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Benchmark Mobilfunk Discounter 2022


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PC Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 8/2022 vom 01.07.2022
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Bildquelle: PC Magazin, Ausgabe 8/2022

Viel Leistung zu einem günstigen Preis erhalten die Kunden bei den meisten Mobilfunk-Discountern. Glückwunsch an Aldi Talk für den Gesamtsieg.

Das im Monatsdurchschnitt verbrauchte Datenvolumen pro Mobilfunkanschluss dürfte etwa bei 3,3 Gigabyte liegen. Zumindest hat das Marktforschungsunternehmen Statista diesen Wert für Ende 2021 prognostiziert. Ohne den kontinuierlichen Ausbau ihrer Mobilfunkinfrastruktur könnten die drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2/Telefónica den stetig weiter steigenden Datenhunger gar nicht mehr stillen.

Welche Leistungen einem Smartphonenutzer im Detail zustehen, definiert der gebuchte Tarif. Die MNOs (Mobile Network Operators) versorgen unter anderem anspruchsvolle Kunden mit Premium-Angeboten. Mit exklusiven Extras wie höchsten LTE-Download-Datenraten und Zugang zum noch jungen 5G-Netz können die anderen Mobilfunkanbieter ohne eigene Infrastruktur oft nicht dienen. Diese MVNOs (Mobile Virtual Network Operators) kooperieren mit den Netzbetreibern und vermarkten die erworbenen Kapazitäten über eigene ...

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... Tarife – meist nach der Devise: gut und günstig ins mobile Internet. Die Mobilfunk-Discounter rennen mit ihren einfachen, nach Daten-volumen gestaffelten Angeboten und komfortablen Inklusiv-Leistungen wie Sprachund SMS-Flatrates bei preisbewussten Smartphonenutzern offene Türen ein – für uns Anlass, die tarifunabhängig bereitgestellten Mobilfunkleistungen der MVNOs erneut genauer unter die Lupe zu nehmen.

Über 112 Millionen Messproben von 395.000 Nutzern

Über sechs Monate hat unser Testpartner umlaut Kennzahlen zur Breitbandversorgung, den Datenraten und den Laufzeiten erfasst und dazu über 112 Millionen MVNO-spezifischeMessprobenausgewertet. Dazu gehört diesmal auch der Anteil an HD-Telefonaten, die bessere Sprachqualität bieten. Mehr zum Crowdsoucing-Verfahren und den untersuchten Parametern steht im Kasten Das Crowdsourcing-Testverfahren. Generell steht hier das Mobilfunkerlebnis bei der konventionellen App-Nutzung im Mittelpunkt.

Zusätzlich hat umlaut gemessen, welche Datenraten bei den verschiedenen MVNOs derzeit überhaupt machbar sind. Die Durchschnittswerte der maximal möglichen Übertragungsgeschwindigkeiten veranschaulicht die Grafik unten. Da bei kleineren Mobilfunkanbietern die Anzahl dieser aktiven Speed-Tests für statistisch belastbare Aussagen nicht ausgereicht hat, konnten diese Ergebnisse nicht bewertet werden. Die Tarifleistungen und die Kosten haben wir ebenfalls angeschaut, aber nicht benotet.

Das Crowdsourcing-Testverfahren

Unser Partner umlaut hat anhand seiner bewährten, nutzungsorientierten Testmethodik für diesen MVNO-Benchmark elementare Kennzahlen zur Breitbandversorgung, der Sprachqualität, den Datenraten und den Laufzeiten ausgewertet.

■ Die Menge oder neudeutsch die „Crowd“ macht den Unterschied. Oder deutlicher ausgedrückt: Die Ergebnisse dieses Mobilfunk-Benchmarks fußen auf einem umfassenden Datenfundament. Im Erhebungszeitraum vom 6.12.2021 (KW 49) bis zum 22.5.2022 (KW 20) kamen allein bei der Erfassung der MVNO-spezifischen Kennzahlen (KPIs, Key Performance Indicators) über 112 Millionen Messproben von rund 395.000 Mobilfunknutzern zusammen. Das Einverständnis der Anwender vorausgesetzt, erfolgt die anonymisierte Datenerhebung im Hintergrund während der täglichen Smartphonenutzung. Eine in vielen Apps hinterlegte Messprozedur nimmt die Proben und überträgt diese passiv ermittelten Ergebnisse in regelmäßigen Abständen in Paketen mit wenigen Bytes gebündelt an die umlaut-Server. Im Mobilfunk-Benchmark bleiben WLAN-Verbindungen außen vor. Samples, die vorab festgelegte Mindestanforderungen nicht erfüllen, filtert das Testverfahren ebenfalls aus.

