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Beschlage und Licht auf der interzum: Viel Komfort auf kleinstem Raum


KÜCHENPLANER - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 26.06.2019

Individuelle Vielfalt im Design, reduzierte und unsichtbare Technik, Komfort auf kleinstem Raum, zusammenwachsende Wohnwelten, Nachhaltigkeit und Projektstudien zu Smart Living. Das waren die prägenden Beschläge- und Licht-Themen der interzum 2019 in Köln.


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Bildquelle: KÜCHENPLANER, Ausgabe 6/2019

Vor allem international ist die Urbanisierung eine Entwicklung, die das Wohnen vor grundlegend neue Herausforderungen stellen wird. Und bereits stellt. Denn immer mehr Menschen leben auf diesem Planeten und immer mehr von ihnen zieht es in die großen Ballungsgebiete. Dort wird Wohnraum knapp und teurer. Diese Entwicklung erfordert eine optimale ...

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... Ausnutzung vorhandener Flächen und Komponenten für mehr Raum pro Quadratmeter. Die interzum zeigte gleich mehrfach, wie das umgesetzt werden kann. Mit bereits erhältlichen Standardprodukten. Und immer öfter mit Unterstützung von Sprachassistenten und weiteren „Smart Living“-Komponenten. Zwar haben gerade diese „Smart Living“ Umsetzungen in weiten Teilen noch den Charakter von Konzeptstudien, doch in ein, spätestens zwei Jahren, so die Initiatoren unternehmensübergreifend, dürfte dem Serieneinsatz nichts mehr im Wege stehen. Auch die Messeveranstalter der Koeln messe beteiligten sich an der Präsentation realitätsnaher Zukunftsszenarien rund um die Urbanisierung und stellten die Sonderfläche „Tiny Spaces - Living in compact homes“ auf dem Messeboulevard zur Verfügung. Hier zeigten Hettich und Blum auf zwei Kleinstflächen inspirierende Ideen zum Thema „Tiny House“.

Alles drin auf 6 m2

Weitere Lösungen zum Wohnen der Zukunft steuerte Kesseböhmer mit der „urban smart kitchen“ bei. „Dabei geht es darum, mit intelligenter und smarter Beschlagtechnik Stauraum auf kleinen Grundrissen optimal auszunutzen und Übersicht und komfortablen Zugriff auf den Inhalt zu schaffen, optional auch per Sprachsteuerung“, sagt Kesseböhmer-Geschäftsführer Burkhard Schreiber. Und Holger Schmitz, Marketingleiter des Unternehmens, ergänzt: „Mit der ‚smart urban kitchen‘ zeigen wir, dass wir den Trend zur Digitalisierung mitgehen können und dass selbst auf kleinstem Raum niemand auf Komfort verzichten muss.“ Konkret umgesetzt wurde dieser Anspruch in einem Küchenszenario auf gerade mal 6 m2 Fläche. Darin verbaut waren 11 Produkte des Unternehmens, unter anderem der platzsparende „ Tandem Diagonal“ für 30 cm breite Schränke sowie der Prototyp eines Klapptischs mit integriertem Regal, der im Handumdrehen zusätzliche Arbeitsfläche bietet. Für den „smarten“ Anteil zeichnet die Amazon-Sprachsteuerung Alexa verantwortlich. Unter anderem werden beim Befehl „Frühstück“ automatisch Licht und Kaffeemaschine aktiviert und der Oberschrank mit dem Kaffeegeschirr geöffnet. Weitere programmierte Szenarien für „Abfall“ und „Abwasch“ gibt es auch. Und „Polizei“ – dann ist alles aus und gesperrt.

„Alexa, Fruhstuck“: in der „smart urban kitchen“ von Kessebohmer zieht auf Wunsch auch ein Sprachassistent ein. In diesem Fall offnet die programmierte Technik den Oberschrank und schaltet Licht und Kaffeemaschine ein.


Das fast unsichtbare Scharnier: Die Grass-Neuheit „ Kinvaro T-Slim“ macht sich schlank und erlaubt so elegante Mobeldesigns.


„Individuell kann so einfach sein“ steht auf der Wand hinter Hettich-Geschaftsfuhrer Dr. Andreas Hettich. Doch was im Ergebnis so spielerisch leicht wirkt, ist fur die Zulieferindustrie eine Herausforderung. Plattformkonzepte werden deshalb immer ausgefeilter, „um das Massenprodukt moglichst spat zu individualisieren“.


