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Beim wilden Nachbarn


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bike - epaper ⋅ Ausgabe 2/2023 vom 03.01.2023

REVIER-GUIDE I VOGESEN

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Bildquelle: bike, Ausgabe 2/2023

Lac du Forlet: Vom höchstgelegenen See der Vogesen (1066 m) blickt man auf den Hauptkamm des Mittelgebirges. Dort oben balancieren die Panorama-Trails dahin.

Mein Uropa musste hier im Ersten Weltkrieg kämpfen. Granattrichter sind die stillen Zeugen dieser Zeit.

Andrea Köngeter, Touren-Guide

1 Schottische Hochlandrinder fühlen sich überall wohl, wo es rau ist. Also auch in den Hochvogesen.

2 Am 1343 Meter hohen Hohneck klettern sogar die Gämsen rum.

3 „Lass uns den schnell mal ausprobieren.“ Wenn Guides einen neuen Trail entdecken, müssen sie ihn ausprobieren. Anschließend geht’s weiter auf dem geplanten Sentier des Mulets.

4 Vogesen: ein Revier für Besseresser.

Ach, was für ein Kontrast! Eben noch rauschten wir mit dickem Grinsen im Gesicht einen dieser wilden Vogesen-Trails runter: federnder Waldboden, Wurzeln, steinige Passagen, inklusive Adrenalinausschüttung. Dazu strich eine sanfte Brise über den Bergrücken. Blauer Himmel. Goldene Herbstsonne. Ja! Exakt so hatten wir uns das vorgestellt: die letzten warmen Herbsttage noch mal voll ...

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... auskosten im französischen Bike-Paradies. Mit Traum-Trails bis zum Horizont. Gutem Essen. Und vor allem, ganz ohne Fahrverbote wie daheim im Schwarzwald. Jetzt aber stehen wir leicht bedröppelt vor einem Gedenkstein mitten im zerzausten Bergwald und lesen auf der Tafel: „Im Ersten Weltkrieg starben hier auf dem Höhenzug des Lingekopfs fast 17 000 junge Franzosen und Deutsche binnen dreier Monate.“ Ein sinnloses Gemetzel. Schützengräben durchfurchen noch heute den Waldboden. Verwinkelte, wellige Trails wickeln sich um alte Granattrichter: spaßig zu fahren, aber zugleich unendlich niederschmetternd.

„Wer mit dem Bike in den Vogesen unterwegs ist, stößt überall auf diese Zeugen der Vergangenheit“, sagt Andrea aus unserer kleinen Bike-Gruppe: „Mein Uropa musste auch hier kämpfen. Am Hartmannsweilerkopf. Gar nicht weit weg.“ Er habe den Irrsinn überlebt, sei aber nie ins Französische Mittelgebirge zurückgekehrt – obwohl er das immer wollte und wie Andrea ja direkt aus der Nachbarschaft stammte: vom Kaiserstuhl an der französischdeutschen Grenze. Quasi ein Katzensprung. Doch er konnte die Barriere in seinem Kopf bis zu seinem Tod nicht überwinden.

Heute stehen die Mahnmale, Gedenkstätten und Soldatenfriedhöfe, die hier überall in den Wäldern zu finden sind, zum Glück längst für Frieden und Versöhnung. Dass die Urenkelin eines Soldaten hier und heute entspannt biken kann, macht das deutlich. Und vielleicht auch die banale Tatsache, dass der offizielle Enduro-Singletrail des örtlichen Mountainbike-Clubs direkt neben einem der alten Bunker startet. Und diese Line hat ausschließlich Fahrspaß im Visier: Anlieger, Jumps, Wurzeltreppen und Anlieger reichen sich hier friedlich die Hände. Als wir unten in Hohrod vollgepumpt mit Glückshormonen ankommen und sofort den langen Anstieg zurück auf den Vogesen-Hauptkamm in Angriff nehmen, sind auch die traurigen Gedanken längst verflogen.