Zu den analysierten Kennzahlen: Innerhalb der vier Bewertungskategorien wird die Breitbandversorgung am stärksten gewichtet. Hier fließen auch zwei Netzbetreiber-spezifische KPIs ein. Zur Beurteilung von Reichweite und Qualität der 4G/5G-Versorgung durch die MNOs unterteilt unser Testpartner das Bundesgebiet in quadratische Kacheln (Evaluation Areas, EAs mit 2 x2 km). Die Reichweite der Breitbandversorgung dokumentiert, in wie vielen Flächensektoren die Nutzer überhaupt 4G/5G-Zugang hatten. Der prozentuale Anteil bezieht sich auf alle gültigen EAs. Bei der ebenfalls flächenbezogenen Qualität der Breitbandversorgung wird pro Netzbetreiber die Anzahl der 4G/5G-Samples in Verhältnis zu allen Samples gesetzt. Zusätzlich hat umlaut für alle untersuchten MVNOs auch den Zeitanteil der 4G/5G-Versorgung ermittelt. Diese Kennzahl beschreibt, wie oft die Anwender im 24-wöchigen Testzeitraum auf die Breitbandkapazitäten ihres Mobilfunkanbieters zurückgreifen konnten.

Neu in der Auswertung ist der Anteil der Telefonate in HD-Sprachqualität. Dieser KPI erlaubt Rückschlüsse, in welchem Umfang ein MVNO verbesserte Sprachqualität über LTE-Verbindungen (Voice over LTE, VoLTE) anbietet. Eine Bewertung erfolgte nur, wenn die verwendeten Smartphones VoLTE unterstützt haben. Die Datenraten sind in drei anwendungstypische Geschwindigkeitsklassen eingeteilt. Die Mindestanforderung für Basis-Internet liegt bei 2 Mbit/s, für HD-Video bei 5 Mbit/s und für UHD-Video bei 20 Mbit/s. Die Prozentzahlen in der Tabelle geben an, wie hoch der Anteil ist, der die Schwellenwerte erreicht oder überschritten hat. Bei den Latenzen ist weniger besser: Für OTT-Sprachdienste dürfen die Round-Trip-Zeiten maximal 100 Millisekunden (ms) betragen. Für Online-Gaming über Mobilfunk gilt eine noch strengere Laufzeit-Höchstgrenze von 50 Millisekunden.

Aktive Speedtests: Maximal erreichbare Download-/Upload-Datenraten

■ Download

■ Upload

1&1 Auf dem Weg zum 5G-Netzbetreiber

im Telefónica-Netz 904 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

im Vodafone-Netz 908 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Die United-Internet-Tochter gehört mit über 11 Millionen Mobilfunkkunden hierzulande zu den größten und bekanntesten Providern. Parallel zum Tagesgeschäft baut 1&1 derzeit ein viertes Mobilfunknetz auf.

Auch nach dem Start der eigenen 5G-Infrastruktur, der für Mitte 2023 geplant ist, wird der aktuelle Netzpartner Telefónica die 1&1-Mobilfunkkunden mit 4G in der Fläche versorgen. Das aktuelle Angebot konzentriert sich auf Postpaid-Verträge mit monatlicher oder zweijähriger Laufzeit. Die Premium-Tarife bieten im Rahmen des vereinbarten Datenvolumens satte LTE-Geschwindigkeiten bis zu 225 Mbit/s. Die 5G-Nutzung im Telefónica-Netz ist ab der Allnet-Flat L ebenfalls enthalten.

In die Analyse der Mobilfunkleistungen fließt auch die Nutzererfahrung der Bestandskunden mit nicht mehr erhältlichen Alt-Tarifen ein. Die werden zum Teil noch über das Vodafone-Netz versorgt. Für Neukunden sind die Telefónica-Ergebnisse relevant. Bei den Download-Datenraten punktet die United-Internet-Tochter in beiden Netzen kräftig. Da die Vodafone-Nutzer etwas häufiger Gaming-gerechte Laufzeiten von unter 50 Millisekunden erhalten haben, gab es hier unterm Strich vier Zähler mehr. In beiden Netzen erreicht 1&1 mit einer sehr guten Gesamtleistung eine solide Platzierung im dicht gedrängten Mittelfeld.

Aldi Talk Der Gewinner des Mobilfunk-Benchmarks 2022

im Telefónica-Netz 927 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Aldi Nord und Aldi Süd machen gemeinsame Sache. Beide setzen auf täglich kündbare Prepaid-Angebote ohne viel Tamtam und überzeugen damit Millionen Kunden. 3 GB für rund 8 Euro, 6 GB für 13 Euro und 12 GB für 18 Euro – die Tarifansage der Kombi-Pakete ist klar. Fällig werden die Beträge alle 28 Tage. Eine Telefonie-/SMS-Flatrate ist enthalten. Die Tempolimits im Downlink betragen typische 25 Mbit/s. Danach wird wie üblich kräftig gedrosselt. Wer eines der angesagten Jahrespakete ergattern kann, surft noch günstiger und bleibt flexibel, da er das Datenvolumen beliebig übers Jahr verteilt verbrauchen kann. Platz1:DieCrowdsourcing-Auswertungunseres Testpartners attestiert dem Discounter mit Telefónica als Netzpartner die beste Performance. Das Nutzererlebnis in den Disziplinen Breitbandversorgung, Download-Datenraten und Latenzen war durchweg wettbewerbsfähig. Letztlich konnte Aldi Talk mit dem eindeutig höchsten Anteil an Telefonaten in HD-Sprachqualität in der Endabrechnung alle anderen untersuchten Anbieter hinter sich lassen.