Überhaupt wurde auf der interzum viel mit Sprachassistenten experimentiert. Mit Alexa und darüber hinaus. So stellte Hailo eine sprachgesteuerte Version des „Libero 3.0“ vor, Wesco eine Alexa-Version für seine Abfalltrennsysteme, Rehau das „Future Apartment“, und bei Häfele dreht sich seit geraumer Zeit ohnehin viel um die Digitalisierung der Wohnwelten. Einer der Pioniere (schon seit 2014 mit dem ganzheitlich konzipierten Wohn- und Lebensprojekt KogniHome in Bielefeld) ist auch Hettich. Auf weitere sprachbasierte Steuerungen seiner Auszüge verzichtet das Unternehmen derzeit zwar bewusst, widmet sich dem Thema „Smart Living“ aber intensiv in einer Kooperation mit Rehau.

Auf Basis von „Servo-Drive“

Eine weitere Konzeptstudie kommt von Blum. „Servo-Drive smart“ lautet der programmatische Titel. Auch beim Blum-Konzept lassen sich Klappen, Auszüge, Geschirrspüler und Kühlschränke per Sprache bedienen. In anpassbaren Szenen wie beispielsweise „Einkäufe verstauen“ öffnen sich so komfortabel alle notwendigen Klappen und Auszüge. „In Verbindung mit Sprachassistenten verschiedener Anbieter entstehen zukünftig Möbelkonzepte, die dank moderner Technologien den Wohnkomfort steigern“, betont das Unternehmen. Denn: „Intelligente Geräte sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und Smart Home hält in immer mehr Haushalte Einzug. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem, den Menschen und die Dinge um ihn herum zu vernetzen – zum Beispiel durch das gesprochene Wort. Mit „Servo-Drive smart“ macht Blum den zukunftsweisenden Schritt, diese Konzepte auf Möbel zu übertragen.“ Dabei nutzt das Unternehmen eine Technik, die längst im Markt verankert ist: die elek- trische Öffnungsunterstützung „Servo-Drive“ für Klappen und Auszüge. In Verbindung mit dem Schließ system „Cabloxx“ lässt sich sogar eine sprachgesteuerte Kindersicherung schaffen. Den Müllauszug ohne Berührung zu öffnen ist ein weiteres nützliches Szenario.

Funktionaler Wohnkomfort auf kleinstem Raum. Den setzte die Sonderflache „Tiny Spaces“ in Szene mit Prasentationen von Hettich und Blum. Das kam bei den interzum-Be suchern an. Die Flachen waren meist dicht umlagert.


Vorne ist hinten und hinten vorn: den Dreh teller „ ComfortSpin“ bietet Hettich fur Kuhlgerate und Mobel an. Das Bauteil kann auch einfach nachtraglich montiert werden. Im Ersatzbedarf lauft der Vertrieb erstmals uber Amazon.


Das neue Schub kasten sys tem „AvanTech YOU“: damit lassen sich laut Hettich individuelle Losungen in unterschiedlichen Preislagen realisieren. Auch die Fuhrungsplattformen sind wahlbar: „ Quadro“ und „Actro“.


Mit „Servo-Drive smart“ will der Beschlägehersteller seinen Partnern aus der Möbelbranche nun ermöglichen, smarte Konzepte in der Küche und in anderen Wohnbereichen umzusetzen. Ein wahrer Publikumsmagnet am Messestand war auch die Verbindung der Konzeptstudie „Servo-Drive smart“ mit dem neuen Sockelauszug „Space Step“. Mit dem Sprachbefehl „ Alexa, mach mich größer“ fährt diese multifunktionale Sockellösung aus dem Korpus fährt. Der Möbelnutzer hat so eine Tritterhöhung und erreicht sicher und einfach auch hohe Stauraum-Ebenen. Zusätzlichen Stauraum bietet der „Space Step“ auch. Das ist in allen Wohnbereichen nützlich, in der Küche und darüber hinaus. Herkömmlich durch Muskelkraft bedienen lässt sich der „Space Step“ aber auch.

