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Best of Tattva: Die Lebenskurve


Tattva Viveka - epaper ⋅ Ausgabe 78/2019 vom 01.03.2019

Viktor Schaubergers Entdeckung der Levitationskraft


Artikelbild für den Artikel "Best of Tattva: Die Lebenskurve" aus der Ausgabe 78/2019 von Tattva Viveka. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Tattva Viveka, Ausgabe 78/2019

Viktor Schauberger


Viktor Schauberger gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der »freien Energie«. Hierbei handelt es sich um unbekannte Formen der Energiegewinnung, die anders als die herkömmlichen Methoden ohne teure, umweltbelastende Rohstoffe auskommen. Die freie Energie entspringt aus der »Lebenskurve«, der naturrichtigen Massenbewegung.

Überall in der Natur lässt sich beobachten, wie die Natur Massen, z.B. Wasser, bewegt, wie organische Materie wächst, wie in der Natur Energie gespeichert und freigesetzt wird.

Ein Seher der Neuzeit, der intuitiv ...

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... begabte Viktor Schauberger (1885- 1958), der in den österreichischen Hochwäldern als Förster arbeitete, wunderte sich bei seinen Naturbeobachtungen immer wieder über unerklärliche Phänomene wie die auf den höchsten Berggipfeln entspringenden Hochquellen oder die Standforellen in den Gebirgsbächen. Wie konnte das Wasser auf diese hohen Berge hinaufgelangen, um dann quicklebendig und quirlig aus einem Felsen zu quellen? Wie schafften es die Forellen, flußaufwärts über reißende Wasserstürze zu steigen und in diesen quasi schwerelos zu schweben?

Schauberger, in einer Försterfamilie mitten in der Natur aufgewachsen, ließen diese Fragen nicht los. Seiner einzigartigen naturverbundenen Intuition und seinem praktischen Verstand verdankte er schließlich die Entdeckung der Energie, die das Wasser mit Auftriebs- und Levitationskräften ausstattete, und er sah diese Energie überall in der Natur, in der Erde, in den Pflanzen und Tieren und in dem Organismus des Menschen. Es ist die Energie des Lebens:die Lebensenergie, die er in der Bewegung der Materie erkannte: in dem Schwingen der Flußläufe, in den zykloiden Spiralraumkurven der Medien Erde, Wasser und Luft, in den Formen der Organismen.

Bedeutend für Schauberger war die Bipolarität der Natur, die sich in den polaren Zug- und Druckkräften beobachten läßt. Die naturrichtige Bewegungsart für Aufbauprozesse beruht auf dem Vorherrschen des Zugprinzips. Wenn man die Naturbewegung richtig kopiert, so lassen sich mit geringstem Aufwand sehr starke Sogkräfte freisetzen, die »nahezu kostenlos«, blitzschnell und ohne Umweltbelastung immense Energiemengen gewinnen lassen und durch bremsende Druckwirkungen reguliert werden können. Diese naturrichtige Bewegung nannte Schauberger die »Lebenskurve«. Die gegenwärtige Wissenschaft und Technologie ist laut Schauberger nicht im Einklang mit der Natur und bewegt falsch, denn sie unterstützt ausschließlich das Druckprinzip, das sie mit Hilfe von Explosionstechnologien, wie etwa dem Verbrennungsmotor, nutzbar machen will.

Der Amazonas fließt in naturrichtigen Mäandern – der Lebenskurve.


Technik

»Die alten Griechen erkannten schon oder richtiger gesagtnoch, daß »Technik « vom Altgriechischen »technao« herstammend, wörtlich übersetzt Selbstübervorteilung, also Selbstbetrug bedeutet. « (1,22)1

Dieser Satz ist repräsentativ für Schauberger. Seine Kritik an der heutigen Technologie ist fundamental. Die heutige Technik und Wissenschaft fußt seiner Ansicht nach auf völlig falschen Gesetzmäßigkeiten. Sie benutzt eine zentrifugale, explosive Drucktechnologie, die in der Natur Abbau- und Zersetzungsprozessen dient, für den Wirtschafts- und Kulturaufbau. Diese Energieformen für den wirtschaftlichen und kulturellen Aufbau zu verwenden, ist nach Schauberger grundfalsch. »Wer es verkehrt macht, muß naturgesetzmäßig die progressive Massenzerstörung und dadurch unbeschreibliche Not- und Elendsteigerung in Kauf nehmen.« (4,36)

In der technischen Anwendung zeigt sich in der heutigen Massenbewegung (z.B. Antriebsmotoren, Propeller, Heizungen, Turbinen, Stromerzeugung, Pflüge usw.) ein allgemeines Problem. Aufgrund des Charakters der Energie wächst der Bewegungswiderstand im Quadrat zur Bewegungsbeschleunigung. Dieses Wachstum des Bewegungswiderstandes ist in der etablierten Physik ein bekannter Faktor, der als unvermeidbar angesehen wird. Genau hierin besteht jedoch der Selbstbetrug, denn eine Arbeit, die das Quadrat an Widerstand erzeugt, betrügt sich gewiß selbst um ihr Ergebnis.

Schauberger stellt dem entgegen, daß dieses Phänomen durchaus vermeidbar ist und lediglich auf einer falschen Bewegungsart der Massen beruht. Jede Bewegung, die ein Stoff ausführt, bringt nämlich innenmolekulare Spannungsänderungen mit sich und ruft atomare Energien wach, die in unmittelbarer Verbindung zu physikalisch nicht meßbaren oder wahrnehmbaren höherwertigen Energieformen stehen. Schauberger nennt sie die »astralen« oder »metaphysischen « Energien. Die atomaren Energien äußern sich in zwei Richtungen: als aufbauende,be- lebende und als zersetzende,ent- lebende. Eine richtige Bewegungsart der medialen Massen führt zu einer Leistungsaufschraubung, die im Quadrat zur Bewegungsbeschleunigung wächst. Dies weist auf eine Technologie hin, die mit Hilfe geringsten äußeren Aufwandes hohe Mengen an Energie freisetzen kann.

Natur

Die Natur diente Schauberger als Vorbild für diese Art der Massenbewegung.


Die naturrichtige Bewegungsart funktioniert widerstandslos, druck- und wärmefrei, implosiv, strukturverkleinernd, anziehend und zentripetal. Schauberger nennt sie auch die weibliche, negativ geladene Energie.


Überall in der Natur läßt sich beobachten, wie die Natur Massen, z.B. Wasser, bewegt, wie organische Materie wächst, wie in der Natur Energie gespeichert und freigesetzt wird. Genau auf diesen Beobachtungen des Naturmenschen Schauberger beruhen seine Erkenntnisse. Hinzu kommt seine Eingebundenheit in eine generationenalte Tradition von Förstern der Alpenhochwälder sowie seine intuitive Fähigkeit, seine naturreligiöse innere Haltung und sein Erbwissen der alten germanischen Religion und Kultur.