Ay Yildiz Tarife für die deutsch-türkische Communitiy

im Telefónica-Netz 900 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Die Telefónica-Marke setzt seit 2005 auf Prepaid- und Postpaid-Angebote, die auf den Austausch mit Freunden und Familie in der Türkei ausgerichtet sind.

Wer den Prepaid-Basistarif bucht, hat diverse Upgrade-Möglichkeiten. Zu den üblichen Internet-Kontingenten gesellen sich Inklusiv-Minuten oder Festnetz-Flatrates, die auch für Gespräche in die Türkei gelten. Für den Urlaub in Antalya, Bodrum, Istanbul usw. gibt’s – bis in den Herbst 2022 – zusätzlich erhöhte Datenpakete, die auch für die Smartphonenutzung auf der Reise und in der Türkei gelten. Die Website und das Team an der Service-Hotline helfen in zwei Sprachen weiter.

Aus der Crowdsourcing-Analyse unseres Testpartners lässt sich herauslesen, dass die Nutzer die geforderten Download-Datenraten in allen drei Geschwindigkeitsklassen zu einem vergleichsweise geringen Anteil erhalten haben. Mit einer Platzierung im hinteren Mittelfeld schneidet Ay Yildiz jedoch besser ab als andere auf länderübergreifende Telefonie spezialisierte Provider. Das liegt auch daran, dass die Telefónica-Marke hinter Testsieger Aldi Talk den höchsten VoLTE-Anteil bei Sprachverbindungen vorweisen konnte.

Blau Bringt seit 17 Jahren Farbe in den Mobilfunkmarkt

im Telefónica-Netz 904 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Die Telefónica-Eigenmarke konzentriert sich auf das Wesentliche: Prepaid- und Postpaid-Angebote ohne Firlefanz.

Wer auf Blau setzt, bekommt ähnlich wie bei den Angeboten der Lebensmittel-Discounter klar gestaffelte und leicht durchschaubare Prepaid-Tarife. Datenkontingente und Leistungen der Allnet-Pakete sind allemal wettbewerbsfähig. Gleiches gilt für die Maximaldatenraten, die im Downlink auf die gängigen 25 Mbit/s begrenzt werden. Die nominellen Upload-Geschwindigkeiten erreichen bis zu 11,2 Mbit/s und liegen etwas über dem Limit anderer Mobilfunk-Discounter. Vergleichbare Werte für die Speed-Limits gelten auch für die Postpaid-Angebote, die wahlweise mit einoder 24-monatiger Laufzeit erhältlich sind. In der Analyse unseres Testpartners umlaut schlägt sich dieser Serviceprovider wacker. Mit einem höheren VoLTE-Anteil bei Telefonaten wäre sogar der Anschluss an die Spitzengruppe durchaus möglich gewesen. Denn die erreichten Punktzahlen in der Breitbandversorgung, bei den Download-Datenraten und bei den Laufzeiten waren den Ergebnissen des Testsiegers Aldi Talk, der ebenfalls auf das Telefónica-Netz setzt, mindestens ebenbürtig. Mit einer sehr guten Gesamtleistung erreicht Blau eine respektable Platzierung im hart umkämpften Mittelfeld.

Congstar Premium-Discounter mit Top-Internetversorgung

im Telekom-Netz 916 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Mit innovativen Tarifideen und Zugang zum leistungsfähigen Mobilfunknetz der Telekom erreicht Congstar über fünf Millionen Kunden. Anpassungsfähige Tarifmodelle wie Prepaidwie-ich-will für Wenignutzer oder im Postpaid-Bereich die Fair Flat für Normal- und Vielnutzer unterstützen bei der Kostenoptimierung, falls das Mobilfunkverhalten übers Jahr stärker schwankt. Die „junge“ Telekom-Zweitmarke verzichtet im Prepaid-Bereich teils auf eine SMS-Flatrate. Das Download-Speed-Limit bleibt bei den typischen 25 Mbit/s. In den Postpaid-Angeboten lässt sich die Maximaldatenrate für wenige Euros auf 50 Mbit/s verdoppeln.

