Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 4 Min.

„Bei uns kommt Hase nicht auf den Tisch“


B.Z. am Sonntag - epaper ⋅ Ausgabe 427/2021 vom 04.07.2021

Artikelbild für den Artikel "„Bei uns kommt Hase nicht auf den Tisch“" aus der Ausgabe 427/2021 von B.Z. am Sonntag. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: B.Z. am Sonntag, Ausgabe 427/2021

In ?Peter Hase 2?(aktuell im Kino), ist Jessica Schwarz als Mopsi zu hören

Berlin – Model, VIVA-Moderatorin, Schauspielerin, Synchronsprecherin,

Hotelière – Jessica Schwarz (44) ist ein Tausendsassa! Ab 9. Juli ist sie in der 2. Staffel der Netflix-Serie „Biohackers“ zu sehen. Im neuen Kinderfilm „Peter Hase 2“ (jetzt im Kino) leiht sie der Häsin Mopsi ihre Stimme und mit ihrer neuen Liebe Louis-Freytag Beckmann (32) betreibt sie in Portugal ein Hotel.

Die beiden haben sich vor zwei Jahren an der Atlantikküste kennengelernt, und es hat sofort gefunkt. Für Schwarz ist es bereits das dritte Hotel, denn zusammen mit ihrer Schwester Sandra leitet sie auch noch zwei in Michelstadt, wo die gebürtige Hessin aufgewachsen ist.

Frau Schwarz, was hat Ihnen an der Figur Mopsi Spaß bereitet?

Es ist schon sehr lustig, einer Häsin mit der eigenen Stimme Leben einhauchen zu können. Nun bin ich jemand, der Kinder- und Familienfilme schon immer sehr mochte. Mopsi ist auch sehr agil und dann ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 0,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von B.Z. am Sonntag. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 427/2021 von Die große Dürre. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Die große Dürre
Titelbild der Ausgabe 427/2021 von „Terroristische Gefährder müssen abgescho ben werden“. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
„Terroristische Gefährder müssen abgescho ben werden“
Titelbild der Ausgabe 427/2021 von Richterin kassiert schärfste Waffe gegen kriminelle Netzwerke. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Richterin kassiert schärfste Waffe gegen kriminelle Netzwerke
Titelbild der Ausgabe 427/2021 von 30 Euro Strafe für Impfschwänzer. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
30 Euro Strafe für Impfschwänzer
Titelbild der Ausgabe 427/2021 von Sie ließ sich nicht von der Stasi einschüchtern. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Sie ließ sich nicht von der Stasi einschüchtern
Titelbild der Ausgabe 427/2021 von „Meine Tochter wurde am ersten Schultag von einem Jungen in der Klasse aufgeklärt“. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
„Meine Tochter wurde am ersten Schultag von einem Jungen in der Klasse aufgeklärt“
Vorheriger Artikel
Sie ließ sich nicht von der Stasi einschüchtern
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel „Meine Tochter wurde am ersten Schultag von einem Jungen in…
aus dieser Ausgabe

... hopse ich auch schon mal im Studio herum (lacht). Ich finde auch die Szenen sehr lustig, in denen Mopsi zu viel Zucker bekommt und dann durchdreht. Da musste ich sehr lachen.

Wo befinden Sie sich gerade? Berlin? Portugal?

Tatsächlich in Berlin, weil ich noch den letzten Flieger aus Portugal bekommen habe. Aufgrund neuer Quarantäneregelungen wäre es schwierig geworden. Denn ich muss mich auf einen neuen Film vorbereiten, was nicht mehr aufgegangen wäre, wenn ich erst am Dienstag zurückgeflogen wäre. Das war alles etwas fluchtartig, ging aber nicht anders.

Delta lässt die Corona- Zahlen in Portugal wieder steigen. Wie ist die Stimmung im Land?

Man hat das Gefühl, dass es bei den Portugiesen noch nicht so richtig angekommen ist und noch sind die Krankenhäuser nicht wirklich voll. Die vierte Welle ist aber da, auch wenn die meisten keine Lust darauf haben. Man ist dort ein bisschen müde davon.

Sie haben sich in der Nähe von Lissabon ein weiteres Hotel angeschafft. Wie ist es dazu gekommen?

Letztes Jahr im Juli haben wir dort Urlaub gemacht und sind mit den Besitzern ins Gespräch gekommen, die zurück nach Marokko wollten. Das hat uns die Möglichkeit gegeben, darüber nachzudenken, ob das nicht etwas für uns wäre. Wir haben eine Nacht darüber geschlafen und dann zugeschlagen.

Sind Sie damit nicht ein hohes Risiko eingegangen?

