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Besondere Wandkalender


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fotoMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 110/2022 vom 11.10.2022

WANDKALENDER

Artikelbild für den Artikel "Besondere Wandkalender" aus der Ausgabe 110/2022 von fotoMAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: fotoMAGAZIN, Ausgabe 110/2022

Cewe

Cewe – mit Goldprägung

Bei Cewe gibt es Wandkalender mit Gold- oder Silberprägung nur in der Größe DIN A2. Wir haben Gold gewählt und mussten leider online im Browser gestalten – in der eigentlich sehr guten Cewe-Software (siehe dazu Pixum) ist die Prägung nicht bestellbar. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind online aber sehr begrenzt. Es stehen (im Querformat) nur vier Designs zur Verfügung, die dann (bis auf Farben) nicht mehr geändert werden können. Text und Bilder lassen sich aber frei setzen.

Das Druckraster ist nur in der Vergrößerung sichtbar, die Farben sind klasse. Und auch die Prägung wirkt sehr edel. Schwarzweiß-Fotos sind okay, aber Whitewall, Ifolor und Saal sind für Grauwerte besser. Jede Kalenderseite trägt ein kleines Cewe-Logo – kaum sichtbar, aber aus unserer Sicht mehr als überflüssig.

Fotobook – Inkjet-Panorama

Die größere Flexibilität hat man bei fotobook immer noch, ...

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... wenn man die Software für Windows oder macOS nutzt – die Webanwendung kann wenig. Was aber unseres Erachtens auch bei der Installations-Software fehlt, ist die Möglichkeit, die Kalendarien flexibel zu positionieren. Die Kalender von fotobook werden auf den Canon Dreamlabo-Inkjetmaschinen produziert. Der Vorteil: Die Qualität liegt nah am Echtfotopapier, aber ohne die dafür typische Wellung an der Wand. Unser Kalender hängt deutlich besser als die Echtfotokalender, aber nicht ganz so gut wie die kräftigeren Digitaldruckpapiere. Wir haben uns für die matte Version entschieden und sind mit der Bildqualität mehr als zufrieden: hervorragende Auflösung, alle Farben gut umgesetzt. Schwarzweiß ist nicht vollständig neutral, aber im Rahmen.

Die Abbildung auf S. 56 ist maßstabsgerecht, die Produktbilder S. 57ff sind es nicht.

Wandkalender mit eigenen Fotos sind ein schönes Geschenk zum Jahreswechsel. Die Anbieter erweitern ihr Angebot an Kalendern und wetteifern um die Gunst der Kunden mit besonderen Features, besonderen Formaten, Papieren oder Veredelungen. Besonders im Fokus stehen aktuell die extremen Hochformate: Lange Zeit hatte nur Orwo ein Hochformatpanorama im Programm (in diesem Test mit der Marke Pixelnet vertreten), jetzt gehen auch , Ifolor und Meinfoto mit einem Seitenverhältnis von 1:2 bis 1:3 an den Start. Solche Kalender sind ideal für schmale Wandabschnitte in Küchen, in Dielen oder an anderen Orten mit wenig Platz an der Wand. Aber Vorsicht: Extreme Hochformate benötigen auch besondere Fotos – oder eine Gestaltung mit mehreren Bildern übereinander. Was übrigens nur gut aussieht, wenn die übereinanderstehenden Fotos dasselbe Thema oder eine andere Klammer haben.

PAPIERE & DRUCKTECHNIK

Papier und Drucktechnologie stehen in einer direkten Verbindung zueinander. Im Echtfotoverfahren bietet PixelfotoExpress besondere Fuji-Papiere an. Wir haben das „Pearl“ mit Metallic-Effekt im Test. Saal Digital geht einen anderen Weg: Im Digitaldruck wird ein Kunstdruckpapier eingesetzt, das eine strukturierte Oberfläche besitzt. Beide Papiere eignen sich nicht für alle Motive gleichermaßen – können aber für thematisch fokussierte Kalender perfekt sein.