Dass die Breitbandversorgung im Telekom-Netz exzellent ist, zeigt die Crowdsourcing-Analyse unseres Testpartners. Während Gesamtsieger Aldi Talk mit dem höchsten VoLTE-Anteil bei Sprachverbindungen trumpft, hat Congstar im Vergleich der Erfolgsquoten in den Kategorien Datenraten und Laufzeiten durchweg die Nase vorne. In der UHD-Video-Klasse erhalten satte 42,8 Prozent der Nutzer 20 Mbit/s oder mehr. Auch die 86 Prozent in der HD-Videoklasse sind vorzüglich. Geht es allein um die Internetversorgung, bietet Congstar in unserem MVNO-Benchmark gleichauf mit Klarmobil (Telekom) am meisten. In der Endabrechnung verdienen sich die Kölner gemeinsam mit dem Telekom-Angebot von Mobilcom-Debitel Rang zwei.

Drillisch Breite Marken- und Tarifpalette im Telefónica-Netz

im Telefónica-Netz 901 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Die 1&1-Tochter steht hinter zahlreichen Mobilfunk-Marken. Dazu zählen unter anderem Discotel, Smartmobil, Winsim und Yourphone. Allein aus der Markenvielfalt ergibt sich ein breites Angebot an Prepaid-, Postpaid-Tarifen mit und ohne lange Laufzeiten. Individueller Nutzerprofile ungeachtet, sollen vor allem preisbewusste Kunden auf ihre Kosten kommen. Oft gibt’s hier fürs Geld relativ opulente Datenvolumina. Ist das Kontingent vorzeitig verbraucht, greift in manchen Tarifen eine abschaltbare Datenautomatik, die mit kostenpflichtig nachgebuchten Internetpaketen die Drosselung aufschiebt. Beim Surfen sind teilweise bis 50 Mbit/s im Download und 32 Mbit/s im Upload möglich. Das ist mehr, als die meisten Discounter ihren Kunden zugestehen. Die Mobilfunkleistungen waren der Crowdsourcing-Analyse unseres Testpartners zufolge durchweg stabil und ausgeglichen. Ausreißer nach unten fehlten ebenso wie Top-Leistungen inEinzeldisziplinen.UntermStrichreihensichdie insgesamt mit sehr gut bewerteten Drillisch-Marken am Ende des engen Mittelfelds ein.

Fonic Prepaid-Anbieter mit der besten Download-Performance

im Telefónica-Netz 903 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Die Telefónica-Eigenmarke ist mit ihren Prepaid-Angeboten sowohl online als auch im Einzelhandel präsent.

Für einen Pauschalbetrag, der alle 28 Tage vom einbezahlten Guthaben abgezogen wird, gibt’s Internet-Datenpakete in den derzeit gängigen Größen (3 GB, 6 GB und 12 GB). Weitere typische Inklusiv-Leistungen: eine Inlands-Flatrate für Telefonate und SMS sowie EU-Roaming für die Nutzung der Tarifleistungen während der Urlaubsreise. Die Richtwerte für die Höchstgeschwindigkeiten im Internet betragen im Download 25 Mbit/s und in Upload-Richtung 10 Mbit/s. War der Datenverbrauch zu hoch, bleiben stark gedrosselte 64 kbit/s – auch das ist ein üblicher Wert und gängige Praxis. Im umlaut Mobilfunk-Benchmark überzeugten vor allem die Datenraten-Kennzahlen. Die Erfolgsquoten lagen in allen drei Geschwindigkeitsklassen klar über dem Durchschnitt.

In dieser Kategorie erreichte Fonic damit die höchste Punktzahl im gesamten Feld. Gegenüber anderen MVNOs fiel die Breitbandversorgung etwas ab. Der Zeitanteil, in dem die Nutzer 4G/5G-Verbindungen erhielten, war mit 96,2 Prozent am geringsten. So fehlten wenige Zähler zu einem Platz im vorderen Mittelfeld.

Klarmobil In zwei Mobilfunknetzen stark

im Telekom-Netz 914 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

im Vodafone-Netz 910 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Den Schwerpunkt im Angebot der breit aufgestellten Freenet-Marke bilden Laufzeitverträge, die vereinzelt auch 5G-Zugang gewähren. Die Allnet-Flats gibt’s auch als monatlich kündbare Verträge. Wer sich zwei Jahre bindet, kann seinen Tarif klassisch mit einem neuen Smartphone koppeln. Die maximal möglichen Verbindungsgeschwindigkeiten variieren mit Netz und Tarif. Ein geringer Aufpreis pusht das LTE-Tempolimit auf 50 oder gar 100 Mbit/s. Auch beim Thema 5G-Tarife ist Klarmobil unter den MVNOs vorne dabei. Auf der Website (noch) etwas versteckt findet sich die Allnet Flat 5G mit opulentem 40-GByte-Datenvolumen und einem Download-Speed-Limit von 150 Mbit/s. In der Crowdsourcing-Analyse unseres Testpartners umlaut sammelte die Freenet-Marke in beiden Trägernetzen kräftig Punkte. Für die Telekom-Variante sprechen die besseren Erfüllungsgrade in der Breitbandversorgung. Den höheren Anteil an HD-Telefongesprächen dürfen die Vodafone-Angebote für sich verbuchen. Die Kennzahlen bei den Datenraten und Latenzen bewegen sich durchweg auf hohem Niveau mit kleinen Vorteilen für die Telekom. Die exzellenten Gesamtleistungen brachten Klarmobil die Plätze 4 (Telekom) und 5 ein. Damit erzielte die Freenet-Discountermarke das beste Ergebnis aller untersuchten MVNOs, die mit Vodafone kooperieren.

