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Beeriges zum Naschen


g&v Gestalten & Verkaufen - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 01.06.2018

Nichts schmeckt so gut wie frisch gepflücktes Obst, und gesund ist es obendrein. Vor allem Beerenobst liegt in der Gunst der Verbraucher ganz vorne, und Kinder liebendie süßen Früchtchen noch mehr, wenn sie diese selber pflücken können. Beerensträucher lassen sich ganz unkompliziert im Topf kultivieren. Helfen Sie Ihren Kunden, den Balkon in ein lukullisches Paradies zu verwandeln, rätKatharina Adams.


Artikelbild für den Artikel "Beeriges zum Naschen" aus der Ausgabe 6/2018 von g&v Gestalten & Verkaufen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

1Jostabeeren besitzen ein feines Aroma


Foto: Fotolia

2Weiße Johannisbeere


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Ob säuerlich erfrischende Johannisbeeren, vollreife aromatische Stachelbeeren, süße Him- und Brombeeren oder auch ...

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... Heidelbeeren, nach deren Genuss sich die Zunge so herrlich blau färbt – Beerensträucher erobern die Terrassen und Balkone. Die meisten Sträucher werden auch ungeschnitten selten höher als zwei Meter, können aber durch einen Rückschnitt auch niedriger gehalten werden. Damit sind sie die idealen Gehölze für den Kübel und fühlen sich dort bei ausreichender Versorgung mit Wasser und Nährstoffen viele Jahre wohl und fruchten reichlich. Dazu kommen noch Erdbeeren, die vor allem als Kletter- und Hängevariante die perfekte Wahl für den Balkon sind.

Moderne Züchtungen von Himbeeren (Rubus idaeus ) und Brombeeren (Rubus fruticosus ) wachsen in einem ausreichend großen Container auch dauerhaft sehr gut und begeistern durch eine Fülle an wohlschmeckenden Früchten. Ihnen reicht auch ein niedriges Spalier an der Hauswand oder eine ähnliche Stütze, an der sie aufgebunden werden können. Einige Sorten wie ‘Little Black Prince’ wachsen sogar ganz kompakt oder sogar überhängend wie ‘Black Cascade’, sodass man sie ohne Stütze in einen Kübel oder Hanging Basket pflanzen kann.

Süßes oder Saures

Die Stachelbeere (Ribes uva-crispa ) ist ein beliebtes Naschobst für den Sommer. Reife Stachelbeeren weisen den höchsten Zuckergehalt aller Beeren auf, gelten aber trotzdem als kalorienarm. Die grüngelben Blüten erscheinen im April und hängen in kleinen Trauben an den Blattachseln. Im Juli sind die kugelförmigen saftigen Beeren reif, die gelb, grün oder rot sein können, mit glatter Schale oder auch fein behaart. Das weiche, saftige Fruchtfleisch hat einen angenehm süß-sauren Geschmack. Die Zweige der Stachelbeere sind mit zahlreichen kleinen, spitzen Dornen versehen.

Einfacher zu beernten als die klassischen Sträucher sind Halb- und Hochstämmchen, bei denen Reiser der Sorte auf einen Stamm veredelt werden. Hier wachsen die Früchte praktischerweise in ganz bequemer Pflückhöhe, und außerdem können um den Stamm herum noch niedrige Pflanzen, zum Beispiel duftende Sommerblumen platziert werden.

Sehr empfehlenswert ist eine wohlschmeckende Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere: die Jostabeere. Geschmacklich hat sie von beiden Arten etwas mitbekommen. Die Beeren reifen in kurzen Trauben, sie sind kleiner als Stachelbeeren und größer als Johannisbeeren, schmecken fruchtigaromatisch, nur wenig sauer. Sie reifen von Mitte Juni bis Mitte Juli. Jostabeeren sind wahre Vitamin-C-Bomben. Der anspruchslose, wüchsige Strauch, mit regelmäßigen, reichen Erträgen, passt gut auf den Balkon.

Arten mit speziellen Ansprüchen

Einige Beerenobstarten haben ganz spezielle Ansprüche an die Böden, auf denen sie wachsen, denn in ihrer Heimat kommen sie beispielsweise auf sauren Waldböden vor oder wachsen an sehr speziellen Standorten, zum Beispiel Moore.