Seine – geistige – Naturbeobachtung beruht auf dem grundsätzlichen Verständnis, daß alle Energie eigentlich aus höherwertigen, metaphysischen Energieformen entspringt, die er als Lebensenergie bezeichnet. Unsere irdischen materiellen Formen sind dabei das Ausfallprodukt dieser nach oben strebenden, levitierenden Energie, die überflüssige oder nicht ausreichend geläuterte Energie nach außen abstrahlt, wo sie sodann unter dem Einfluß des Sonnenlichts und der Temperatur erstarrt und zu Materie in unserem Sinne wird. Diese Lebensenergie bewegt sich in zykloiden Spiralraumkurven, in einer Aufschraubbewegung, zentripetal, d.h. der edelste und hochwertigste Teil befindet sich im Zentrum der Spirale. Schauberger vergleicht dies mit einem Blütenkelch. Die Blütenblätter sind das materielle Ausfallprodukt, und das Edelste, der Fruchtkolben, befindet sich in der Mitte.

Gemäß Schauberger gibt es in der Natur grundsätzlich zwei polar entgegengesetzte Energiebewegungsarten. Er nennt sie die »naturrichtige« und die »naturun richtige« Energiebewegungsart. »Da es bekanntlich in der Natur nur Bi-polaritäten oder die sich gegenseitig steigernden Gegensätze gibt, frägt sich, welche Bewegungsart dient dem Lebensauf- und welche dem Lebensabbau. « (2,23) Die naturrichtige Bewegungs-(Verlagerungs-)art funktioniert widerstandslos, druck- und wärmefrei, implosiv, strukturverkleinernd, anziehend und zentripetal. Er nennt sie auch die weibliche, negativ geladene Energie. Diese Energie arbeitet mit allotropen Fettstoffen und höherwertigen Atomenergien, die levitierend, d.h. auftreibend und damit aufbauend wirken und mit physisch nicht wahrnehmbaren Strahlungsformen in Verbindung stehen. Die naturun richtige Energiebewegungsart arbeitet mit Widerstand, druck- und wärmeerzeugend, explosiv, strukturvergrößernd, abstoßend und zentrifugal. Dies ist die männliche, positiv geladene Energie. Sie arbeitet gravitierend, damit rückstoßend und zersetzend. Hierher gehört die heutige Form der Atomenergie, die Schauberger als die niederwertige, weil zersetzende, bezeichnet. In der Natur gibt es beide Energien, und dort erfüllen sie auch ihren Zweck. Die zersetzende Energie ist wichtig, um Altes und Krankes, das nicht mehr heilbar ist, also alles Sterbende oder Gestorbene, wieder in den Energiekreislauf zurückzuführen, um das neu Entstehende, Geläuterte zu nähren.

Um Energie oder Bewegung zu erzeugen, ist es daher naturrichtig, die aufbauenden, levitierenden Kräfte zu nutzen, die durch einen geeigneten Bewegungsanstoß freigesetzt werden. Diesen Bewegungsmodus nennt Schauberger die »Lebenskurve«. Es ist dieselbe Bewegung, die ein nicht begradigter Fluß in seinen Mäanderformen vollzieht, die sich in den Wellen und Wirbeln einer Baumrinde beobachten läßt, der ein Apfel oder unsere Herzen ihre Gestalt verdanken.

Die Komplementarität der Druckund Zugkräfte wirkt zusammen, um diese naturrichtige Bewegung und Freisetzung höherwertiger Energien hervorzubringen, wobei das Zugprinzip das dominante ist. »… sorgt man für einrhythmisches Wechselspiel der beiden Bewegungsteilkräfte (gegensätzlich wirkenden Bewegungskomponenten, das sind die vorerwähnten Zug- und Druckkräfte) vor, dann hat man nicht nur die so gut wie kostenlose Maschinenkraftsurzeugung in der Hand, (…) sondern zudem auch das Geheimnis der willkürlichen Wachstumsregelung entdeckt. « (3,31)

»In der Natur gibt es keine geraden Linien«, war ein Ausspruch Schaubergers, und demzufolge ist unsere moderne Technologie, weil zersetzend und geradlinig, natur- und lebensfeindlich. Schaubergers Anliegen war es immer, den grundlegenden Irrtum der heutigen Technologie aufzuzeigen und die Menschheit über die ungeahnten Möglichkeiten einer naturrichtigen Anwendung der Massenbewegung aufzuklären. »Denn«, sagt Schauberger, »kennen die Menschen erst einmal den bisher gemachten Fehler, dann werden sie ihn aus ureigenem Interesse korrigieren und damit ist jeder Kampf ums tägliche Brot, die eigentliche Ursache dieses Krieges, von selbst behoben.« (2,38)


Um Energie oder Bewegung zu erzeugen, ist es daher naturrichtig, die aufbauenden, levitierenden Kräfte zu nutzen, die durch einen geeigneten Bewegungsanstoß freigesetzt werden. Diesen Bewegungsmodus nennt Schauberger die »Lebenskurve«.


Die spirituellen Implikationen von Schaubergers Naturbetrachtung

Wiewohl Schauberger sehr aktiv auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft, der Antriebstechnik, der Landwirtschaft und ähnlichen praktischen Arbeitsbereichen war, ist doch sein spirituell-geistiger Hintergrund die unverzichtbare Voraussetzung für seine praktischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnisse.2 Eine intuitive, ganzheitliche Schau der Natur ließ in der Person Viktor Schaubergers eine Naturphilosophie erblühen, die mit nichts vergleichbar ist, was wir aus der herkömmlichen Philosophie und Wissenschaft kennen. Diese Naturkunde ist so anders und so eigentümlich, daß es einiges an Studium und Vertiefung in seine Gedankenwelt braucht, um dieses reichhaltige und alles verbindende Wissen zu erfassen. Es ist, als ob plötzlich Bereiche unseres Gehirns aktiviert werden, die bis dahin brachlagen und als unbekannter Kontinent unserem mechanistisch-linearen Denken einen mit Unbehagen und Distanz gepaarten Respekt einflößten.

Woher hat Schauberger dieses Wissen?

Abgesehen von seiner bereits erwähnten intuitiven, seherischen Begabung weist Schauberger auf das Wissen »der Alten« hin. Hierbei bezieht er sich mehrmals auf die altgermanische Naturreligion, die im deutschen und nordeuropäischen Raum bei den Bewohnern abgelegener Gegenden noch bis in unser Jahrhundert lebendig geblieben ist und erst nach dem Zweiten Weltkrieg mehr und mehr verloren ging. Schauberger selbst kommt aus Plöckenstein. Er berichtet davon, das dieses Völkchen, das rund um den Plöckensteinsee im Bayerischen Wald im Schnittpunkt dreier Grenzen lebte, in seinen Sitten und Gebräuchen noch viel von dem traditionellen Urwissen um die richtige Bewegungsart erhalten hatte (Aufsatz ›Das Kuckucksei‹, Implosion 115, S. 58).

