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bb-TITELGESCHICHTE: Investitionen stärken die Wettbewerbsfähigkeit


Bauelemente Bau - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 04.04.2019

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Artikelbild für den Artikel "bb-TITELGESCHICHTE: Investitionen stärken die Wettbewerbsfähigkeit" aus der Ausgabe 4/2019 von Bauelemente Bau. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bauelemente Bau, Ausgabe 4/2019

In unmittelbarer Nähe zum Stammsitz in Wipperfürth (rechts im Bild) hat Exte die neue Produktionshalle samt Büros und Außenlager errichtet.


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„Wir sind in den letzten zehn Jahren stark gewachsen. In der Produktion haben wir immer wieder noch einen Extruder dazwischen gestellt. Für die Produktionsabläufe war das natürlich alles andere als optimal. Insbesondere in Wipperfürth war es höchste Zeit, den Investitionsstau der letzten Jahre aufzulösen“, berichtet Dan Friedl, der als geschäftsführender Gesellschafter gemeinsam mit seinem Bruder Arn Friedl das Familienunternehmen in zweiter Generation leitet.

Die ideale Lösung dazu, bot sich mit der Möglichkeit, ein unmittelbar an den Standort in Wipperfürth angrenzendes Nachbargrundstück zu erwerben. Mit einer Investitionssumme von insgesamt 17 Millionen Euro wurde hierauf eine neue Halle errichtet. Diese ist unterteilt in 500 Quadratmeter Büro- und Sozialfläche, 4.000 Quadratmeter Lagerfläche, 7.000 Quadratmeter klimatisierter Produktion und ein 4.500 Quadratmeter großes Außenlager.

Hoch in den Himmel ragende Silos machen deutlich, dass auch in eine eigene Mischerei investiert wurde. Diese verfügt über eine Kapazität von 20.000 Jahrestonnen. Ein eindeutiger Beleg dafür, dass das Unternehmen fest mit einer steigenden Nachfrage und weiterem Wachstum rechnet, denn aktuell würde eine Kapazität von 10.000 Jahrestonnen noch ausreichen. Mit dem Zugriff auf eine eigene Mischerei will das Unternehmen eine gleichbleibend hohe Qualität der PVC-Mischungen und der Oberflächen der produzierten Profile sicherstellen.

Abläufe und energieverbrauch optimiert

Ab April werden die neuen Hallen bezogen, sowie die Mischerei in Betrieb genommen. „Unser Ehrgeiz ist, alles so zu organisieren, dass unsere Kunden davon gar nichts mitbekommen“, macht Friedl deutlich. In der neuen Produktionshalle werden nicht nur die bestehenden Extrusionsanlagen, sondern auch drei neue Maschinen installiert, sodass der Betrieb über 22 Linien verfügen kann. Mit einer neuen Fördertechnik sowie einem optimierten Materialfluss wird zukünftig für eine möglichst effiziente Produktion gesorgt. Sensibilisiert durch das schon seit Jahren praktizierte Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001 wurde beim Bau der neuen Gebäude besonderer Wert auf einen möglichst energieeffizienten Betrieb gelegt. Mit den neuen Gebäuden wird der Energieverbrauch demnach um 30 Prozent reduziert. Die Beheizung und Klimatisierung der Produktion erfolgt über die Wärmerückgewinnung aus der Abwärme der Extrusionsanla gen. Für die Maschinenkühlung steht zudem ein eigener Brunnen zur Verfügung.

Auf weiteres Wachstum ausgelegt: Die neue Mischerei verfügt über eine Kapazität von 20.000 Jahrestonnen.


Für die Beheizung der Produktion wird über die Wärmerückgewinnung die Abwärme der 22 Extrusionsanlagen genutzt.


Sämtliche Werkzeuge werden selbst konstruiert und angefertigt. Das sorgt für kurze Reaktionszeiten.


Der zusätzliche Standort in Köthen hat die zur Verfügung stehende Fläche für das Rollladensystem Zentrum mehr als verdoppelt. Mit den Kapazitätserweiterungen gingen somit auch erheblich verbesserte Abläufe einher.

Fürsorglicher arbeitgeber

Exte bietet seinen Mitarbeitern eine umfassende Arbeitssicherheits-Organisation, sowie wirtschaftlich sichere Arbeitsplätze an allen Standorten. Das inhabergeführte Unternehmen legt großen Wert auf ein gutes Arbeitsumfeld. Die neuen Produktionshallen erfüllen daher modernste Standards in den Bereichen Lärmschutz, Beleuchtung, Lüftung und Klimatisierung der Arbeitsplätze. Damit sich die Produktionshalle in den heißen Sommermonaten nicht zu sehr aufheizt, wird eine Lüftungsanlage zur Kühlung eingesetzt. Seit 2015 werden diverse Schulungsprogramme für Mitarbeiter angeboten. Ziel ist es, das Niveau in den Bereichen Projektmanagement, Konfliktmanagement, Besprechungsleitung, Einstellungsinterviews und Personalleitung für Meister, Schichtführer und Teamleiter zu heben. Die Weiterbildungen bauen alle aufeinander auf und werden kontinuierlich fortgeführt.