Lebara Der internationale Anbieter wechselt ins Telefónica-Netz

im Telekom-Netz 881 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Die Mobilfunkangebote des global ausgerichteten MVNOs Lebara richten sich an hier lebende Menschen, die auch über Ländergrenzen hinweg telefonieren möchten.

Inklusivminuten für Telefonate in 50 Länder weltweit sind ein zentraler Bestandteil der Prepaid- und Postpaid-Angebote. Im Inland wichtige Bausteine gibt‘s auch: Zum Beispiel enthalten die Hello! Guthaben-Tarife vergleichsweise feinabgestufte LTE-Datenkontingente von 4 bis 20 GB sowie eine Sprach-/SMS-Flat. Noch spannender: Bis Juli 2022 möchte der britische Anbieter den Netzbetreiber wechseln. Alle Bestandskunden müssen daher neue SIM-Karten erhalten. Neuer Partner ist O2/Telefónica.

Da die per Crowdsourcing erhobenen Messproben über ein halbes Jahr zurückreichen, erlaubt dieser MVNO-Benchmark nur einen Rückblick auf die noch von der Telekom bereitgestellten Netzkapazitäten. Den Analysen zufolge waren bei Lebara bislang kaum VoLTE-Telefonate möglich. Trotz sonst hervorragender Leistungen in der Breitbandversorgung und bei den Latenzen reichte es daher nur zum vorletzten Platz. Welches Nutzererlebnis Lebara im Telefònica-Netz bietet, werden wir im nächsten MVNO-Benchmark beleuchten.

Lidl Connect Gut und günstig mit Vodafone unterwegs

im Vodafone-Netz 906 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Der Lebensmittel-Discounter betreibt rund 11.500 Filialen und hat sich auch als Mobilfunkdienstleister einen Namen gemacht. Kein Wunder: Mit Vodafone hat Lidl seit 2015 einen starken Partner an seiner Seite.

Das Erfolgsgeheimnis der Mobilfunk-Discountermarken um Aldi, Lidl und Co.? Für 10 Euro ein Starterpaket mit SIM-Karte bestellen, 10 Euro Bonus mitnehmen, Guthaben zum Beispiel über die App laden und loslegen. Die Prepaid-Pakete verzichten auf Schnickschnack, bieten eine ganze Menge fürs Geld: Befristete Sonderangebote ausgenommen, gibt’s bei beiden Discounter-Rivalen zum Beispiel 6 GB mit bis zu 25 Mbit/s für rund 13 Euro, die alle 28 Tage fällig werden. Deutschlandweit unbegrenzte Telefonate und eine SMS-Flat samt EU-Roaming für Ferienreisen sind auch hier „all inclusive“. Das bessere Nutzererlebnis im Internet liefert Lidl Connect vor allem wegen des höheren Erfüllungsgrads bei den Gaming-gerechten Laufzeiten. Im Crowdsourcing-bezogenen Vergleich der Sprachqualität setzte Aldi mit einem VoLTE-Anteil von 95,8 Prozent Maßstäbe. Lidl erreichte hier nur 69,7 Prozent und landete so in der Endabrechnung trotz der ebenfalls sehr guten Gesamtleistung im hart umkämpften Mittelfeld.

Lycamobile Schwächelnder internationaler Telefonieanbieter

im Vodafone-Netz 735 Punkte BEFRIEDIGEND www.pc-magazin.de

Ende vergangenen Jahres machte die Insolvenz der deutschen Tochter des britischen Serviceproviders mit weltweit rund 15 Millionen Kunden in der Wirtschaftspresse Schlagzeilen. Die Angebote sind weiterhin nutzbar und uneingeschränkt buchbar.

Ähnlich wie Lebara hat Lycamobile auch Prepaid-Tarife mit Minutenpaketen für Telefonate in rund 50 Länder im Programm. Hinzu kommen meist eine deutschlandweit gültige Telefonie-Flat und Datenkontingente für Internetverbindungen via LTE. Die nominellen Maximal-Datenraten liegen mit 50 Mbit/s im Download und 25 Mbit/s im Upload deutlich über dem Gros der Discounter-Angebote. Ist das Highspeed-Volumen erschöpft, wird die Übertragung gestoppt statt wie üblich drastisch gedrosselt.

