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Bayreuth – di0e


SIMsKultur - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 11.07.2019

Markgräfin Wilhelmine, Lieblingsschwester des preußischen Königs Friedrich des Großen, verwandelte Bayreuth im 18. Jahrhundert in ein Zentrum der Kunst und Kultur.


Artikelbild für den Artikel "Bayreuth – di0e" aus der Ausgabe 2/2019 von SIMsKultur. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bayreuth, Fantaisie


Foto: Thomas Köhler

Antoine Pesne,Markgräfin Wilhelmine


Eremitage und Orangerie mit Sonnentempel


alle Fotos: © Bayerische Schlösserverwaltung

■ DEUTSCHLAND | BAYERN | Bayreuth | Markgräfliches Opernhaus

Schon bald nach der Heirat von Markgräfin Wilhelmine mit dem Erbprinzen Friedrich III. von Brandenburg-Bayreuth begann sie mit der Umgestaltung und dem Ausbau der bestehenden Schlösser und Parkanlagen, wobei ihre große ...
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Schon bald nach der Heirat von Markgräfin Wilhelmine mit dem Erbprinzen Friedrich III. von Brandenburg-Bayreuth begann sie mit der Umgestaltung und dem Ausbau der bestehenden Schlösser und Parkanlagen, wobei ihre große künstlerische Begabung in allen Bereichen der Kultur zutage trat: Wilhelmine malte, komponierte, verfasste Bühnenwerke, trat als Schauspielerin auf und führte Regie. Von Voltaire stammt das Zitat: „Ehedem mussten Dichter und Künstler nach Neapel, Florenz oder Ferrara wallfahrten, jetzt ist ihr Ziel Bayreuth.“
Das Bayreuth des 18. Jahrhunderts, ein arkadischer Ort des Lebensgenusses, ist weitgehend Wilhelmines Werk. Ohne Wilhelmine und ihr einzigartiges Opernhaus, heute UNESCO-Welterbe, wäre wohl auch Richard Wagner niemals nach Bayreuth gekommen. Dass Bayreuth heute zu den wichtigsten Orten der deutschen Kunst- und Kulturgeschichte zählt, ist historisch gesehen dem Wirken der Markgräfin Wilhelmine zu verdanken.

Markgräfliches Opernhaus

Von allen Gebäuden, die Bayreuth der Markgräfin Wilhelmine verdankt, ist das Markgräfliche Opernhaus das prachtvollste. Von der UNESCO wurde das von Giuseppe Galli-Bibiena, dem Stararchitekten seiner Zeit, ausgestaltete Opernhaus als bedeutendstes Beispiel barocker Theaterarchitektur in die Liste der Welterbestätten aufgenommen. Neben einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm haben Besucher ganzjährig Gelegenheit, das Opernhaus im Rahmen einer multimedialen Filminszenierung zu besuchen.

Neues Schloss und Hofgarten

Der Reiz des Neuen Schlosses liegt in der außerordentlichen Gestaltung seiner Innenräume. Die Garten- und Spalierzimmer, das Spiegelscherbenkabinett oder das Palmenzimmer, das als ältester Tempel der Freimaurer in Mitteleuropa gilt, sind Meisterwerke des Rokokos. Sehenswert sind auch die Sammlung Bayreuther Fayencen, das Markgräfin-Wilhelmine-Museum und die Bayerische Staatsgemäldesammlung mit deutschen und niederländischen Meisterwerken des 17. und 18. Jahrhunderts. Der an das Schloss angrenzende Hofgarten ist eine herrliche, weitläufige Parkanlage mit Wasserläufen, Inseln und Statuen der Barockzeit. An seiner nordöstlichen Seite befindet sich Richard Wagners Haus Wahnfried, heute Museum, mit dem Grab des großen Komponisten.

Eremitage

In der ehemaligen Einsiedelei vor den Toren der Stadt ließ Wilhelmine das Alte Schloss mit Musikzimmer, japanischem Kabinett und innerer Grotte neu gestalten. Um das große Bassin mit seinen Figurengruppen und Wasserspielen ließ sie ein neues Schloss errichten: Bekrönt von Apoll mit dem Viergespann vor dem Sonnenwagen, ist der Sonnentempel zusammen mit der Orangerie, auf deren Säulen 40 Büsten römischer Kaiser thronen, ein Sinnbild absolutistischer Macht. Die einzigartige Farbgebung von Sonnentempel und Orangerie wird durch unzählige Buntglassteinchen und Bergkristalle erreicht, welche die Fassaden schmücken.

Markgräfliches Opernhaus nach der Renovierung


© Bayerische Schlösserverwaltung/Heiko Oehme

Schloss und Park Fantaisie

Die römischen Villen, die Friedrich und Wilhelmine auf ihrer Italienreise 1754/55 kennengelernt hatten, waren die Anregung für den Bau des fürstlichen Lustschlosses. Der reizvolle Schlosspark ist geprägt von Elementen aus drei wichtigen Stilphasen: Rokoko, Empfindsamkeit und Historismus. Ergänzend dazu wurde im Schloss das erste deutsche Gartenkunstmuseum eingerichtet. Seltene Exponate, Inszenierungen und Kurzfilme stellen die Geschichte der mitteleuropäischen Gartenkunst lebendig dar.

Felsengarten Sanspareil

Ein zauberhafter, geradezu magischer Ort ist der Felsengarten Sanspareil in der Fränkischen Schweiz. Beim Anblick des Felsengartens mit Schlösschen und Felsentheater soll eine Hofdame Friedrichs des Großen ausgerufen haben: „Ah, c’est sans pareil“ [beispiellos] – so erhielt der Felsengarten seinen Namen Sanspareil.

Bayreuth4Ladies – neues touristisches Programm für Frauen

Dass Bayreuth heute dabei ist, sich als prädestiniertes Reiseziel für weibliche Gäste einen Namen zu machen, verdankt es ebenfalls seiner Mäzenin und Kulturschöpferin Wilhelmine, deren Persönlichkeit und „Female Power“ auch heute noch wirken, nach fast 300 Jahren! Die Welt der Wilhelmine strahlt heute wie damals einen märchenhaften Zauber aus. Mit Bayreuth- 4Ladies hat die Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH ein neues Bausteinprogramm herausgebracht, das sich an Frauen unterschiedlicher Generationen richtet. Sie können sich jetzt ihre Reise in die Welt der Wilhelmine aus zahlreichen unterschiedlichen Angeboten selbst zusammenstellen. Außer Sightseeing in den Schlössern und Gartenkunstanlagen ist von Wellness und Beauty bis hin zu Pralinenkursen oder einem Fotoshooting alles dabei. Auch Workshops in Schmuckdesign oder Kochkurse werden angeboten.
Über die Websitewww.bayreuth4ladies.de kann das persönliche Bayreuth-Wunschprogramm ganz einfach per Drag-and- Drop zusammengestellt und gebucht werden.

Informationen: Tourist Information Opernstraße 22, D-95444 Bayreuth
Tel. +49 (0) 921/88 5 88
www.bayreuth-tourismus.de