Kirlian-Fotografie eines Weihnachtssternblattes


»Was wir rund um uns sehen oder sonstwie wahrnehmen können, hat seine Entstehung und sein kurz vorübergehendes Dasein den wirklichen Realitäten zu verdanken, die als das Ursächliche weder greifbar oder meßbar, ja nicht einmal wahrnehmbar sind.«


Neben diesen regionalen und z.T. noch existenten Quellen bezieht sich Schauberger auch auf mythologische bzw. vorgeschichtliche Aussagen. Er geht davon aus, daß die alten vorgeschichtlichen Kulturen (die älter als die griechische sind), noch im Besitz dieses Wissens waren. So erwähnt er z.B. mehrfach die Tabula smaragdina des Hermes Trismegistos, eines altägyptischen Weisen, in der nach seiner Auffassung genau die naturrichtige Methode beschrieben wird: »Mische die Stoffe des Himmels und der Erde naturrichtig, denn dann wirst du zeitlebens glücklich sein.« (3,14) Auch das sagenumwobene Atlantis wird erwähnt, ebenso wie der Gral und die Gulla, jenes »geheimnisvolle Gefäß, in der sich jede Flüssigkeit, sei es nun Wasser, Milch etc., frisch und lebendig erhält.« (4,62) Die sagenhaften Berichte aus den Mythen der Menschheit, die von Reichtum, Glück, Gesundheit und »paranormalen Fähigkeiten« sprechen, beruhen nach Schauberger auf dem Wissen um die naturrichtige Massenbewegung. Sie sind nichts Mystisches, sondern eine andere, verlorengangene Massenbewegungsart.

Im folgenden Zitat finden sich einige Hinweise, mit welchen Gebräuchen sich die Menschen zur Natur in Beziehung setzten. »Zu diesen uralten Sitten und Bräuchen zählt, um die wichtigsten aufzuzählen, die letzte Ölung, das Tonsingen, das Sonnenpflügen, die Hügelgrabbestattung etc. Gepflogenheiten, die schon wiederholt beschrieben wurden, die nichts anderes waren, als naturnotwendige Vormaßnahmen, die, mit derrepulsiven Fruchtstofforganisation in unmittelbarem Zusammenhang stehend, einstigen Kulturvölkern nicht nur die Nährfreiheit, sondern auch eine Bewegungsfreiheit sicherten, gegenüber der z.B. die heutigen Arten der maschinellen Fortbewegungsarten zu Land, zu Wasser und in der Luft geradezu kindische Spielereien sind.« (4,50)

Die metaphysische Wirklichkeitsebene

Entscheidend für das ganze Verständnis Schaubergers ist sein metaphysischer Ansatz. Der Gesamtzusammenhang der Naturphänomene erschließt sich nur, wenn man die höheren Wirklichkeitsebenen, die physisch nicht mehr meßbar oder wahrnehmbar sind, miteinbezieht.

Tatsächlich ist die materielle Ebene unserer Körper und der Naturstoffe nur die sekundäre Ebene, die von den höheren feinstofflichen Ebenen abhängt und von ihnen erschaffen wird. »Sie werden erkennen, daß die physikalische Erscheinungswelt – sei es nun jede bisher unerklärliche, physisch wahrnehmbare Verlagerung der Medien Erde, Wasser und Luft, unsere eigene selbstherrliche oder originelle Bewegungsfähigkeit, die Überwindung unserer Körperschwere, die Atmung, die Be-leuchtung und die Er-leuchtung (Orientierung), die feuerlose Temperierung, kurzum die belebenden Funktionen, heißen sie wie immer – auf die höchsten Realitäten zurückzuführen sind, die wir – ohne bisher gewußt zu haben, wie und aus was sie entstehen – die »Astralen« [nennen].« (3,6-7) Die physische Erscheinungswelt ist auf höchste, astrale Realitäten zurückzuführen.

Alle Lebenssymptome, wie etwa die Körpertemperatur, der aufrechte Gang etc. sind keine Produkte materieller Wechselwirkungen, sondern gehen aus der Levitationsenergie hervor, die an dieser Stelle als das ›Astrale‹ bezeichnet wird.

»Was wir rund um uns sehen oder sonstwie wahrnehmen können, hat seine Entstehung und sein kurz vorübergehendes Dasein den wirklichen Realitäten zu verdanken, die als das Ursächliche weder greifbar oder meßbar, ja nicht einmal wahrnehmbar sind.« (3,10) Das Ursächliche sind die astralen Realitäten, die Schauberger als ›wirklich‹ bezeichnet. Sie entziehen sich der dreidimensionalen Wahrnehmung. »Denn das Leben bleibt als meta-physische Energiefunktion ewig. Und was sich als ziemlich uninteressantes und unreales Erscheinungsbild ständig ändert, ist nur das Futteral für die einzige Realität, der Körper, den die wirklichen Realitäten – originell – bewegen und dadurch beleben.« (3,14) Das Leben hat Ewigkeitscharakter.

Der Körper, sich ständig wandelnd und vergänglich, ist nur das äußere Gewand des inneren Lebens, der Seele. Der Unterschied von Körper und Seele kommt auch in folgendem Satz zum Ausdruck: » … daß es nur die Überschreitung der Bewegungs-geschwindigkeit ist, die den Astralleib zwingt, das Seelenfutteral zu verlassen. Richtiger ausgedrückt, die übermäßige Innenschwingungssteigerung bei Überschreitung der zulässigen Grenzgeschwindigkeit beutelt, wie der Volksmund sagt, die Seele aus dem Leibe.

Und da astrale Gebilde ohne einen Körper nicht existieren können, fährt ersteres mit über Affengeschwindigkeit ins Nirwana zurück.« (2,45f.) Die »Überaffengeschwindigkeit« könnte eine Anspielung auf die Überlichtgeschwindigkeit und auf Einstein sein, dessen Formel E=mc2 von Schauberger mehrfach kommentiert wird.

Um nun noch einmal etwas konkreter auf die metaphysischen Energieformen einzugehen und um zu zeigen, wie sie mit den materiellen Energien aufs engste verbunden sind, sei eine Stelle zitiert, die sich vordergründig mit der Landbearbeitung beschäftigt, aber ein hohes Maß an metaphysischen Aspekten aufzeigt.

