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Bessere Smartphone-Fotos: HANDY-FOTOS BESSER MACHEN


PC Go - epaper ⋅ Ausgabe 7/2018 vom 01.06.2018

Schnappschüsse und ambitionierte Aufnahmen – das Smartphone ersetzt immer mehr die Kompaktkamera. Von Vorteil ist, dass man es immer dabei hat. Doch selbst die beste Technik nutzt nichts, wenn Sie die Grundregeln der Fotografie nicht beachten. Wir geben Tipps, für deutlich bessere Bilder. > von Claudia Frickel


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Eine schöne Aussicht beim Ausflug festhalten, einen lustigen Moment für die Ewigkeit einfrieren oder den schönen Strand im Urlaub ablichten: Dank Smartphone-Kamera werden heutzutage weltweit so viele Fotos aufgenommen wie nie zuvor. Von den 2017 weltweit entstandenen 1,2 Billionen Bildern stammten ...

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... laut Bitkom-Verband 85 Prozent von Mobiltelefonen. Doch was nutzen die vielen Aufnahmen, wenn sie hinterher verwackelt sind oder der Ausschnitt langweilig? Zwar werden die Kameras in den Smartphones immer besser und bringen mehr Funktionen mit. Aber der Fotograf muss damit auch umgehen können und vor allem einige fotografische Regeln beachten – und für die richtigen Voraussetzungen sorgen. Das Gerät liegt oft auf schmutzigen Oberflächen. Anders als normale Kameras sind die Linsen beim Smartphone nicht mit einem Deckel vor Fusseln und Staub geschützt. Vor dem Fotografieren sollten Sie deshalb die Linse mit einem Mikrofaser- oder Brillenputztuch abwischen. Aber auch im Nachhinein lässt sich noch einiges herausholen: Mit den passenden Programmen bearbeitet man die Fotos anschließend am PC.

ACHT TIPPS FÜR BESSERE BILDER

Auf die Auflösung achten, den besten Aufbau des Bildes bestimmen, bessere Selfies aufnehmen: Mit unseren acht Tipps für die Smartphone-Fotografie produzieren Sie Klasse statt Masse.

Wenn Sie das Smartphone beim Fotografieren mit beiden Händen festhalten, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass das Foto verwackelt wird.


TIPP 1 Beide Hände oder ein Stativ benutzen

Bilder verwackeln schnell – manchmal reicht es schon, auf den Auslöser zu drücken, dann bewegt sich das Smartphone. Mehr Stabilität haben Sie, wenn Sie das Smartphone beim Fotografieren in beide Hände nehmen. Hilfreich ist auch, wenn Sie zum Auslösen die Lautstärketasten verwenden. Das erlauben aber nicht alle Geräte. Wenn das geht, klappt es auch über die entsprechenden Tasten am Headset. Der Vorteil: Sie müssen das Handy nicht berühren.
Fotografieren Sie bei schwierigen Lichtverhältnissen wie der Dämmerung, nutzen Sie ein Stativ. Wenn Sie keines mitschleppen wollen, lehnen Sie das Gerät an, etwa an ein Glas, einen Baumstamm oder eine Wand.

TIPP 2 Vor dem Auslösen die Auflösung und das Format kontrollieren

Bevor Sie Fotos aufnehmen, kontrollieren Sie besser die Auflösung in den Einstellungen der Kamera-App. Wollen Sie die Bilder später ausdrucken, bearbeiten oder Ausschnitte vergrößern, wirken sie mit schlechterer Auflösung schnell pixelig. Wählen Sie je nach Handy die höchste Auflösung bzw.HQ . Aber Achtung: Die höchste Auflösung ist oft nur im 4:3-Format möglich. Schauen Sie Ihre Fotos auf dem Fernseher an, eignet sich das 16:9-Format aber besser. Je nach Kameramodell kann es allerdings sein, dass die Auflösung dann schlechter wird. Wahrscheinlich ist der Smartphone-Speicher bei höherer Auflösung schneller voll, weil die Bilder größer werden. Sie sollten deshalb regelmäßig ausmisten und die Fotos auf dem Computer sichern. Oder Sie lassen die Bilder automatisch bei einem Cloud-Dienst wie Google Drive oder Dropbox sichern.

TIPP 3 Mit den Füßen zoomen, nicht mit dem Gerät

Mit einem Zoom können Sie Motive näher heranholen. Doch das hat seine Tücken, vor allem bei Smartphones. Denn ein echtes optisches Zoom bringen nur die wenigsten Handy-Kameras mit, die meisten haben Festbrennweiten. Vom digitalen Zoom lassen Sie am besten die Finger: Die Aufnahmen werden lediglich hochgerechnet und damit pixeliger. Besser ist es immer, mit den Füßen zu zoomen. Das heißt in der Praxis: einfach ein paar Schritte näher an das Motiv herangehen.