Die Crowdsourcing-Analyse zeigt, dass die Briten VoLTE-Telefonie kaum anbieten. Wie im Vorjahr führten geringe Erfüllungsgrade in anspruchsvollen Datenraten- und Latenz-Klassen zu weiteren Punktabzügen. Der Leistungsabfall könnte darauf zurückzuführen sein, dass Lycamobile selbst betriebene Netzwerk- und Routing-Komponenten einsetzt, was auch zur eigenen Netzkennung (MNC) passen würde.

Nettokom Prepaid-Jahrespaket vom Discounter im Angebot

im Telefónica-Netz 899 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Auch im Mobilfunkmarkt positioniert sich der selbst ernannte „Marken-Discounter“ als Alternative zu Aldi und Lidl.

Die Datenkontingente und die Gebühren, die vom einbezahlten Guthaben abgebucht werden, sind denn auch vergleichbar. Das gilt ebenfalls für die maximal erhältlichen LTE-Geschwindigkeiten von 25 Mbit/s im Download. Allnet-Flatrates für deutschlandweite Telefonate und den SMS-Versand ergänzen die Inklusiv- Leistungen ebenso wie die EU-weite Nutzung der Tarifleistungen beispielsweise während der Urlaubsreise. FürWenignutzer dürfte das Jahrespaket interessant sein. Das zeitlich flexibel nutzbare 365-Tage-Kontingent von 12 GB lässt sich im LTE-Netz der Telefónica beliebig „absurfen“. Beispiel: Wer mobiles Internet vor allem auf Reisen benötigt, kann einen größeren Teil seines Datenvolumens während des Sommerurlaubs nutzen und später zu Hause sparen. In der Crowdsourcing-Analyse unseres Testpartners verdiente sich Nettokom unterm Strich die Note sehr gut. Dass es für einen Mittelfeldplatz im Gesamtranking nicht reichte, lag vor allem an dem vergleichsweise geringen Nutzeranteil, der im sechsmonatigen Testzeitraum die für mobiles Gaming geforderten Latenzen von 50 Millisekunden erhalten hatte. Die Leistungen bei der Breitbandversorgung und den Datenraten gehen in Ordnung.

Mobilcom-Debitel Die volle Tarifpalette künftig unter Freenet erhältlich

Ab Juli ist der Markenname Mobilcom-Debitel, der auf zwei renommierte Mobilfunkunternehmen der ersten Stunde zurückgeht, Geschichte. Die Dachmarke Freenet wird die umfassenden Tarifangebote fortführen. Vom neuen Schriftzug auf der Rechnung mal abgesehen, soll sich an den Tarifkonditionen der über sieben Millionen Mobilfunk-Bestandskunden erst einmal nichts ändern. Die beeindruckende Auswahl an Postpaid-Angeboten schließt neben selbst geschnürten Vertragsmodellen mit einmonatiger Kündigungsfrist oder zweijähriger Laufzeit auch die Original-Premium-Tarife aller drei Netzbetreiber ein. Der Vorteil: Gerade für anspruchsvollere Kunden steigen hier die Chancen, einen maßgeschneiderten Tarif zu finden. Bei der Recherche hilft ein übersichtliches Auswahltool auf der Website. Es ermöglicht die Suche nach dem passenden Paket mit wenigen Klicks. Neben der Wahl des bevorzugten Netzes grenzen unter anderem das gewünschte, oft üppige monatliche Datenvolumen für schnelles Internet, die monatlichen Kosten und die Laufzeit die infrage kommenden Angebote ein. Extras, die sich von den Mobilfunk-Discounter-Offerten abheben, sind hier je nach Tarif ebenfalls erhältlich. Dazu zählen höhere Maximalgeschwindigkeiten im Download. In einigen Inhouse-Tarifen erreichen die nominellen LTE-Tempolimits bis zu 150 Mbit/s oder mehr statt der weit verbreiteten 25 Mbit/s. Mit den Original-Netzbetreibertarifen lässt sich die Höchstgeschwindigkeit noch weiter hochschrauben. Ein geeignetes Smartphone vorausgesetzt, gewähren auch die ersten Eigenangebote des Serviceproviders im Vodafone-Netz Zugang zur noch leistungsfähigeren 5G-Infrastruktur.

im Telefónica-Netz 900 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

im Telekom-Netz 916 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

im Vodafone-Netz 907 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Die Ergebnisse der Benchmark-Analyse variieren in Abhängigkeit von den genutzten Netzen. Im anbieterinternen Vergleich war bei den Telefónica-Nutzern der Anteil der Telefonate in HD-Sprachqualität am höchsten. Vodafone sammelt in der Kategorie Download-Datenraten am meisten Punkte. Und die Telekom? Die überzeugte in der nutzerorientierten Auswertung unseres Testpartners mit kurzen Latenzen und der insgesamt besten Breitbandversorgung aller untersuchten Mobilfunkmarken. Damit belegt die Telekom-Sparte von Mobilcom-Debitel gemeinsam mit Congstar einen vorzüglichen zweiten Platz im Gesamtranking.Jeweils mit einigen Punkten Abstand folgen die Vodafone- und die Telefónica-Angebote. Das O2-Netz fiel vor allem bei den Laufzeiten in der anspruchsvollen Gaming-Klasse etwas ab. Signifikante Schwächen waren generell nicht auszumachen. Unabhängig vom MNO erreichten die Mobilfunkleistungen der Mobilcom-Debitel durchweg die Note sehr gut.