Bei der Drucktechnologie gab es lange Zeit nur Echtfoto und Digitaldruck, dann führte Foto Lamprechter unter der Marke Fotobook das Inkjet-Verfahren auch für Kalender ein. Mittlerweile produziert auch Whitewall mit Inkjet, allerdings mit anderen Maschinen als Fotobook. Genereller Vorteil bei Inkjet: Anders als beim Digitaldruck ist kein Druckraster sichtbar. Aber wie im Digitaldruck lässt sich kräftiges Papier bedrucken, das besser an der Wand liegt als Echtfotopapiere. Diese zeigen zwar (fast) immer eine perfekte Bildqualität, aber neigen mit ihren unterschiedlichen Schichten zu unschönen Wellungen, die besonders im Altbau mit leicht feuchten Wänden verstärkt werden.

Fotobuch.de – Hochformatpano

Neu im Programm bei ist das Hochformatpanorama, das deutlich extremer als bei Ifolor (s. u.), aber von der Fläche her kleiner als bei Pixelnet ausfällt. Die Software Designer 3 ist absolute Spitze im Testfeld und bietet große Flexibilität bei einfacher Bedienung. Ereignisse können inkl. eigener Fotos im Kalendarium erscheinen, es gibt transparente Kalendarien und deren Größe sowie Position wählen Sie einfach per Ziehen einer Vorlage mit der Maus. Die vordefinierten Seitenlayouts lassen sich seitenweise wechseln und auch individuell anpassen. Die gelungene Autolayout-Funktion sorgt für gut gestaltete Kalenderseiten, kann aber für individuelle Layouts seitenweise deaktiviert werden.

produzierte den Kalender auf aktuellen Digitaldruckmaschinen in sehr guter Qualität und liegt damit gemeinsam mit Cewe im Digitaldruck vorn. Das Druckraster ist mit bloßem Auge kaum sichtbar. Die Farben sind kräftig und ansprechend, Schwarzweiß ist neutral. An der Wand hängt der Kalender ohne Wellung.

Ifolor – besonderes Hochformat

Schon seit Jahren hat Ifolor das Querformatpanorama im Programm – jetzt ist die Bestellung auch im Hochformat möglich. Die Maße bleiben mit 35 mal 60 Zentimetern für ein Panorama moderat – so lassen sich Fotos einfacher platzieren als bei oder Pixelnet.

Die Ifolor-Software ist einfach zu bedienen. Das Kalendarium kennt Feier- tage und eigene Ereignisse, kann aber nicht seitenweise verändert werden. Auch seine Position kann nur für den ganzen Kalender über eine Vorlage geändert werden. Tipp: Setzt man ein Bild als Hintergrund, dann wird das Kalendarium transparent. Unbedingt ausprobieren.

Ifolor verwendet ein kräftiges, reinweißes Papier, das gut hängt und die Farben sehr gut wiedergibt. Schwarzweiß ist neutral. Das Druckraster ist etwas gröber als bei Cewe und – was aber an der Wand nicht auffällt.

Meinfoto – kleines Hochformat

Meinfoto ist eine Marke des Kölner Anbieters Picanova und hat seit kurzem ebenfalls ein Hochformatpanorama im Programm. Gestaltet wird mit der PrintBox-Software im Browser (wie bei PixelfotoExpress und Whitewall). Bei Meinfoto gibt es zusätzlich Formatvorlagen für die einzelnen Blätter. Diese sind aber nicht an das extreme Hochformat angepasst. Wir haben manuell gestaltet, was sehr gut funktioniert. Außerdem können Sie eigene Termine eintragen.

Der Kalender im Digitaldruck hat ein etwas gröberes Druckraster als Cewe und , aber das stört nicht. Naturfotos, Nacht- und Sportbilder kommen gut. Negativ fielen die Hauttöne der Porträts mit einem leichten Farbstich auf. An der Wand hängt der Kalender schön gerade.

