mit einem Durchmesser bis 42 mm gut Platz finden. Diese haben ein hohes Drehmoment, um auch größere Luftschrauben daran betreiben zu können. Erfolgreich eingesetzt wurde hier der Roxxy BL C42-40-980kV von Multiplex. Mit einem passenden Spinner kann man sich dabei sehr preiswert aus dem Ersatzteillager bedienen, der Spinner mit Luftschrauben-Mitnehmer passt hier beispielsweise vom Heron respektive Solius (Artikel-Nr.: 733183).

Beim Austritt der Bowdenzüge am Rumpfende muss die Anlenkung über Kugelköpfe erfolgen. Treten sie jedoch…


… seitlich oder auf der Oberseite des Rumpfs aus, können normale Ruderhörner und Gabelköpfe verwendet werden.


Die Servos werden im Rumpf möglichst weit hinten im Kabinenausschnitt eingebaut. Im Prototyp habe ich auch ein Schleppkupplungs-Servo installiert.


Auch mit Getriebe

Prädestiniert für dieses Modell sind aufgrund ihres hohen Wirkungsgrades natürlich Getriebeantriebe. Hier wird man fündig etwa bei Hacker Motor, zum Beispiel mit dem Außenläufer A20 Evo mit 4,4:1-Getriebe.

Oder bei Reisenauer mit dem Innenläufer Tenshock EZ1530-12-4Pol mit dem Micro-Editiongetriebe 4:1.

Bei beiden Getriebevarianten kann man allerdings aufgrund des Wellendurchmessers des Getriebes (von 4 beziehungsweise 6 mm) die Spinnerkombination von Multiplex nicht verwenden, hier muss man auf den Reisenauer-Spinner Ø54,5 mm mit passendem Klemm-Mittelteil zurückgreifen. In der rechts stehenden Tabelle sind die Leistungsdaten dargestellt. Bei allen Varianten ist die Steigleistung des Modells nahezu gleich. Allerdings benötigen die Getriebeantriebe aufgrund der höheren Effektivität eine deutlich geringere Leistung, was sich im Stromverbrauch deutlich bemerkbar macht. Leider kostet dieser Vorteil auch das dreieinhalbfache, genehmigt man sich dann noch einen edlen CFK-Prop, so vervierfacht sich der Preis dieser Antriebseinheit gegenüber dem Außenläufer.

Beim Fliegen

Der Thermik Joe kann zum Start gut in der Hand gehalten werden. Ein mäßiger Schubs genügt, um das Modell in die Luft zu schieben. Die Ruderwirkung ist mit den empfohlenen Ruderausschlägen direkt, aber keinesfalls hektisch, bei Bedarf kann 20% Expo zugemischt werden. Dieser Segler ist keine „Rennsemmel“ und sollte seiner Bestimmung nach ruhig und weiträumig, mit möglichst kleinen Richtungskorrekturen geflogen werden.

Bei auffrischendem Wind könnte man 10er Federstahl als Tragflächenverbinder verwenden, um sich besser durchsetzen zu können. Das Modell reagiert auch gut auf das Seitenruder, sodass zum Abstützen beim Thermikkurbeln mit einem gegensinnigen Querruderausschlag das Modell flach gehalten werden kann. Ein Kombischalter Seite/Quer ist deshalb nicht empfehlenswert, zumindest sollte er für diese Flugsituation abschaltbar sein. Die Bremswirkung der Butterflystellung ist gut und leicht dosierbar, zusätzliche Störklappen sind eigentlich nur bei sehr kurzen und engen Landeverfahren notwendig.

Bauplan, Laserteile und Materialsatz

Erhältlich ist der Bauplan des Thermik Joe (Art. Nr. 3201509) digital oder als PDF für 29,99 €. Am schnellsten gelingt der Bau mit unserem Laserteilesatz beziehungsweise dem Material- und Frästeilesatz:

- DerLaserteilesatz beinhaltet alle Bauteile wie Rippen und Spanten aus Balsa und Sperrholz in ausgesuchter Qualität. Benötigt werden noch Beplankungsmaterial und einige Leisten. Bestellnummer 6211823, Preis: 139,95 €.

- BeimMaterial- und Laserteilesatz sind zusätzlich zu den Laserteilen auch die Beplankungshölzer, die Leisten und die Steckung dabei. Bestellnummer 6211845, Preis: 229,95 €.

VTH-Bestellservice: Tel.: 07221 5087-22, E-Mail: service@vth.de, Internet: http://shop.vth.de