TIPP 4 Autofokus und Automatik lieber ausschalten

Die Handy-Kamera fokussiert automatisch. Bei Schnappschüssen ist das praktisch, weil Sie sich das umständliche Einstellen ersparen. Oft wird das Foto aber interessanter, wenn der Fokus auf einem anderen Objekt liegt als dem, das die Kamera ausgewählt hat. Sie können den Fokus verändern: Tippen Sie einfach auf dem Bildschirm auf den Punkt, der scharfgestellt werden soll.
Wollen Sie noch mehr Kontrolle über Ihre Bilder, nutzen Sie den Profimodus, den viele Handys mitbringen. Dann bestimmen Sie Lichtempfindlichkeit, Weißabgleich oder Auslösegeschwindigkeit selbst – und erzielen nicht nur bessere Effekte, sondern bekommen auch bessere Farben. Das erfordert allerdings etwas Übung und Ausprobieren.

Die beste Auflösung ist meist nur im 4:3-Format möglich.


Mit unscharfem Hintergrund und dem richtigen Licht entstehen interessante Motive.


Gehen Sie statt zu zoomen (linke Katze) lieber näher ans Motiv heran (rechte Katze).


Im Profimodus bestimmen Sie Weißabgleich und Lichtempfindlichkeit selbst.


Bilder wirken interessanter, wenn das Motiv nicht genau in der Mitte ist. Ein Raster hilft bei der Aufteilung des Displays und des späteren Fotos.


TIPP 5 Das richtige Licht und der Einsatz des HDR-Modus

Das richtige Licht macht einen großen Teil der Bildqualität aus. Am besten haben Sie die Lichtquelle immer im Rücken, egal, ob das die Sonne, das Fenster oder eine Lampe ist. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Schatten nicht im Bild ist. Bei Außenaufnahmen herrscht meist das beste Licht eine Stunde nach Sonnenaufgang oder eine Stunde vor Sonnenuntergang. Vermeiden Sie es, den Blitz zu verwenden: Er macht ein zu hartes Licht, fotografierte Menschen bekommen rote Augen. Bei starken Kontrasten schalten Sie den HDR-Modus ein: Er sorgt für eine bessere Helligkeitsverteilung, wenn zum Beispiel im Hintergrund der Himmel hell ist, der Baum vorne aber dunkel.

Lösen Sie mehrmals aus, und wählen hinterher das beste Bild aus.


Nutzen Sie für Selfies lieber den Selbstauslöser.


TIPP 6 Den besten Aufbau des Bildes vorher bestimmen

Fotos wirken langweilig, wenn sich das Hauptmotiv genau in der Mitte befindet. Nutzen Sie die Zwei-Drittel-Regel, die auf dem sogenannten Goldenen Schnitt basiert: Teilen Sie den Bildschirm gedanklich mit zwei waagerechten und zwei senkrechten Linien in neun gleich große Felder ein. Platzieren Sie das Motiv an einem der Schnittpunkte oder entlang einer Linie. Bei vielen Kameras können Sie in den Einstellungen ein praktisches Raster einblenden, das die Linien anzeigt – damit sparen Sie sich die Berechnung im Kopf und müssen nur die Kamera entsprechend bewegen.
Sie können mit mehr oder weniger Tiefenschärfe ebenfalls eine starke Wirkung erzielen. Ein auffälliges Objekt im Hintergrund ist interessant. Umgekehrt bringen einige Smartphones eine Funktion zum Beispiel für Porträt-Aufnahmen mit, bei denen der Hintergrund automatisch unscharf wird.

TIPP 7 Bessere Selfies mit dem Selbstauslöser aufnehmen

Sie stehen mit Ihrer Freundin am Palmenstrand und wollen ein Selfie aufnehmen. Während Sie das Telefon mit einer Hand balancieren, müssen Sie auch noch den Auslöser treffen. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass das Bild verwackelt wird. Einfacher und ohne mühsame Verrenkungen geht das mit dem Selbstauslöser: Tippen Sie auf das entsprechende Symbol, meist eine Stoppuhr, und wählen die Sekunden. Drücken Sie den Auslöser, die Uhr zählt die Sekunden rückwärts. Weiterer Vorteil: Jetzt haben Sie genug Zeit, sich richtig zu positionieren und den Gesichtsausdruck anzupassen.

