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BDH-Jahresrückblick 2018: Wärmewende? Fehlanzeige!


Flüssiggas - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 15.04.2019

Anfang Februar veröffentlichte der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) seine Bilanz „Marktentwicklung Wärmemarkt Deutschland 2018“ – mit ernüchterndem Ergebnis: Von der erhofften Initialzündung für die Wärmewende kann (wieder) keine Rede sein.


Zwar konnten die im BDH organisierten Hersteller mit 732000 abgesetzten Wärmeerzeugern insgesamt ein Plus von 3 % gegenüber dem Vorjahr erzielen. Dieses Plus resultiert jedoch ausschließlich aus dem nach wie vor dynamischen Neubaugeschäft. Im Bestand hingegen blieben erforderliche Sanierungsmaßnahmen weitgehend aus:

Hier wurden lediglich rund 600000 ...

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... Geräte verbaut, das entspricht 5 % des Potenzials. „Bei circa 12 Mio. veralteten Anlagen im Bestand ist die jetzige Modernisierungsquote zu gering. Hier muss die Politik endlich Anreize setzen, um das reichlich vorhandene private Kapital für den Klimaschutz zu mobilisieren“, betont BDH-Präsident Uwe Glock. Bedenkt man, dass pro Investitionsfall im größten Ener gieverbrauchssektor Deutschlands 40 % Energie eingespart werden könnten, bekommt diese Forderung besonderes Gewicht.

Im Hinblick auf die Marktanteile der eingesetzten Technologien gab es 2018 im Vergleich zum Vorjahr nur minimale Veränderungen: Erneut war GasBrennwerttechnik mit 492500 abgesetzten Geräten und einem Plus von 4 % am meisten nachgefragt. Wie erstmals 2017 landeten Wärme pumpen auf Platz zwei der Absatzstatistik mit 84000 verkauften Geräten und einem Plus von 8 %. Danach folgt ÖlBrennwerttechnik mit 58500 Geräten und leicht rückläufiger Tendenz mit einem Minus von 3 %. Erstaunlich: Während sich beim Energieträger Gas das Verhältnis von Heizwertzu Brennwertkesseln weiter zugunsten der effizienteren Brennwert kessel verschoben hat, haben die ÖlBrennwertkessel im Verhältnis wieder Marktanteile ein gebüßt. Pellets und Co. dagegen scheinen beim Endverbraucher an Attraktivität verloren zu haben: Die Entwicklung bei Systemen auf Basis von Biomasse verlief mit 24000 verkauften Geräten und einem Minus von 9 % nicht zufriedenstellend.

10-Jahres-Verlauf Absatz Wärmeerzeuger Deutschland.


Ähnlich enttäuschend fallen die Ergebnisse für Solarwärmeanlagen aus, die der BDH gemeinsam mit dem Bundesverband Solarwirtschaft herausge geben hat: 71000 neue Solarthermieanlagen wurden 2018 installiert, 7000 weniger als im Vorjahr. Gemessen an der Kollektorfläche ergibt sich hier ein Marktrückgang von 8 %. „Solarheizungen sind populär, weil sie sich mit nahezu allen anderen Heizsystemen kombinieren und unkompliziert nachrüsten lassen. Trotzdem wächst die Zahl der Solarwärmeanlagen nicht im gewünschten Maße“, konstatiert BSW-Hauptgeschäft sführer Carsten Körnig. Die insgesamt 2,4 Mio. Solar thermieanlagen, die Ende 2018 in Deutschland in Betrieb waren, reichen jedenfalls nicht aus, um die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Die negative Entwicklung führt Carsten König darauf zurück, dass Staatliche Förderprogramme oft unbekannt seien und Lücken aufwiesen. Übereinstimmend mit dem BDH fordert er eine Verbesserung der finan ziellen Anreize. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz dürft en zudem von der Politik nicht gegeneinander ausge spielt werden, so die übereinstimmende Forderung beider Bundesverbände. Neben den Marktzahlen veröff entlichte der BDH auch die Ergebnisse seiner jährlichen Multimomentaufnahme. Danach ist der Verband um 4 Mitgliedsunternehmen und 1700 Beschäft igte gewachsen. Die nunmehr 104 im BDH organisierten Unternehmen mit rund 75500 Beschäft igten erwirtschaft e ten 2018 weltweit einen Umsatz von 15,1 Mrd. Euro, gut 4 % mehr als im Vorjahr. In Forschung und Entwicklung investierten die Hersteller die bisherige Rekordsumme von 680 Mio. Euro – abermals ein Beleg für die hohe Innova tionskraft der Heizungsindustrie, die auf zukunft sweisende Technologien setzt: „Die Entwicklung hat vor allem im Bereich der Digitalisierung stattgefunden“, so BDH-Hauptgeschäft sführer Andreas Lücke, der im Ausbau der digitalen Heiztechnik noch großes Potenzial sieht.

www.bdh-koeln.de

www.bsw-solar.de