1 Um den Petit Ballon 62 km – 2089 hm – 6 h

Zerzauste Hochweiden, wilder Bergwald – und dazu zahllose, knackige Trails bergauf und bergab mit der ein oder anderen Schiebepassage. Rund um den Petit Ballon, auf Deutsch: Kleiner Belchen oder auch Kahler Wasen, entfaltet sich ein wahres Trail-Paradies. Diese große Doppelschleifenrunde startet an der Ferme Auberge du Kahlenwasen mit einer aufregenden Abfahrt auf schmalen Pfaden nach Metzeral, führt dann über Forstwege und einige Trail-Abschnitte auf den Vogesen-Hauptkamm hinauf. Auf dem Panoramadeck der Vogesen hangeln sich die schmalen, griffigen Trails immer am Bergrücken entlang – teils flowig, teils mit Steinen und Felsbrocken durchsetzt. Landschaftlich besonders schön: der schmale, technische Pfad zwischen Langenfeldkopf und Petit Ballon, den wir bis ins Munstertal hinunter verlängert haben – einfach unwiderstehlich, diese Abfahrt! Nach der Einkehr in Munster geht’s teils über Trails stramm steil zurück bergauf zur Ferme Auberge am Petit Ballon. Wem die Tour zu lang ist, beendet sie einfach schon nach 40 Kilometern an der Auberge.

Startpunkt Ferme Auberge du Kahlenwasen

Highlights Die baumfreie Aussicht vom Vogesen-Hauptkamm und der technische Trail zwischen Langenfeldkopf und Petit Ballon mit der anschließenden, acht Kilometer langen, sehr trail-haltigen Abfahrt ins Munstertal hinunter (900 tm)

Schlüsselstellen Die Trails sind meist auf S1- bis S2-Niveau. Im Anstieg zum Klintzkopf (Achtung: saisonal wegen Vogelbrut gesperrt) kurz tragen. An der Steinmauer (1232 m) zwingt ein extrem verblockter Uphill aus dem Sattel.

Einkehr In Munster gibt es reichlich Cafés, auf halber Strecke kann man aber auch einfach die Energiespeicher in der Ferme Auberge du Kahlenwasen mit einer wahnsinnig leckeren Tarte aux Myrtilles (Blaubeerkuchen) auffüllen.

1 Vom Ringelbuhlkopf kann man an }klaren Tagen sogar die Alpen sehen. Aber die Sicht auf den für Biker erlaubten Trail ist fast noch schöner.

2 Bergbauer André Barth von der Ferme Soultzersmatt verarbeitet die Milch seiner 20 Vogesen-Kühe zu Munsterkäse.

3 Steinpilze! Unser Wirt hat sie später zur Soße veredelt.

4 Den Trail von der Auberge Schantzwasen nach Hirsteren kennt nicht mal die Topo-Karte.

Eine paar Tage zuvor. „Die Wettervorhersage ist perfekt“, sagt Andrea am Telefon. „Vielleicht die letzte Gelegenheit dieses Jahr für unser Trail-Wochenende in den Vogesen. Also, komm schon!“ Ich muss nicht lange überlegen: Die vergangenen Wochen saß ich viel zu selten auf dem Bike und viel zu lange am Schreibtisch. Und wenn ich mal konnte, gab es fast jedes Mal unterwegs Ärger mit schimpfenden Wanderern. Wegen der Zwei-Meter-Regel bei mir zu Hause im Schwarzwald. Oder es goss wie aus Eimern. Also, nichts wie los, den Kopf freikriegen! Und außerdem: Es gibt wohl keine bessere Reisegesellschaft für einen Vogesen-Trip als die drei, mit denen ich mich am Freitagabend schließlich in der Ferme Auberge du Kahlenwasen treffe. Von dem Berggasthof wollen wir am nächsten Morgen auf eine ausgedehnte Tour rund um den Petit Ballon starten. Der Kahle Wasen, wie der Berg auf Elsässisch heißt, liegt hoch über dem Vallée de Munster. Und weil an diesem Wochenende nahezu alle Unterkünfte auf den Höhen ausgebucht sind, wissen wir jetzt schon, dass wir noch mal in eine Ferme auf der anderen Talseite umziehen müssen. Aber das erweitert ja den Horizont und die Touren-Möglichkeiten auch.