GESTALTUNG

Bei der Gestaltung und Bestellung der Kalender setzen einige Anbieter auf eine installierbare Software, andere auf die Gestaltung im Browser – oder bieten beide Varianten an. In der Regel hat die Installations-Software mehr Optionen: Kalendarien können blattweise andere Positionen oder Farben haben, eigene Termine (Geburtstage) können mit eigenen Fotos eingebunden werden und mehr. Wir haben in der Tabelle auf Seite 62 die Möglichkeiten aufgeführt. Ob Sie das alles nutzen wollen, ist eine andere Frage. Denn grundsätzlich gibt es zwei gestalterische Ansätze: Die einheitliche Kalendariengestaltung, bei der jedes Blatt demselben Aufbau folgt oder die individuelle Gestaltung, bei der Sie das Kalendarium auch mal mit transparentem Hintergrund auf das Foto setzen, wenn das Bild die ruhige Fläche anbietet. Oder einfach nur die Position des Kalendariums von unten zur Seite wechseln. Der Vorteil des individuellen Kalenders: Sie können auf jedem Blatt das jeweilige Foto perfekt in Szene setzen und unterschiedliche Formate einfach nur durch Verschieben des Kalendariums einbinden. Der Vorteil der einheitlichen Kalendarien: Sie halten optisch den gesamten Wandkalender zusammen. Ob das wichtig ist, da man immer einen Monat lang nur ein Blatt sieht, muss jeder Fotograf selbst entscheiden.

PixelfotoExpress – Metallic

Das Fachlabor aus Dresden hat einige besondere Papiere im Angebot, alle als Echtfotopapier. Wir haben uns für das „Pearl“ von Fujifilm entschieden, das einen metallischen Glanz in den Lichtern ausstrahlt. Es eignet sich generell nicht für alle Motivarten: Architektur, Nachtfotos, Industrieanlagen, Autos kommen in der Regel sehr gut, auch High-key-Porträts können mit dem Metallic-Effekt gut wirken. Wildlife- und Landschaftsbilder (außer Schnee) sind nicht gut geeignet. Unser Kalender zeigt wie erwartet einige tolle Motive in hervorragender Bildqualität. Allerdings neigt das Exemplar wie alle Echtfoto-Kalender zu einer konvexen Krümmung an der Wand. Auch reflektiert der Kalender Lichtquellen stark. Transparente Schienen oder Klammern könnten helfen, da der Kalender eine stabile Rückwand hat. Die Software wirkt etwas veraltet, aber online im Browser steht die PrintBox-Anwendung zur Verfügung, die zwar keine individuelle Gestaltung des Kalendariums für einzelne Seiten erlaubt, aber flexibel ist und Farben und Schriften des Kalendariums individualisieren kann.

Pixelnet – großes Hochformat

Das Großlabor Orwo bietet den großen (30 mal 90 Zentimeter) Hochformatpanorama-Kalender schon seit Jahren an. Bestellt haben wir ihn über die Eigenmarke Pixelnet, es gibt ihn aber auch bei FotoQuelle und anderen, die Orwo beliefert; bei Aldi jedoch nicht mehr. Mit seiner Größe ist der Pixelnet-Kalender immer noch einzigartig und auf jeden Fall einen Blick wert. Bei der Gestaltung kommt die von Orwo zur Verfügung gestellte Software für Windows oder macOS zum Einsatz, die während des Testzeitraums ein Update erhielt. Die eigentlich leistungsfähige Software ist aber weiterhin von der Oberfläche her veraltet. Das Kalendarium lässt sich sehr detailliert anpassen, eigene Termine können Sie eintragen. Beim Druckraster hält Pixelnet nicht mit oder Cewe mit. Das fällt aber an der Wand aus einem oder mehr Metern Entfernung nicht so auf. Gestört hat eher die Aufhellung der Tiefen, weshalb bei einigen Bildern der Kontrast fehlt. Unbedingt bei bearbeiteten Fotos „Nicht laborseitig optimieren“ (über rechte Maustaste) aktivieren, um die Aufhellung zu unterbinden!