Hier teilt Schauberger einige Details der Wirkungsprinzipien mit, und man kann sehen, wie die metaphysische mit der physischen Energie in Wechselwirkung steht: »Pflügt man hingegen den Nährboden mit dem druck- und wärmelosen, formvollendeten und naturrichtig legierten Biopflug, dann wird die genau gegenteilig wirkende Energieart schon meta-physischer, daher physisch ihrer ungewöhnlichen inneren und äußerlichen Geschwindigkeit wegen unwahrnehmbaren Gestalt frei, die hier die höherwertige genannt wird. Und je rascher dieser leichtgängige, weil fast reibungslos durch den Boden gehende Biopflug geführt wird, umso weiter ausstrahlende Edelstoffkonzentrationen durchdringen die umliegenden Grundwassermassen, die in sich die sogenannten Vitaminmoleküle (Edelstoffkonzentrate), Aufbauund Auftriebenergie im statu nascendi tragen.

Die biologische Folge dieses atomaren Feinstoffbeschusses ist eine re-aktive Schwingungssteigerung infolge Freiwerdens der dort eingesargten (gebundenen) Edelenergieanwärter, die sich in diesem Fall in selbstherrlich ausstrahlende Edelenergiestoffkonzentrate verwandeln.

Weitum alles bestrahlen und mit immer größer werdendem Aktionsradius die immer wirkungsvoller werdenden Implosionen (Edelstoffausgeburten) verursachen.

Der Grundbaustoff dieser relativ höchstwertigen Edelenergiekonzentrate ist naturrichtig vergärtes Fett. Irdische Lebensüberreste, die nicht, wie der weitverbreitete Irrglaube lehrt, zu Staub und Asche zerfallen, sondern je nach ihrer Bewegungsart im Schoße der Erde in meta-physische – also physisch unwahrnehmbare – Atomenergiearten verwandelt werden.« (3,49f.) Die metaphysischen Energiearten sind aufgrund ihrer sehr hohen Geschwindigkeit nicht wahrnehmbar. Sie verwandeln sich in Edelstoffe, indem sie Implosionen (= Edelstoffausgeburten) verursachen. Die Edelstoffe nennt Schauberger Vitaminmoleküle. An anderer Stelle schreibt er diesen Edelstoffenergien eine bakteriophage Qualität zu, d.h., aus diesen Rohstoffen bilden sich bereits wieder organische Strukturen. (3,6; 3,37-38; 4,4) Hier wird genau die Schnittstelle von feinstofflicher und grobstofflicher Umwandlung beschrieben. Die metaphysischen Energien sind Läuterungsenergien, die das Leben und das Bewußtsein tragen können. Sie durchdringen die Edelstoffkonzentrate, die in Fett vorliegen, und ermöglichen Aufbau- und Wachstumsprozesse.

Es ist ein Kreislauf zwischen Fett, Metaphysischem und Wasser, aus dem der Aufbau der Stoffqualität hervorgeht (der Boden wird fruchtbarer, das Wasser bekommt Heilwirkung, Leben entsteht).

Der gesamte Naturzusammenhang ist nur zu verstehen, wenn man diese Komponente des Geistigen, des Lebens als metaphysische Qualität, in die Betrachtung mit aufnimmt. Hierbei ist zu betonen, daß Schauberger entgegen der herkömmlichen naturwissenschaftlichen Anschauung die Existenz der geistigen Ebene miteinbezieht, aber auch entgegen der kirchlichen Lehre die materielle Ebene als ebenso wertvoll und göttlich betrachtet wie die geistige.


Gute Geister nannten die germanischen Vorfahren die aufbauenden Energien. Die aufbauende, lebenspendende Energie ist »Gott im statu nascendi« .


Nur der Kreislauf zwischen Stoff und Geist führt – anhand der rhythmischen Bewegung der Bewegungsteilkräfte Druck und Zug – zu Leben. Die Massenbewegung und das Medium sind die Geburtshelfer des Geistigen, sie dienen der Läuterung, also der Konzentrierung, Akkumulierung und Reinigung.

Die geistige Energie gibt das, was den Läuterungsvorgang nicht bis zum Ende mitmachen konnte, nach außen ab, wo es als Materie erscheint, um erneut in den Veredelungsvorgang aufgenommen zu werden. Das zentrale Element ist hierbei das Wasser, das die Lebensenergie (»die Edelstoffkonzentrate – Aufbauund Auftriebenergien im statu nascendi «) in sich trägt, um die Organismen zu nähren. Schauberger nennt es das »Fruchtwasser der Erde« und die »physische Erstgeburt«.

Da die Schulwissenschaft streng innerhalb des physisch wahrnehmbaren Rahmens bleibt, sind bestimmte Naturphänomene wie z.B. das Wachstum oder auch die Entstehung von Wasser unerklärbar.

So kommt die Wissenschaft denn auch zu der Behauptung, daß es ein Perpetuum mobile nicht geben kann, weil man aus Nichts keine Energie gewinnen kann. Schauberger weist wiederholt darauf hin, daß die Natur das Perpetuum schlechthin ist. Die mechanistisch unerklärbaren Wachstumsprozesse zeigen dies. Diese Prozesse beziehen ihre Energie aus den metaphysischen Realitätsebenen. »Denn das vermeintliche Nichts, das durch irgend eine molekulare Umwandlung entsteht, ist in Wirklichkeit eine raum- und gestaltlose, oder richtiger ausgedrückt, eine physisch unwahrnehmbare, daher metaphysische Feinstoff-konzentration höher- oder niederwertiger (belebender oder entlebender), bio-logischer, also re-aktivierter Wirkungsart. – Nennen wir sie hier kurz die Levitations-energie, die von allen Seiten her in physisch belebte Gebilde einstrahlt und »originell« antreibt. D.h. mit der zur Futtersuche notwendigen Trag- und Schleppkraft (Überwindung des eigenen Körpergewichts) versieht, das Ganze beleuchtet (sehend macht), erleuchtet (orientiert) und selbstverständlich originell, also feuerlos temperiert.« (4,14)


Das Leben hat Ewigkeitscharakter. Der Körper, sich ständig wandelnd und vergänglich, ist nur das äußere Gewand des inneren Lebens, der Seele.


Das Wasser ist die physische Erstgeburt

Die Schnittstelle zwischen metaphysischen und physischen Realitätsebenen ist für Schauberger das Wasser. Das Wasser entsteht praktisch aus diesen feinstofflichen Energien, die sich zu stofflichem Wasser verdichten. »Da Energien oder Geister ohne Körper (Akkumulatoren) nicht existieren können, scheidet sich sozusagen die erste körperliche Aufgeburt – wie wird erst später näher erklärt – aus, und damit ist in rohen Zügen die Herkunft des vermeintlich unergründlichen Wasserentstehungsgeheimnisses z.T. entschleiert.« (3,17) »Das Wasser ist das Blut der Erde. – Die physische Erstgeburt, die das Astrale, das Ur-produkt, die einzige Realität beherbergt, die es originell auf die höchsten Bergspitzen hebt, von denen dann das zurückfließt, das den Rückweg ins Nirwana noch nicht mitmachen konnte, um sich auf seinem Abweg mit Hilfe der originellen, sich um seine eigene Achse ein-spulenden Bewegungsart zu vermehren, zu veredeln und sodann seinen aufbauenden und auftreibenden Atomenergieüberschuß in den umliegenden Friedhof vergangener Vegetation zu senden, um das des naturrichtigen Bewegungsanstoßes Harrende zu neuem Leben aufzuerwecken.