Andrea, André und Rudy kennen die Vogesen in- und auswendig. Logisch, als Inhaberin und als Guides des Radreiseveranstalters Beitune versteht sich das von selbst. „Die Vogesen sind für mich fast schon zur zweiten Heimat geworden, jedenfalls was das Biken angeht“, sagt Andrea abends beim elsässischen Rotwein in der Ferme Auberge. Sie lebt gemeinsam mit André in der Nähe von Freiburg und hat den Schwarzwald damit direkt vor der Tür. „Aber da sind wir kaum noch privat unterwegs. Die Vogesen sind einfach wilder, unberührter und für mich sowieso eine der schönsten Bike-Regionen Europas.“ Dabei gleichen sich die beiden Mittelgebirge auf der Karte fast schon wie Zwillinge! Ein Blick in die Erdgeschichte beweist: Ehe die Rheinebene vor über 50 Millionen Jahren einbrach, bildeten Schwarzwald und Vogesen ein zusammenhängendes, riesiges Gebirge. Allerdings geht es heute auf französischer Seite deutlich wilder und ursprünglicher zu. Auch sonst hat sich seit den Urzeiten in den Vogesen dann doch einiges zum Besseren entwickelt. Etwa die Mentalität der Bewohner: Laissez-faire auf der einen Seite, Regulierunsgwahn auf der anderen. „In den Vogesen gibt es nicht nur unglaublich viele Trails, die fast alle fahrbar sind“, schwärmt Andrea. „Es ist vor allem zwischenmenschlich entspannter. Hier motzt keiner, weil es keine pauschalen Bike-Verbote gibt wie drüben bei uns.“ Rudy, der Dritte im Bunde, sei wegen der traumhaften Bedingungen und der Liebe, wie er selbst sagt, vor Jahren sogar aus Belgien ins Elsass umgezogen. Seither stromert er so oft es geht durch sein neues Heimatrevier zwischen Vogesen-Hauptkamm und Rheinebene. „Ich versuche, immer mit einer neuen Trail-Entdeckung heimzukommen.“ Was selbst nach all den Jahren noch erstaunlich oft klappe – und eigentlich kaum verwundert: Das Streckennetz umfasst über 20 000 Kilometer markierte Pfade und Wege. „Du wirst sehen“, kündigt er grinsend an: „Ich kenne da ein paar Trails, die auf keiner Karte stehen.“

2 Enduro und Lac du Forlet 33,6 km – 1295 hm – 4 h

Eine echte Ansage: Über 40 Prozent Trail-Anteil und dazu noch mal ähnlich viele naturnahe Wald- und Wiesenwege! Die Tour startet fulminant mit wurzelreichem und flowigem Abfahrtsspaß, teils auf Trails, die in keiner Karte stehen. Die Auffahrt Richtung Col du Wettstein besser entspannt hochkurbeln, denn oben auf dem Bergrücken geht es gleich richtig zur Sache: Die Trails erfordern eine sehr aktiv Fahrweise, um flüssig über Steine und Wurzeln zu kommen. Oben am Barrenkopf wartet schließlich der erst kürzlich angelegte Enduro-Trail des Mountainbike-Clubs von Hohrod. Ein wahrer Abfahrtsrausch von fünf Kilometern Länge (mit kurzen Schotterunterbrechungen). Das landschaftliche Highlight ist aber der Bergsee Lac du Forlet. Ein sehr idyllischer Platz, der sich perfekt zum Entspannen eignet. Ganz zum Schluss der Tour lauern ein paar wilde, vor allem aber sehr steile Bergpfade, auf welchen man das Bike ein paar Meter tragen muss.

Startpunkt Ferme Auberge du Schantzwasen

Highlights Der fordernde Wald-Trail nach Histeren hinunter, der anspruchsvolle Enduro-Trail nach Hohrod und das Bergsee-Idyll Lac du Forlet

Schlüsselstellen Gleich vom Start weg geht’s auf den ersten Kilometern technisch zur Sache (S2-Stellen). Auch die offizielle Enduro-Abfahrt nach Hohrod hat es in sich: Der Trail ist gespickt mit Wurzeltreppen, Steilkurven, Anliegern, aber nur wenigen Sprüngen. Also immer schön wach bleiben!

Einkehr Ferme Auberge Le Musmiss bei km 25 – tolles Berggasthaus mit schöner Aussicht über den Vogesen-Kamm und traditioneller, deftiger Vogesen-Küche.

In den Vogesen ist das Wegenetz so verzweigt, dass man immer wieder einen völlig neuen Trail entdeckt. Und wir sind oft hier.

André, Touren-Guide bei Beitune

1 Von Hohrod im Tal stapeln sich gut 800 Höhenmeter bis zum Hauptkamm hinauf.

2 Abendessen in der Auberge du Schantzwasen: Zum typischen Vogesen-Menü gehört erst mal eine Suppe.

3 Die Waldwege in den Vogesen erreichen selten Schotterautobahnbreite wie wir sie im gegenüberliegenden Schwarzwald gewohnt sind. Hier unterwegs zum Col de la Schlucht.

