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Berühmte Personen: Wolfgang Herrndorf – der Maler, Illustrator und Autor starb viel zu früh


Friedhofskultur - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 01.04.2019

Der gebürtige Hamburger fand nach dem Studium in Nürnberg seinen Lebensmittelpunkt in Berlin und schuf in nur elf Jahren mehrere Romane und Internet-Beiträge, bis er sich 2013 wegen einer unheilbaren Hirn-Erkrankung im Alter von 48 Jahren das Leben nahm.


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Wolfgang Herrndorf


Foto: imago/Sven Simon

Der am 12. Juni 1965 in eine sehr kleinbürgerliche Familie in Hamburg hineingeborene Wolfgang Herrndorf studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Nach Studienabschluss zog er nach ...

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Der am 12. Juni 1965 in eine sehr kleinbürgerliche Familie in Hamburg hineingeborene Wolfgang Herrndorf studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Nach Studienabschluss zog er nach Berlin und arbeitete zunächst als Autor und Illustrator für verschiedene Verlage und Publikationen, darunter die SatirezeitschriftTitanic .

Nach der Milleniumswende wandte sich Herrndorf verstärkt der Schriftstellerei zu. 2002 erschien sein erstes Buch, „In Plüschgewittern“ (Zweitausendeins-Verlag), einem nach Herrndorfs Aussage „Adoleszenzroman“ mit einer für dieses Genre mit 30 Jahren doch schon recht alten Hauptfigur. Das Buch wurde aber von den Kritikern gelobt.

Es folgte 2007 „Diesseits des Van-Allen-Gürtels“ (Eichborn-Verlag) mit einer Sammlung von Kurzgeschichten, die jeweils inhaltlichen Bezug zueinander haben. Für dieses Buch wurde Herrndorf 2008 der Deutsche Erzählerpreis verliehen. Ein Jahr später erschien eine überarbeitete Neuauflage von „In Plüschgewittern“ als Taschenbuch.

2010 erzielte Herrndorf mit „Tschick“, einem Jugendroman um drei etwa 14-Jährige, einen großen Erfolg. Obwohl dieser mehr als ein Jahr auf der Bestsellerliste des deutschen Buchhandels stand, reichte es bloß für eine Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik. Immerhin wurde „Tschick“ im gleichen Jahr 2011 mit dem Clemens-Brentano-Preis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. 2012 folgte „Sand“, eine Mischung aus Kriminal-, Gesellschafts- und Historienroman. Für dieses ebenfalls kommerziell erfolgreiche Werk erhielt Herrndorf schließlich den Buchpreis in der Kategorie Belletristik, den stellvertretend Robert Koall entgegennahm.

Abgesehen von seinen Büchern veröffentlichte Herrndorf regelmäßig Texte im Internet, etwa in dem Forum „Wir höflichen Paparazzi“ und in dem Weblog „Riesenmaschine“.

Zu dem Zeitpunkt wusste der Autor bereits seit zwei Jahren von seiner Erkrankung an einem bösartigen Hirntumor (Glioblastom). Nach der Diagnose begann er, sein Leben mit der Erkrankung in einem digitalen Tagebuch mit dem Titel „Arbeit und Struktur“ zu dokumentieren. Dieses Tagebuch veröffentlichte der Rowohlt-Verlag nach dem Tode Herrndorfs unter dem gleichen Titel als Buch, so wie es zu seinen Lebzeiten vereinbart worden war. Herrndorf selbst erschoss sich am 26. August 2013 in Berlin. Dort, auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, wurde er auch beerdigt.

Posthum erschien die Fortsetzung von „Tschick“ als unvollendeter Roman, diesmal aus der Perspektive des Mädchens Isa erzählt. Sein Titel: „Bilder einer großen Liebe“. Beides, der Titel und die Veröffentlichung des Textes, waren noch mit Herrndorf abgestimmt worden. 2015 wurde die Geschichte sogar als Theaterstück am Staatsschauspiel Dresden uraufgeführt und 2016 von Fatih Akin verfilmt. So wirkt Herrndorfs literarisches Schaffen weit über seinen Tod hinaus.

Grabstätte auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin.


Foto:imago/Jürgen Ritter