Netzclub Teilweise werbefinanzierte Prepaid-Angebote

im Telefónica-Netz 910 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Die Telefónica-Eigenmarke unterbreitet der preisbewussten Mobilfunk-Klientel ein besonderes Angebot. Wer sich bereit erklärt, bis zu 30 Werbeinformationen pro Monat per SMS oder E-Mail zu erhalten, wird mit tariflichen Zusatzleistungen belohnt.

Das „Werbegeschenk“ im Basis-Tarif (Sponsored Surf Basic 2.0 ): 200 MB EU-weit nutzbares LTE-Datenkontingent. Dieses Datenvolumen dürfte heute den wenigsten Smartphonenutzern ausreichen. Die zubuchbaren Smart-Tarifoptionen samt der enthaltenen Telefonie/SMS-Flatrate heben die Inklusiv-Leistungen auf die derzeit gängigen Levels. Die Datenstufen (3 GB, 6 GB und 12 GB), die Speed-Limits (Download: 25 Mbit/s, Upload: 10 Mbit/s) und die Kosten liegen im üblichen Rahmen. Die werbegestützten 200 MB gibt es dann noch on top. In den Benchmark-Analysen bescheinigt unser Testpartner diesem Telefónica-Partnerangebot ein starkes Ergebnis. Vor allem die hohen Erfolgsquoten bei den Laufzeiten und der Sprache haben zu dem sehr guten Nutzererlebnis beigetragen. Der Anteil an HD-Telefonaten lag bei exzellenten 81,6 Prozent. Unterm Strich schaffte Netzclub unter den 17 auswertbaren Mobilfunkanbietern den Sprung in die Top Five.

Ortel Mobile Internationale Tarife, ausbaufähiges Interneterlebnis

im Telefónica-Netz 885 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Für Gespräche in Länder außerhalb der europäischen Union können satte Minutenpreise anfallen. Anbieter wie Ortel Mobile treten an, die Kosten für internationale Sprachverbindungen zu senken.

Ortel Mobile ist seit 2015 Teil des Telefónica-Konzerns und seit mittlerweile 16 Jahren am Mobilfunkmarkt aktiv. Die Smart World-Tarife beispielsweise enthalten neben den Minutenpaketen für Auslandsgespräche in insgesamt bis zu 70 Länder weltweit auch Datenkontingente für die Internetnutzung bis 25 Mbit/s. Gehobene Prepaid-Angebote schließen auch im Inland sowie EU-weit gültige Telefonie-Flatrates ein. Wie heute üblich, erleichtert die Smartphone-App des Mobilfunkanbieters Anpassungen oder Änderungen des gewählten Tarifs. Die Aufladung des Guthabenkontos ist unter anderem auch über den Bezahldienstleister Paypal oder über Whatsapp möglich. Im MVNO-Benchmark unseres Testpartners fällt auf, dass die Nutzer bei ihren Internetverbindungen die geforderten Mindestwerte in den drei Download-Datenraten-Stufen vergleichsweise selten erreichen konnten. Und auch die Erfolgsquote in beiden Laufzeitklassen fiel für ein besseres Gesamtergebnis zu niedrig aus. Die Leistungen in den Kategorien Breitbandversorgung und Sprache waren absolut wettbewerbsfähig.

Otelo Starke Internetleistungen und Vorteile für Jüngere

im Vodafone-Netz 909 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Die Webseite der ambitionierten Vodafone-Eigenmarke stellt Laufzeitverträge mit erhöhten Datenkontingenten in den Vordergrund. Wer sich 24 Monate lang bindet, ist mit bis zu 50 Mbit/s im Internet unterwegs und hat zumindest nominell deutlich mehr Speed-Reserven als mit den meisten Discounter-Angeboten. Im Postpaid-Bereich geht noch mehr: Mit der LTE-100-Option verdoppelt sich die maximale Downloadrate für fünf Euro im Monat noch einmal. Neukunden unter 28 Jahren erhalten dieses Speed-Upgrade und noch etwas höhere Datenkontingente ohne Aufpreis. Auf diese „Young“-Vorteile müssen die Otelo Guthabenbasierten Tarife verzichten. Da für sie zudem restriktivere Tempolimits (Download: 21,6 Mbit/s, Upload: 3,6 Mbit/s) gelten, dürften die Prepaid-Angebote neben hauseigenen Alternativen einen schweren Stand haben. Die Callya-Allnet-Tarife von Vodafone erlauben Maximalgeschwindigkeiten bis 500 Mbit/s und schließen optional auch die 5G-Nutzung ein.