Und diesem edlen – tausendfachen Segen auf Fluren und Feldern verteilenden – Grundstoffträger des universellen Lebens rückt der von der modernen Agrarwissenschaft irregeleitete Bauer mit dem Gerät zu Leibe, das der Lebenskraft ihr Dasein verleidet. – Und so kam es und mußte es kommen, daß der von allen guten Geistern verlassene Bauer vor seiner von Gott verdammten Scholle steht, weil er das zerstörte, in dem Gott im statu nascendi steckt.« (3,52) Das Wasser, daß auf den Bergspitzen entspringt, ist dann das, was »den Rückweg ins Nirwana noch nicht mitmachen konnte«. Durch die naturrichtige einspulende Bewegung vermehrt und veredelt sich das Wasser, um dann diese aufbauenden Energien an die Umgebung abzugeben. Auch eine naturrichtige Erdbewegung bewirkt das gleiche. Durch richtiges Pflügen werden im Erdreich diese Aufbauenergien erweckt. Die falsche Bewegungsform des herkömmlichen Pfluges verhindert dies. Deshalb ist der moderne Bauer »von allen guten Geistern verlassen«.

Gute Geister nannten die germanischen Vorfahren die aufbauenden Energien.

Die aufbauende, lebenspendende Energie ist »Gott im statu nascendi«. Hier erkennt man die gottesbewußte Grundhaltung Schaubergers.

Nachdem das Wasser eines der Hauptthemen Schaubergers ist, behandelt er es entsprechend ausführlich. Zu den technologisch-wirtschaftlichen Aspekten sei nur so viel ausgeführt, daß Schauberger in der naturunrichtigen Bewegung des Wassers die Ursache für den Qualitätsverlust der Gewässer sah. Durch den Verlust an belebenden Energien sterben die Tiere und Pflanzen im Wasser ab und machen Krankheitskeimen und parasitären Lebensformen Platz. Der Verlust der Levitationskraft des Wassers führt zum Absinken des Grundwassers. »Überall dort, wo Wasser nach hydraulischen Prinzipien, sei es nun eine moderne Wasserlaufregulierung oder durch Druckturbinen geführt wurde, starben nach kurzer Zeit die Forellen und die sonstige höhere Tierwelt ab.

Und an Stelle dieser begann sich das pathogene Leben, die verschiedenen Parasiten und Zerstörungskeime, zu beleben.« (1,18) Um noch einmal zu verdeutlichen, wie der richtige Vorgang funktioniert und wie die metaphysischen Überwerte, das Wasser und das Fett aus den körperlichen Überresten miteinander in Beziehung stehen, sei hier noch eine diesbezügliche Stelle zitiert. »Was verstehen Sie eigentlich unter diesem Begriff: Aufbau- und Auftriebenergien im Wasser? Darunter verstehe ich die stufenweise Auferstehung der metaphysischen Überwerte, die aus naturrichtig dissoziierten irdischen Überresten – physischen Fettstoff-konzentrationen – entstehen und als allotrope (vielförmige) Energiestoffgebilde, die das geosphärische Mutterwasser ausscheiden, wieder erstarren.« (3,4) In der folgende Passage zeigt sich noch einmal deutlich der Zusammenhang des alten Wissens der germanischen Spiritualität mit der Naturerkenntnis. Die bildhafte Betrachtungsweise dieser alten Kultur bezeichnete die aufbauenden und abbauenden Energien als »gute und böse Geister«. Schaubergers moderne Erklärung zeigt, daß es sich bei diesen Beschreibungen nicht um abergläubischen Dämonismus handelt, sondern um wirkliches Urwissen. »Wasser ist also nur dann der Ursprung allen Lebens, wenn man es naturrichtig bewegt. Denn im anderen Fall bauen sich im selben Medium die bös-artigen, das Medium und dessen Umgebung zersetzenden, niederwertigen Energie-arten auf, die die Alten ›die bösen Geister‹ nannten.

Nun verstand ich auch, warum meine Vorväter ständig im Konflikt mit hohen Kirchenfürsten waren.

Alle neuartigen Glaubensansichten bedingungslos ablehnten und fest und treu an den altgermanischen Anschauungen hangen, laut denen die guten und die schlechten Geister rund um uns, in den Medien Erde, Wasser und Luft stecken und uns so oder so beeinflussen, je nachdem wir ihre Fortentwicklung durch eine naturrichtige Bewegung fördern oder durch moderne Bewegungsarten stören.« (1,7) Hier drückt sich die Spannung aus, die zwischen den altgermanischen Anschauungen einerseits und der Kirchenlehre andererseits bestand und die die Familie der Schaubergers in einen ständigen Konflikt mit der Kirche brachte. Gleichwohl unterließ es Schauberger nicht, zwischen Jesus und der ihn vertretenden Kirche grundsätzlich zu unterscheiden, wie es in den folgenden Zitaten zum Ausdruck kommt.

Jesus wußte um die naturrichtige Bewegung

Obwohl Schauberger selbst mehr der germanischen Naturreligion zugeneigt war und von dort den größeren Teil der Anregungen und Erkenntnisse für seine Naturphilosophie bezog, war er dennoch in der Lage, auch das Wirken Jesu Christi im Einklang mit den naturrichtigen Prinzipien zu sehen. »Die Alten nannten sie die ›rekreierende‹ oder ›die erfrischende‹ (veredelnde) Bewegung, mit der man entwicklungsreife Rohstoffbestände, z.B. einen Fruchtsaft innerhalb einer Stunde in edelsten Wein verwandeln kann. Es handelt sich um einen höher-wertigen Gärprozeß, der nicht durch Temperaturdifferenzen, sondern durch die vorerwähnte erfrischende, die bewegten Massen dem Anomaliepunkt annähernde Bewegungsart ausgelöst wird. Die heutige Wissenschaft löst unfreiwillig den anderen Gärprozeß aus, bei dem statt edlem Wein der Essig entsteht. Wenn Sie also das Meßopfer naturrichtig bringen wollen, haben Sie sich erstens kelchartiger (ei- oder ur-förmiger) Gefäße und zweitens der Doppelschraubenwellenbewegung zu bedienen, die prinzipiell Christus in den Mittelpunkt seiner weltenbewegenden Bewegungslehre – es ist die »verinnerlichende« und die Geisteskraft stärkende – stellte.« (3,4)

