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BESSER SPIELEN MIT TOMMY FLEETWOOD: ERSTE HILFE!


GOLF MAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 110/2019 vom 21.10.2019

Egal, ob Amateur oder Profi, die meisten Golfer haben einen bestimmen Schlag, der sie sicher über die Runde bringt. Einen, auf den sie sich immer verlassen können. Für mich ist das ein kleiner Draw, bei dem mein Ball rechts vom Ziel startet und dann wieder reinkurvt. Ohne meinen Draw wäre ich auf dem Platz verloren. Dennoch reicht es für eine Runde Golf nicht, sich nur auf sein stärkstes Pferd zu verlassen – speziell wenn Wind, Wetter und unterschiedliche Fahnenpositionen ins Spiel kommen. Dann benötigen Sie mehrereSchlagvariationen. Die vier, die jeder Golfer unbedingt in seinem Portfolio haben ...

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Bildquelle: GOLF MAGAZIN, Ausgabe 110/2019

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... , werde ich Ihnen auf den nächsten Seiten erläutern. Egoistisch wie ich bin, ist natürlich einer davon mein geliebter „Baby-Draw“. Der wird auch Ihnen Freude bereiten. Und wenn Sie dann noch die anderen drei Schläge drauf haben, treffen Sie in jedem Fall mehr Grüns und Fahnen. Los geht’s!

Blick nach oben – und hoch hinaus. Der 28-jährige Tommy Fleetwood zeigt Ihnen vier Schlagvarianten für einen besseren Score.


1

DER BABY-DRAW
BALL HINTEN & HÄNDE FALLEN LASSEN

► Der Draw ist für mich ein natürlicher Schlag, da ich von innen an den Ball komme und der Rest von ganz alleine klappt. Vielen Spielern geht das nicht so leicht von der Hand. Die meisten spielen nämlich einen Fade, der von links nach rechts fliegt. Und wer keinen Draw visualisieren kann, bekommt ihn auch nicht hin. Schon die Vorstellung vor dem inneren Auge kann unbewusst dazu beitragen, dass sich die Schwungrichtung anpasst. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht: In der Ansprechposition sollten Sie den Ball von weiter hinten als üblich spielen. Also tatsächlich niemals näher zum Ziel als vor der Mitte der Füße. Am Ende des Rückschwungs sollte es sich so anfühlen, als würden Sie Ihre Hände absenken, bevor sich der Schläger zum Ball bewegt (oben). In Kombination mit der Ballposition hilft das „Fallenlassen der Hände“ innerhalb der Ziellinie zu bleiben, um den Ball auf einer Bahn zu treffen, die nach außen verläuft. Ist die Schlagfläche in Relation zur Schwungbahn leicht geschlossen, wird der Ball so zum Ziel kurven, wie Sie es wünschen.


„WENN SIE – VOR DEM SCHLAG – DEN DRAW NOCH NICHT EINMAL VISUALISIEREN KÖNNEN, WIRD ES SCHWIERIG, IHN ZU SCHLAGEN“


2


„KOPF UND OBERKÖRPER BLEIBEN IM TREFFMOMENT UNTEN, DAMIT DER BALL MÖGLICHST GESTAUCHT WIRD“


DER 3/4-SCHWUNG
RÜCKSCHWUNG KÜRZEN & ENTSPANNEN

► Meine Eisen spiele ich meistens mit 90 Prozent Kraft, manchmal mit noch weniger. Damit opfere ich Distanz zugunsten von Kontrolle. Diesen 3/4-Schwung sollten Sie sich für Schläge ab 135 Meter und weniger merken. Wenn im Rückschwung Ihre Hände auf Höhe Ihrer rechten Schulter sind (links), kann die Abwärtsbewegung eingeleitet werden. Die sollte locker und nicht überhastet sein. Der richtige Rhythmus ist entscheidend, da das Timing hier anders als bei vollen Schwüngen ist. Mein Oberkörper bleibt unten, während der Schläger erst den Ball trifft und dann weiter Richtung Boden gleitet (unten). So wird der Ball im Treffen gestaucht und auch aus einem kürzeren Schwung werden ordentliche Längen generiert. Ich greife meine Schläger grundsätzlich kürzer. So habe ich mehr Kontrolle. Das ist auch für einen 3/4-Schwung ratsam. Nehmen Sie dann einfach einen Schläger mehr.

3


„SCHAUEN SIE IN DER ANSPRECHPOSITION NACH OBEN – UND IHR BALL WIRD HÖHER FLIEGEN“


DIE HOHE ANNÄHERUNG
BALLPOSITION VORNE & FLACH SCHWINGEN

► Mit den Eisen höhere Bälle zu schlagen, kann eine Herausforderung sein. Die meisten Spieler versuchen, einen steileren Abflugwinkel mit Hilfe des verstärkten Einsatzes der Handgelenke zu erzwingen. Das ist genau der falsche Weg. Spielen Sie, in der Ansprechposition, den Ball mehr vom vorderen Fuß. Übertreiben Sie es nicht, sonst besteht die Gefahr, den Ball dünn zu treffen. Der Schwung sollte sich anfühlen, als würde der Ball vom Fairway weggefegt werden. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, für eine hohe Ballkompression steil von oben auf den Ball schlagen zu müssen. Wenn Sie den Ball ansprechen, sollten Sie beim Blick Richtung Ziel möglichst weit nach oben schauen (links). Ihr Körper und Ihre Wirbelsäule werden sich automatisch anpassen, wie Sie auch an meinem Finish sehen können (oben).

4

DIE FLACHE ANNÄHERUNG
RUHIGE HANDGELENKE & DURCH DEN BALL

► Flache Annäherungsschläge, die wie eine Rakete starten und dann wie von Zauberhand am Loch stoppen, gehören zum Repertoire eines Tourspielers. Was schwierig aussieht, bedarf gar nicht so viel Handfertigkeit. Dieser Schlag empfiehlt sich in erster Linie für kurze Annäherungen. Zudem benötigen Sie zwischen Ihrer Ausgangslage und der Fahne etwas Fairway und Grün, mit dem Sie arbeiten können, da der Ball ein paar Mal hüpfen wird, bevor er stoppt. Wichtig ist außerdem, einen längeren Schläger zu verwenden. Für eine Entfernung von 60 bis 70 Metern eignen sich beispielsweise ein Pitchingwedge oder ein 9er-Eisen. Spielen Sie den Ball aus der Mitte Ihres Standes und setzen Sie Ihre Handgelenke möglichst wenig ein (unten). Schwingen Sie durch den Ball, wobei Sie den Winkel Ihres Körpers beibehalten, so wie ich auf dem Foto rechts. Halten Sie dabei Ihre Handgelenke stets ruhig. Wichtig ist bei diesem Schlag, auf gar keinen Fall zu zögern. Schwingen Sie selbstbewusst durch und freuen Sie sich, wenn der Ball plötzlich am Stock bremst.


„SCHWINGEN SIE VOLL DURCH DEN BALL, UM IHN AUF DEM GRÜN WIRKUNGSVOLL ZUM HALTEN ZU BRINGEN!“


© GOLF DIGEST 9/2019. FOTOS: DYLAN COULTER