Die Standorte des Unternehmens

Am Standort Nienburg wird Schalungszubehör für die Bauindustrie gefertigt. Foto: Exte


Neben rollladenkastenkomponenten und Produkten rund um fenster und türen produziert das unternehmen in seinem Werk in nienburg an der Saale auch Schalungszubehör für die Betonbauindustrie.

Am Stammsitz in Wipperfürth sind neben der Verwaltung auch ein Entwicklungszentrum, der Werkzeug- und Maschinenbau, die Produktion, der Vertrieb und das Zentrallager von Fensterzubehör-Systemen angesiedelt. Auch der Standort Nienburg verfügt über ein Entwicklungszentrum. Produziert werden hier Abstandhalter für Betonfertigteile, welche aus Kunststoff, Faserbeton oder Stahl hergestellt werden. Zusätzlich unterhält das Unternehmen zwei Logistikstandorte in Köthen, Sachsen-Anhalt, sowie in Zabrze in Polen. In Köthen befindet sich außerdem das Prüfzentrum für Rollladenkastensysteme. Mit 360 Mitarbeitern hat das Unternehmen in 2018 einen Gruppenumsatz von 82,4 Millionen Euro erwirtschaftet.

Wir werden immer größer, daher müssen die inneren Strukturen angepasst und stets weiterentwickelt werden. Das ist auch mit neuen Anforderungen für die Mitarbeiter verbunden. Wir unterstützen diese Prozesse mit Schulungen und setzen dabei zusätzlich auf externe Trainer“, erläutert Friedl.

„Trotz des Wachstums hat das Unternehmen die eigene Kultur beibehalten können. Viele der Mitarbeiter sind schon sehr lange im Unternehmen. Führungspositionen werden in der Regel aus den eigenen Reihen besetzt, sodass wir jederzeit attraktive Aufstiegsmöglichkeiten bieten können“, ergänzt Tobias Marten, Marketingleiter des Unternehmens.

Geschlossene Wertstoff-kreisläufe

Auch bei Recycling und Waste-Management setzt Exte neue Konzepte ein. Damit gelingt die vollständige Wiederverwertung von Ausschuss- und Produktionsrückständen. Diese werden vor Ort eingemahlen und erneut der Produktion zugeführt. Die bei den Konfektionären und Fensterbauern anfallenden Abfälle werden über eine Recyclinginitiative erfasst und ebenfalls wiederverwertet. Darüber hinaus wurden im Sinne der Abfallvermeidung die Verpackungsmaterialien minimiert.

Das geheimnis des erfolges

„Wir als Unternehmen können vom Trend zum Komplettelement, bestehend aus Fenster und Aufsatzkasten aufgrund der erhöhten Dichtigkeit, der vereinfachten Montage und der geprüften Statik Lösungen im Vergleich zu den klassisch vermauerten Neubaukästen profitieren. Dadurch, dass der Kunde nur noch einen Ansprechpartner für Fenster und Rollladen hat, entfällt die Abstimmung zwischen mehreren Gewerken, was in der Montage Zeit spart und Fehler minimiert“, macht Marten deutlich.

Mit zum Erfolg tragen zudem Faktoren wie Kunden- und Praxisnähe, hohe Lieferfähigkeit, Innovationskraft sowie Serviceleistungen und eine akribische Qualitätssicherung maßgeblich bei. Projektteams aus technischem Vertrieb, Anwendungstechnik und Konstruktion erarbeiten regelmäßig neue Lösungen für höhere Montagegeschwindigkeiten und eine steigende Produktivität. Die Abteilung Anwendungstechnik kann dafür ohne Druck aus dem Tagesgeschäft arbeiten. Unterstützung bietet hier auch der eigene Musterbau der dem Nachweis hoher Praxistauglichkeit dient.

Ein eigener Werkzeugbau versetzt das Unternehmen in die Lage, schnell auf Kundenwünsche und Marktveränderungen zu reagieren. Sämtliche Werkzeuge werden im eigenen Betrieb angefertigt, gewartet und überarbeitet. Dazu verfügt die Abteilung über Draht- und Senkerosionsmaschinen, Fräsautomaten und diverse andere Werkzeugmaschinen. Schon seit über zehn Jahren verfügt der Betrieb zudem über einen 3D-Drucker zur Anfertigung von Prototypen. Dieser ergänzt die klassische Produktentwicklung mit CAD-Konstruktion, Werkzeugbau und Prüfzentren und trägt maßgeblich zur Beschleunigung des Entwicklungsprozesses bei. „Eine 3D-Zeichnung ist nicht nur abstrakt, sie erfordert vom Betrachter auch ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Zudem waren bisher vor allem bei Rastverbindungen oft noch Nacharbeiten notwendig, die viel Zeit gekostet haben“, erläutert Friedl die Vorteile.

Für die Anfertigung der Werkzeuge steht ein moderner Maschinenpark mit Draht- und Senkerodier Maschinen zur Verfügung.


Mit einem Profilscanner werden die der Produktion entnommenen Profilproben in vorgegebenen Zeitabständen auf die Einhaltung der festgelegten Maße überprüft.