Individualisierung wird zum Standard

Wie ein roter Faden zog sich der Megatrend Individualisierung durch die Präsentationen der interzum. Der Wunsch der Konsumenten nach möglichst individuellen Lösungen verändert viel. Der Handel zum Beispiel ist aufgefordert, Produkte auf eine ganz neue Art zu präsentieren. „Erlebniseinkauf“ lautet das dazugehörige Stichwort. Auch die Möbelzulieferer stellt der Wunsch nach dem individuellen Möbel vor Herausforderungen. „Es ist ein gewisser Konflikt, einem Massenprodukt eine persönliche Note zu verleihen und gleichzeitig eine schlanke Wertschöpfungskette zu realisieren“, beschreibt Hettich-Chef Dr. Andreas Hettich die Situation. Die Herausforderung sei, die Individualisierung so spät wie möglich im Fertigungsprozess umzusetzen. Das fordert zum Beispiel bei Auszug sys temen eine zentrale technische Plattform als Basis für unterschiedlichste Gestaltungen. Mit dem neuen Schubkastensystem „AvanTech YOU“ will Hettich nun die Individualisierbarkeit auf ein neues Level heben. Das System ermöglicht ein schlankes, puristisches Design, das ohne sichtbare Schraubenköpfe oder Abdeckkappen auskommt. „Über Designprofile, DesignCapes oder AvanTech YOU Inlay lässt sich eine enorme Vielfalt an individuellen Akzenten auf der Zargen-Oberkante und -Außenseite setzen“, erläutert Dr. Andreas Hettich. Dies eröffne Küchen- und Möbelherstellern ein großes Potenzial, sich vom Wettbewerb abzuheben: „Durch ein eigenes Möbeldesign in unterschiedlichen Preissegmenten, durch gezieltes Eingehen auf Kundenwünsche und durch die hohe Wirtschaftlichkeit des Systems.“ Denn alle Bauteile innerhalb des Plattformkonzepts werden auf identischen Führungen eingesetzt. Grifflose Lösungen seien ebenfalls einfach zu realisieren.

Auch wenn auf dieser Auf nahme alle Varianten farblich einheitlich gestaltet sind: „Merivobox“, das neue Box-System von Blum fur die gehobene Mitte ist besonders montagefreundlich und einfach zu individualisieren.


Auch den Sockelauszug „Space Step“ zeigte Blum auf der interzum 2017 noch als Idee. Und die ist extrem gut angekommen. Das System erleichtert den Zugriff auf das Staugut im Oberschrank und bietet parallel weiteren Stauraum unter der Trittstufe.


Vor zwei Jahren zeigte Blum das „ Pocket System“ noch als Studie, jetzt ist es reif fur den Markt. Der Wunsch, nicht gebrauchte Kuchenareale hinter grosen Einschubturen zu verbergen, ist ein Thema, wenn Wohnraum knapp und multifunktional genutzt werden soll. Doch auch daruber hinaus, wenn z. B. ein besonders elegantes Ambiente geschaffen werden soll. Oder fur „Themenschranke“. Es gibt ein- und zweiflugelige Umsetzungen, fur Gestaltungen mit und ohne Griffe.


„Moving ideas – bewegende Ideen“. Unter diesem Motto lud das osterreichische Unternehmen Blum seine Kunden in eine Art Ideenwerkstatt ein, um gemeinsam neue Losungen zu finden oder bestehende Produkte individuell zu entwickeln. Hier wurde ein Office-Modul auf kleinstem Raum realisiert. Und das komplett mit Serienprodukten.


Eine Plattform, viele Losungen

Eine neue, besonders variable Box-Plattform präsentiert auch Blum. „Merivobox“ wird zukünftig die bewährte „Tandem-Box“ (bereits seit 1993 am Markt) und das High-End-System „Legra-Box“ ergänzen. Angesiedelt ist die neue Linie in der gehobenen Mitte. Sie bietet ein vielfältiges Auszug-Programm, auf der Basis eines einzigen Boxsystems. „Ob mit geschlossenen oder offenen Seiten, ob durchgehend metallisch oder mit Einschubelementen – alles ist möglich“, erläutert der Hersteller und lenkt die Aufmerksamkeit auf den konsequent umgesetzten Plattformgedanken. Bei „ Merivobox“ kommt nur eine Korpusschiene mit nur einer Anschraubposition für alle Anwendungen zum Einsatz. Das gilt auch für die Front mit nur einem Bohrbild für alle Anwendungen. Dabei sorge das Führungssystem durch seine besondere L-Form für hohe vertikale Stabilität und Belastbarkeit.