Es gibt für sie besondere Spezialerden, mit denen man relativ schnell und einfach gute Bedingungen schaffen kann. Gedüngt wird eher selten, denn auch am Wildstandort zeichnen sich die Böden durch eine relative Nährstoffarmut aus. Am besten verwendet man Langzeitdünger, um eine Überdosierung zu vermeiden. Spezielle Dünger für Moorbeetpflanzen verfügen über die richtige Nährstoffzusammensetzung. Die meisten Sorten sind selbstfruchtbar, das heißt, sie setzen auch Früchte an, wenn nur eine Pflanze auf dem Balkon steht. Meist ist der Ertrag aber deutlich höher, wenn zwei verschiedene Sorten einer Art nebeneinander platziert werden, die so von den Insekten bestäubt werden können.

Die Heidelbeeren (Vaccinium corymbosum ) erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, vor allem die Kulturheidelbeeren. Ihre blauen wohlschmeckenden Früchte sind größer als bei der Wildform, auch die Pflanzen selbst werden sehr viel höher als unsere heimischen Exemplare, die in einigen Gebieten im Wald auf sauren Böden wachsen. Die meisten Züchtungen kommen aus Amerika, so auch die besonders dekorativen Sorten der BrazelBerry-Serie wie ‘Jelly Bean’ oder ‘Peach Sorbet’. Heidelbeeren sind selbstfertil, auch die Kulturformen, die vegetativ, also durch Stecklinge, vermehrt werden. Wie aber auch bei anderen selbstfertilen Pflanzen wird ein höherer Ertrag erreicht, wenn zwei verschiedene Sorten nebeneinander stehen. Am besten gedeihen Heidelbeeren an sonnigen und halbschattigen Standorten.

3Stapelbare Erdbeertöpfe sind praktisch für Terrasse und Balkon


Foto: Elho

4BrazelBerries, hier die Sorte ‘Peach Sorbet’


Foto: zu Jeddeloh

5Hängebrombeere ‘Black Cascade’


Foto: Schlüter

6Zwerghimbeere ‘Yummi’


Foto: Plantipp

Aroma-Highlight Erdbeere

Unsere Gartenerdbeeren sind um 1750 aus Kreuzungen der Chile-Erdbeere mit der nordamerikanischen Scharlach-Erdbeere gezüchtet worden. Die Hybride verbreitete sich schnell in den Gärten Europas und wurde als Ananas-Erdbeere (Fragaria × ananassa ) bezeichnet. Sie gilt als die Mutter aller heute bekannten Gartenerdbeeren.

Erdbeeren benötigen nicht viel Platz, sodass in einem einzelnen Balkonkasten durchaus drei kräftige Pflanzen gedeihen können. Sie können schon früh im Jahr ausgepflanzt werden und schmücken den Balkon im späten Frühling mit ihren schönen weißen oder auch rosa bis roten Blüten.

Etwas Besonderes sind Hänge-beziehungsweise Klettererdbeeren. Sie werden entweder in Hanging Baskets kultiviert, von wo sie ihre langen, mit köstlichen Früchten besetzten Triebe herunterhängen lassen können, oder auch in hohen Kübeln, wo die Triebe dekorativ über den Rand hängen können. Um reichlich Früchte anzusetzen, brauchen Erdbeeren einen sonnigen Standort. Als Dünger genügt eine Gabe mit organischem Volldünger im Frühjahr. Im Balkonkasten benötigen Erdbeerpflanzen etwa 20 bis 30 Zentimeter Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen.

Einfache Pflege

Beerenobst benötigt keine besonderen Schnittmaßnahmen, um zuverlässig jedes Jahr Früchte anzusetzen. Solange die Sträucher und Büsche nicht zu dicht werden, kann die Schere liegen bleiben. Stehen die einzelnen Zweige allerdings so eng, dass die Früchte zu wenig Licht abbekommen, sollte ausgelichtet werden. Dabei schneidet man ältere Zweige komplett heraus. Das kann entweder direkt nach der Blüte durchgeführt werden, wenn die Fruchtansätze deutlich erkennbar sind, oder aber nach der Ernte, indem man die ältesten abgeernteten Zweige herausschneidet.

Es kommt immer wieder vor, dass sich bei Stämmchen unten sogenannte Wildtriebe bilden, die umgehend bis zum Ansatz entfernt werden müssen, da sie sonst kräftig wachsen und dem veredelten oberen, Früchte tragenden Teil die Nahrung entziehen.