»Niemand geringerer als Christus selbst hat die naturrichtige Umwandlung von Wasser in Wein und Brot in Geist nur mit formvollendeten Ur-formen (extremen Eiformen bestimmter Legierungsart) gelehrt und inmitten seiner – wahrhaftig die Welt bewegenden – Bewegungslehre, die der Vergeistigung des Ebenbildes Gottes dient, gestellt.« (3,51) Die Eiform bzw. die Kelchform ist nach Schauberger die grundlegende energetische Struktur in der Natur. Zwei weitere Zitate mögen zeigen, wie Form und Leben bzw. Materie und Geist zusammenhängen und in diesem universalen Zusammenhang Religion mit Naturwissenschaft verbunden wird. »Jede lebendige oder – richtiger gesagt – das Leben gestaltende Bewegungsart entspringt und mündet in der Urform, worunter man hier, die extreme Eiform zu verstehen hat.« (4,27) »Macht man diesbezüglich [bezüglich der Bewegung] einen Fehler, dann erreicht man das genau Verkehrte des Gewollten. – Nämlich, statt der Verwandlung einer Materie in Geist, den alles zerstörenden und zersetzenden Ungeist.« (4,31) Es ließe sich also sagen, daß die zeremonielle Verwandlung, die Christus beim Abendmahl vollzog, ein grundlegendes Paradigma der Veredelung und Erhebung der Materie zum Geist ist, die durch geeignete Bewegungen und Formen ausgelöst wird.

Obwohl Schauberger die Lehre Christi als naturrichtig anerkannte, hatte er gegenüber der Lehre der Amtskirche starke Vorbehalte. Ähnlich wie bei den wirtschaftlichen Machthabern und der modernen Naturwissenschaft findet er auch bei der Kirche Irrlehren, die naturunrichtige Ideen und Konzepte verbreiten.

Insbesondere die kirchliche Lehre von der Staubwerdung des Körpers ist für Schauberger ein folgenschwerer Irrtum.

In Wirklichkeit nämlich verfällt der Körper zu Fettstoffen, die ihrerseits wiederum unverzichtbar für den Aufbau neuer Lebensenergie und die Verkörperung neugeborener Lebewesen sind, indem in den höherwertigen Fettstoffkonzentraten die reinsten und edelsten Energien akkumuliert sind, die unmittelbar mit der metaphysischen Ebene im Austausch stehen. Durch das Verschweigen dieser Sachverhalte und durch die Aussage, daß sich der Körper in wertlosen Staub umwandelt, wird den Menschen die lebensrichtige Haltung gegenüber ihrem Körper verhindert. Das Leben wird zu einem mehr oder weniger wertlosen Unterfangen, das in einer fremd und sinnlos gewordenen Natur schrittweise zu Staub zerfällt und nach dem Tod des Organismus nicht weiter existiert.

»Die Kirche behauptet, daß die irdischen Lebensüberreste nach ihrer Bestattung zu Staub und Asche zerfallen. Ich kann beweisen, daß dies nicht wahr ist. – Erstens kann sich nichts ohne seinen eigenen Abfall fortentwickeln und zweitens ist die Fortentwicklung nach Erlöschen der physischen Lebensfunktionen nicht zu Ende. Nach Eintritt des Todes beginnt unter gewissen Voraussetzungen der Um- und Aufbau des Be-lebenden oder des Ent-lebenden. – Mit anderen Worten: der Aufbau von bisher unbekannt gewesenen Energien. – Der Rohstoff für diesen unterschiedlichen Energie- oder Läuterungsstoff-aufbau ist das Fett des in die Erde zurücksinkenden Kadavers.« (4,8f.)

Die naturrichtige Bewegung des Geistes

Schauberger bezieht die von ihm in der Natur beobachtete Bewegungsart auch direkt auf die Sphäre des Geistes. Damit trägt er seinem ganzheitlichen Ansatz Rechnung, der analoge Prinzipien auf allen Realitätsebenen zu sehen vermag.

Schauberger sieht in der Verstandestätigkeit sogar die Hauptursache der bestehenden schlechten Verhältnisse. »Um auch der letzten Ur-sache auf den Leib rücken und das bisherige Übel tatsächlich an der Wurzel fassen und ausmerzen zu können, ist es notwendig, sich mit dem Wesen und der Herkunft des Verstandes, im besonderen aber mit der positiven Gedankenbildung näher zu befassen.

Verstand, als Ganzes betrachtet, ist das Produkt von Intuition und Gedankenbildung.

Rein technisch betrachtet ist der Gedanke energetisierter Druck. Intuition, vom gleichen Standpunkt aus betrachtet, energetisierter Zug.« (4,41) Hier unterscheidet Schauberger zwischen Gedanke und Intuition. Während der Gedanke zum Druckprinzip gehört, stellt die Intuition eine Form der Anziehung dar. Der Gedanke ist ein aktiver, analysierender und bestimmender Vorgang, der auf sein Objekt einwirkt.

Die Intuition ist aufnehmend, synthetisierend und mimetisch (sich ähnlich machend, anpassend), und richtet sich an dem Objekt aus. Der Ausdruck »positive Gedankenbildung« weist darauf hin, daß Schauberger die Gedanken der positiven, männlichen, zersetzenden Kraft zuordnet.

Analog dazu handelt es sich bei der Intuition um die negative, weibliche, aufbauende Kraft. »Durch die heutige Schulbildung, die das Nach-denken schon dem Kleinkind aufzwingt, mußten sich die Gedankengänge (die Entwicklungsgefäße) auf fast ausschließlich positive Gedankenentwicklungen einstellen.–D.h. es mußten sich nach und nach Strukturlockerungen und damit Charakterverschlechterungen ergeben.


Die Eiform bzw. die Kelchform ist nach Schauberger die grundlegende energetische Struktur in der Natur.


Nachdem aber jeder primäre Ausfall einen sekundären Abfall auslöst, mußte auch der Gedankenabfall, es ist dies der Fortpflanzungskeim, überpositiv geladen sein. Wirkungsmäßig betrachtet, mußten die fortpflanzenden Kettenreaktionen immer gewalttätigere Menschen ergeben. D.h. es mußte sich nach und nach das Verhältnis zwischen innerem Drang und Sehnsucht zu Gunsten einer sich langsam entwickelnden Brutalität im Denken und Handeln verschieben, wodurch auch die primären Kettenreaktionen in dieser Richtung hin eine Verstärkung erfuhren.

