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Bereit für Alpensteelheads


Petri-Heil - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 28.01.2019

Wie es um den Alpenrhein steht, konnte man auf den vorangehenden Seiten erfahren. Trotzdem – oder gerade deswegen – wird hier nach wie vor gefischt. Für Unentwegte, die sich der Herausforderung der Alpenrhein-Fischerei trotzdem stellen wollen, hat «Petri-Heil»-Mitarbeiter Ronny Camenisch ein paar Tipps bereit.


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Bildquelle: Petri-Heil, Ausgabe 2/2019

Die Heimat der Alpensteelheads ist der Alpenrhein. Lange Kiesbänke sind ein guter Ansatzpunkt auf der Suche nach den grossen Fischen.


Am 1. Februar startet die Fischerei am Alpenrhein in Graubünden und St. Gallen. Die Rheinfischerei im Februar ist spannend und es gibt kaum eine bessere Chance auf ...

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... eine grosse Forelle als zu dieser Zeit. Im Februar tummeln sich die Rheinlanken (Bodensee-Seeforellen) und Alpensteelheads (aufsteigende Regenbogenforellen) im Rhein. Diese Fischerei ist extrem hart und es braucht viel Ausdauer, um eine dieser schönen Forellen an den Haken zu bringen.

Taktik

Es gibt viele Möglichkeiten, den Forellen im Alpenrhein nachzustellen, doch nur an wenigen Stellen hat es auch wirklich gute Fische, die auf Nahrung warten. Man sollte nach Kiesbänken mit langsam fliessendem Wasser Ausschau halten, denn genau dort suchen grosse Forellen bevorzugt nach Futter. Am besten beginnt man am Auslauf eines solchen «Zuges» und fischt ihn konzentriert flussaufwärts. Die Forellen halten sich zu dieser Jahreszeit gerne im knietiefen Wasser auf und genau da sollte unser Köder präsentiert werden. Daher sollte man nicht zu weit draussen fischen, wo das Wasser schneller und tiefer ist.

Zwei bewährte Montagen

90 Prozent der Fische, die im Februar überlistet werden, beissen auf Naturköder wie Bienen- und Tebomaden, Würmer oder Crevetten. Am Alpenrhein haben sich zwei spezifische Naturköder-Techniken durchgesetzt. Zum ersten die Satzmontage: Hier werden 3 Naturköder an 3 Haken wie bei einer Hegene montiert. In die Schlaufe am Ende des Satzes wird ein Tirolerhölzl oder ein Bleidraht montiert. Diese Montage wird ca. 45 Grad flussaufwärts geworfen und der Silch wird direkt auf Spannung gebracht. So lässt man den Satz mit der Strömung flussabwärts treiben, wobei der Kontakt zum Satz stets gehalten wird. Wenn die Montage auf der Höhe des Fischers angekommen ist, wird sie eingeholt.
Die noch weiter verbreitete Methode ist das Fischen mit der Feststellzapfen-Montage. Hierbei vertrauen fast alle Rheinfischer dem Drennan-Glaszapfen. Hierbei wird der Zapfen direkt auf die Hauptschnur montiert. Darunter wird ein Wirbel angeknotet, in welchen ein Einzelhaken-Vorfach mit einer Schrot-Kettenbebleiung gehängt wird. Die meisten Fischer verwenden auch an der Feststell-Zapfenmontage die erwähnten Naturköder, um die Forellen zum Anbiss zu verleiten. Einige Fischer bringen oberhalb des Naturköders noch eine grelle pinke oder orange Nymphe an einem Springer an. Auch die Zapfenmontage wird ca. 45 Grad flussaufwärts geworfen und unter leichtem Zug bis unterhalb des Fischers geführt.

Gerät und Material

Die optimale Rute für die Forellenfischerei im Februar ist eine dreiteilige Float-Steckrute mit einer Länge zwischen 360 cm und 420 cm. Die Rute sollte über eine weiche Spitzenaktion verfügen, damit sie auch die wuchtigen Kopfschläge grosser Forellen abfedern kann. Ein entscheidender Vorteil von Float-Ruten sind die im Vergleich zur Matchrute grösseren Ringe, die nicht so schnell einfrieren. Bei den Rollen haben sich Stationärrollen in der Grösse 2500 bewährt. Diese haben genug Fassungsvermögen und auch eine ausreichend starke Bremse. Bei den Zapfenfischern beobachtet man auch je länger desto mehr den Einsatz von Laufrollen. Die Laufrolle hat den grossen Vorteil, dass die Zapfenmontage ohne lästiges Stocken schnurgerade läuft. Bei der Schnurwahl ist meiner Meinung nach Silch ganz klar gegenüber geflochtener Schnur zu bevorzugen, denn Silch hat vor allem zwei entscheidende Vorteile für die Fischerei im Alpenrhein: Zum einen verhindert die Dehnung von monofiler Schnur das Ausschlitzen und zum andern nimmt die geflochtene Schnur sehr viel Wasser auf und lässt die Ringe schneller einfrieren. Beim Silch kommt in der Regel ein Durchmesser von 0,22 mm bis 0,25 mm zum Einsatz, denn damit lassen sich mit etwas Geschick auch grössere Exemplare in den Feumer führen. Nun braucht es nur noch eine gehörige Portion Geduld und Ausdauer, und schon kann es losgehen mit der Suche nach der grossen Alpensteelhead.

Die Alpensteelheads sind in jeder Hinsicht spektakulärer als ihre Artgenossen aus stehenden Gewässern.