Das Wetter am nächsten Morgen ist – so lala: bewölkt, ein bisschen windig, aber kein Regen. Vom Kahlen Wasen fahren wir ein paar asphaltierte Serpentinen auf der Pass-Straße bergan. Und dann lassen wir es laufen, über struppige Bergweiden runter nach Metzeral. Ein wilder Ritt. Um dann doch wieder stoisch raufzukurbeln bis zum Vogesen-Hauptkamm. Der Uphill ist ein echtes Brett. „Und das nach dem guten Pinot Noir gestern Abend“, stöhnt André. Die Belohnung: Oben schlängelt sich ein Trail nach dem anderen über das Panoramadeck der Vogesen. Und André meint: „Der Anblick wirft mich jedes Mal aufs Neue um.“ Wie im Rausch folgen wir schließlich dem Seitenkamm vom Col d’Oberlauchen über den Petit Ballon. Oben auf dem Klintzkopf genießen wir eine komplette Rundumsicht: vom Grand Ballon im Süden über Rainkopf, Batteriekopf bis zu Hohneck und Tanet im Norden. Dann stürzen wir uns in die Abfahrt ins Munstertal. Der verwinkelte Trail bergab begeistert vor allem, weil er einen guten Blick für die richtige Linie zwischen all den Wurzeln und Steinen erfordert. Und, weil es ohne Rauf kein Runter gibt, wartet am Ende natürlich wieder ein knackiger Schlussanstieg. Gut, dass abends in der Ferme für reichhaltigen Energienachschub gesorgt ist.

Auch am letzten Tag landen wir wieder ganz oben auf dem Hauptkamm. Abends zuvor hatten Andrea, André und Rudy noch ausgiebig über der Karte gebrütet, dann den Hüttenwirt um Rat gefragt, und schließlich hatte Andrea verkündet: „Wir machen ein kleines Experiment!“ Es gebe da tatsächlich einen Trail, den keiner der drei kenne, Sentier des Mulets heiße er, also Eselspfad. Der führe durch alpines Gelände am Steilabbruch unterhalb des Hohnecks. Es könne halt sein, dass wir die Bikes tragen müssen. Ziemlich sicher sei der Pfad verblockt und technisch. „Kann aber auch ziemlich geil werden. Hast Du Lust?“ Was für eine Frage …

3 Tour des Crêtes 50,4 km – 1471 hm – 5,5 h

Panoramareiche Höhenwege, kernige Trails, sanfte Wiesenpfade – und beeindruckende Heidelbeerfelder oben auf dem Kamm. Kurz: der typische Vogesen-Mix. Von der Auberge du Schantzwasen geht’s hinauf zum Hauptkamm. Oben mäandern flowige Trails über die Bergrücken, immer auf Tuchfühlung mit der berühmten Bergstraße Route des Crêtes. Die Abfahrt vom Gipfel des Schweisels nach Mittlach ist im oberen Teil einfach nur flowig, führt dann im Mittelstück schnell über Waldwege und kulminiert dann auf halber Höhe in einem spaßigen, aber kernigen Trail: griffiger Waldboden gewürzt mit Wurzeln, gespickt mit Felsen, veredelt mit Spitzkehren und garniert mit Geröllfeldern! Der sofort folgende Anstieg zur Skistation Gaschney kostet richtig Körner. Aber der wilde, alpine Sentier des Mulets ins Frankenthal lohnt wirklich jede Mühe. War noch was? Ach ja, der Schlussanstieg zurück zur Ferme Auberge du Schantzwasen: Haltet durch!

Startpunkt Ferme Auberge du Schantzwasen

Sperrungen Kurze Teilstücke der Gipfel-Trails sind für Mountainbiker offiziell gesperrt: Zwischen Tanet und Col de la Schlucht sowie bei den Hautes Chaumes du Rothenbach weicht diese Route daher auf die asphaltierte Route des Crêtes (Vogesenkammstraße) aus.

Schlüsselstellen Die Abfahrt vom Hauptkamm nach Mittlach ist im unteren Teil (ab km 29,9) mit Vorsicht zu genießen: Der Flow des Waldpfads wird immer wieder von Geröllabschnitten sowie Spitzkehren unterbrochen. Wer sein Hinterrad versetzen kann, ist hier im Vorteil. Auch der Sentier-des-Mulets-Trail erfordert volle Konzentration, denn er ist verblockt und felsig.

Einkehr Restaurant La Wormsa in Metzeral, direkt an der Strecke und am tiefsten Punkt der Tour gelegen (km 32).