So ist dann auch zu erklären, daß die Intelligenz, von denen das Schicksal eines Staates und der Handlungen seiner Bewohner fast ausschließlich abhängt, auf sonst nichts mehr dachten, als immer wirksamere Maschinen, Geräte, Werkzeuge oder Waffen zu ersinnen, die, ihrer Denkart entsprechend, ausnahmslos auf ein positives, zerstörende Energien urzeugendes Temperaturgefälle eingestellt waren.« (4,42) Die positive Gedankenentwicklung, dasNach -denken, hat bestimmenden und identifizierenden Charakter. Weil sich jedoch dieser Anspruch, der Kontrollierende zu sein, nicht im Sinne von Schöpfung umsetzen läßt, da die erschaffende, ur-zeugende Lebensenergie ihren eigenen Gesetzen unterliegt, wird er in die Richtung der Zerstörung gelenkt, weil dort die Kontrolle über die Objekte gegeben ist. Das Denken hat für Schauberger ein gewalttätiges Element und führt deshalb zu immer mehr Brutalität und zu technokratischem, verdinglichtem Wissen.

Die Gewichtung auf das Denken bzw. das Druckprinzip bringt auch den Verlust der paranormalen – seherischen – Fähigkeiten mit sich: »<P8%8>…<P255%0> Menschen, die man zum Nachdenken zwang und ihnen dadurch die Empfangsmöglichkeit der Vorsehungsgebote nahm.« (4,10)

Die irregeführte Menschheit

Das Anliegen Schaubergers war es, die Menschheit über ihren technischen Fehler aufzuklären und die naturrichtige Bewegung zum Nutzen der Natur und der Menschen wieder einzuführen. Die naturunrichtige Bewegung, die den im Quadrat zur Beschleunigung wachsenden Bewegungswiderstand erzeugt, ist quasi ein doppeltes Verlustgeschäft. Obwohl man sich mit maximalem Aufwand bemüht, erreicht man nur minimale Wirkung. Demgegenüber ist die naturrichtige Bewegung, die die im Quadrat zur Beschleunigung wachsende Leistungssteigerung erzeugt, eine doppelte Gewinnrechnung. Durch minimalsten Aufwand lassen sich maximale Wirkungen erzielen. Es ist daher nicht ohne weiteres als ungerechtfertigt zu bezeichnen, wenn Schauberger von der irregeleiteten Menschheit spricht. Schauberger stellt sich die Frage, wie diese Verirrung des menschlichen Wissens geschehen konnte.

Seiner Meinung nach handelt es sich um eine absichtliche Irreführung seitens der Machthaber, um die Volksmassen unter Kontrolle zu behalten, denn eine Bevölkerung, die all ihre Energie in ihr Überleben stecken muß, hat keine Idee für höhere Ansprüche. Wenn es so sein sollte, daß das naturrichtige Wissen vom Leben gezielt verborgen und unterbunden wurde, dann handelt es sich sicherlich um eines der größten Verbrechen an der Menschheit, unter der die Menschen bis heute zu leiden haben.

Wir haben in diesem Artikel nicht die ganzen technischen und wirtschaftlichen Aspekte dargestellt. Erst unter Berücksichtigung dieser rein praktischen und materiellen Dimension wird deutlich, in welch immensem Ausmaß sich dieses technische Mißverständnis auf allen Ebenen des Lebens zerstörend auswirkt. »Diese, die Todesfurcht verstärkenden Androhungen [seitens der Kirche, die Bestrafung nach dem Tode betreffend] bekommen eine ganz andere Bedeutung, wenn man sie – uralten Überlieferungen entsprechend – als Mittel zum Zweck betrachtet, sogenannte »Wilde«, jedenfalls Freiheitsliebende, zivilisieren und zugleich ins harte Arbeitsjoch zwingen zu können. – Das Letztere dadurch, daß man ihnen natur-widrige Arbeitsarten lehrt, wodurch sie sich ihr täglich notwendiges Brot umso mehr ver-dienen, als sie, durch die dadurch auflebende Not gezwungen, zum Arbeitsfleiß gezwungen werden.« (4,11) »Es muß allerdings zugegeben werden, daß das einst zu lösende Doppelproblem, muskelstarke Geistesarme ins Arbeitsjoch zu spannen, vorübergehend geradezu genial gelöst wurde. – Dadurch daß man durch eine verkehrte Bewegungslehre den Qualitätstoff-aufbau unterband und so indirekt eine Art geistige Kastration infolge zunehmender Massen, bei dadurch zunehmendem Mangel an Geistesstoffprodukten, also eine Massenvertrottelung entstand.« (4,15)

Aussichten

Man mag sich die Frage stellen, warum diese naturrichtige Technologie unsere Gesellschaft noch nicht revolutioniert hat. Warum gibt es immer noch diese verkehrte Technik, die qualitätsvermindernd wirkt und uns und die Natur krank macht? Warum hat sich die bio-genetische Bewegungsart nicht durchgesetzt? Darauf dürfte es mehrere Antworten geben. Liest man die Lebensgeschichte von Viktor Schauberger, dann kann man sich vorstellen, daß allein schon aufgrund der Machtinteressen der jeweiligen Obrigkeiten eine sinnvolle und effektive Erforschung und Nutzbarmachung dieser Technologie nicht möglich war und ist. Schauberger mußte sich sein ganzes Leben mit den Parteigängern der Macht und des Geldes auseinandersetzen, die auf alle erdenkliche Art versucht haben, Schauberger seine Geheimnisse zu entreißen und für ihre Zwecke einzusetzen.

Obwohl Schauberger immer wieder Kooperationsbereitschaft gezeigt hat, sind durch die unlauteren Absichten seiner Partner Experimente immer wieder gescheitert, Prototypen durch unsachgemäße Bedienung beschädigt worden, Unterlagen und Bauteile durch Plünderungen und Diebstähle verschwunden.

Direkt nach dem Ende des Krieges fingen sogleich die Amerikaner an, sich für Schaubergers Arbeiten zu interessieren. Sie zitierten ihn schließlich in die USA, von wo er als gebrochener Mann mit dem Kommentar zurückkam: »Sie haben mir alles genommen.« Er starb kurze Zeit später, ohne je sein Lebenswerk zu Ende geführt zu haben.

In seiner Nachfolge sind nun begeisterte idealistische Anhänger seiner Naturlehre bemüht, die Einzelteile zusammenzusetzen, um irgendwann einmal das vollständige Bild wiederzufinden. Bis dahin sind die verschiedenen Ansätze – die technisch-praktischen, die philosophischtheoretischen und die geistigen – Versuche, ein Mosaiksteinchen nach dem anderen zu rekonstruieren. Schauberger selbst formuliert sein Programm in zwei prägnanten Punkten:


Eine intuitive, ganzheitliche Schau der Natur ließ in der Person Viktor Schaubergers eine Naturphilosophie erblühen, die mit nichts vergleichbar ist, was wir aus der herkömmlichen Philosophie und Wissenschaft kennen.