Die Plattformschnittstelle von „Merivobox“ ermöglicht unterschiedliche Aufbauten: mit Reling, mit Reling und Einschubelement, als „Boxcover“ mit Glas oder metallisch geschlossen mit „Boxcap“. Für einen hochwertigen geschlossenen Look gibt es auch eine Variante mit einer durchgehenden metallischen Zarge.

Auf der interzum 2019 wurde „Merivobox“ erstmals präsentiert. Nun baut Blum komplett neue Fertigungsanlagen für das neue Boxsystem auf.

Etwas minimalistischer und angelehnt an die Apple-Formensprache: das neue Grass-Logo am Empfangstresen auf der interzum.


Grass hat seinen kompletten Unter nehmens auf tritt modernisiert. Das wirkte sich auch auf den Messestand aus. Grun ist von nun an nicht mehr die allein domminierende Farbe wie dieses satte Rot dokumentiert.


Die Kunst des Weglassens

Während Möbel flexibler und multifunktionaler werden, steigt gleichzeitig der Anspruch an das Design der technischen Lösungen. „Ein Bewegungs-System muss das Gesamtdesign des Möbels aufwerten“, sagt zum Beispiel Albert Trebo, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb von Grass aus Österreich. Wie das umgesetzt werden kann, demonstrierte das österreichische Unternehmen auf der interzum natürlich auch: mit dem neuen Klappenscharnier „Kinvaro T-Slim“, das vom Stefan Ambrozus aus Köln gestaltet wurde. Laut Albert Trebo ist dem Industriedesigner damit ein „zeitlos schönes Designobjekt gelungen, dessen elegante, puristische Ästhetik das Wesen von Klappenschränken nachhaltig verändern wird.“ Das Highlight unter den Grass-Neuheiten auf der interzum setzt auf die Idee des unsichtbaren Beschlags. „Kinvaro T-Slim“ fügt sich unauffällig in das Möbelstück ein und eröff net so neue Möglichkeiten für die Gestaltung von Oberschränken in Küche, Bad oder Wohnbereichen. Dabei ist es den Ingenieuren von Grass gelungen, die komplexe Mechanik des Dreh-Beschlags auf eine Baugröße von 12 mm zu reduzieren und ihn eingefräst in der Seitenwand des Möbels „verschwinden“ zu lassen. Gängig sind 16 mm starke Platten. Damit lassen sich Oberschränke mit Klappengewichten von etwas unter sechs Kilo besonders ästhetisch gestalten. Zudem benötigt das elegante Klappen-System nur wenig Platz, sodass der vorhandene Stauraum optimal genutzt werden kann.

Als platzsparende Losung fur kleine Kuchen empfiehlt sich der neue „Tandem diagonal“ fur 30er-Schranke. Im Herbst wird er in diversen Ausstellungen der Kuchenmobelhersteller zu sehen sein. Bei Nolte Kuchen ist er schon im Programm.


Die optimale Nutzung vorhandenen Stauraums ist ein Kernanliegen von Kessebohmer. Das wurde auch auf der interzum kommuniziert. Und das auserordentlich praktisch. Der gesamte Inhalt des XL-Einkaufswagens passt in den hier ausgestellten „Tandem“.


Mit dem Leiterregal „YouK“ feierte Kessebohmer in Koln Premiere.


Nur zwei fingerbreit Platz benotigt der neue Klappenbeschlag „FREEspace“ von Kessebohmer. Das erweitert den Stauraum im Schrank und wirkt unauffallig elegant. Zum aktuellen Marktstart sind funf Typologien im Programm, im Herbst kommen zwei weitere dazu. Damit deckt Kessebohmer das klassische Frontenspektrum ab.


Noch eleganter: der Klappenbeschlag „FREEslim“ ist noch eine Studie. In einer zweiten Variante lasst sich die gesamte Technik in die 16 mm starke Mobelwand einfrasen.