Infos Vogesen

Das Revier Hochweiden, Felsklippen, Seen: Die Vogesen jenseits der Rheinebene gelten als Zwilling des Schwarzwaldes und beherbergen ein aufregendes Touren-Revier mit reichlich schmalen Pfaden. Entscheidender Unterschied zum Bruder auf deutscher Seite: Die Trails sind wilder und aufregender. Zwar gibt es auch hier lokale Wegsperrungen, etwa aus Naturschutzgründen, aber keine 2-Meter-Regel. In den Hochvogesen finden Biker noch einen aufregenden Mix aus richtig anspruchsvollen Natur-Trails und wild gebliebenen Forstwegen. Der Vogesen-Hauptkamm ist insgesamt rund 40 Kilometer lang und fällt nirgends unter die 1100-Meter-Marke, das Wanderwegenetz beträgt um die 20 000 Kilometer, und die höchsten Gipfel heißen Hohneck (1363 m) und Grand Ballon (1424 m). Ein großer Pluspunkt der Vogesen sind die vielen Einkehrmöglichkeiten. Wenn der Magen knurrt, steuert man einfach die nächste Ferme Auberge an und probiert regionale, überwiegend selbst produzierte Gerichte.

Bikepark Für Liebhaber von angelegten Kurven, Drops und Sprüngen wartet der Bikepark am Lac Blanc. Seine Trails werden von Profis gefeiert, sind aber außerhalb der Ferien (Juli, August) nur am Wochenende geöffnet. Infos: In Hohrod wurde jüngst eine naturnahe Enduro-Strecke angelegt, die einen Höhepunkt unserer zweiten Tour bildet.

Karten und Literatur Topographische Wanderkarten des IGN, Série Bleue (1:25 000), Nummern: 3618 OT, 3619 OT, 3718 OT, 3719 OT, je 16,90 Euro. Reiseführer „Elsass“: sehr gut recherchierter Reiseführer mit Tiefgang. Michael Müller Verlag, 21,90 Euro.

Essen und Trinken Der Guide Michelin vergibt nicht ohne Grund in keiner anderen Region Frankreichs so viele Sterne. Bodenständig und deftig, aber dennoch fein, ist die Küche in den Berggasthöfen der Vogesen, den Ferme Auberges. In den Sennereien teilten einst Kuhhirten und Schäfer mit den Wanderern ihre Mahlzeit, heute wird dort neben dem typischen Munsterkäse vor allem Deftiges aufgetischt: Das typische „Malkermenü“ (Repas marcaire) besteht zum Beispiel aus Gemüsesuppe, Pasteten, Räucherfleisch, Bratkartoffeln, Bauernkäse. Dazu einen leckeren Riesling oder Pinot aus der Region.

Bikeshop Werex, 5 rue de la République, 68140 Munster Tel. 0033/951/613809

Geführte Touren / Camps Die Guides von Beitune sind zwar am Kaiserstuhl im Schwarzwald beheimatet, kennen aber in den Vogesen jeden Pfad. Das Angebot reicht von geführten Wochenend-Touren über Trailcamps bis hin zum mehrtägigen Vogesen-Cross mit lokalen Kollegen. Infos:

Infos allgemein Touristen Information Elsass, Vallée de Munster:

Revier-Highlights

Unterkünfte Am urigsten übernachtet man in den Vogesen in den Fermes Auberges, wo es neben einfachen, gemütlichen Betten auch gleich eine hervorragende Küche gibt. Unsere beiden Tipps: Ferme-Auberge du Kahlenwasen in Luttenbach-près-Munster am Petit Ballon. Alter Berggasthof auf 1200 Metern Höhe. Die holzgetäfelte Gaststube versprüht den Charme der 20er-Jahre. Die elsässischen Gerichte sind – wie der selbst gemachte Munsterkäse – eine Wucht und die Preise erschwinglich. Die Zimmer sind einfach und charmant. Klo und Duschen auf dem Gang. Halbpension pro Person ab 49 Euro. Infos über und Tel. 0033/389/773249

Auberge du Schantzwasen in Stosswihr im Herzen der Vogesen: frisch renoviert mit viel Altholz im neorustikalen Hütten-Style. Gemütliche Zimmer, gutes Restaurant mit lokalen Speisen. Auf der Karte stehen leckere Munsterquiche oder Fleischschnaka (Nudelteig mit Hackfleisch). Halbpension pro Person ab 67 Euro, Tel: 0033 389773011,

Käsereimuseum Maison du fromage, Vallée de Munster: alles über die Käseherstellung, die Traditionen der Melker und die Almwirtschaft in den Vogesen im Käsereimuseum in Gunsbach

Die GPS-Daten zu den drei Touren gibt es über diesen QR-Code oder über diesen Short-Link: