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BERCHTESGADENER UND SALZBURGER LAND: Straßen mit Aussicht


Alpentourer - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 27.12.2019

Grenzübergreifend sind Berchtesgadener Land und das Salzburger Land gesegnet mit einer traumhaft schönen, weitgehend intakten und vielfältigen Naturlandschaft. Zwischen Watzmann und Großglockner finden auch Motorradfahrer ihr Glück.


Artikelbild für den Artikel "BERCHTESGADENER UND SALZBURGER LAND: Straßen mit Aussicht" aus der Ausgabe 1/2020 von Alpentourer. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Alpentourer, Ausgabe 1/2020

Entlang der grandiosen Großglockner Hochalpenstraße finden sich zahlreiche Attraktionen, etwa der als „Hexenzahn“ bekannte, markante Fels.


Am Rossfeld sind 0RWRUUDGIDKUHU KHU]- lich willkommen


Im Edelweiss Berchtesgaden lockt der Pool mit Gipfel- Panorama


Kein anderes Bundesland Österreichs verfügt über eine so hohe Almdichte wie das Salzburger Land. 1800 sind es insgesamt. ...

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... Aber was interessieren uns heute die Almen, wir sind ja schließlich zum Motorradfahren hier und nicht zum Wandern. Einen kleinen Spaziergang zu Beginn unserer Tour gönnen wir uns dann aber doch und erkunden die Nationalparkwelten in Mittersill, dem Ausgangspunkt für unser grenzüberschreitendes Wochenende.

Das modernste Nationalparkzentrum der Alpen begeistert uns mit 3-D-Landschaften, atemberaubenden 360-Grad-Panoramen und einer geballten Ladung Wissen und Unterhaltung. Wer tief in den Nationalpark eintauchen will, sollte hier vorbeischauen, bevor es dann wirklich in den Nationalpark Hohe Tauern geht.

Unser heutiges Ziel ist Berchtesgaden. Über Zell am See und Saalfelden erreichen wir Lofer. Fahrspaß kommt hier noch nicht so richtig auf. Erst der Steinpass und die Strecke vorbei an Ramsau nach Berchtesgaden zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht. Aussichtsreiche Berggipfel, glasklare Seen und wildromantische Natur – für das alles steht die Region um Berchtesgaden.

Deutschlands Alpen-Nationalpark

Der Nationalpark Berchtesgaden ist übrigens der einzige Alpen-Nationalpark Deutschlands. Mit seinen weltbekannten Attraktionen wie Watzmann, Kehlsteinhaus und dem Königssee lockt er jedes Jahr Hunderttausende Besucher in die Region. Auch wir wollen uns diese Hotspots anschauen, aber das hat noch Zeit bis morgen.

Bevor wir in unser Hotel fahren, gönnen wir uns noch eine Spritztour über die höchstgelegene Panoramastraße Deutschlands – die Rossfeld Panoramastraße, nach eigener Einschätzung eine „Hochgebirgs- straße mit Charme“. Kurzer Halt am Mautautomat, für das Ticket sind fünf Euro fällig, und los geht es. Die kurvige Strecke führt uns direkt in die alpine Bergwelt des Berchtesgadener Landes.

Auf der Scheitelstrecke des Passes am Hennenköpf l eröffnet sich uns ein herrlicher Rundblick über das gewaltige Bergmassiv des Hohen Göll, den Kehlstein, das Tennen- und Dachsteingebirge, den Untersberg sowie über das Berchtesgadener und Salzburger Land. Der 700 Meter lange Panoramarundweg an der Scheitelstrecke lohnt einen kleinen Fußmarsch. Landschaft satt! Es ist ruhig hier oben, nicht viel los um diese Zeit. Die Stille wird nur durch ein paar einzelne Motorradfahrer unterbrochen, die noch eine abendliche Runde auf ihrer Hausstrecke absolvieren. Es sei ihnen gegönnt. Es wird bereits dunkel, als wir unsere Unterkunft erreichen.

Im Herzen von Berchtesgaden, mitten in der pulsierenden Fußgängerzone, liegt das familiär geführte Hotel Edelweiss Berchtesgaden, ein Freizeithotel mit Stadtcharakter. Ein kleines Stück Lebensgefühl, das mit viel Herzblut und Leidenschaft geführt wird. Die Highlights sind das Panorama-Restaurant und der 2 000 Quadratmeter große Wellnessbereich im obersten Stock – mit Blick über die Dächer von Berchtesgaden direkt auf den Watzmann. Herz, was willst du mehr?

Am nächsten Morgen geht es nach ein paar Zügen im Panoramabad und einem ausgedehnten leckeren Frühstück los, die Höhepunkte der Region warten auf uns. Tief eingebettet zwischen steil aufragenden Felswänden liegt der fjordartige Königssee mit seinem kristallklaren Wasser mitten im Alpen- Nationalpark Berchtesgaden. Die Fahrt mit einem der Elektroschiffe über den smaragdgrünen See zur weltberühmten Wallfahrtskirche in St. Bartholomä gehört zu den unverzichtbaren Bayern-Klassikern. Die Bergkulisse mit der über 2 000 Meter aufragenden Watzmann-Ostwand, der höchsten Wand in den Ostalpen, ist überwältigend.

Groß und mächtig, schicksalsträchtig

Mit 2 713 Metern ist der Watzmann der zweithöchste Berg Deutschlands. Die Sage erzählt vom König Watze, einem grausamen Herrscher, von seinem ebenso bösen Weib und seinen sieben Kindern, deren Körper versteinert zu Bergen wuchsen. Geologisch ist das natürlich Unfug. Aber eine gute Erklärung für die Entstehung dieser Felsenpracht, die man sonst kaum versteht.

Das Kehlsteinhaus ist ein geschichtsträchtiger Ort aus einer dunklen Zeit Deutschlands.


Mit dem Kehlsteinhaus wartet bereits der nächste Hotspot auf uns. Immerhin zählt es zu den Top- Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Es lohnt sich fast nicht, die Motorradklamotten und den Helm wieder anzuziehen wegen der paar Meter vom Königssee bis zum Obersalzberg. Dort auf dem Parkplatz beginnt die Strecke hinauf zum Kehlsteinhaus. Eine eindrucksvolle Hochgebirgsstraße. Auf sechseinhalb Kilometer Länge überwindet sie einen Höhenunterschied von 700 Metern und führt dabei durch mehre- re abenteuerliche Tunnel. Einen kleinen Schönheitsfehler hat sie aber doch, sie ist leider gesperrt und den Spezialbussen vorbehalten, die jeden Tag Tausende von Touristen zum „Eagles Nest“ hinaufbringen. Da hätte so mancher Motorradfahrer Schweißperlen auf der Stirn – und die fahren hier mit den Bussen hinauf, als hätten sie nie was anderes gemacht!

Schöner geht‘s kaum als am Dientner Sattel vor der Kulisse des Hochkönigs.


Im Whirlpool des Edelweiss-Resorts Salburg finden Mottoradfahrer Entspannung


Mit dem Schrägaufzug geht es hinein in die Burg Hohenwerfen


Foto: Kuno Wohlgenannt, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA-2.0-DE

Es ist ein komisches Gefühl, als wir mit dem Kehlsteinlift die letzten 124 Höhenmeter überwinden. Ein geschichtsträchtiger Ort aus einer dunklen Zeit Deutschlands. Trotzdem ist es gigantisch, hier oben zu stehen und die prachtvolle Bergwelt zu genießen, den Blick auf den weit unten liegenden Königssee eingeschlossen. Den müssen wir uns aber mit vielen anderen Touristen teilen, sodass wir froh sind, nach der noch abenteuerlicheren Retourfahrt mit dem Bus wieder nur zu zweit auf dem Motorrad zu sitzen.

Über der Salzach thront die imposante Burg Hohenwerfen

In Hallein kehren wir zurück ins Salzburger Land. Entlang der Salzach Richtung Süden eröffnet sich uns der Blick auf die imposante Burg Hohenwerfen. Schon mehrfach bin ich hier vorbeigefahren, hatte aber nie die Zeit und auch nicht die Muße, mir die Wehrburg aus dem 11. Jahrhundert anzuschauen. Helme und Klamotten in einem der kostenlosen Schließfächer verstaut, bringt uns der Schrägaufzug hinauf zur Burg. Das ginge natürlich auch zu Fuß, aber so viel Zeit haben wir dann doch wieder nicht.

Sehr unterhaltsam ist die Burgführung mit Besichtigung der Folterkammer und dem Verlies. Die gruseligen Geschichten, die das nette Burgfräulein dazu erzählt, lassen uns einen leichten Schauer über den Rücken laufen. Ein weiteres Highlight ist die Greif- vogelschau des historischen Landesfalkenhofes. Atemberaubende Flugvorführungen mit echt großen Vögeln, die teils hautnah an uns vorbeischießen – beeindruckend! Natürlich darf auch ein Besuch der Burgschenke nicht fehlen. Der Eintrittspreis von 12,50 Euro ist zum Glück in unserer Salzburger Land Card enthalten.

Von Bischofshofen aus wäre es nur noch ein Katzensprung bis nach Großarl zu unserer heutigen Unterkunft. Doch dann würden wir eine der schönsten Strecken im Salzburger Land links – in diesem Fall rechts – liegen lassen. 40 Kilometer herrliche Kurven zwischen hier und Saalfelden wollen befahren werden. Vorbei am Hochkönig, der sich von seiner schönsten Seite zeigt, genießen wir jeden einzelnen Kilometer.

Die Strecke über den Dientner- und den Filzensattel ist wirklich ein Genuss. Und weil es so schön war, entscheiden wir uns spontan, die Strecke gleich noch mal in entgegengesetzter Richtung zu fahren. Also zumindest bis nach Dienten, wo wir anschließend dem Lauf des Dientenbachs folgen und nach insgesamt 70 Kilometern kurvigem Geläuf wieder ins Salzachtal gelangen. Der Hammer, diese kurvige Straße durch die teilweise schluchtartige Landschaft. Die Reifenf lanken werden hier ordentlich gefordert.

Die meist einspurige Verbindungsstraße über Heuberg/Embach bringt uns ins Raurisertal. Die am Ende mautpf lichtige Straße Kolm Saigurn endet in einem der schönsten Talschlüsse im Nationalpark Hohe Tauern. Dies eröffnet sich einem allerdings erst nach einer kleinen Wanderung durch die Fichtenwälder am Ende der Straße, dann aber in seiner ganzen Pracht. Das Tal mit dem Motorrad zu befahren, ist jetzt nicht so der Hit. Da gibt es im Salzburger Land sicher schönere Strecken, zum Beispiel die über den Großglockner. Aber das ist unser Highlight für den morgigen Tag, da soll auch das Wetter besser werden.

Am späten Nachmittag, bei eher suboptimalem Wetter, erreichen wir das Großarltal. Nirgends sonst findet man mehr Almen als hier. Eine Tour mit dem Motorrad in das Tal lohnt nicht nur wegen der gut ausgebauten und f lüssig zu fahrenden Straße, sondern auch wegen des neu entstandenen Hotels ‚„Das Edelweiss – Salzburg Mountain Resort“ in Großarl. Man gönnt sich ja sonst eher wenig, und ich bin in weiblicher Begleitung, da darf es ruhig mal etwas Besseres sein.

Der Naßfeldspeicher ist einer der Ruhepole entlang der Großglocknerstraße.


Schon beim Betreten spüren wir die sehr angenehme Behaglichkeit. Der Begrüßungssekt in den gemütlichen Sesseln der neuen Alpin-Lounge lässt uns erstmal ankommen, bevor wir unser Zimmer beziehen. Es ist sicher eine der schönsten und komfortabelsten Adressen weit und breit – auch wenn man sich einen Aufenthalt hier wohl nicht alle Tage gönnt. Das Mountain Spa erstreckt sich mit seinen 7 000 Quadratmetern über drei Etagen mit unterschiedlichen Bereichen, Pools, Saunen und unglaublich schönen Ruheräumen zum Entspannen. Also genau das Richtige für uns, wir genießen es.

Das Wolkenspiel vor den höchsten Gipfeln des Tauerngebirges lässt sich am Rand der Großglocknerstraße beobachten.


Für den nächsten Nachmittag reservieren wir uns gleich noch eine Probefahrt mit der neuen SKlasse von Mercedes. Ein neuer S 350 und ein SLK 230, die es beide noch nicht zu kaufen gibt, stehen den Gästen des Hotels kostenlos zur Verfügung. Doch wir konnten die Fahrt leider nicht antreten, da wir viel zu spät zum Hotel zurückkehrten.

Das Frühstücksbuffet mit Backwaren aus eigener Herstellung, einem Saftladen mit frischem Obst und Gemüse, Smoothies, Prosecco – für die Sozia – und der Show-Küche mit allerlei Leckereien an Eierspeisen ist eine Wucht. Etwas später als geplant, dafür aber wohlgenährt, rollen wir los in Richtung Bruck. Das Wetter sieht gut aus. Noch ist es etwas frisch, und letzte Nebelfelder wabern durch das Tal. Doch das ändert sich schon bald.

Traumstraße der Alpen

In Bruck an der Brücke über die Salzach markiert der „Kilometer Null-Stein“ den Beginn der Großglockner Hochalpenstraße. Auf 48 Kilometern führt uns die wohl berühmteste Bergstrecke mitten ins Herz des Nationalparks Hohe Tauern, zum höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner (3 798 Meter), und seinem Gletscher, der Pasterze. Die Großglockner Hochalpenstraße gilt als die schönste Panoramastraße Europas und ist ohne Zweifel der „Höhepunkt“ des Nationalparks. Sie führt einmal quer über den Alpenhauptkamm bis auf über 2 571 Meter Seehöhe. Auf ihr gelangt man vom Salzburger Land im Norden nach Kärnten in den Süden.

Der Rückgang der Pasterze ist von der Beobachtungswarte aus eindrucksvoll erkennbar. Der Kaiser hat den Gletscher noch mächtiger erlebt.


Über das Fuscher Törl und das Hochtor, der eigentlichen Passhöhe der Hochalpenstraße, erreichen wir den Kreisverkehr an der Abzweigung nach Heiligenblut. Wir fahren weiter Richtung Franz-Josefs- Höhe und genießen bei grandioser Aussicht einen leckeren Cappuccino auf der Terrasse des Gasthauses Schöneck. Vorbei am imposanten Nassfeldspeicher erreichen wir die Franz-Josefs-Höhe. Die Ausblicke auf diesem Abschnitt der Straße sind sensationell.

Der Großglockner präsentiert sich uns vor einem strahlend blauem Himmel. Ein kleiner Spaziergang hinauf zur Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte belohnt uns mit dem wohl schönsten Blick auf Österreichs höchsten Gipfel und die Pasterze, die Aussicht ist gigantisch. Leider ist auch hier oben der Rückgang des Gletschers mit bloßem Auge erkennbar.

Hier tummeln sich einige neugierige und hungrige Murmeltiere

Zum Entzücken von Begleiterin Vera und den anderen Besuchern tummeln sich hier einige neugierige und hungrige Murmeltiere, die einem sogar aus der Hand fressen. Vorausgesetzt natürlich, man hat das Passende für die Nager dabei. Äpfel oder Pf laumen fressen sie recht gerne.

Noch näher an die Pasterze gelangt man nur noch zu Fuß auf dem Gamsgrubenweg, der am Besucherzentrum mit mehreren Tunneln seinen Ausgangspunkt findet. Oder aber mit der kleinen roten Bahn, die einen direkt an den Fuß des Gletschers bringt. Uns reicht jedoch das grandiose Panorama von hier oben. Wir genießen das Foto-Shooting mit den nied- lichen Nagern und machen uns dann auch wieder auf den Weg.

Originales Kopfsteinpflaster

Auf der 1,6 Kilometer langen Stichstraße zur Edelweißspitze ist noch das originale Kopfsteinpf laster erhalten, das einst die gesamte Strecke bedeckte. Man sollte sein Motorrad in engen steilen Kehren einigermaßen beherrschen, um bis zum höchsten Punkt der Hochalpenstraße zu gelangen. Dafür wird man oben mit einer grandiosen Rundumsicht auf mehr als 30 Dreitausender belohnt.

So langsam ziehen allerdings Wolken auf und es wird zunehmend kühler und ungemütlicher. Es ist auch schon spät geworden und wir haben noch ein ganzes Stück zu fahren, bis wir wieder im Hotel sind. Die Großglockner Hochalpenstraße zieht einen in ihren Bann, man vergisst die Zeit. Bei der Hexenküche schafft es die Sonne ein letztes mal durch die Wolken, bevor sie hinter den Bergspitzen verschwindet. Eine sehr entspannte Stimmung macht sich breit. Der Hexenzahn, der neben der Straße bedrohlich aufragt, wird in gleißendes Abendlicht getaucht und wirkt fast ein wenig mystisch. Ein gebührender Abschluss eines traumhaften Tages auf der Großglockner Hochalpenstraße, die manch einer wie ein Monument empfindet!

An einem sonnigen Tag unbezahlbar

Manch anderer findet die 26 Euro Maut für die Motorrad- Tageskarte allerdings zu teuer und sucht sich andere Wege über die Alpen. Aber an einem schönen sonnigen Tag wie diesem die Großglockner Hochalpenstraße mit ihrer Flora und Fauna, den vielfältigen Angeboten, Möglichkeiten und Aktivitäten genießen zu dürfen … Unbezahlbar!

Und so beenden wir den Tag und unsere Tour durch das Salzburger Land mit einem leckeren Abendessen und einem Bierchen an der Hotelbar mit Peter, dem Senior-Chef des Edelweiss. Wer mal was Besonderes für sich und seine Sozia sucht, findet hier eine wirklich erstklassige Adresse – und eine gute Basis für eine gelungene Motorradtour mit Verwöhn- Charakter.

INFORMATION

Ausführliche Informationen bekommt man bei den Fremdenverkehrsämtern. Auf deutscher Seite ist es Berchtesgadener Land Tourismus (berchtesgaden.de), jenseits der Grenze Salzburger Land Tourismus (salzburgerland.com).

CHARAKTERISTIK

Die beschriebene Tour stellt keine besonderen Anforderungen an Fahrer und Maschine und ist problemlos zu bewältigen. Einzig die Fahrt zur Edelweißspitze auf dem Großglockner setzt ein gewisses Fahrkönnen und Beherrschung des Motorrades in engen Kehren voraus. Die Strecke lässt sich gemütlich in drei Tagen fahren, mit Zeit für Sehenswürdigkeiten und Genusspausen.

ATTRAKTIONEN

Das Nationalparkzentrum Mittersill ist das modernste Nationalparkzentrum der Alpen. nationalparkzentrum.at Das Kehlsteinhaus (Eagle’s Nest) ist Berggaststätte und historischer Aussichtspunkt auf den Königssee und die umliegende Bergwelt. kehlsteinhaus.de

Der weltberühmte Königssee liegt inmitten der Berchtesgadener Berge mit dem Watzmann im Hintergrund. koenigssee.de

Burg Hohenwerfen zählt zu den schönsten Burgen Österreichs. salzburg-burgen.at Die Großglockner Hochalpenstraße gilt als das Ausflugsziel in Österreich, 48 Kilometer mit „Wow“-Effekt. Die schönste und bekannteste Panoramastraße Europas führt auf 36 Kehren bis in Höhen über 2.500 Meter und bietet ungeahnte Ausblicke. grossglockner.at

ESSEN UND TRINKEN

Der Gasthof Fuscherlacke liegt direkt an der Großglockner Hochalpenstraße inmitten des Nationalparks Hohe Tauern. Restaurant mit Sonnenterrasse mit heimischen wie internationalen Schmankerln und Köstlichkeiten. fuscherlacke.at

UNTERKUNFT

Das Edelweiss Berchtesgaden ist ein Freizeithotel mit Stadtcharakter. Highlights sind das Panorama-Restaurant und der 2 000 m² große Wellnessbereich. edelweiss-berchtesgaden.com

Das Edelweiss Salzburg Mountain Resort befindet sich in Großarl. Auch hier können das Restaurant mit seiner traditionellen Hausmannskost, kreativen Gerichten aus aller Welt oder veganen Köstlichkeiten sowie der üppige Wellnessbereich überzeugen. edelweiss-grossarl.com