Kessebohmer liftet filigran

Die Miniaturisierung der Beschlagtechnik hatten sich auch die Entwickler von Kesseböhmer vorgenommen. Konkret beim neuen Klappenbeschlag „FREEspace“, der sich in Größe, Design und Funktion von bisher marktüblichen Lösungen unterscheidet. Charakteristisch für den neuen Klappenbeschlag sind die Aspekte minimale Einbautiefe, schlanke Frontanbindung und unsichtbare Technik. So wurde die Feder in den Hebelarm integriert. Das wirkt nicht nur elegant, es schafft auch zusätzlichen Raum im Schrankinnern, weil kein Schwenkradius mehr Raum beansprucht. „FREEspace“ gibt es in den drei Standardfarben Schwarz, Weiß und Anthrazit. Sonderfarben lassen sich ebenso gestalten. Inklusive der bis zum Jahresende angekündigten Ergänzungen (15 Kilo bei 600 mm Fronthöhe) eignet sich der Beschlag für Fronten von 200 bis 650 mm Höhe und damit für „nahezu alle marktrelevanten Klappen“. In einer „Push-to-open“-Variante gibt es „FREEspace“ auch.

Mit der Konzeptstudie „FREEslim“ ging Kesse böhmer in der Kunst des Weglassens sogar noch einen Schritt weiter. Dieser Beschlag präsentiert sich ultradünn und erinnert von der Gestaltung und den Dimensionen an ein iPad. Die Technik lieg entweder auf der Seitenwand auf oder wird komplett in die Möbelplatte eingefräst.

Mobel und Beschlag sind eins

Eine ganz neue Produktkategorie wollte das Herforder Start-Up Ambigence auf der diesjährigen inter zum präsentieren. Das Prinzip: Möbelseite und Beschlag werden nicht länger als zwei getrennte Komponenten betrachtet, sondern zur Einheit. „Das Möbel wird von einschränkenden Beschlägen befreit, indem der Raum innerhalb einer Möbelplatte für die Integration von Funktionen genutzt wird“, erläutert Norbert Poppenborg, Director Marketing & Business Development. An Ambigence sind 29 verschiedene Unternehmen als Netzwerkpartner beteiligt, darunter auch Hettich.

Als Neuheit fur den Einsatz in der Kuche prasentierte Vauth-Sagel den Unterschrankauszug „VS SUB Flex“, der uber ein beidseitig getrenntes, hohenverstellbares Ablageelement in zwei versetzten Ebenen verfugt. Die Einbaubreiten bewegen sich zwischen 30 und 60 cm. Kombinieren lasst sich das System mit dem neuen Ordnungssystem „VS Elements Orgabox“.


Zusammen mit dem Unternehmen Rietberger Mobelwerke (RMW) stellte Vauth-Sagel im Herbst 2018 einen Beschlag fur Wohnmobel vor, der den Zugang zu den tief gelegenen Stauraumebenen erleichtert. Diese Losung wurde nun unter der Bezeichnung „VS SUB Comfort“ auf den Einsatz in der Kuche erweitert. Das untere Tablar fahrt automatisch mit dem Offnen der Mobeltur heraus.


Ein Systemrahmen fur zahlreiche individuelle Stauraumlosungen. Die Neuheit „VS Elements“ von Vauth-Sagel eignet sich fur Mobel in jedem Wohnbereich. Auf der inter zum nahm das Unternehmen die Botschaft „Wir offnen uns“ wortlich und setzte eine Kuche, ein Bad, ein Schlafzimmer mit Ankleide und einen Hauswirtschaftsraum in Szene.


Die unsichtbare Leuchte

Auch der Hersteller von Lichtsystemen Hera setzt maßgeblich auf die Verkleinerung von Leuchten, damit diese fast unsichtbar in Möbel integriert werden können. Als Erweiterung des umfangreichen Profil- und Zubehörsortiments für Linienleuchten hat das Unternehmen zum Beispiel das Einfräsprofil „I 24mm“ für LED Streifen um einen IR-Schalter erweitert. Dieser ist unauffällig in dem Einfräsprofil integriert. Der Vorteil: Neben der minimalen Aufbauhöhe von 0,6 Millimetern des Profils ermöglicht der neue IR-Schalter die senkrechte Montage im Schrankinneren zum berührungslosen Ein- und Ausschalten des Lichts im Schrank.

Minimal und elegant: Dieses Prinzip übertrug das Engeraner Unternehmen Elektra nun auf lineares Licht und präsentierte zur interzum drei neue Miniprofile, die sich kaum sichtbar im Möbel integrieren lassen. Ergänzt wird das Angebot von einer Vielzahl von schwarzen Profilen, die dem Trend der dunklen Möbel gerecht wird. Auch im ausgeschalteten Zustand sind die Profile im puristischen Design nahezu unsichtbar.