TIPP 8 Mehrmals auslösen und hinterher auswählen

Digitale Bilder haben gegenüber analogen einen riesigen Vorteil: Sie können so oft auslösen, wie Sie wollen, und erst später ausmisten. Vielleicht hat ja die fotografierte Person gerade die Augen zu? Oder schneidet eine merkwürdige Grimasse? Knipsen Sie deshalb immer mehrere Bilder desselben Motivs. Wählen Sie einen leicht veränderten Blickwinkel, gehen mal etwas näher heran oder einen Schritt weiter weg. Hinterher suchen Sie in Ruhe die beste Aufnahme aus und löschen die anderen.
Einige Smartphones machen automatisch Serienbilder, wenn Sie den Auslöser lange drücken. Dann müssen Sie nicht dauernd auf den Aufnahmeknopf drücken und bekommen trotzdem eine Auswahl. Ansonsten können Sie dazu auch Spezial-Apps wie Fast Burst Camera (tinyurl.com/7kv37x6 ) verwenden.

FOTOS BEARBEITEN AM PC

DVD CD Software/Tool-Pakete/Foto-Tools

Störende Elemente abschneiden, das Bild aufhellen oder einen Filter darüberlegen: Bearbeiten Sie Ihre Bilder holen Sie mehr heraus. Viele Fotos-Apps bringen dazu einfache Werkzeuge mit, deutlich mehr Möglichkeiten bietet Ihnen jedoch Gratis-Programme für den PC.

Mit dem BildbearbeitungsprogrammPhotoscape hellt man Fotos auf oder verschönert sie mit Filtern.


TIPP 1 Mehr Ordnung: ansehen, konvertieren, umbenennen, verkleinern

Aus dem Asien-Urlaub haben Sie Hunderte Fotos mitgebracht und wollen die Aufnahmen sichten. Das geht ganz einfach mit der SoftwareXnView . Sie zeigt alle Bilder eines Ordners als Miniaturen an, mit Infos zu Größe und Format. Mit ein paar Klicks konvertieren Sie Bilder, etwa von JPEGs in PNGs. Dazu wählen Sie die Fotos aus, klicken die rechte Maustaste und aufKonvertieren .
Wollen Sie viele Fotos einheitlich umbenennen oder verkleinern, nutzen Sie denFastStone Photo Resizer . Sie markieren im ReiterBatch Rename oderBatch Convert die Dateien, die bearbeitet werden sollen, und klicken auf den PfeilAdd . Zum Verkleinern setzen Sie einen Haken beiUse Advanced Options (Resize) . Klicken Sie auf das FeldOptions und machen im ersten Reiter erneut einen Haken beiResize . Jetzt legen Sie die Größe fest. Außerdem können Sie hier mehrere Bilder gleichzeitig drehen oder beschneiden. Bestätigen Sie mit OK und klicken im Hauptfenster aufConvert .
Das Beschneiden einzelner Bilder klappt mitFotosizer (fotosizer.com ) noch besser. Fotos lassen sich mit wenigen Klicks strecken, zuschneiden oder die Seiten füllen.

TIPP 2 Bilder aufhellen und verschönern

Einen Filter über ein Foto legen, es aufhellen, schärfen oder weichzeichnen: Diese Aufgaben erledigt das ProgrammPhotoscape mit ein paar Klicks. Wählen Sie auf der StartseiteBildbearbeitung , suchen im Verzeichnisbaum den richtigen Ordner und klicken doppelt auf ein Bild. Es öffnet sich im großen Fenster. Darunter stehen diverse Optionen zum Bearbeiten. Sie können auch Rahmen um die Fotos ziehen oder Objekte wie Sprechblasen ergänzen.

TIPP 3 Die Bilder in eine Slideshow mit Musik verwandeln

Sie haben die Urlaubsbilder gesichtet, verkleinert, umbenannt, konvertiert und bearbeitet. Jetzt wollen Sie sie Freunden zeigen – am liebsten per Diashow. Das klappt mit dem ToolAshampoo Slideshow Studio 2017 : Wählen SieNeues Projekt erstellen , entscheiden sich für ein Format wie 16:9 und fügen die Bilder hinzu. Anschließend verändern Sie die Reihenfolge per Drag&Drop und fügen Text, Untertitel, Formen und Musik hinzu. Über das Zahnrad wählen Sie, wie die Überblendungen aussehen sollen. Alternativen wiePhotostage bieten mehr Möglichkeiten, etwa die Ergänzung von Videos oder Schwenks. Dafür kostet Photostage aber auch 40 Euro.

DerFastStone PhotoResizer verkleinert Bilder in Batch-Verarbeitung oder benennt sie um.


Ashampoo Slide-Show Studio verwandelt die Fotos in eine Diashow.