Pixum – mit Holzleiste

Pixum lässt bei Cewe produzieren und stellt seinen Kunden auch die Cewe-Software zur Verfügung. Diese erlaubt eine sehr individuelle Gestaltung der Kalender – alternativ auch eine schnelle, einheitliche Erstellung. Kalendarien können Fotos von Geburtstagskindern erhalten, sie lassen sich umfärben, umpositionieren und monatlich wechseln. Pixum liefert viele Kalender- und Seitenvorlagen mit. Im Testfeld hat nur eine Software auf diesem Niveau im Programm. Wir hatten den neuen Kalender mit Holzleiste bestellt. Das sieht – abhängig vom Motiv und von der Wand – schon gut aus. Die Leiste wird einfach über die Drahtbindung gesteckt. Die Druckqualität des Echtfotokalenders ist hervorragend, sowohl in Bezug auf die Auflösung als auch die Farben. Allerdings verhindert auch die Holzleiste nicht, dass sich das Fotopapier wellt – was bei „glänzend“ zu vielen Reflexionen führt. Wir würden alternativ einen Digitaldruckkalender mit Leiste empfehlen.

Saal – Kunstdruckpapier

Saal hat unter anderem ein besonderes Kunstdruckpapier für den Digitaldruck im Programm. Das Papier weist eine deutliche Struktur auf: Bilder wirken daher nicht so „knackig“ wie auf anderen Papieren. Allerdings gibt die Struktur den Fotos eine leichte 3D-Anmutung und sorgt zudem dafür, dass kaum Reflexionen auftreten. Besonders die Naturbilder wirken sehr schön im Kalender, aber auch einige Porträts. Schwarzweiß wurde sehr neutral wiedergegeben.

Die Saal-Software erlaubt leider keine wechselnden Positionen des Kalendariums im Kalender, kann aber sonst viel: Farben, Transparenz und Größe des Kalendariums lassen sich detailliert einstellen. Professionelle Layoutvorlagen machen das Gestalten einfach – Fotos und Texte platzieren Sie aber auch manuell und individuell.

Whitewall – Inkjet in groß

Whitewall liefert mit 65 mal 42 Zentimetern deutlich mehr als DIN A2 und damit den größten Kalender im Testfeld. Dazu in einem Inkjet-Verfahren, das ohne Druckraster auskommt. Das kräftige Papier ist reinweiß und hängt stabil an der Wand. Wir haben uns für die matte Variante entschieden und werden mit einem schön reflexionsfreien Kalender belohnt. Nur der Saal-Kalender ist noch unempfindlicher gegen Reflexe. Farben werden sehr schön wiedergegeben, Porträts sind natürlich. Die Schwarzweiß-Fotos sind neutral. Das matte Papier hat allerdings nicht ganz den Kontrast einer glänzenden Variante, die es allerdings in der XXL-Größe nicht gibt. Der Kalender wird bei Whitewall online layoutet. Wechselnde Kalendarien sind nicht möglich – Sie müssen sich vor der Gestaltung für eine Layoutvariante entscheiden. Kalendarien sind transparent angelegt, Fotos können unter ihnen platziert werden, ebenso andere Farben. Auch die Farben des Kalendariums können (kalenderweit) verändert werden. Layoutvorlagen für einzelne Seiten gibt es nicht, Fotos und Texte werden manuell platziert.

FAZIT

»Jeder der Kalender hat Stärken und Schwächen.«

Ein Sieger kann bei so unterschiedlichen Kalendern kaum gekürt werden: Alle haben ihre Daseinsberechtigung. Besonders gut gefallen und in Bezug auf die Fläche gar nicht teuer ist der große Whitewall-Kalender. Eine Prägung gibt es dagegen nur bei dem Cewe-Modell, Kunstdruck bei Saal. Bei den Hochformaten würden wir wegen der Größe zu Pixelnet greifen – und uns über die Software ärgern. Darf der Kalender kleiner sein, wäre die erste Wahl, die zweite wegen des 1:2-Formats Ifolor. Meinfoto ist kleiner – aber günstig. Die Holzleiste von Pixum macht sich gut – die gibt es allerdings auch im Digitaldruck, der glatter hängt. Ungewöhnlich ist das Metallic-Papier von PixelfotoExpress, das jedoch nicht mit jedem Motiv funktioniert. Ein Geheimtipp ist Fotobooks Inkjet-Kalender: gute Qualität in jeder Hinsicht.