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BERUHIGT IN DEN URLAUB


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Clever reisen! - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 05.10.2021

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Bildquelle: Clever reisen!, Ausgabe 4/2021

Nach den vielen Einschränkungen im Reisesommer ist die Sehnsucht nach Urlaub groß. Um diesen in Corona-Zeiten sorgenfrei genießen zu können, ist eine gute Reisekranken-Versicherung unerlässlich. Denn über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) sind Arzt- und Behandlungskosten nur bis zur Höhe der deutschen Regelsätze abgesichert. Im Ausland sind Medikamente und Therapiemaßnamen aber häufig teurer als in Deutschland. Kosten von privaten Gesundheitsdienstleistern werden oftmals nicht erstattet. In Strandnähe haben in vielen Fällen nur Privatärzte ihre Praxen, deren Besuch nicht durch die EHIC abgedeckt ist.

Ohne eine private Reisekranken-Versicherung müssen diese Kosten von den Urlaubern selbst getragen werden. Dies gilt auch für mögliche Krankenrücktransporte nach Deutschland.

Ebenfalls wichtig zu beachten: Die Infra- und Kostenstruktur für Coronatests unterscheidet sich je nach Reiseland teilweise erheblich – Urlauber sollten sich daher unbedingt bereits vor Reiseantritt über die Gegebenheiten vor Ort informieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Spanien: Krankentransporte sind in Spanien nur dann kostenlos, wenn sie von einem öffentlichen Gesundheitsdienstleister durchgeführt werden. Die Kosten für Coronatests in Spanien sind eher hoch: 50 Euro werden bereits für einen Schnelltest fällig – für einen PCR-Test kommen schnell 100 Euro zusammen. Eine Besonderheit stellen die Balearen dar: Eine dort festgelegte Obergrenze deckelt Schnelltests auf 30 und PCR-Tests auf maximal 75 Euro.

Italien: Auch in Italien müssen die Urlauber bei der Behandlung durch einen Privatarzt in die eigene Tasche greifen, kostenlose Behandlungen erhalten sie nur bei Medizinern, die beim nationalen Gesundheitsdienst (Servizio Sanitario Nazionale, kurz SSN) eingetragen sind. Bei Notfällen ist der Notdienst in den staatlichen Krankenhäusern zuständig. Doch auch bei der gesetzlichen Versorgung fallen immer wieder Zuzahlungen an, die mit einer Reisekranken-Versicherung abgedeckt werden können. In Sachen Tests bietet das italienische Rote Kreuz an den Hauptbahnhöfen einiger Metropolen wie Rom, Mailand oder Neapel kostenlose Coronatests an– ansonsten liegen Schnelltests zwischen 20 und 50, PCR-Tests je nach Anbieter bei 50 bis 120 Euro.

Griechenland: Die unentgeltliche Versorgung der Patienten übernehmen in Griechenland die zugelassenen Kassenärzte, deren Praxen aber nicht immer in unmittelbarer Nähe der Urlaubszentren liegen. Auch die Behandlung in öffentlichen Krankenhäusern ist für gesetzlich Versicherte kostenfrei, doch häufig müssen Zuzahlungen geleistet werden. Zwar nicht kostenfrei, mitunter aber durchaus günstig sind Coronatests in Griechenland: Antigen-Tests – etwa an den größeren Flughäfen – sind bereits ab 15 Euro erhältlich, den PCR-Test gibt es ab 40 Euro.

Türkei: Die Gesundheitsversorgung in der Türkei weist erhebliche regionale Unterschiede auf. Auch der Standard in gesetzlichen und privaten Einrichtungen ist unterschiedlich. Die öffentliche medizinische Versorgung verfügt über einige Defizite, die Behandlungen in privaten Kliniken sind qualitativ besser. Außerdem sind die Gefahren sprachlicher Missverständnisse hier wesentlich geringer, da viele Fachkräfte auch Englisch sprechen. In der Türkei wird die Europäische Krankenversicherungskarte nicht akzeptiert und der Urlaubskrankenschein kann oft ein kompliziertes Verfahren nach sich ziehen. Dies können Urlauber mit einer Reisekranken-Versicherung vermeiden. Noch kostengünstiger als in Griechenland ist der Coronatest in der Türkei, den Urlauber hier in nahezu allen großen Hotels der besseren Sternekategorien machen können.15 Euro kostet ein Schnelltest, der PCR-Test das Doppelte.

Kroatien: In Kroatien ist die medizinische Grundversorgung, die weltweit als überdurchschnittlich eingeschätzt wird, mit der Europäischen Krankenversicherungskarte abgedeckt. Doch auch hier müssen Patienten bestimmte Anteile selbst tragen, da nicht alle Behandlungskosten von der gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckt sind. Dies gilt auch für Medikamente. An den über 350 Coronatest-Stationen kostet der Antigen-Schnelltest etwa 20 Euro, ein PCR-Test schlägt mit 65 Euro zu Buche.

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