»Die vordringlichsten Hauptaufgaben, die nun schleunigst und naturrichtig zu lösen sind, wären: 1.) die sofortige Nahrungsmittelvermehrung auf einer naturgesunden und qualitätsverbessernden Entwicklungsbasis, 2.) naturrichtige Antriebsmittel für Maschinen aller Art, die jeden Verbrennungsprozeß entwicklungsfreudiger Rohstoffe ausschließen.

Mit diesem – in zwei Punkten zusammengefaßten – Wirtschaftsprogramm ist eine derartige Fülle von notwendigen Vorarbeiten verbunden, daß vorerst einmal das Prinzipielle natürlicher, daher ganz neuartiger Arbeitsmethoden allgemeinverständlich aufgezeigt werden muß.« (4,15) Das Aufzeigen, die Lehre dieser Arbeitsmethoden, und sicherlich mit ihnen der geistigen und philosophischen Grundlagen, ist also die vordringliche Aufgabe, die sich uns stellt.

Schlußfolgerung

Eine große Herausforderung stellt die Konzeption Schaubergers sicherlich an die Adresse der heutigen Naturwissenschaft und Technologie. Schauberger mußte sogar eine eigene Sprache entwickeln, um das mitteilen zu können, was er in der Natur gesehen hat. Dies und seine Einbeziehung wissenschaftlich nicht bewiesener »meta-physischer Energien « macht es vielen Naturwissenschaftlern schwer, seine Erkenntnisse zu akzeptieren. Gleichzeitig findet der Geisteswissenschaftler einen leichteren Zugang, sind doch Schaubergers geistige Prinzipien philosophisch durchaus tragfähig.

In diesem Artikel sollte die Bedeutung des spirituellen Wissens hervorgehoben werden. Außerdem sollte gezeigt werden, daß auch und gerade in der Naturwissenschaft spirituelles Wissen notwendig ist. Die materielle und die geistige Ebene sind beide existent. Sie stehen in einer vielschichtigen und äußerst bedeutsamen Wechselwirkung und können nur gemeinsam verstanden werden. Schauberger besaß das Wissen des Mystikers, aber dieses Wissen ist eben nichts mystisches, sondern eine notwendige Grundlage, um die Wirkungsweise des Lebens und der Natur zu verstehen. Diese Informationen sind in allen spirituellen Traditionen der Menschheit zugänglich.

Die moderne Naturwissenschaft und Technik muß sich von dem mechanistischen und empiristischen Paradigma lösen, will sie nicht die Natur und das Leben immer weiter zerstören.

Schauberger sagt selbst, daß die metaphysische Ebene die eigentliche Realität ist. Diese ist überhaupt nicht mit der traditionellen Naturwissenschaft zu erfassen. Die spirituelle Dimension ist selbst für das Verständnis materieller Prozesse unerläßlich. Man sollte nicht versuchen, die Technik Schaubergers auf mechanistische Weise zu kopieren. Auf diese Weise ist der Schlüssel nicht zu finden.

Deshalb ist es im Grunde notwendig, sich völlig von dem wissenschaftlichen Paradigma zu lösen und die Welt Schaubergers wirklich als eine völlig andere zu akzeptieren. Dies wird immer zu Konflikten mit der amtierenden Wissenschaft führen, denn es bedeutet die Auflösung derselben in dem Sinne, wie sie heute existiert. Schauberger war nie diplomatisch, sondern sagte seine Meinung gerade heraus. Sie war zu anders, als daß der Versuch, Verständnis zu erheischen, Sinn gemacht hätte. Zudem lehnte er die moderne Wissenschaft rundherum ab und war strikt dagegen, daß sein Sohn Walter Ingenieurwesen studierte.

Es sieht so aus, als könne heute der Philosoph Schauberger besser verstehen als der Techniker. Gleichwohl sind beide Spezialisierungen unpassend, denn es geht um eine zutiefst ganzheitliche, interdisziplinäre Schau.

Was Schauberger uns mit seinem Weg noch gezeigt hat, ist, daß es auch ohne die Erlangung akademischer Grade möglich ist, zu Wissen und Erkenntnis zu kommen, und daß es sogar notwendig ist, nicht mehr in der Reaktion auf diese herrschenden Paradigmen zu verharren, sondern das völlig Neuartige zu versuchen.

Wenn irgendwann die Erkenntnis und die Umsetzung des Schaubergerschen Wissens erfolgreich in der Menschheit verankert ist, können wir vielleicht mit Schauberger sagen, daß von nun an »kein vernichtendes Feuer mehr notwendig ist, aus dem die entwicklungsgefährlichen Temperatur-arten entspringen, um Wohn- und sonstige Räume zu beheizen, kein elektrisches Licht mehr nötig ist, um Beleuchtungszwecken zu dienen, keine technische Maschine mehr gebraucht wird, die das mediale Gefüge entwicklungs-freudiger Aufbaustoffe sprengt und verbrennt«3 (3,34f.), denn dann haben wir eine neue, naturrichtige Technologie, die das besser macht.

Anmerkungen

1 Alle Zitate aus: Implosion – Biotechnische Nachrichten, Bd. 112-115, 1995-1996, Herausgeber: Verein für Implosionsforschung und Anwendung e.V., Geroldseckstr. 4, 77736 Zell a.H… Implosion erscheint vierteljährlich und kann bei o.g. Adresse bezogen werden. In den Heften 112-115 findet sich der vierteilige Aufsatz von Viktor Schauberger: »Die Entdeckung der Levitationskraft «, der diesem Artikel zugrunde liegt. Die Quellenangaben zu den Zitaten (z.B. 1, 22) beruhen auf folgendem Schema: Die erste Zahl betrifft den Teil des Aufsatzes (1-4), die zweite Zahl ist die Seitenzahl. Bei Schaubergers Aufsatz handelt es sich um eine neuentdeckte Arbeit, die aus dem erst kürzlich freigegebenen Nachlass stammt. 2 Leser, die sich speziell für die naturwissenschaftlichen Aspekte von Schaubergers Naturlehre interessieren, können bei der Redaktion einen ergänzenden Anhang bestellen, der in den wichtigsten Zügen einige der technisch-naturwissenschaftlichen Grundgedanken Schaubergers vorstellt.

Zum Autor

Ronald Engert, geb. 1961. Studium der Germanistik, Romanistik und Philosophie, später Indologie und Religionswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M. 1994 Mitgründung der Zeitschrift Tattva Viveka, seit 1996 Herausgeber und Chefredakteur. 2017 Bachelorabschluss in Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Autor von »Gut, dass es mich gibt. Tagebuch einer Genesung « und »Der absolute Ort. Philosophie des Subjekts«. Blog: www.ronaldengert.com


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