Fur Kuche daruber hinaus

Schon seit einiger Zeit löst sich die Trennung zwischen verschiedenen Wohnbereichen immer weiter auf. Die Übergänge werden fließend und das hat – wie geschildert – Auswirkungen auf Systeme, Beschläge und Licht. Viele Aussteller der interzum 2019 beschäftigen sich daher mit flexibel einsetzbaren Gestaltungselementen, die eine durchgängige Wohnarchitektur ermöglichen. So bietet zum Beispiel das neue System „Schüco Openstyle“ die Möglichkeit, Räume je nach Anforderung und Wohnsituation flexibel zu verbinden oder auch zu unterteilen.

Mit dem Messemotto „OpenUp“ proklamiert auch der Stauraumspezialist Vauth-Sagel eine neue Offenheit und präsentiert auf der Messe erstmals Lösungen für alle Bereiche des Wohnens. Mit dem neuen System „VS Elements“ will der Hersteller sogar die Raumnutzung neu definieren. Kernidee dieser für Vauth-Sagel „zentralen Messeneuheit“ ist ein Systemrahmen, der mit einer Vielzahl von Assistenzsystemen und Innenkomponenten kombiniert werden kann. Ausgestattet werden kann der Rahmen mit diversen Systemeinsätzen und Submodulen – wahlweise für liegende, hängende und stehende Aufbewahrung. Die Systemeinsätze und Submodule lassen sich wiederum beliebig in Tiefe und Breite konfigurieren, erweitern und auch zur separaten Verwendung entnehmen. Im Ergebnis entstehe maximale Flexibilität für Anwendungen in allen Wohnbereichen. Vauth-Sagel: „Die Möbelindustrie, Weiterverarbeiter oder auch Schreiner können sämtliche Komponenten mit einem einzigen Rahmen als Basis beliebig individualisieren.“

Besteckeinsatze aus Holz („Mill“) und Behalter fur den heimischen Krautergarten: Agoform bedient den Trend zur „ grunen Kuche“. Die Pflanz- und Krauterschalen konnen individuell fur Nischen, Arbeitsplattenausschnitten oder hangende Regalsysteme angepasst werden und bieten damit eine platzsparende, elegante und hochwertige Losung fur den Koch- oder Wohnbereich.


Nachhaltigkeit ist einer der aktuellen Themen im Mobelbau. Kessebohmer-Tochter Rockenhausen als Spezialist fur hochwertige Holz-Innenausstattungen erfullt diesen Wunsch von Haus aus. Zusatzlich wurde jetzt ein neues Material vorgestellt. Das Organisationssystem „ OrganiQline“ basiert auf schnell nachwachsenden Bastfasern von regionalen Lieferanten und einem auf Wasserbasis hergestellten, formaldehyd- und phenolfreien Bindemittel.


„Blum Inspirations“ heist die neue Online-Plattform des osterreichischen Beschlageherstellers. Damit will Blum seinen Kunden kreative Impulse fur neue Mobelideen liefern. In Videos, Bildstrecken und Berichten zeigt der osterreichische Beschlagespezialist konkrete Anwendungen seiner Beschlage. Clevere Stauraumlosungen stehen dabei im Fokus – fur die Kuche wie auch fur andere Wohnbereiche.


Mit dem Hochschrankauszug „Classic Motion Basic“, hier prasentiert von Gina Muller, rundet Schock Metall sein Angebot mit einer preiswerten Variante nach unten ab. Die Tragkraft betragt 80 Kilo.


Als weitere Neuheit für den Einsatz in der Küche präsentierte Vauth-Sagel den Unterschrankauszug „VS SUB Flex“, der über ein beidseitig getrenntes, höhenverstellbares Ablageelement in zwei versetzten Ebenen verfügt. Die Einbaubreiten bewegen sich zwischen 30 und 60 cm. Kombinieren lässt sich das System mit dem neuen Ordnungssystem „VS Elements Orgabox“. Die Schalen in je drei verschiedenen Höhen und Breiten können individuell in einer Ablagewanne angeordnet werden. Für breite Auszüge bietet der Hersteller seit der interzum den „VS SUB Basket“ in neuer 900er-Breite an.


Foto: Biermann

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