Die Angst ist natürlich immer da. Ich bin aber hauptberuflich Schauspielerin, womit man manche Risiken etwas ausgleichen kann, wenn man wie jetzt zum Beispiel gerade wieder zusperren muss. Aber es ist einfach auch zu gefährlich, Gäste momentan aus ganz Portugal dort zu beherbergen, wenn man weiß, wie schnell es einen erwischen kann.

Mit Ihrer Schwester haben Sie noch zwei weitere Hotels in Michelstadt. Auch in „Peter Hase 2“ haben Sie eine Schwester, mit der Sie sehr eng sind …

Das gefällt mir auch daran. Denn auch ich bin mit meiner Schwester sehr eng verbandelt. Ohne sie würde gar nichts gehen. Da ist große Vertrautheit, Liebe und Respekt füreinander. Wir haben zusammen wirklich etwas aufgebaut. Das funktioniert wirklich Hand in Hand, was toll ist.

Es ist aber nicht so wie bei den zwei Häsinnen, dass die eine plötzlich das Verlangen hat, sie müsste sich von ihrer Schwester abgrenzen?

Wir hatten tatsächlich unsere Differenzen, als wir jünger waren. Das ist so bei Geschwistern, die zweieinhalb Jahre auseinanderliegen und andere Charakterzüge aufweisen. Bis ich 14 war, haben wir uns gemeinsam ein Zimmer geteilt. Das hat dann auch gereicht und ich bin ja dann mit 16 wegen der Model-Jobs von zu Hause ausgezogen.

Warum schon so früh?

Ich habe den Abstand gesucht und musste mich frei machen von der Familie, in der alle sehr dominant und stark sind. Ich musste meinen eigenen Weg finden. Dann ging es auch, ich wurde sehr viel ruhiger und stand nicht immer in einem Vergleichskampf, wie das gern mal bei Schwestern so ist.

Wann wurden Ihre Schwester und Sie dann wieder ein Herz und eine Seele?

Ich bin dann während meiner Model-Zeit in New York gewesen und fand es ganz großartig, als mich meine Schwester dort besucht hat. Wir haben in zwei Wochen unsere ganzen Themen geklärt und sind seitdem wieder wahnsinnig eng zusammengerückt. Wir haben unglaublich viel darüber geredet, was vielleicht mal schiefgelaufen ist.

Ihr drittes Hotel in Portugal betreiben Sie ohne Ihre Schwester. Nimmt Sie Ihnen das übel?

Unser erstes Hotel heißt „Träumerei“, unser zweites „Träum weiter“ und als ich sie anrief und ihr sagte, dass dieses Glamping Resort ursprünglich „Traumsterne“ heißt, meinte sie sofort: „Das ist Schicksal, das müsst ihr machen.“ Wir behandeln das neue Hotel wie unser drittes Kind.

Haben Sie vor, wenn alles wieder normal ist, ganz nach Portugal auszuwandern?

Mein Beruf bedeutet permanentes Wandern. Im August und September bin ich für Dreharbeiten in Kroatien und im Winter hat das Hotel sowieso zu. Da wird man wieder mehr hier in Berlin sein, weil wir auch Familie und Freunde hier haben. Aber der Gedanke ist schön, dass der Sommer in Portugal ein bisschen früher anfängt und später endet und man ein Domizil hat, in dem man überwintern könnte.

Ihr Freund ist gebürtiger Berliner und hängt gewiss auch sehr an seiner Stadt …

Das stimmt natürlich. Ich selbst bin ja keine Berlinerin, hänge aber auch sehr an dieser tollen Stadt. Meine Wohnung werde ich schon noch behalten. Man braucht schließlich eine Anlaufstelle.

Stehen Sie im Hotel wirklich selbst in der Küche?

Ja, wir machen das schon selber. Es gibt jeden Tag Frühstück und an Wochenenden auch Abendessen. Wenn uns in der Woche aber jemand traurig anschaut, weil er hungrig ist, machen wir ihm natürlich auch was zu essen.

Was können Sie besonders gut kochen?

Sehr lecker sind meine Ofengerichte, ich mache aber auch gerne mal eine frische Ceviche, ein Oktopus-Carpaccio oder Tatar mit Avocado.

Wie sieht’s mit Hasenbraten aus?

Ich habe noch nie Hase gegessen, auch weil ich als Kind eigene Hasen hatte. Das waren unsere Haustiere. Einmal hatte ich bei einem Weihnachtsessen, ohne es zu wissen, Hase auf dem Teller. Ich habe alles direkt wieder ausgespuckt, nachdem man es mir erzählte. Das war so unangenehm. Bei uns kommt Hase nicht auf den Tisch.