Welche Mobilfunkleistungen die Otelo-Klientel im sechsmonatigen Analysezeitraum nutzen konnte, hat unser Testpartner untersucht. Von dem vergleichsweise zu geringen Anteil an Telefonaten in HD-Qualität einmal abgesehen: Die Breitbandversorgung war respektabel. Vollauf überzeugen konnten die hohen Erfüllungsgrade bei den UHD-Video-tauglichen Download-Datenraten mit mindestens 20 Mbit/s und bei den Gaming-kompatiblen Laufzeiten, die unter 50 Millisekunden liegen mussten. In der Endabrechnung konnte Otelo mit einem sehr guten Gesamtergebnis den Anschluss an die Spitzengruppe halten.

Tchibo Mobil Bereits seit 2004 im Mobilfunk unterwegs

im Telefónica-Netz 907 Punkte SEHR GUT www.pc-magazin.de

Mit Kaffee bekannt geworden, heute ein Handelsunternehmen mit 12.000 Mitarbeitenden und inzwischen ein Mobilfunk-Provider mit Tradition: Seit 18 Jahren kooperieren die Hamburger mit dem Netzbetreiber O2/Telefónica. Auch Tchibo bringt Licht ins Tarifdickicht. Die Prepaid-Angebote richten sich eher an Wenigbis Normalnutzer. Eine komfortable Sprachund SMS-Flatrate zählt in allen Smart-Varianten zu den Inklusiv-Leistungen. So bleiben wie bei Aldi, Lidl und Co. die Höhe des LTE-Volumens und der abgebuchten Guthaben als Auswahlkriterien. Der Abrechnungszeitraum beträgt 28 Tage. Und auch die Tempolimits (Download: 25 Mbit/s; Upload: 10 Mbit/s) unterscheiden sich nicht die Bohne von den üblichen Werten im Prepaid-Segment. Im Trend liegen die Vorteilspakete der Hamburger. Wer zwölf Monatsdatenkontingente (zum Beispiel 12 x 6 GB) im Voraus bezahlt, kann kräftig sparen.

Bei der Analyse der bereitgestellten Mobilfunkleistungen ermittelte unser Testpartner umlaut in der UHD-Videoklasse hier den dritthöchsten Nutzeranteil, der 20 Mbit/s oder mehr erhalten hat. Die Leistungen in den Kategorien Sprache und Laufzeiten lagen über dem Durchschnitt, die Breitbandversorgung war in Ordnung. Insgesamt erreichte Tchibo mit der Note sehr gut und geringem Abstand zur Spitzengruppe eine solide Mittelfeldplatzierung.

Breitbandversorgung der Netzbetreiber

Für die Beurteilung der Mobilfunkleistungen spielen auch netzbetreiberspezifische Aspekte wie ein hoher Anteil an 4G/5G-Verbindungen in der Fläche eine wichtige Rolle.

TELEKOM Die grünen Sektoren zeigen, dass die Nutzer in vielen Regionen hohe Anteile an 4G/5G-Verbindungen erhalten haben. Rote Punkte zeigen LTE-Engpässe an. Letztere treten hier am seltensten auf. Insgesamt bietet die Telekom ihren MVNO-Partnern in diesem Kriterium die beste Versorgungsqualität.

VODAFONE Der Vergleich der Netzkarten veranschaulicht die regionalen Unterschiede in der Breitbandversorgung zwischen den drei MNOs. In der Summe überzeugt auch Vodafone im Crowd-Test mit viel Grün, wenig Rot und einer insgesamt ebenfalls sehr hohen 4G/5G-Durchdringung.

TELEFÓNICA Punktuell erhalten die Nutzer noch etwas häufiger nur geringe 4G/5G-Kapazitäten. Ansonsten bestätigt der hohe Grünanteil, dass Telefónica heute seinen O2-Kunden und MVNO-Partnern eine ebenfalls sehr gut ausgebaute, absolut wettbewerbsfähige LTE-Infrastruktur bereitstellt.

FAZIT

Besser geht‘s fast nicht: Alle untersuchten Mobilfunkanbieter verdienen sich – bis auf eine Ausnahme – die Gesamtnote sehr gut. Offensichtlich kommt die Erhöhung der LTE-Kapazitäten infolge der 3G-Abschaltung auch bei den MVNOs an. Am Ende kann es aber nur einen geben: Gewinner ist Aldi Talk mit Telefónica als Netzpartner. Congstar und die Telekom-Angebote von Mobilcom-Debitel (künftig Freenet) folgen gleichauf. Klarmobil (im Telekom- und Vodafone-Netz), Netzclub und Otelo können sich im engen Mittelfeld ebenfalls etwas nach oben absetzen.